Beiträge von diogenes

    Hallo zusammen,


    es gibt ja Marken, die unter UV-Licht leuchten, mich interessiert v.a. die Fluoreszenz.


    - Ist diese eigentlich immer recht großflächig (also entweder in Papiermasse oder als "Balken"), oder ist es auch möglich, dass in der Drucktinte Fluoreszenz ist, also z.B. kleinste Details wie Grashalme dann leuchten? Ich stelle mir das schwer vor und es fällt mir auch kein Beispiel ein.


    - und: wie kann man eigentlich feststellen, ob die Fluoreszenz auch original und keine Fälschung ist? Ich habe schon einige alte Marken (Klassik) gefunden, die scheinbar Fluoreszenz hatten, das lag dann aber daran, dass sie eben mit etwas in Kontakt kamen. Wie kann ich als Sammler oder wie kann der Prüfer zu 100% wissen, dass es die originale Fluoreszenz ist?


    PS: Mir geht es eher um die frühen Beispiele, wie Heuss Lumogen oder für mich auch Italien.

    Hallo und vielen herzlichen Dank!


    Nun haben wir in diesem Thema den Nebeneffekt, dass ich zum ersten Mal diese Papier-Rollen richtig verstanden habe (also wie alles auf der Rolle angeordnet war und wie es verwendet wurde beim Druck).


    Eine Frage nur: was ist gemeint mit "4 formati"? Die Druckerei verwendet also die halbiert Papier-Rolle mit jeweils zwei Bereichen mit ruota alata, umrahmt von den Wörtern. Wobei: ich glaube, die formati wären dann die Bögen am Schalter zu kaufen?


    Zufälligerweise treffe ich nä. Monat einen Sammlerfreund, der sich mit Vatikan mehr befasst und auch den CEI und weitere Spezialkataloge hat. Da werde ich natürlich dann genauer reinschauen und ihn befragen. Ich glaube aber für den Moment, dass du mir (und den Mitlesenden) wirklich sehr geholfen hast, danke, Francesco. Genau dieser letzte Beitrag hat es mir genau nochmals eröffnet, warum bei Italien die Buchstaben so sind wie sie sind neben den Wasserzeichen, und in der Tat, genau so sollte es auch bei Vatikan sein. Für jetzt ist das absolut ausreichend für mich. Ich bin ohnehin sehr oft zu viel am Spezialisieren :).


    Nun, was kann ich zusammenfassen, da ja einiges auf Italienisch war. Ich bin natürlich selbst noch Laie und kann nicht alles genau wiedergeben. Das Hauptthema war ja die Katalogfrage.


    Es gibt:

    Sassone Catalogo Specializzato (Sassone 1: Regno u.a., Sassone 2: Repubblica u.a.)

    Sassone Catalogo delle Specializzazioni e varietà (Sassone 5, Repubblica)

    Daneben noch weitere Spezialkataloge von Sassone zu den Antichi Stati und Annullamenti


    Außerdem den Unificato Super, den ich sehr praktisch finde. Er enthält quasi eine Mischung bezüglich der Spezialisierung der versch. Sassone-Kataloge, also teils mehr als der normale Sassone 1/2, aber natürlich weniger als Sassone 5 oder der Antichi Stati (den ich nicht habe).


    Früher gab es dann noch den CEI (Catalogo Enciclopedico Italiano) in versch. Ausgaben, dieser war wirklich sehr spezialisiert, es gibt aber keine aktuellen Auflagen mehr. Um manches noch nachzuschauen, wenn man sehr spezialisiert, wäre er sicher einen Kauf wert (gebraucht).


    Daneben gibt es natürlich noch viele weitere Bücher und Spezialkataloge v.a. auch bei Vaccari oder bei der AFIS. Das würde aber nun den Rahmen hier doch sprengen.


    Was es auf jeden Fall festzuhalten gilt, ist, dass es bei Italien sehr viel mehr Wasserzeichen-Themen gibt, als es im Michel den Anschein hat. Es gibt 3 Arten des geflügelten Rads, versch. Arten der Sterne, und die oben zu sehenden "filigrana lettere". Das sind die Buchstaben, die man auf der Marke sieht als Wasserzeichen, die aber eigentlich "neben" der Marke gedacht waren.


    Um diese Wasserzeichen in der Republik spezialisiert zu sammeln, sollte man einen Sassone 5 nutzen, denke ich. Wenn man nicht so spezialisiert sammelt, kann man auch den Sassone 2 oder Unificato Super heranziehen. Regno und Antichi Stati sammle ich selbst nicht wirklich und kenne mich auch nicht aus.


    Dann hatte ich nach Vatikan gefragt, weil es dort auch versch. Wasserzeichen-Typen gibt, die man im Michel nicht findet. Außerdem gibt es auch dort filigrana lettere, mit dem erwähnten STATO DELLE... Diese sind vermutlich genauso angeordnet wie bei Italien (s.o.). Hier gibt es aber keinen aktuellen Katalog, der das genau beschreibt (wie die Bögen aussahen etc.), daher bleibt manches noch zu erforschen. Genau das finde ich aber auch spannend.


    PS: .... doch, im Unificato Super steht in der Einleitung zum Vatikan ja durchaus das mit den Wasserzeichen-Buchstaben und wann die vorkommen und damit theoretisch auch als filigrana lettere. Nur ist es dort sehr eindeutig formuliert, dass es mit dem Druckverfahren verknüpft ist. Da scheint es einige Ausnahmen zu geben. Dennoch erwähnt der Unificato dies immerhin und als Grundwissen sollte dies für den Sammlungsstart ja auch ausreichen.

    Im Michel USA Spezial gibt es eine ganz ordentliche Übersicht, aber dort sind m.E. nur die Millimeter-Größen enthalten, die kaum weiterhelfen.


    Als Einstieg gibt es auf Wikipedia (Englisch) eine erste Übersicht. Ich selbst verwende aber den Scott Katalog oder den Micarelli Guide.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Grill_(philately)


    Dort findet man nach der Einleitung unter "Grills:" dann die Größen in "grill points". Genau die muss man erstmal zählen. Der seltene Z grill hätte den Grat des grill points horizontal, außerdem muss natürlich je Marke dann die Zahl der grill points stimmen.


    Für eine Beurteilung müsste man die Beispielmarke besser mit nur schwachem Licht, was schräg einfällt, fotografieren.


    Wenn du dann am Ende den grill bestimmt hast, könntest du wiederum im Michel nachschauen, was für ein Wert diese Marke hat (oder natürlich im Scott Katalog).

    Hier habe ich nun ein Beispiel gefunden, wo man die doppelte Zeile der Schrift findet.

    https://i.ebayimg.com/images/g/OvgAAOSwQTVWCXbo/s-l1600.jpg


    1956 Madonna Nera, calcografia


    Die Wasserzeichen sehen jeweils etwas anders aus, vermutlich würde auch der CEI hier bei der 60 lire das Wasserzeichen Typ B listen, bei den anderen beiden wohl Typ A.


    Interessanter ist aber wie gesagt das STATO DELLA...

    Endlich sehe ich einmal, wie eng die beiden Zeilen aneinander sind. Die linke Briefmarke hingegen hat offensichtlich keine doppelte Zeile, denn sie müsste ja links noch angeschnitten sein.


    Leider gibt es ja keinen Katalog und keine Literatur, die sich genauer mit dieser ganzen Thematik befasst.

    Sassone sagt, alle drei Marken sind calcografia, Unificato ebenso. Weshalb aber zwei unterschiedliche Wasserzeichen-Typen und unterschiedliche Inschriften? (geschnittenes Rollenpapier?)


    Es wäre schon spannend, die Papiere und Bogen-Schnitte in Verbindung mit Druckverfahren und Wasserzeichen-Typ zu erforschen.

    Danke nochmals für deine Hilfe! Ich werde mich ggf. im nächsten Beitrag darin versuchen, mal eine deutsche Zusammenfassung zu schreiben für die anderen Mitlesenden hier, wenn ich es verstehe :-).


    Zugegebenermaßen haben wir das Thema ziemlich spezialisiert vertieft, nicht nur auf die Katalogfrage hin. Aber meine ursprüngliche Frage war ja auch, die Kataloge hinsichtlich ihrer Spezialisierung zu vergleichen, und da muss man über diese Spezialisierung natürlich auch sprechen.


    Ich habe leider immer noch ein Fragezeichen, was die Wasserzeichen des Vatikan angeht. Es gibt also zwei Typen, die sich (mehr oder weniger deutlich!) bezüglich der Größe bzw. Schlüssel-Winkel unterscheiden. Es ist bekannt (siehe CEI-Katalog), welche Briefmarken in welchem Wasserzeichen-Typ vorkommen. Aber es gibt keinen Katalog (und auch keinen einzigen philatelistischen Artikel ? ), der einen Zusammenhang herstellt zwischen dem Druckverfahren, der Inschrift STATO DELLA... und dem Wasserzeichen-Typ. Dieser liegt ja eigentlich sehr nahe, weil eben die frühen Briefmarken alle in Typ A vorkommen und calcografia waren, während die späteren dann Typ B sind, v.a. wenn dann nur noch rotocalco vorkommt. Aber eben nicht ohne Ausnahme?


    Hat der Unificato also nicht recht, wenn er behauptet, dass:

    - Typ A: calcografia, STATO DELLA... an allen vier Seiten

    - Typ B: rotocalco, STATO DELLA... doppelt zwischen den Bögen (also nur einmal, wenn richtig geschnitten) ?


    Noch ein ebay-Bild :)

    https://i.ebayimg.com/images/g/LfwAAOSwM4RdDldH/s-l1600.jpg


    In der Mitte: 25 lire 1949 Basiliche (S. Lorenzo), rotocalco


    In der Tat sieht man hier schön die Inschrift im linken Bogenrand vertikal. Aber: nur 1x, keineswegs doppelt.


    Die Basiliche 1949 sind ein gutes Beispiel, ich fand hier einige Blöcke, die die Inschrift "ums Eck" haben, also an zwei Seiten. Allerdings ist dies ja rotocalco...


    Gibt es also einfach keinen Unterschied bei der Inschrift zwischen calcografia und rotocalco?

    Oder erst ab einem bestimmten Jahr?


    Mir ist dann nicht klar, wie das Papier genau verwendet wurde bei rotocalco, es ist ja Rollenpapier und müsste ja dann doch in der Tat eine doppelte Zeile der Inschrift haben - hat sie aber nicht (immer) :).

    E grazie ancora: le tue risposte sono state molto utili.


    Aber gerade weil die Auflagen im Vatikan so hoch waren, wundere ich mich, dass es keinen Katalog gibt, der für jede Briefmarke der 1930er bis 1960er katalogisiert:

    - Druckverfahren

    - genaue Art des Wasserzeichens (Typ A oder B)

    - und v.a. Aufbau der Bögen: wo steht die Inschrift STATO DELLA... genau? Alle vier Seiten oder nur doppelt zwischen den Bögen?


    (Das wäre ja auch für die Seltenheit der "filigrana lettere" wichtig.)


    Und noch ein ebay-Beispiel...

    https://i.ebayimg.com/images/g/qMYAAOSwStheLDl2/s-l1600.jpg


    Der linke Block hat die Inschrift links, aber nicht oben. Links aber auch nicht doppelt.

    Also ist beides nicht richtig:

    - nicht an allen 4 Seiten Inschrift

    - nicht die doppelte Inschrift (links)


    Gibt es keinen Katalog, der etwas dazu sagt?

    hier das genannte Beispiel, es besteht einfach ein großer Unterschied, wäre nicht der obere ein Kandidat für Typ B (wenn es nicht natürlich Typ B wäre) ?


    Sagt der CEI etwas über das Druckverfahren hier?

    Und: würdest du aus deiner Sammler-Erfahrung sagen, dass einem die Inschrift STATO DELLA... nicht weiterhilft, um Druckverfahren und Wasserzeichen-Typ zu prüfen?


    (mir geht es hier einfach darum, ob man hier noch heute Forschung und damit Neuentdeckungen machen kann, also z.B. bisher nicht bekannter Wasserzeichen-Typ etc.)

    ...grazie ancora!


    Also sagt der Katalog CEI nicht das gleiche wie der Unificato, was rotocalco vs. calcografia angeht, richtig?

    Wenn ich es richtig lese, sagt der CEI, beide Wasserzeichen-Typen wurden prinzipiell für beide Druckverfahren verwendet?


    Ist denn im CEI für alle "filigrana chiavi"-Briefmarken jeweils das Druckverfahren vermerkt? Dann könnte man (also ich, wenn ich den CEI irgendwann einmal kaufe) im CEI nachlesen, welches Druckverfahren eine Vatikan-Briefmarke hat und dazu wüsste man auch noch den Wasserzeichen-Typ, das wäre praktisch.


    Bezüglich der Inschrift am Rand meinte ich nicht die "filigrana lettere", sondern ob dies für die Unterscheidung des Wasserzeichen-Typs nützlich ist, dies scheint nicht der Fall zu sein im CEI (auch nicht im Sassone, nur im Unificato).


    Und zu den "zwei Typen" in einem Bogen: Es gibt einfach viele Briefmarken, wo die Schlüssel mal mehr mal weniger flach oder steil sind.


    Ein weiteres spontanes Beispiel von ebay:

    https://i.ebayimg.com/images/g/mg0AAOSwyahgMVTh/s-l1600.jpg


    Die Schlüssel ganz oben rechts: nicht so eng zusammen. Die Schlüssel direkt darunter: eng zusammen.

    Wenn ich nun als Laie die Briefmarken einzeln vor mir liegen hätte, würde ich sagen:

    - Briefmarke ganz oben rechts: Typ B

    - Briefmarke direkt darunter: Typ A


    Das meinte ich mit der Schwierigkeit, die Typen zu unterscheiden.

    Hier wäre eben ein Katalog nützlich, der je Briefmarke genau sagt, welcher Briefmarken-Typ und welches Druckverfahren.

    Buongiorno Francesco e grazie mille per la risposta!


    Ich habe in der Zwischenzeit viele italienische Briefmarken angeschaut und finde sie, vor allem bezüglich Papier und Wasserzeichen, wirklich sehr spannend. Es ist kaum zu glauben, dass in Deutschland mit dem Michel diese Wasserzeichen nicht genau unterschieden werden. Die Orientierungen sind vielleicht sehr spezialisiert, aber die 3 versch. Typen des "ruota alata" sind ja wirklich sehr offensichtlich und klar zu unterscheiden, auch ohne Millimeter-Maß.


    Ich denke nun auch, dass der Sassone 5 (Repubblica) hierfür am besten ist.

    Ich habe außerdem noch den Unificato Super, dort ist auch San Marino und Vatikan enthalten.

    Auch für das Regno und die italienischen Staaten finde ich den Unificato Super "super" und für mich ausreichend.


    Für meine italienischen Sammelgebiete bin ich also sicherlich ganz ok ausgerüstet. Daher schaue ich teils schon mehr in Richtung Vatikan. Hier gibt es ja auch einige versch. Wasserzeichen, u.a. zwei versch. gekreuzte Schlüssel. Mein Unificato schreibt dazu, dass:

    - I tipo: carta in fogli (Bögen-Papier), Inschrift STATO DELLA... alle vier Seiten

    - II tipo: in bobina (Rollen-Papier), Inschrift STATO DELLA... nicht alle vier Seiten, sondern doppelt zwischen den Bögen


    Falls du dazu etwas weißt:

    - stimmt das, was der Unificato sagt? Sagt ein anderer Katalog dazu etwas anderes? (CEI?)

    - kann man also die beiden Typen anhand der Inschrift am Rand erkennen?

    - oder anhand von etwas anderem? (Größe des Bilds? Papierrichtung?)


    Hier z.B.:

    https://i.ebayimg.com/images/g/S1kAAOSws9RidQBl/s-l1600.jpg

    (nur ein Beispielbild aus ebay, was ich spontan gefunden habe)


    Ich sehe links keine Inschrift, ist es also automatisch Typ II ?


    Ich kann persönlich die beiden Typen manchmal nicht anhand der Dimension in mm erkennen, weil es teilweise innerhalb eines Bogens versch. Größen der Schlüssel gibt ("beide Typen" sozusagen).


    Oder gibt es bei Vatikan einfach keine Forschung und daher (nach dem CEI?) auch keinen Katalog dazu, welche Briefmarken als Rollen- oder Bögen-Papier gedruckt wurde, und anhand des Wasserzeichens kann man es auch nicht erkennen?

    Wäre für diese Ausgaben (1942 und v.a. Aufdrucke 1948) eher:

    - Michel Online

    - Michel China

    - SG China

    - Scott China

    - CSS Specialized Catalog

    etwas zum Nachschlagen?


    Ich habe viele Aufdruck-Marken zum Durchstöbern, aber wie erwähnt sind in meinem letzten Michel die oben genannten Nummern alle ohne Bewertung. Daher gehe ich davon aus, dass es heute entweder noch viel mehr Neuentdeckung (ggf. ohne Bewertung) oder aber diese genannten Nummern dann endlich mit Bewertung gibt?


    Nach längerer Internetsuche wurde ich da nicht schlauer, fand nur vereinzelt Auktionsergebnisse dieser Ausgaben, wo manchmal dabei stand, die Marke sei "unlisted". Daher könnte ich mir vorstellen, dass die 1940er Jahre von China noch nicht ganz katalogisiert sind, sei es weil sie zu kompliziert sind, sei es, weil es zu wenig Sammler dafür gibt.

    Hallo zusammen,


    ich habe gerade durch einen etwas älteren Michel-Katalog geblättert und finde bei folgenden Briefmarken nur Striche, also keine Bewertung. Vielleicht hat sich das inzwischen geändert - gibt es in einem aktuelleren Michel (oder SG?) hierzu eine Bewertung bzw. ist die Marke überhaupt heute noch katalogisiert (z.B. im SG oder einem Spezialkatalog)?


    Es geht um: China

    1942:

    Mi.-Nr. 455 a DV (Zähn. 10.5x11)

    1948:

    Mi.-Nr. 880 b A und 880 b C

    Mi.-Nr. 891 C (Zähn. 10.5-12)

    Mi.-Nr. 910 C (Zähn. 10.5-12)

    Mi.-Nr. 932 a D (Zähn. 10.5-12)

    Mi.-Nr. 932 b (braunorange)


    Ich überlege, ob ich mir mal einen extra Michel China oder SG China (oder Spezialkatalog) kaufe, falls dort diese Marken alle auch heute noch drin und bewertet sind.


    Danke für jeden kurzen Tipp!

    Hallo zusammen,


    es gibt ja durchaus öfters einmal Briefmarken, die versch. Atteste haben. Z.B. ältere und neuere Atteste, aber auch teils nur aktuelle Atteste von verschiedenen Prüfern. Nun kann es ja sein, dass diese Atteste im Detail oder sogar grundsätzlich etwas anderes zu der Marke sagen.


    Was ich mich dazu schon länger frage: Wenn eine solche Briefmarke bei einer Auktion verkauft wird, müssen dann immer alle Atteste genannt und mitgeliefert werden (und wird das auch so gemacht) ?


    Vor allem aber: Wie geht man dann damit um, dass zwei Atteste sich widersprechen?


    Wie ich es richtig verstehe, ist es so, dass man teilweise das Recht hat, eine teuer auf einer Auktion gekaufte Marke nachprüfen zu lassen. Beispiel also:

    Attest Prüfer A: Katalogwert 5000 EUR

    Attest Prüfer B: Katalogwert 100 EUR


    Käufer lässt nach Kauf auf Auktion (zu 4000 EUR) dann bei Prüfer B nachprüfen, der sein eigenes Attest bestätigt. Auktionshaus sagt, dass sie aber dem Prüfer A glauben. Kann es hier überhaupt eine Lösung geben?

    Oder gilt dann, dass man z.B. eine Marke "mit Attest Prüfer A" anbietet, und wer kauft, akzeptiert das dann so?


    PS: Ich habe keinen solchen Fall in meiner Sammlung und auch nicht dergleichen auf einer Auktion gekauft. Mich interessiert das nur theoretisch - man sieht ja wie gesagt doch immer wieder solche Fälle. Z.B. in den USA widersprechen sich durchaus einmal die Atteste der versch. Organisationen.

    abrixas, es geht hier vermutlich um den Rahmen / Kasten, der sich jeweils um den Wert befindet, z.B. "5 Mark". Darüber lässt sich reden, ob der notwendig ist, weil er ja keinen Mehrwert an sich hat. Das Gleiche gilt dann auch für das Wort "Farbe" vor jeder Farbe. Beides könnte man weglassen - muss es aber natürlich nicht. Hier kommt es darauf an, was dir besser gefällt, den bisherigen Lesern gefällt es wohl besser ohne den jeweiligen Rahmen und "Farbe".


    PS: Interessant wäre aber viell., welches Wasserzeichen dort vorkommt? Ist das immer nur eines, was möglich ist, oder gibt es mehrere? Dann könnte man das Wasserzeichen benennen oder zeigen.

    In dem Link ganz oben kannst du alles nachlesen:

    "Das Besondere an der Marke - Vater holte eine Lupe - befinde sich auf der Handfläche Titows."

    Der Artikel ist wirklich interessant.

    Ja, in der Tat, und bei San Marino (und Italien übrigens auch) gibt es durchaus Sammler & Spezialisten für solche Wasserzeichen-Orientierungen. Wäre interessant, ob das Auktionshaus überhaupt danach Ausschau hält, vermutlich nicht, weil das Thema hierzulande nicht so gängig ist, und auch bei Neuentdeckungen vermutlich keine hohen Euro-Beträge zu erwarten sind.

    Die neue Zahlungsabwicklung ist leider m.E. für die kleinen Käufer und v.a. Verkäufer keine gute Nachricht.


    Ich finde es genau richtig, dass so viel darüber geschrieben und sich beschwert wird - genau das ist doch der Sinn von "miteinander reden" oder eben hier schreiben, dass man andere Erfahrungen hört und seine eigene Meinung daraus ableitet.


    Ich war auch viele Jahre nun bei ebay als kleiner Privatverkäufer aktiv. Ganz einfach mit Überweisung. Seit der neuen Zahlungsabwicklung habe ich nur noch Probleme. Und genau die will man ja als Privatverkäufer nicht haben.


    Wie neulich erwähnt finde ich es nur schade, dass Delcampe so eine geringe Reichweite hat. Und manches in der Software (Suche und Suchergebnisse) wäre auch besser darstellbar (von ebay lernen). Ich weiß auch nicht, wo ich noch kleine Verkäufe machen soll, viell. versuche ich mal die Kleinanzeigen.

    Beide haben recht :). Man kann ja bei Delcampe generell erst einmal Untergebote erlauben, und dann noch festlegen, ob diese automatisch angenommen werden sollen (und wann).


    Ich wusste nur nicht, ob die Untergebote auch für Sofortkauf-Artikel gelten, weil ja vom Wort her das Untergebot nur für Gebote = Auktionen zu gelten scheint.


    Wenn das auch für Sofortkauf geht, dann bin ich froh. Denn ich bin eigentlich immer zum Handeln bereit, auch als Verkäufer.


    Bezüglich der Länder möchte ich natürlich umständliche Zollerklärungen vermeiden, daher käme für mich nur die EU in Frage, das kann man ja aber bei Delcampe sehr schön konfigurieren (Länder auswählen).


    Nun werde ich einfach einmal Artikel zusammenstellen und dann abwarten :). Mich wundert, dass Delcampe so wenig Besucher je Artikel hat, obwohl es ja unter Sammlern durchaus bekannt und beliebt ist. Eigentlich müsste ja jeder Sammler, der etwas sucht und bei ebay nicht findet, auch bei Delcampe mal nachschauen. Aber wie gesagt sind die Besucherzahlen bei meinen bisherigen Versuchen extrem gering gewesen.

    Hallo zusammen,


    ich möchte nun, nach der neuen Zahlungsabwicklung bei ebay, lieber bei Delcampe verkaufen. Ich verkaufe immer alle Dubletten direkt weiter (habe keinerlei Dublettenalben). D.h. meine Marken sind sicher kein Vermögen wert jeweils, aber natürlich suche ich die besten schon auch auf Steckkarten aus, den Rest verkaufe ich in Tüten.


    Falls jemand Delcampe schon länger für solche kleinen privaten Verkäufe nutzt:

    - wenn man "Untergebote" erlaubt, aber einen Artikel zum Sofortkauf einstellt, kann man dann auch Angebot mit geringerem Preis erhalten? Ist also "Untergebot" dann das gleiche wie der ebay "Preisvorschlag"?

    - es gibt ja bei weitem nicht so viele kleine Privatauktionen wie bei ebay, daher kann ich nicht einschätzen: regelt auch bei Delcampe meistens der Markt den Preis ganz gut, also wird am Ende dann doch noch geboten? Ich frage, weil ich mal etwas eingestellt hatte, aber nach Tagen noch fast keine Besucher, und ich wollte es nicht zu 1 EUR verkaufen und habe es wieder rausgenommen.

    - Folge daraus: sollte man bei Delcampe lieber ein höheres Einstiegsgebot festlegen, und wie hoch ist dann zu empfehlen? Fast so hoch wie der Wunschpreis?

    - bietet ihr die Artikel nur in Deutschland an oder in ganz Europa, und gibt es da Erfahrungen, ob es sich lohnt bzgl. der Reichweite?


    (Dieses Thema sollte nur um Delcampe gehen, nicht um ebay oder andere Verkaufsoptionen in Briefmarkenforen)


    Danke für jeden Tipp!

    Danke. Ja, der Link ist ein guter Start, man sieht ja auch ein paar Beispiele (wenn auch recht klein). Damit kann man schon mal arbeiten. Ich dachte, vielleicht gibt es einfach Beispiele irgendwo (so wie es ja Beispiele für Stempel von Altdeutschland vor jedem Kapitel in Michel gibt). Aber natürlich sind Fiskalmarken einfach kein verbreitetes Sammelgebiet. Andererseits sind ja eben die postalisch verwendeten Fiskalmarken (dieser beiden Länder) durchaus auch selten und gesucht, so dass die Erkennung von Fiskalstempel vs. Poststempel ja auch die jeweiligen Sammler interessieren sollte. Nun denn, für meine weitere Suche nach postalisch verwendeten Fiskalmarken sollte das erstmal ausreichen (oder gibt es dazu in dem Sassone "Gli Annullamenti" einen Tipp, die man die Fiskalstempel erkennen kann?