Beiträge von mimach

    Hallo Meinhard,

    danke für deinen Post.

    Mit dem stillen Kämmerchen hast du recht. Es ist so schade, wie viel Spezialwissen bei vielen Sammlern im Kopf schlummert ohne das dieses jemals gezeigt wird.

    Gerade bei Spezialgebieten fehlt es bei vielen Sammelthemen an Transparenz. Das gilt nicht nur für die Nebengebiete der Philatelie, sondern auch für die der Numismatik.

    Irgendwann werden viele Handnotizen und Literatur von den Erben in die Blaue-Tonne geschmissen und die Marken landen im besten Fall bei einer Auktion.

    Mit jeder Generation verliert man mehr und mehr.

    Hinzukommt, dass heute alles was nicht digitalisiert wurde nicht mehr real ist. Die Menschen informieren sich im Internet. Buchwissen kommt erst hinzu wenn aus dem User ein echter Sammler geworden ist.

    Dieses Forum und die Nachbarforen übernehmen somit eine wichtige Rolle der Informationsweitergabe, der Nachwuchsförderung, kurzum des gegenseitigen Bereicherns.

    Vielen Dank kartenhai,

    ich habe erst vor kurzem über die Privatpost von Auerbach im Glasewald "Handbuch der deutschen Privat-Postzeichen, 1889" gelesen.

    Die gepostete Hintergrundinfo ist sehr gut. Dank dir hat man jetzt zu der Beschreibung der Ausgaben (siehe Anhang) ein paar farbige Bilder.

    Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge – Suche von Vermissten



    Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde als gemeinnütziger Verein nach dem Ende des 1. Weltkrieges im Dezember 1919 gegründet, um nach den deutschen Kriegstoten zu suchen und deren Gräber zu pflegen. Heute betreut der Volksbund über 800 Kriegsgräberstätten in 46 Staaten.


    Die hier gezeigte Marke ist ein Spendenaufruf des Landesverbands Nordrhein-Westfalen

    IBO – Internationale Bodensee-Messe 1951


    Die IBO wurde 1949 gegründet, um den Aufschwung von Handwerk und Handel im kriegszerstörten Friedrichshafen zu befördern. Die erste Messe fand 1950 statt. Der Standort Friedrichshafen war auf Grund seiner Nähe zu der Schweiz und Österreich interessant, um auch Besucher und Aussteller aus den Nachbarländern anzusprechen.

    Großer Preis von Deutschland - 1951


    Sportliche Großveranstaltungen waren und bleiben ein Prestige.


    1951 fand mit dem Großen Preis von Deutschland das erste Mal nach dem 2. Weltkrieg ein internationales Automobilrennen auf dem berühmten Nürburgring statt. Alberto Ascari (1918-1955) gewann im Ferrari das erste Formel-1 Rennen seiner Karriere.

    Der Nachkriegsboom in Europa, in West-Deutschland als Wirtschaftswunder der 1950er und 1960er Jahre bezeichnet, brachte eine Vielzahl von interessanten Werbemarken hervor. Oft noch immer in ihrer Form an eine Briefmarke erinnernd, wurden aber auch aufwendigere Gestaltungen mit Gold-und Silberprägungen und besonderen Stanzformen verausgabt. Ziel war es aber immer noch die Aufmerksamkeit des Adressaten, neben einer Briefmarke aufgeklebt, auf einen Brief oder einer Postkarte zu erwecken.

    Es wurde auf den kleinen bunten Werbemarken nicht nur für Ausstellungen, Messen oder Feste geworben, sondern auch für Themen wie Hygiene oder Kriegsversehrte.



    In diesem Post möchte ich einige von diesen Marken zeigen und baue darauf, dass sich auch andere Sammler beteiligen wollen. Schön wäre es, wenn diese kleinen Besonderheiten mit einer kurzen Hintergrundinformation versehen würden.

    Hallo liebe Sammlerfreunde,

    heute ist in der Uni-Bibliothek (ja, es wird am Sonntag gearbeitet) das langersehnte Buch von Horst-Günter Benkmann "Königsberg (Pr.) und seine Post" aus der Fernleihe angekommen.

    Seite 146 bis 163 geben den geposteten Artikel aus dem "Merkur" fast wortwörtlich, ergänzt um ein paar Kommentare, wieder. So erfährt man, dass der Autor Schlaikjer Besitzer einer der umfangreichsten Privatpostsammlungen in Deutschland war:


    "Es gab wirklich eine Königsberger Schülerpost. Über ihr Dasein berichtete im Jahre 1959 der Besitzer der wohl umfangreichsten deutschen Privatpostsammlung, Herr Schlaikjer - Berlin in den Nummern 112 bis 115 des „Merkur” (Privatpostalische und postgeschichtliche Mitteilungen), einer Vereinszeitschrift der Vereinigung „‚Merkur” für Privatposten und Randgebiete der Philatelie. Nach dem Tode von Herrn Schlaikjer ging seine Sammlung in den Besitz des Berliner Post- und Fernmeldemuseums über. Weitere größere Bestände dieses ungewöhnlichen „Kuriosums“ gibt es nicht. So ist die Nachwelt auf die oben genannte Veröffentlichung und auf das, was der Verfasser in einem ergänzenden Schriftwechsel mit Herm Schlaikjer noch erfragen konnte, angewiesen. Vor allem die exakte Katalogisierung der Marken sollte auf jeden Fall erhalten und einem größeren Interessentenkreis eröffnet werden. Nicht nur der verhältnismäßig kleine Leserkreis der oben genannten Zeitschrift soll von dieser Post wissen, sondern auch der heimatgeschichtlich interessierte Ostpreuße.

    Es fing so harm los an ‐ mit der Liebe nämlich.
    ...

    Das ist die Geschichte der Königsberger Schülerpost aus den Jahren 1917 bis 1923. Im allerdings spärlichen Schrifttum ist man sich nicht einig, ob es sich um eine Post ähnlich der Kinderpost Lesum oder der Warmingschen Lehrlingspost (Hamburg) handelt, dann könnte man sie einer ‚‚Nebengruppe” der deutschen Privatposten eingliedern. Andere Meinungen gehen dahin, sie klar als deutsche Privatpost anzuerkennen. Die Überlegungen sind theoretischer Natur. Neue Erkenntnisse wird es nicht mehr geben. Gut ist, daß die überkommenen Bestände nicht zerrissen wurden, sondern vom Berliner Postmuseum erworben wurden. Der Königsberger Historiker Dr. Gause irrt, wenn er die Schülerpost einfach als ‚‚Inflationsblüte” abtut, immerhin gab es sie seit 1917. Der Verfasser versuchte durch einen Aufsatz im „Ostpreußenblatt” Nr. 4/1968 noch Mitwisser anzusprechen. Doch niemand meldete sich."


    Anhang: Die abgebildeten Marken auf Seite 234

    Konnte den Katalog über die dänischen Dampfschiffpost im Internet nur noch als Referenz finden.

    Hier für interessierte Sammler die Erstausgabe aus dem Jahr 1951.


    Der Katalog ist in 5 Teilen zum Download im Anhang.

    Liebe Sammlerfreunde,


    ich kam vor kurzem zu einer kleinen Sammlung von Lacksiegeln. Diese sollen angeblich Amtssiegel sein.

    Ich hoffe hier entsprechende Hilfe zu finden.


    NR 1

    Dieses stammt von 1804 und zeigt einen Bügelhelm mit Flug.

    Darunter ein Gebäude (Tempel?). Aus dem Helm wächst eine Säule.



    NR 2


    Der Brief stammt von 1812 oder 1813

    Es sind drei Buchstaben lesbar "IC K".

    Zwischen den Buchstaben entweder ein kleiner Vogel oder ein Zeichen.

    Darunter ein beutelförmiges Gebilde mit Ranken.


    NR 3


    Die Entschlüsselung zu dem Siegel von 1834 scheint genau neben diesem zu stehen. Ich bin leider nicht in der Lage dieses zu entziffern.

    Der Text auf dem Siegel selbst ist schwer zu lesen.

    Oben ab der Mitte "NIEDEREN BEZIRK".

    Im Zentrum "Rittersch. | De ...."



    NR 4


    Der Brief könnte aus Hamburg stammen. Eines der Siegel von einem Notar. Ein Jahr ist nicht erkennbar.


    A) Das untere Wappen scheint Pflanzen und Pilze darzustellen.

    B) Auf dem Wappen rechts kann man Schrift erkennen. Eventuell links "NO..RV"

    Der hochinteressante Aufsatz über eine illegale Privatpost, die durch Schüler in Königsberg während der schwierigen Zeiten am Ende und nach dem 1. Weltkrieg unterhalten wurde, stammt von E. Schlaikjer aus dem Jahr 1959.

    (Der Aufsatz wurde wegen der benötigten Dateigröße auf 7 PDF aufgeteilt und entsprechend als T1 bis T7 nummeriert.)


    Das Essay wurde 1959 in drei Teilen abgedruckt. Zu der Eingangsgeschichte der professionell betriebenen Schülerpost wurde in zwei weiteren Teilen der Katalog mit immerhin 278 Marken veröffentlich.

    Leider wurden damals keine Bebilderungen vorgenommen.


    Sollte ein Sammler über Marken der Schülerpost mit den Aufschriften "KPP" / "Königsberger Privatpost" / "Königsberger Privat-Post" / "Königsberg" / "Preussisch Holland" oder andere verfügen, so wäre eine Posting mehr als willkommen.


    Wie immer starten die richtig guten Geschichten mit Liebesbriefen:

    "Es fing so hamlos an - mit der Liebe ..." 

    Dateien

    • T1.pdf

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    • T2.pdf

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    • T3.pdf

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    • T4.pdf

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    • T5.pdf

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    • T6.pdf

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    • T7.pdf

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    Hallo Heliklaus,

    vielen Dank für den sehr interessanten Beitrag über diesen Typus "Kulturbürokrat ohne Sinn für Muße".

    Es war richtig gut zu lesen.

    Ich bin bei der Suche nach Vignetten zufällig auf einen Beitrag aus dem "Merkur" von 1952 gestoßen. Dort wurde als "Aufregung" eine Anweisung des Kulturbundes der DDR abgedruckt, die im wesentlichen jegliche private Vereine für Briefmarkensammler in der DDR untersagt.


    Ich habe die Meldung einem guten Bekannten vorgelegt. Für ihn ging quasi ein Licht auf. Er wollte in seiner ländlich gelegenen Heimatstadt als junger Mann einen Verein für Briefmarkensammler gründen. Es soll im Rat der Stadt viel lamentiert worden sein. Für die Absage gab es aber quasi keine ordentliche Begründung. Nun, die wurde über 30 Jahre später in einem fast 70 Jahre alten Heft gefunden.