Beiträge von jariwee

    Zitat

    Original von mk
    Hallo Dominic und Wolleauslauf,
    ich habe mich gerade mal kurz drangesetzt und die Karten England sowie Italien mit den Städten eingebunden.
    Sollten noch ein paar Karten fehlen, so meldet euch doch bitte bei mir.
    Ich wünsche euch noch allen einen schönen Sonntag hier.


    Die Karte der Niederlande fehlt noch. Ich weiß, man sieht das östliche Teil, aber es gibt wirklich noch mehr... ;)
    Ist es möglich die Karte auch einzufügen?


    Mit besten Grüßen aus den Niederlanden,


    Hans

    Da die Transitpost ein Nebengebiet von mir ist, habe ich mich vor einigen Jahren etwas intensiver mit der Champuskorrespondenz befasst. Meine Ansammlung umfasst zur Zeit 370 Briefe nach Rheims, aus den Zeitraum 1806-1877.
    Die überwiegend größte Anzahl davon sind indertat Portobriefe, auf 370 Briefe kann ich aber immerhin noch 43 voll frankierte Briefe aufweisen. Diese Frankobriefe gibt es nicht ausschliesslich aus Russland, ungefähr die Hälfte kommt aus andere Gebieten, wie z.B. Preußen, Hannover, Braunschweig oder Bayern. Zur Illustration habe ich einige Briefe beigefügt (v.l.n.r.: Hannover 1846, München 1824, Halle i.W. 1858 (strikt genommen kein Champusbrief), Köln 1825, Stettin 1845)
    Auch der Zeitabschnitt zeigt dass es durchaus auch in früheren Zeiten, vor den DÖPV, Frankobriefe gab.


    Briefe in umgekehrter Richting sind indertat seltener, man kann sie aber finden. Als Beispiel ein Brief aus 1846 (Rechnung mit Einlage) von Ruinart aus Rheims nach York in England. Ich habe bisher 3 solche Briefe in umgekehrte Richtung gefunden, aber bisher auch nicht richtig danach gesucht.


    Mit besten Grüßen,


    Hans

    Wie versprochen noch die Scans mit Datum der beiden Briefen...


    bayern klassisch:


    Kurze Frage vom Altpapierbewunderer: Gelten hier auch Botenbriefe, also nicht mit der Post beförderte Stücke?


    Wenn ja, dann könnte ich meinen ältesten hier mal einstellen. Er ist immerhin von 1343.


    Ich meine ja. Es wird nicht so einfach sein Briefe einzustellen die ausschließlich mit einer organisierten Post befördert worden sind, da die erste 'Post' ja 'erst' um 1490 errichtet worden ist und anfangs nur einige Kurse umfasste. Wenn mit einer organisierten Post befördete Briefe aus dieser frühen Zeit bei Forumleser vorhanden seind, dann bitte nur her damit! Ich würde aber auch Botenbriefe begrüßen, wenn wir die '10 Jahre Regel' nachfolgen möchten.


    Mit besten Altpapiergrüßen,


    Hans

    ...um dann weiter zu gehen mit einem mit der braunschweigischen Landespost beförderter Portobrief vom 16ten November 1759. Das Datum geht aus dem Inhalt hervor, und werde ich dann morgen gleich mittels Scan einstellen.
    Der Brief ging von Wolfenbüttel (siehe auch Rötel 'W' vorderseite) nach Königslutter, wurde einmal umkartiert (rechtsoben), und kostete dem Empfänger schließlich einen Gutengroschen (oben mitte).


    Dazu ein Brief vom 23ten August 1745, von Wickensen nach Braunschweig. Rechtsoben wieder die Kartierungsnummer. (Scan mit Datum wird nachgeholt.)


    OK, jetzt warte ich erst mal wieder ab bis die Lücke zu 1724 überbrückt wird, damit ich wieder einen Beitrag machen kann. Ab 1655 könnte ich dann bis 1607 mitmachen. Warten wir erst mal ab. :)


    Mit besten Grüßen,


    Hans

    Hopla,


    schade dass ich diesen Thread erst jetzt sehe... :O_O:


    Aber ich bin froh dass ich noch mit einiges beitragen kann. Ich bin mir aber nicht mehr sicher was der aktuelle Stand ist, da einige Belege nicht (mehr) mit Abbildungen zu sehen sind (?). Der älteste Beleg ist dann zur Zeit wohl der Postschein aus 1768.


    Obwohl etwas gegen die Regeln, möchte ich eigentlich zuerst noch beitragen mit einem schönen Schnörkelbotenbrief vom 18ten Januar 1787.
    Es handelt sich um ein Kondoleanzschreiben von Herzog Carl Wilhelm Ferdinand, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, Fürst von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, an Herzog Friedrich von Sachsen-Hildburghausen zu Hildburghausen bei Coburg.
    Als in 1780 der dann amtierende Herzog Ernst Friedrich III von Sachsen-Hildburghausen stirbt, ist sein Sohn Friedrich erst 17 Jarhe alt. Die Regierungsaufgaben werden dann von Friedrichs Onkel, Joseph Friedrich von Sachsen-Hildburghausen, wahrgenommen. Als er darauf in 1787 stirbt, nimmt der jetzt 24 Jahre alte Friedrich die Regierung auf sich.
    In diesem Schreiben kondolliert Carl Wilhelm dem neuen Herzog mit dem Ableben seines Onkels, der zugleich der Uhrgroßonkel von Carl Wilhelm war.
    Das Datum geht aus dem Inhalt hervor.


    Mit besten Grüßen,


    Hans

    Schade, wohl außerhalb der Karte, zumindest was das Fähnchen angeht. Das System ist wohl auf Deutschland, die Schweiz und Österreich begrenzt. Die Abstände zu den anderen Mitglieder in der Nähe ist aber für mich dennoch zu sehen.


    Gruß,


    Hans

    BRAUNSCHWEIG


    Die Minr. 1 vom Herzogtum Braunschweig zu 1 Silbergroschen, Ausgabetag 1.1.1852. Einmal als Einzelfrankatur auf einem seltenen Inlandbrief, von Braunschweig nach Stiege im Landpostgebiet von Hasselfelde (8¾ Meilen). Laut Postverordnung von 1849 kostete ein Brief bis 10 Meilen 9 Gutepfennig. Hier wurde eine Postvereinsmarke benützt, die wegen der abweichende Währung eigentlich nur für Postvereinsdestinationen gedacht war. 1 Silbergroschen war gleich 9,6 Gutepfennig, und die Marke wurde postalisch als 9 Gutepfennig angerechnet. Das Bestellgeld hatte der Empfänger noch zu zahlen, normalerweise 6 Gutepfennig für das Landpostzustellgebiet. Hier hat der Empfänger den Brief aber selbst in Hasselfelde abgeholt, bzw. abholen lassen, und zahlte deswegen nur 3 Gutepfennig Bestellgeld (Rückseite, nicht abgebildet).


    Daneben eine MiNr. 1, hier gleich zusammen mit der MiNr. 2 als seltene Mischfrankatur der ersten Ausgabe auf Brief von Braunschweig nach Absgmünd in Württemberg. Korrekt frankiert mit 3 Silbergroschen für eine Distanz über 20 Meilen. Auch während der DÖPV-Zeit eine sehr seltene Braunschweig Destination. Die Marken sind entwertet mit dem blauen Halbkreisstempel von Braunschweig. Dazu der ovale Stundenstempel.