Beiträge von TeeKay

    Dieser gerade bei Ebay angebotene Brief 25 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine zeigt rechts einen Mini-Block mit Frau Merkel und Präsident Poroshenko, wohl ein Vignetten-Block, weil er keine Nominale trägt, ist aber trotzdem mit einer Art von Sonderstempel entwertet.

    Bei der UPU ist die Marke weder 2016 noch 2017 zu finden. Eine Nominale trägt sie aber, D, was bei der ukrainischen Post derzeit 30 Kopeken wert.


    Die weitere Inschrift ist Posta Maydany. Dazu hat die ukrainische Post ebenfalls Informationen. Wenn ich das richtig verstehe, kann oder konnte 2014, jeder kostenlos mit Posta Maydany Marken frankierte Post in der Hauptpost am Maidan aufgeben, die dann auch zugestellt wird. Also wäre das eine Privatpostmarke, die offiziell in einer einzigen Postfiliale anerkannt wurde. Dass dort ein D draufsteht, deutet aber m.M.n. daraufhin, dass zumindest 2017 schon bezahlt werden musste.


    In dem konkreten Fall hätten wir sogar eine Mischfrankatur mit Posta Maydany Marken (V und D) für den Brief und offiziellen Marke der Ukraine für vermutlich das Einschreibe-Entgelt.


    Mit der Aktion soll(te) an die selbstorganisierte Postzustellung während der Maidan-Proteste erinnert werden. Die Maidan-Post könnte nebenbei gesagt auch ein interessantes Sammelgebiet sein. :)

    Michel kann nicht alles bewerten. Erstens würde der Katalog zu umfangreich wegen Spezialitäten, die kaum jemand sammelt. Zweitens werden größere Einheiten und Zusammendrucke sehr selten angeboten, so dass eine Marktpreisfindung schwer wird. Und viertens, wo willst du den Schlussstrich ziehen? Bei 8er Einheiten, 12er, 20er? Bei 5, 10, 15 zusammenhängenden Marken im Zusammendruck?


    Das sind zwei Zusammendrucke, die gestern bei Jabs versteigert wurden. Diese Zusammendrucke werden so gut wie nie angeboten, vielleicht gibt es davon auch weltweit nur 5. Sollte Michel die bewerten? Wenn ja, warum dann nicht auch in Dreierreihen?



    Michel traf die Entscheidung, Paare und nach Posthorn maximal Dreier-Zusammendrucke zu bewerten. Wer darüber hinausgehende Einheiten und Zusammendrucke sammelt, kann sich zu einer winzigen Minderheit zählen und braucht keinen Katalog, weil der Preis davon abhängt, ob ein, zwei oder fünf der zehn Sammler zusammenkommen, die sich für ein konkretes Angebot überhaupt interessieren könnten.


    Z.B. ich selbst interessiere mich grundsätzlich für beide abgebildeten Zusammendrucke, bot aber 0 Euro, da ich keinen Versandstellenstempel will. Andere bieten vor allem wegen des Charlottenburger Stempels, warum auch immer. Aber groß dürfte der absolute Interessentenkreis nicht sein. Warum also den Katalog damit füllen?

    Waren dürfen international nicht mehr als Brief versandt werden. Waren sind alles außer Dokumente. Vielleicht hat das jemand bei der Post mit nationalen Sendungen durcheinandergebracht, bei denen kein Warenausschluss für Briefe in den AGB steht. Zudem könnte eine nicht ausreichende Verpackung ein Rücksendegrund sein, da eine vor Beschädigung schützende Verpackung Absenderpflicht laut AGB ist. Briefmarkenbündel ohne Versteifungspappe in einem Papierumschlag sehe ich nicht als ausreichend stabil verpackt an.

    In welche "nächstgelegene Filiale" soll ich denn meine online bestellten Sammelgegenstände liefern lassen? Es gibt doch von den Online-Händlern gar keine stationären Filialen? Zumindest nicht bei Briefmarken und anderen philatelistischen Artikeln

    3 Beispiele aus der Philatelie:

    - Bei Auktionshaus Y online über Philasearch mitgeboten, per eMail nach Abholmöglichkeiten gefragt und vor Ort persönlich abgeholt, dabei dann im Laden nach anderen Marken gefragt = 3 Kanäle

    - Auf Briefmarkenhändler X bei Philasearch aufmerksam geworden, in dessen separaten Onlineshop geschaut, angerufen, gekauft und gefragt, ob er das Material mit zur nächsten Messe mitbringen kann, um es mir zu geben = 4 Kanäle

    - bei der Postphilatelie online in der Bestellliste nach Marken geschaut und vor Ort am Philatelieschalter gekauft = 2 Kanäle

    Michelnr. und eventuelle Prüfung schreib ich bei mir auch auch im Album drunter. Wenn nicht irgendwas ganz besonderes, herausstechendes dabei ist, war es dann aber auch.


    Es steht also nicht dabei, wo gestempelt wurde (sieht man auf dem Beleg/Marke), ob es eine MEF mit 10x35 Pf oder ein Einschreiben ist. Das sind für mich alles Angaben für Datenbanken, wo ich diese Daten dann eingebe, um suchen oder Informationen erfassen zu können, ohne den Beleg/Marke zu sehen.

    Für wen beschreibt ihr das eigentlich so genau, insbesondere die Dinge, die sich ohnehin beim Blick auf das Material von selbst ergeben? In eine Ausstellungssammlung packen könnt ihr die Blätter nicht, sondern müsstet das Material eh nochmal neu anordnen.


    John Gunn hatte wohl eine der umfangreichsten (oder die umfangreichste) Sammlungen früher Belege von Berlin der Nachkriegszeit. Mehr als 4000 Briefe wurden bei Gärtner (leider als Gesamtposten) für 550.000 Euro zzgl. Aufgeld verkauft. Gärtner hat die komplette Sammlung gescannt (7GB Daten). Auf den meisten Seiten steht kein einziges Wort, nur die Briefe. Was nicht sofort aus dem Beleg hervorging, hatte er als Wissen im Kopf oder in Büchern. Das hält die Sammlung kompakt.

    • im Verkauf haben selbst gestaltete Alben einen eher negativen Aspekt als z. B. ein Vordruck-Album von KABE

    Wenn du auf die selbst gestalteten Seiten das gleiche Material draufpackst, das auch in einem KABE Vordruckalbum stecken könnte, dann ja. Die wenigen Sammler, die in den vergangenen 70 Jahren Marken auf selbstgestalteten statt Vordruckblättern aufbewahrten, sind jedoch die, die jetzt gesuchte und teuer bezahlte Spezialitäten wie Randstücke, HANs, Zusammendrucke oder Briefe über die Zeit retteten. Deren Material wird auf Auktionen vereinzelt und bringt hohe Zuschläge, während die Vordrucksammlungen zu hunderten am Ende der Auktionskataloge stehen und oft genug nichtmal für einen Hunni verkauft werden können.

    Eine Alternative wäre gewesen, keine vollen Kreisstempel abzuschlagen. In dem Fall hat jemand die Marken am Schalter manuell abstempeln und jeweils die untere Marke abdecken lassen, damit der Abdruck nicht auf die nachfolgende Marke übergeht.


    Eine FDC-Notierung fehlt im Michel, gibt anscheinend keine amtlichen. Früher wurden dann immer private von den Händlern gefertigt.

    FDC = Ersttagsbrief. Das heißt, es muss ein Brief mit Stempel vom ersten Verwendungstag sein. Kein Mensch fordert amtliche FDC oder vom Händler gefertigte Briefe für eine FDC-Bewertung. Jeder Brief mit Stempel vom ersten Tag ist ein FDC. Irgendwer kam dann mal auf die Idee, dass auch ungelaufene Briefumschläge mit Marke und Ersttagsstempel ein Ersttagsbrief wären, obwohl es nur briefähnliche Stempelvorlagen und keine Briefe sind.


    Wenn kein amtlicher Erstverwendungstag bekannt ist, wirds schwierig mit FDCs und ihrer Bewertung.

    Interessant, dass in keinem einzigen Nachruf irgendwie darauf eingegangen wurde, dass er all seine großherzigen Spenden zugunsten der Philatelie mit überteuerten Aboprodukten finanzierte, die Kunden mit Gewinnsuggestionen verkauft wurden, obwohl Sieger von Anfang an wusste, dass die Aboprodukte am Ende nahezu ein Totalverlust werden würden. Das ist nicht verboten, es waren allesamt mündige Verbraucher, und dennoch werden vergleichbare Taten bei anderen Personen durchaus als Schattenseite angesprochen.

    Wieso sollte jemand "mit all den offenen Sachen abtauchen"? Es ist nicht verboten, als Unternehmen insolvent zu werden. Es ist Teil des natürlichen Wirtschaftskreislaufes, bei dem es Opfer, aber keine Täter gibt. Strafbar sind diverse Handlungen rund um eine Insolvenz, nicht aber die Insolvenz an sich. Sofern also keine strafbaren Handlungen vorlagen, ist weder dem Gesellschafter noch Geschäftsführer irgendein Vorwurf zu machen. Ausweislich den letzten Bilanzen hat der Gesellschafter doch selbst hunderttausend Euro Forderungen gegen sein Unternehmen verloren, ist also gleichfalls Opfer.

    Im Artikel steht nichts von der Abschaffung. Im Gegenteil. Dort steht, dass der Entwurf neuer Motive eingestellt wird, es aber einen Jahre reichenden Vorrat an bereits gedruckten Marken gäbe und diese später auch nachgedruckt werden können. Also ein Paradies für Spezialisten, die sich auf die wenigen verfügbaren Marken konzentrieren können. Der Nachdruck nach Jahren wird sich dann bestimmt vom Urdruck unterscheiden.

    Kredit wird nicht aus dem Guthaben anderer Kunden vergeben, sondern es wird im Moment der Kreditvergabe neues Geld durch eine Buchung erschaffen. Die Sparkasse könnte auch Kredite vergeben, wenn es keinen einzigen Cent Bankguthaben der Kunden mehr gäbe.

    Habe es auch noch immer nicht kapiert.


    Um die Farbe der Krypto-Marke feststellen zu können, muß man also zuerst irgendeinen Code freirubbeln, dann erst weiß ich, ob ich die Marke mit den 1.500 Stück Auflage habe oder eine andere mit großer Auflage. Ohne Rubbeln kann ich die Farbe also gar nicht feststellen?


    Warum sind dann aber bei Ebay alle 5 Marken in Farbe abgebildet

    Ohne Rubbeln und Eingabe des freigerubbelten Codes auf der Post-Website kennst du die Farbe nicht. Wenn die Post-Website abgeschaltet wird, kennst du die Farbe auch nicht mehr.


    Bei eBay sind die Bilder der Marken abgebildet, wie sie die Post-Website nach Eingabe des Codes anzeigt. Die echte, vor dir liegende Marke sieht immer gleich aus (der Code natürlich nicht). Farblich anders sind lediglich die Bilddateien auf dem Post-Server.


    Wie gesagt: Das ist eine Billiglösung. Die Post hätte die Bilddatei auch in der Blockchain speichern können, wo sie dann solange existieren, wie auch die Blockchain existiert. Das Hochladen solch komplexer Daten in die Blockchain ist aber sehr teuer (die Blockchain-Datenbank muss von jedem, der an der Generierung neuer Blöcke teilnehmen möchte (Mining) heruntergeladen und lokal gespeichert werden. Könnte jeder gratis Bilddateien hochladen, würde die Datenbankgröße explodieren und man bräuchte viel zu viel Speicherplatz. Wer Bilddaten hochladen will, muss mehr zahlen), weshalb darauf verzichtet wurde. Die Post hätte aber auch einfach die Farbangabe in der Blockchain speichern können, ohne Bild. Dann wäre auch nach Abschaltung der Post-Website noch eine Information über die Farbe verfügbar.


    Das ganze Konstrukt zielt eindeutig auf die Blockchain-Fans und nicht auf Briefmarkensammler ab. Briefmarkensammler reagieren allergisch auf das Freirubbeln irgendwelcher Felder, weil die Marke dabei beschädigt wird. Und Sammler, die es gewohnt sind, auch 150 Jahre alte Marken noch in der Form zu sammeln, wie sie vor 150 Jahren ausgegeben wurde, können mit einer vergänglichen Post-Webseite, die als einzige Quelle die maßgebliche Wertkomponente der Marke anzeigt, auch nichts anfangen.

    Nein, die Markenfarbe ist eben nicht in der Blockchain gespeichert, sondern auf https://crypto.post.at/. Da gibst du den auf der Marke freigerubbelten Code ein und siehst die Farbe der Marke. In der Blockchain könnte das Bild auch gespeichert werden (teuer) oder wenigstens im Klartext einen Hinweis auf die Farbe. Das wäre dann dort unabhängig von den Launen der Post unabänderlich dokumentiert.


    Stattdessen steht jetzt in der Blockchain nur eine Token ID. Was die bedeutet, kannst du nur auf der Website der Post prüfen. Wird die abgeschaltet, hast du nur einen nichtssagenden Code.

    Das ist ja noch dilletantischer, als ich dachte. Dass es in 150 Jahren keine Ethereum Blockchain mehr geben wird, davon bin ich überzeugt. Aber 20, 30 Jahre könnte sie sicher als aktive Blockchain überleben und auch danach wird sicher noch Jahrzehnte irgendwo abrufbar Backups geben. Wenn nun aber der wesentliche Teil, die Farbinfo, nicht in der Blockchain gespeichert wurde (obwohl das möglich wäre), dann reicht doch ein Manager für die östereicher Postphilatie im nächsten Jahr, der sich die 5 Euro Hostingentgelt für die Seite sparen will, und die Infos sind weg.

    Die Kryptomarken sehen alle gleich aus. Unterschiedlich gefärbt ist nur das Bild in der Ethereum Blockchain. Sobald diese Blockchain ihr Leben aushaucht - und sie wird irgendwann abgeschaltet - sind die Marken alle gleich. Eine Blockchain existiert nicht ewig, sondern nur solange, wie genügend Menschen Interesse am Betrieb haben. Wenn niemand mehr da ist, der die Blockchain weiter betreibt, hast du fünf ziemlich häufig gedruckte Marken, die gleich aussehen.


    Ich wüsste auch nicht, warum ausgerechnet die AT-Post ein Interesse daran haben sollte, im Jahr 2150 noch die Blockchain für eine 2019 herausgegebene Sammlerschröpfmarke zu betreiben.