Beiträge von frankierklaus72

    Es bleibt nur abzuwarten, ob wie vor 2016 das Porto jedes Jahr um 2-3 Cent angehoben wird oder ob wie zum 1.01.2016 gleich einmal sehr stark und dann für mehrere Jahre festgeschrieben. Nachdem das 2016 für 3 Jahre fest scheinbar gut geklappt hat, kann es gut sein, dass es jetzt z.B. wirklich auf 80 Cent angehoben und vielleicht sogar für 5 Jahre festgeschrieben wird.

    Ich denke, dass die Portoumstellung und damit Umstellung aller Maschinen der Post, aller Frankiermaschinen, aller Briefmarken, Zusatzmarken, ePost-Brief, Automaten, Internetmarke, Filialen usw. einen doch so immensen Aufwand und Kosten bereitet, dass die Post womöglich gar kein wirtschaftliches Interesse daran hat, jedes Jahr stückchenweise zu erhöhen.

    Sehr gerne, bei weiteren Fragen einfach melden.


    Wenn Interesse an dem Thema besteht, kann ich für die Recherche die folgenden Seiten empfehlen:


    Deutsche Postautomation

    Die neuen Absenderfreistempel (Frankit)

    Informationen über Frankiermaschinen

    Internationaler Frankiermaschinen Stempelkatalog - Germany Part 1-3


    Denn Webseiten wie Wikipedia liefern zum Thema Frankiermaschine und Frankierstempel leider erstaunlich wenig Inhalt.


    Viele Grüße!

    Der Versand per Bücher-/Warensendung ist für viele (eBay-Händler) erheblich lohnenswert. Denn sie versenden in einer Luftpolstertasche, die sie auch für einen normalen Maxibrief verwenden würden. Die Klammer wird mittlerweile in der Regel weggelassen - auch von Privatpersonen. Moderne Luftpolstertaschen haben eine Kunststoffleiste, auf die die Klebestelle gedrückt wird. Damit ist der Brief einerseits fest verschlossen, andererseits kann er "zu Testzwecken" von der Deutschen Post "stichprobenartig" geöffnet werden, ohne dass die Luftpolstertasche schaden nimmt und wieder verschlossen werden.


    Ich kenne einen eBay-Händler, der am Tag bis zu 500 Luftpolstertaschen mit Handykleinkram per Warensendung verschickt - wenn man die jetzige Preiserhöhung bedenkt, ist das für solche Firmen, die fast nur Artikel im einstelligen Eurobereich versenden, desaströs, wenn sie die gesteigerten Versandkosten nicht 1:1 an ihre Kunden weitergeben können.


    Amazon ist mit seinen in Deutschland bis zu einer halbe Milliarde Paketen pro Jahr Menge bei allem raus und erhält Tarife, die preislich auf niemanden übertragbar sind...Masse und Macht regiert...


    Auch für den privaten Versand von Büchern und Kleinwaren empfiehlt sich immer eine Luftpolstertasche, da aufgrund der immer weiter steigenden Postmengen nicht mehr so "vornehm" mit einzelnen Briefen/Paketen umgegangen wird. Die Laufzeit von Bücher-/Warensendungen hat sich meines Erachtens nach übrigens in den letzten Jahren deutlich verbessert. Auch wenn sie nachrangig bearbeitet werden, kommen sie in der Regel nach nur 1-3 Tagen an.

    Ich denke aufgrund der enormen Preise wird niemand auf sein Angebot reinfallen. Jeder, der tatsächlich Marken in dieser Preisklasse kauft, hast sicher die Expertise oder einen Experten an der Hand, der sich sehr gut auskennt.

    Schlimmer finde ich es bei Markenangeboten im 2- bis 3-stelligen Bereich. In diesem Bereich wird sicher der ein oder andere unwissende Sammler einen guten Kauf wittern und nicht davon ausgehen, dass die gekaufte Marke fast wertlos ist.

    Die Preissteigerungen sind zum Teil schon wirklich heftig. Allerdings waren die Warensendungen und Büchersendungen auch schon immer recht günstig im Vergleich zu normalen Briefen.

    Der Unterschied ist ja nur die Laufzeit und dass die Waren-/Büchersendung "offen" versendet werden müssen also mit Klammer, was aber kaum jemand macht bzw. scheinbar auch nicht gut kontrolliert wird.


    Ich gehe davon aus, dass vor allem viele eBay-Händler die Warensendung für kleine günstige Produkte verwenden und die Post die Waren- und Büchersendung früher eher für private Post gedacht hat. Durch die steigende Menge will man jetzt natürlich am steigenden Handel mitverdienen. Wie gesagt ist das aber natürlich nur meine subjektive Meinung und ich habe keine sichere Quelle dafür.

    Erkennbar an der Serien-Nr. ist auch, dass es sich um eine Francotyp-Postalia centormail Frankiermaschine handelt, vermutlich um eine BBS-Centormail für private Postdienstleister. Die centormail war zu dieser Zeit das größte Modell von Francotyp-Postalia und wurde nur von Großanwendern eingesetzt.

    Wichtig zu wissen ist auch, dass die Briefe erst einmal mit dem benötigen Porto frankiert werden. Den Rabatt auf was Porto, der je nach Einliefermenge und Verhandlungsgeschick laut Branchenkreisen bis zu 50% sein kann, wird erst im Nachhinein dem Anbieter gewährt und vergütet. Daher ist es für den Endkunden nicht sichtbar, wie viel der Postdienstleister wirklich bezahlt.


    In der Regel bieten private Postdienstleister den Versand von Standardbriefen um einige Cent günstiger als die geltenden 70-Cent der Deutschen Post an. Wenn man bedenkt, dass durch den Aufwand des Frankierens (Frankiermaschine, Wartung, Tinte, Etiketten, Mitarbeiterkosten etc.) und Konsolidierens noch zusätzliche Kosten entstehen, kann man sich denken, dass der "Porto-Einkaufspreis" entsprechend niedrig sein muss, damit noch ein paar Cent Marge übrig bleiben.

    Hallo,

    ja klar gerne:

    Jede Frankiermaschine muss vor der Verwendung bei der Deutschen Post angemeldet werden - es wird ein "Auftrag über die Nutzung einer Frankiermaschine" gestellt - schließlich druckt man quasi Geld. Die Deutsche Post vergibt daraufhin eine individuelle Serien-Nr. für die jeweilige Maschine, die in der Maschine fest vom Hersteller hinterlegt wird.


    Die Serien-Nr. wird bei jedem Frankierdruck mit der Frankiermaschine mitgedruckt. Daran kann die Deutsche Post oder der Frankiermaschinenhersteller sofort erkennen, von welcher Frankiermaschine und auch von welchem Absender die Frankierung stammt. "Anonym" frankieren ist mit Frankiermaschinen nicht möglich. Bei alten Maschinen kann ich am Stempeldruck selbst, bei neuen Maschinen an den ersten 4 Stellen der Serien-Nr. erkennen, um welches Modell es sich handelt. Die restlichen Stellen der Serien-Nr. hat nur die Deutsche Post sowie der Hersteller der Maschine gespeichert.


    Bei älteren Frankiermaschinen (ohne Frankit) mit rundem Stempel findest du die Serien-Nr. unter dem Portowert im Kasten. Hier z.B. "755898" - das "F" steht für den Maschinenhersteller, in dem Fall "Postalia": http://philastempel.wavecdn.ne…653745/0/7/3713a195_h.jpg


    Bei modernen Frankit Maschinen findest du die Serien-Nr. rechts unten, hier z.B. "1EE252", "2D" steht für den Maschinenhersteller Frama, das gefolgte "02" für das Maschinenmodell Matrix F2: http://philastempel.wavecdn.ne…814568/0/8/c71cf026_h.jpg


    Wenn durchnummerierte Frankiermaschinenstempel angeboten werden, meinen Sammler damit, dass sie fortlaufende Serien-Nr. haben. Z.B. von der Francotyp-Postalia T1000 Frankiermaschine gibt es viele Sammlungen und durchnummerierte Angebote.


    Wenn man bedenkt, dass es oft tausende oder zehntausende angemeldete Maschinen eines Modells gab, ist es natürlich sehr schwierig, fortlaufende Serien-Nummern zu erhalten. Ziel vieler Sammler war und ist es, von jeder angemeldeten Frankiermaschine eines Modells einen Abdruck (optimalerweise noch mit Werbestempel) zu sammeln.


    In der Philastempel Datenbank findest du etliche solcher Frankierungen, die zum Teil auch fortlaufend sind.


    Viele Grüße!

    Mittlerweile gibt es schon Sammler, die sich auch auf Frankiermaschinen-Belege spezialisieren. Maschinelle Stempel werden aber sicher und auch berechtigt nie Werte wie echte Briefmarken erzielen.

    Wenn du aktuell bei eBay dir die Preise für Frankiermaschinen-Belege anschaust, kannst du dir einen guten Marktüberblick verschaffen.

    Da ich beruflich im Bereich Frankiermaschinen arbeite, würde ich schon sagen, dass ich viel über die Geschichte sowie aktuelles weiß. Wenn also jemand Fragen zu Technik, Codierungen, Herstellern o.ä. haben sollte, gerne her damit :-)

    Wichtig ist, dass du ein Vertrauen zur Firma oder dem Gutachter aufbauen kannst. Am besten sind unabhängige Firmen, die selbst keine Briefmarken an-/verkaufen. Denn wenn ein persönliches wirtschaftliches Interesse vorhanden ist, ist Objektivität immer schwierig.