Beiträge von erron

    @ wolle,

    anhand deines Scan ist diese verklebte Marke definitiv Kriegsdruck (II).

    Also kann es kein Friedensdruck (I) sein.


    Entweder die Farbvariante "a" oder "c"


    bearbeiteter Scan, links mit einer 86 I "d", rechts dein Scan.

    mfg


    erron

    Danke, sehr interessante Hinweise.


    Dann könnte man so ein Album mit dem Hinweis "ungeprüft, keine Angaben zur Echtheit der Marken möglich" verkaufen...?


    Habe jetzt aber auch gelesen wie schwierig das Thema mit der III-Reich Symbolik ist, kann man wohl auch Probleme beim Verkauf bekommen, wenn man die Marken abbilden möchte.

    Ja, dieses Album hat, wie mein flüchtiger Überblick war, nur Standardwerte vorzuweisen.


    Bei den Brustschildmarken, Pfennige, Pfennig, Krone&Adler, Germanias, Württemberg, Inflation, Dienstmarken, Weimar sind bestimmt keine werthaltigen Marken geprüft.

    Viele Marken haben nicht lesbare Stempelabschläge und Wellen/Strichstempel und sind beschädigt.


    Und zu den Marken nach 1933. Wenn du sie auf Onlineplattformen einstellen willst, wirst du eventuell Probleme bekommen.

    Das heißt für dich dann, alle Symbole des Dritten Reich müssen abgedeckt sein.


    mfg


    erron

    @ Rainer7355,

    ist nicht erstaunlich, sondern Standard bei vielen geerbten Alben.


    Rechne mal so bei den Inflationsausgaben:

    Alle gestempelten Marken, die nicht von INFLA-Berlin Prüfer geprüft sind, werten als ungebraucht.

    z. Bsp. die 10 Pfg orange: Wenn geprüft Michelwert 600 MichelEuro. Ungeprüft 0,50 MichelEuro.

    Siehe:

    http://www.philadb.com/?site=l…uid=484&id=7&mode=vorwort


    Und die 10 Pfg orange:

    http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=479&id=1075


    mfg


    erron

    @Rainer7355,

    ich habe mir die Seiten 29 bis 40 angeschaut (Inflation).


    Alle guten (werthaltigen) Marken, die einen hohen Michelwert haben, haben Falschstempel.

    z. Bsp.


    Seite 29. 10 Pfg orange mit Stempel von Dresden: Falschstempel

    Seite 30. 15 Pfg Waffeln: Falschstempel

    seite 31. Alle Flugpostmarken Falschstempel

    Seite 33: Wohltätigkeitsmarken Falschstempel, 50 Mark Marke Falschstempel

    Seite 38: Durchstochene Werte. Falschstempel.

    Seite 39: Alle mit Falschstempel

    Seite 40: ebenso


    Ob der OstropaBlock echt ist, glaube ich nicht. Dieser sieht mir zu sauber aus.


    mfg


    erron

    Hallo.

    der Michelkatalog hat vier Plattenfehler aufgeführt.


    Bei den Plattenfehler III ist die rechte Ornamentspitze offen,


    dasselbige ist beim Plattenfehler IV entstanden. Jetzt im oberen Ornament zu sehen.



    Beim Plattenfehler V ist noch ein Bruchstück vorhanden.



    Nach all diesen Ornamentfehler hat sich nun die Mittelspitze verschämt verkleinert. Plattenfehler VI.



    Ein schräger weißer Kratzer durch "NNIG", entstanden durch einen Kratzer in der Druckplatte, zeigt der Plattenfehler VII.

    Im zweistelligen MichelEurobereich liegen all diese Plattenfehler.


    mfg


    erron

    @dietbeck,

    wieviel echt gestempelte Bedarfspost mit dem Stempelabschlag von der Thule-Station bekannt ist, weiß ich nicht. Vielleicht eine Handvoll.

    Der Königliche Grönländische Handel übernahm ja ab dem 1. August 1937 die Thule-Station.

    Post in grönländischen Inlandsverkehr war ja portofrei.


    Wenn du in meinem Thread die beiden obigen S/W Stempelabschläge von Thule und Kopenhagen vergleichst, findest du erkennbare Unterschiede. Zum .Bsp. das "R" und "L"in GRÖNLAND.

    Auch das Wort THULE ist verschieden.


    Alle gestempelten Marken/Belege mit dem Kopenhagenstempel werden, da dieser noch jahrelang verwendet wurde, als Gefälligkeitsabstempelung gekennzeichnet.

    Nur nachweislich echt gestempelte Marken/Belege mit dem Thule Stempel erhalten kein Gefälligkeitssignum (schraffierter Kreis)


    Leider habe ich die Belegeabbildungen aus den dänischen Auktionskatalogen aus den 1970 bis Mitte der 1990 Jahren nicht mehr, als ich das Sammelgebiet Grönland noch beackerte.


    Damals gab es bekanntlich noch kein richtiges Internet, wo mal heutzutage alles finden und dann abspeichern kann.

    Nur noch vereinzelt Literatur über dieses Sammelgebiet.


    .


    Die aufgegebene Thule-Station hieß später Uummannaq (Dundas). 1953 wurden die Einwohner umgesiedelt.

    Die 1953 gegründete Thule-Airbase heißt heute Pituffik (Dundas).



    mfg


    erron

    Ein kleiner Nachtrag zu den privaten Thulemarken.


    Am 10 August 1935 führte die Thule-Kommission die bis dahin portofreie Postbeförderung zwischen der Thule-Station und deren Kontor in Kopenhagen eine Gebühr ein und verausgabe hierfür eine Serie von vier Privatmarken zu 10, 15, 30, 45 Öre, im Jahre 1936 erweitert durch einen 25 Öre Marke.

    Vordergründig sollten sie nur Abrechnungszwecken dienen.

    Die Markenentwürfe sollten das 25-jährige Bestehen der Thule-Station würdigen und wurden in der Druckerei H.H. Thiele in Kopenhagen gedruckt.


    Erhältlich waren die Marken ab dem 10 August 1935 im Kopenhagener Thule-Kontor, sowie am Sammlerschalter der dänischen Post, wodurch sie einen halbamtlichen Status bekommen sollten.

    Auf der Thule-Station selbst erst ab Anfang 1936, da das letzte Versorgungsschiff nach Grönland im November1935 in Holsteinborg (Sisimiut) anlegte.

    Von dort ging es weiter mit kleinen Küstenschiffen und danach per Hundeschlitten. Im Januar/Februar 1936 erreichten dann die Marken die Thule-Station.


    Die Belege, die dann in Thule frankiert und abgestempelt wurden, dann in Postsäcken mit dem Versorgungsschiff wieder nach Kopenhagen verschifft wurden, wurden im Kopenhagener Thule-Kontor aufbewahrt und vom Empfänger abgeholt.


    Diese Belege sind an den Stempelunterschiede des Thulestempelgerät oder des Kopenhagenstempelgerät erkennbar.

    Wurden sie nicht abgeholt, wurden sie mit dem jeweiligen dänischen Porto nachfrankiert und an den Empfänger weitergeleitet.

    Sehr viele überfrankierte Belege mit diesen Thulemarken sind im Umlauf, diese sind alle pilatelistisch beeinflust.

    Häufig ist ein Adressatname "Sand" vorhanden.


    Stempelabschlag mit dem Kopenhagener Thulestempelgerät


    Prüfsigignum vom ehemaligen Grönlandprüfer BPP Horst Osper. Als Kopenhagener Stempelabschlag erkannt. (schraffierter Kreis = Gefälligkeit).


    Leider wurden die beiden Stempelgeräte und die übriggebliebenen Markenbögen nach Einstellung der Privatpost privat verkauft und noch jahrelang missbräuchlich weiterverwendet.

    Übriggebliebene Markenbögen gab es ja noch zuhauf. Die Auflagehöhe betrug ja 250.000 Stück.


    mfg


    erron

    Und noch eine Einzelfrankatur der Nr 69 in der Farbvariante "b".


    Versendet als portogerechte Drucksache von der Landesversicherungsanstalt Baden, Stempelabschlag: KARLSRUHE / 15.10.04. 6-7 N. / * (BADEN) 1 o an das Bürgermeisteramt in Zimmern, Amt Waldheim.


    mfg


    erron


    NB: Der Plattenfehler DFutsches Reich gibt es anscheinend nur in der Farbvariante "a".

    Auf Belegen ist der Plattenfehler: DFutsches Reich auch öfters zu finden.

    Hier in Mischfrankatur mit einer 2 Pfg-Marke, versendet als portogerechte Postkarte zu 5 Pfg. von GROSS- / ZIMMERN nach OFFENBACH / * (MAIN) d am 3.10.1902.


    Plattenfehler DFutsches Reich in Farbvariante "a", nun vom Markenfeld 90 mit der zusätzlichen, rechten unterbrochenen Einfassungslinie.


    mfg


    erron

    Die Germaniamarke Nr 69, mit Inschrift DFutsches Reich statt Deutsches Reich ist ja nun keine Seltenheit.

    Auf Onlineplattformen werden sie ja immer wieder angeboten.


    Nicht so oft zu finden ist diese Marke mit Abstempelung vor dem offiziellen Ausgabetag am 1.4.1902.


    Alle Postanstalten wurden bis zum 20.3.1902 mit diesen 3 Pfg Marken beliefert und standen somit zum Verkauf an, sollten aber an das Publikum noch nicht abgegeben werden.

    Anscheinend wurde in St. Wendel diese Anweisung nicht befolgt und somit wurde diese 3 Pfg Marke schon vor dem offiziellen Ausgabetag ausgegeben.


    DR Nr 69 in Farbvariante "a" mit PF I vom Feld 35 auf Briefausschnitt von (.....)relitz und Stempelabschlag

    von ST. WENDEL / 20.3.02 9-10 V. / * * *


    mfg


    erron

    Fünf Farbvarianten führt der Michelkatalog auf.


    Davon vier Frühauflagen.



    und eine Spätauflage.



    Aber nur zwei Plattenfehler.


    Da wäre der erste Plattenfehler, ein weißer Querstrich links an der rechten "2" von "20", der zugleich noch vier Typen aufweist.

    Type "a". Der weiße Querstrich beginnt an dem "I" von Pfennig , liegt unter dem "G" geht bis kurz zum Fuß der "2".



    Type "b".

    Type "b" beginnt wieder am "I", nun im oberen Fuß des "G" zu finden und geht bis kurz vor die "2".


    Type "c".

    Type "c", der weißer Querstrich beginnt wieder am "I", im oberen Fuß und geht durch die "2" und darüber hinaus.


    Type "d".

    Type "d", dieser weiße Querstrich fängt nun nicht mehr am "I" an, verschiebt sich zum "G", ist nun mittag im "G" und mittig in der "2" und darüber hinaus.


    Die Bewertungen liegen bei 60 MichelEuro, je nach Sichtbarkeit der verschiedensten Typen.



    Dafür sind beim zweiten Plattenfehler keine unterschiedlichen Typen vorhanden.

    Nur ein Zwilling hat er.

    Da beim Druckvorgang der Pfennigserie nur die Wertziffern zu 10; 20; 25 und 50 an den Druckplatten ausgetauscht wurden, kommt dieser Fehler auch auf der 25 Pfg-Marke (Nr 43) vor.


    PF IV: Breite Einkerbung rechts neben unterer Mittelspitze, bzw. wie bei der 25 Pfg-Marke: Einbruch ins Markenbild Mitte unten.

    Die Bewertung von 100 MichelEuro liegt nicht so hoch wie bei der 25 Pfg-Marke.


    mfg


    erron

    Hallo,

    die sechs im Michel aufgeführten Farben der Nr 43 sollen hier auch nicht fehlen.



    Und natürlich die drei im Katalog erwähnten Plattenfehler.


    Da wäre der erste und zugleich der bekannteste, der mit bloßem Augen zu sehen ist.


    Dieser Fehler, der Michel bezeichnet diesen Fehler als "Einbruch in das Markenbild Mitte unten", ist im Markenfeld Nr 49 zu finden.

    Die Bewertung liegt bei 250 Michel.


    Der zweite ist ein unscheinbarer Bruch im ersten "N" von Pfennig.

    Er ist mehrfach im Markenbogen zu finden, was sich auch in der Michelbewertung von 75 MichelEuro niederschlägt.


    Der letzte Fehler ist die eingedrückte Randlinie im linken Wertzifferoval.

    Ein etwas seltener Fehler, bewertet wird er mit 250 Michel.


    mfg


    erron

    Stempelabschlag:

    Land:
    Deutschland / Polen
    Ortsname: LAUBAN (Lubań)
    Stempeldatum:
    29.3. XXXX
    Stempeltext:
    LAUBAN / 29.3 * 7-8 A
    Stempelart:
    Tagesstempel
    Stempelform:
    Zeilenstempel 2z
    Stempelfarbe:
    Schwarz
    Format:
    35 mm x 12 mm
    Anmerkung:
    AD Preußen; Schlesien.
    Feuser Nr. Vorphila 1935-1

    mfg


    erron