Beiträge von TeeKay

    und bei den Numisbriefen würde ich die Münzen raustuen und diese zum Bezahlen verwenden. Man wird zwar manchmal komisch angeschaut, aber die 5 und 10€ Münzen sind tatsächlich ein zulässiges Zahlungsmittel. Mehr wie den reinen Münzwert wird man da nicht sonderlich bekommen.

    Toller Rat angesichts der Tatsache, dass bei den Silbermünzen zu 10 Euro der Silberwert inzwischen höher ist als der Nennwert. Auch das erste Numisblatt von 1997, Melanchthon, und Heine mit Runen sind deutlich mehr wert als die enthaltene Münze. Wenn man nach eigener Aussage keine Ahnung hat, hält man sich vielleicht einfach mal mit Tips zurück?


    Aktuelle ETB-Jahrgänge werden auch nicht zum Kilotarif verkauft, sondern sind durchaus gefragt. Zum Beispiel Jahrgang 2017 wird bei eBay für 20-25 Euro gehandelt.


    Medaillen würde ich auch nicht pauschal der Degussa verkaufen. Bei Gold sind die Ankaufpreise zwar ganz gut, bei Silber jedoch brutal niedrig. Da bringt der Verkauf bei eBay an Edelmetallanleger deutlich mehr ein.

    Nein, ich hab lediglich Verwandte und Freunde dort und verfolge die Berichterstattung über die Proteste auf belarusischen oppositionellen Kanälen.

    Was soll am Speichern mehrerer Millionen Codes problematisch sein? Der Großteil der Marken wird eh wenige Monate nach dem Verkauf verwendet, so dass die Datenbank unbenutzter Codes schlank bleibt und vollständig in den RAM eines kleinen Servers passt. Warum blau statt schwarz das Ende des Stempelsammelns einläuten soll, ist mir auch unklar.

    Das hatte ich heute in der Post. Vielleicht leicht philatelistisch angehaucht ;), aber über so einen Philatelieschalter würde ich mich auch freuen! Mindestens 2 postcrossing-Stempel

    Belarus druckt die meisten Briefmarken inzwischen in Mini-Auflagen, z.B. diesen Block nur 15.000x. Das heißt, praktisch alle Sondermarken werden nur noch philatelistisch verwendet.


    Der Brief ist noch aus einem anderen Grund aufhebenswert: Er wurde an einem Sonntag aufgegeben. Sonntags in Minsk auf die Straße zu gehen, insbesondere in der absoluten Innenstadt vor dem Parlamentsgebäude, wo das Aufgabepostamt liegt, ist seit Anfang August gefährlich. Es finden wahllos Verhaftungen statt - selbst von Menschen, die nur mit ihrem Hund spazieren gehen - und eine Verhaftung bedeutet in Belarus mitunter Folter, vorsätzlich mit Covid infiziert bis hin zu Tode geschlagen zu werden. Die Straßen rund um die Hauptpost sind Sonntags oft abgeriegelt. Der 22.11. ist darüber hinaus auch noch einmal besonders, weil am Wochenende zuvor die bislang mit großem Abstand größte Menge an Verhaftungen seit dem Start der Proteste vorgenommen wurde. Der Absender musste also mit einer weiteren Eskalation rechnen - und ging trotzdem zur Post.

    Einschreiben werden natürlich nicht zurückgegeben. Ankunftsstempel gibt es noch im Ausland, Belarus zum Beispiel. Es reicht aber auch schon der Code, den praktisch alle Postgesellschaften auf die Briefe zur Automatisierung drucken, um eine Beförderung zu belegen. Wenn du nicht über eine Sammlung hunderter Adressen und ebenso viele Kontakte zu verschiedenen Postagenturen verfügst, wird das schnell eine sehr gleichförmig aussehende Sammlung.

    Wird von ihm schon ewig angeboten. Früher oder später wird das auch Einzelmarken treffen. Später Belege, mit denen sich keine Story erzählen lässt. Und zum Schluss auch die Belege, mit denen sich eine Story erzählen lässt, weil in 100 Jahren keiner mehr was mit einem Brief anzufangen weiß.

    Bevor du anfängst, wild Belege aufzukaufen, solltest du dich erst einmal selbst mit der Frage befassen, was genau du sammeln willst. "Belege Europa" solltest du dir nicht zumuten. Schon zwei oder drei Gebiete sind finanziell ausgesprochen fordend. Es ist aber nicht nur eine Frage des Geldes, sondern auch des Wissens, das du dir aneignen must, um die Belege zu verstehen und einschätzen zu können, ob es sich überhaupt um echte Belege oder Fälschungen bzw. Verfälschungen handelt.


    Wenn das Gebiet erstmal eingegrenzt ist, kann man auch mit überschaubarem Zeitaufwand die neuen eBay-Auktionen zu dem Gebiet überwachen.

    Wenn es möglich wäre, anhand niedrig aufgelöster Scan-Vergleiche die Echtheit von philatelistischem Material zu bestimmen, bräuchte man ja nicht den teuren und gefährlichen Versandweg wählen, um BPP Prüfern Material zukommen zu lassen.


    Im Übrigen wollte die Marke vor einer Woche schon für 25k€ niemand. Für 80k€ wird jetzt aber sicher der Verkauf glücken. Bei vielen Luxusgegenständen schreckt ein zu niedriger Preis schließlich ab.


    https://www.ebay.de/itm/BRITIS…ad-Inverted-/402568880145

    Ausgleichszähne haben einige wenige Rollenmarken, nicht alle. Eine schlechte Zähnung ist auch kein Beweis für Rollenmarken, da ich aus jeder guten eine schlechte Zähnung machen kann. Dass Rollenmarken häufig schlechte Randzähnung haben, ist vielmehr ein Hinweis für Sammler, dass diese Marken vollwertig sind, da sie so schon aus der Druckerei kamen. Rollenmarken mit einwandfreier Zähnung sind natürlich trotzdem wertvoller. :)


    Wenn die Einzelmarke keine Nummer und keinen Ausgleichszahn trägt, dann ist sie nicht als Rollenmarke identifizierbar.

    Wer Bund gestempelt als Einzelmarke nach Michel Junior sammelt, hat sicher wenig von einer Mitgliedschaft irgendwo. Sobald es spezialisiert darüber hinausgeht, brauchst oder willst du Informationen, die du nicht aus der Philatelie, DBZ, Briefmarkenspiegel oder Briefmarken Revue bekommst. Informationen, die oft auch nie im Michel auftauchen werden. Diese Informationen findest du dann in Arge-Rundbriefen. Und vielleicht hast du sogar Informationen und Wissen, das du dann selbst in den Rundbriefen verbreiten wilst.

    Und die Marke unter dem Stempelaufdruck ist eine Vignette. Sie sieht zwar genauso aus wie die Briefmarke Bund MiNr 1956, die von der Postphilatelie für solche Werbesendungen verwendeten Marken wurden aber nicht in die Auflagenstatistik übernommen, bei Zuschlagsmarken wurden keine Zuschläge abgeführt und die Postphilatelie hat die Marken auch niemals zum Nennwert intern verbucht, sondern die Sendungen intern zum Infopost-Tarif bzw. dessen Pendants abgerechnet.


    Siehe auch Belege Deutsche Post Philatelie

    und nicht zuletzt das auch das Erfassen der Werte. Auch wenn mir klar ist, dass die Michelpreise utopisch sind und wohl eher 10% beim Verkauf realistisch, möchte ich den Wert der Sammlung in etwa bestimmen können.

    Sofern das Dublettenalben und Ländersammlungen nach Vordruckalbum sind, funktioniert das so aber nicht. Da hast du je nach Sammlungsqualität Werte von -Y bis +X und X ist ein- bis sehr niedrig dreistellig - ganz gleich, was der Michel sagt. Ja, es gibt auch negative Sammlungswerte. Bei neueren Vordruckalben kann es sein, dass dir eine postfrische Bund-Sammlung ohne die Spitzenwerte aus der Anfangszeit im Vordruckalbum billiger angeboten wird als die gleichen Alben ohne Marken - denn beim letzteren Angebot muss der Käufer nicht erst die Marken entfernen, um das Album zu nutzen.


    Bevor es also ans katalogisieren geht, würde ich mir an deiner Stelle erst einmal ein Bild darüber machen, was du dort vor dir hast und ob das der Katalogisierung würdig ist noch nicht. Denn wenn nicht, dann ist es, wie meine Vorredner schon ausführten, Zeitverschwendung. DDR mit Versandstellenstempel must du nicht katalogisieren, auch wenn dein Vater das 60 Jahre lang mit Liebe pflegte. Aber die Katalogisierung so einer Sammlung schafft für dich keinen Mehrwert.


    Vielleicht hast du die nächste Raritätensammlung vor dir, die auf Auktionen ne halbe Million brächte und bei der dir nur noch eine Hand voll Portostufen von 5000 denkbaren fehlen. Da wäre eine Katalogisierung schon eher sinnvoll. Die Wahrscheinlichkeit ist jedoch hoch, dass es eher ein engros Los ist, das auf Auktionen nur deshalb gekauft wird, weil ein bisschen Frankaturware dabei ist. Und die Wahrscheinlichkeit ist deshalb groß, weil die meisten Altsammlungen genau so aussehen. Ja, vor 10 Jahren auch meine eigene. Als eine Million Menschen Bund sammelten, ging es auch gar nicht anders, weil nicht genügend Luxusware für alle da war. Die vor 30, 40 Jahren gängigen durchschnittlichen Sammlungen will heute aber keiner mehr haben, weil es davon eben 980.000 gibt bei nur noch 20.000 Sammlern. Und die können sich dann eben auch auf die Luxusqualität konzentrieren.


    Wenn du dir darüber im Klaren bist, dass du katalogisierwürdiges vor dir hast, dann kannst du dir überlegen, wie du vorgehst. Bei meiner Sammlung nehme ich nur das in eine Datenbank auf, was entweder schon qualitativ relativ hochwertig, aber noch ausbaufähig ist oder Handelswerte von mindestens fünf, besser zehn Euro hat. Wenn ich dann irgendwo ein qualitativ hochwertiges Angebot sehe, kann ich das sofort mit dem Scan in der Datenbank vergleichen und entscheiden, ob der Austausch lohnt.


    Für die Datenbank nutze ich Ninox. Das ist ein Datenbanksystem, das du für alles denkbare einsetzen kannst und nicht nur für Briefmarken. Die Eingabe- und Ausgabefelder kannst du beliebig selbst zusammenstellen. Apps gibts für iOS, iPad, MacOS und im Abo auch für den Webbrowser systemunabhängig. Anbei drei Screenshots aus meinen Datenbanken. Bei dir kann es ganz anders aussehen, mit mehr oder weniger und völlig anderen Eingabefeldern und -möglichkeiten.





    Und so siehts auf dem iPhone aus

    Also ist dann schon alles ab 1.7.93 weniger wert...

    1993 ist praktisch wertlos, sowohl für gestempelt- als auch Briefe-Sammler. Ob das nun ein, zwei oder neun Portoperioden her ist - es ist 20 Jahre nach der Block-Ausgabe. Bei Sondermarken würde ich mit einer normalen Benutzungsdauer von 1-3 Jahren nach Ausgabe rechnen. Kannst ja mal versuchen, so einen Brief bei eBay zu verkaufen.

    Im Rundbrief 201 der FG Berlin steht dazu: "[...] damit frankierte Sendungen erreichten dann allerdings ihre Empfänger und wurden "nur" mit Nachgebühr belegt, weil die ostzonale Post ab 21. März 1949 vom Zurückweisungsverfahren zur Erhebung von Nachporto übergangen worden war."


    Mehr dazu soll im Handbuch "Der Berliner Postkrieg 1948/1949" von Dr. Wolfgang Elsner 2005 stehen.


    In Rundbrief 177 steht zudem, dass es einen absehbaren Mangel an Bauten-Marken gab, der mit Grünaufdrucken kompensiert werden sollte. Dazu findet sich in Rundbrief 184 sogar der Scan einer Pressemeldung des Deutschen Pressedienstes. Auch dort stand, dass die Grünaufdrucke einen Mangel an Marken für gängige Portostufen ausgleichen sollten.

    Dieser gerade bei Ebay angebotene Brief 25 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine zeigt rechts einen Mini-Block mit Frau Merkel und Präsident Poroshenko, wohl ein Vignetten-Block, weil er keine Nominale trägt, ist aber trotzdem mit einer Art von Sonderstempel entwertet.

    Bei der UPU ist die Marke weder 2016 noch 2017 zu finden. Eine Nominale trägt sie aber, D, was bei der ukrainischen Post derzeit 30 Kopeken wert.


    Die weitere Inschrift ist Posta Maydany. Dazu hat die ukrainische Post ebenfalls Informationen. Wenn ich das richtig verstehe, kann oder konnte 2014, jeder kostenlos mit Posta Maydany Marken frankierte Post in der Hauptpost am Maidan aufgeben, die dann auch zugestellt wird. Also wäre das eine Privatpostmarke, die offiziell in einer einzigen Postfiliale anerkannt wurde. Dass dort ein D draufsteht, deutet aber m.M.n. daraufhin, dass zumindest 2017 schon bezahlt werden musste.


    In dem konkreten Fall hätten wir sogar eine Mischfrankatur mit Posta Maydany Marken (V und D) für den Brief und offiziellen Marke der Ukraine für vermutlich das Einschreibe-Entgelt.


    Mit der Aktion soll(te) an die selbstorganisierte Postzustellung während der Maidan-Proteste erinnert werden. Die Maidan-Post könnte nebenbei gesagt auch ein interessantes Sammelgebiet sein. :)

    Michel kann nicht alles bewerten. Erstens würde der Katalog zu umfangreich wegen Spezialitäten, die kaum jemand sammelt. Zweitens werden größere Einheiten und Zusammendrucke sehr selten angeboten, so dass eine Marktpreisfindung schwer wird. Und viertens, wo willst du den Schlussstrich ziehen? Bei 8er Einheiten, 12er, 20er? Bei 5, 10, 15 zusammenhängenden Marken im Zusammendruck?


    Das sind zwei Zusammendrucke, die gestern bei Jabs versteigert wurden. Diese Zusammendrucke werden so gut wie nie angeboten, vielleicht gibt es davon auch weltweit nur 5. Sollte Michel die bewerten? Wenn ja, warum dann nicht auch in Dreierreihen?



    Michel traf die Entscheidung, Paare und nach Posthorn maximal Dreier-Zusammendrucke zu bewerten. Wer darüber hinausgehende Einheiten und Zusammendrucke sammelt, kann sich zu einer winzigen Minderheit zählen und braucht keinen Katalog, weil der Preis davon abhängt, ob ein, zwei oder fünf der zehn Sammler zusammenkommen, die sich für ein konkretes Angebot überhaupt interessieren könnten.


    Z.B. ich selbst interessiere mich grundsätzlich für beide abgebildeten Zusammendrucke, bot aber 0 Euro, da ich keinen Versandstellenstempel will. Andere bieten vor allem wegen des Charlottenburger Stempels, warum auch immer. Aber groß dürfte der absolute Interessentenkreis nicht sein. Warum also den Katalog damit füllen?

    Waren dürfen international nicht mehr als Brief versandt werden. Waren sind alles außer Dokumente. Vielleicht hat das jemand bei der Post mit nationalen Sendungen durcheinandergebracht, bei denen kein Warenausschluss für Briefe in den AGB steht. Zudem könnte eine nicht ausreichende Verpackung ein Rücksendegrund sein, da eine vor Beschädigung schützende Verpackung Absenderpflicht laut AGB ist. Briefmarkenbündel ohne Versteifungspappe in einem Papierumschlag sehe ich nicht als ausreichend stabil verpackt an.