Beiträge von Kontrollratjunkie

    Hallo labarnas,


    von der LPD Berlin gab es in der Zeit Juli 1949 (Goethesatz) - Ende 1955 (Bistum Berlin) offizielle FDC, die auch von der Postverwaltung verkauft wurden. Dazu wurden speziell gestaltete Umschläge aufgelegt, von denen Ron in seinem Video auch welche vorgestellt hat.

    Man kann evtl. auch noch den Brief zur Eröffnung des Postschnelldienstes mit Frankatur durch die Mi.Nr. 17 (1 Mark Schwarzaufdruck) dazu rechnen.

    Ab 1955 wurden dann die ersten amtlichen Ersttagsblätter aufgelegt, deren Ausgabe dann Ende 1958 wieder eingestellt wurde. Erst ab 1975 begann "das Leid" von vorn und endete erst mit dem Abschluss der Ausgaben der Deutschen Bundespost Berlin im Herbst 1990.


    Gruß
    KJ

    Der Beleg zeigt einen Fernbrief nach Berlin W 15, der in der Poststelle II "Spreetal über Hoyerswerda" aufgegeben wurde. Die Entwertung der Frankatur erfolgte im zuständigen Leitpostamt (10) Hoyerswerda am 29.05.1947.


    Der Brief wurde portorichtig mit einer Einzelfrankatur der Nr. 925 a freigemacht.


    Ein Tipp von mir hinsichtlich der Farben der Kontrollratsausgaben:

    Wenn Du kein farbgeprüftes Vergleichsmaterial hast, solltest Du immer von der billigsten Farbe ausgehen. Es gibt eine große Menge von Tönungen bei allen Wertstufen, da schaut man ohne Vergleichsstücke nicht durch. Und eine verlässliche Farbbestimmung am Scan gelingt nur in den wenigsten Fällen.


    Wenn Du mal etwas Zeit und Interesse hast, könntest Du Dich einmal hier einlesen:


    Alliierter Kontrollrat


    Auch zum Thema Farben gibt es dort einiges zu entdecken.


    Gruß
    KJ

    Fernbrief, der in der Poststelle II "Graupzig über Lommatzsch (Bz Dresden)" aufgegeben wurde. Die Entwertung der Frankatur erfolgte im zuständigen Leitpostamt Lommatzsch Land am 27.04.1948.


    Der Brief wurde portorichtig mit einer Einzelfrankatur der Nr. 951 a freigemacht.


    Ich habe den Spezial und den Briefekatalog, aber "Sinn" beim Bestimmen der Werthaltigkeit machen beide Kataloge wenig.

    Lediglich die Notierung für die einfache Einzelfrankatur der billigsten Farbe mag noch passen. Aber wann hat man schon einen solchen Beleg ?

    Spannend wird es bei den Abstempelungen und natürlich den Besonderheiten der Frankatur. Und dabei meine ich nicht nur die Farben, sondern auch Einheiten, Feldmerkmale, Kombinationen usw..

    Und wenn man sich dann dem eigentlichen Thema des Briefesammelns nähert, also der Bestimmung der Abstempelungen, kann man sämtliche Kataloge vergessen. Denkt nur mal an Poststellenstempel, Not- und Bahnpoststempel oder einfach an Entwertungen kleinster Orte, die z.B. ein kleines Zweigpostamt besaßen. Da hilft nur Kenntnis über die Gegebenheiten und noch besser eine gut sortierte Vergleichssammlung, bei deren Zusammenstellung sich schnell herausstellt, was wirklich selten und damit auch werthaltig ist.

    Die dann wichtigen Kataloge sind die Postgebührenhandbücher und Verzeichnisse der Ortsplätze.


    Gruß

    KJ, der in den letzten Jahren ein großer Freund von Abstempelungen geworden ist

    hallo zusammen,


    bitte um Hilfe, wie teuer sind (umgefähr) die abgebildete Bogenzähler ? danke im voraus

    Hallo dijatel,


    vorweg muss ich leider sagen, dass eine seriöse Aussage anhand solcher Scans nicht möglich ist.

    Bei der Bewertung kommt es zum einen auf die Zähnungsvariante an, die sowohl bei der Nr. 20 (6 Rpf), als auch bei der Nr. 31 (42 Rpf) in vier Varianten vorkommt, A, B, C und D.

    Dann haben wir bei der Nr. 20 noch Papiersorten, was bei deinen Stücken aber nicht relevant ist.


    Die Michelbewertung für die einfachsten Varianten beginnt pro Stück bei beiden Wertstufen mit 8 EUR. Natürlich spielt weiterhin die Erhaltung eine entscheidende Rolle. Die Marken müssen zwingend einwandfrei postfrisch sein und dürfen nicht vorgefaltet oder gar angetrennt sein. Jeglicher Mangel senkt den Wert erheblich.

    Die Topsorten erreichen vierstellige Katalogbewertungen, müssen dann aber natürlich geprüft / attestiert sein.

    Also ohne weitere Bestimmung ist eine Einschätzung nicht möglich.

    Gruß
    KJ

    Der Beleg ist eine Drucksache nach Grossröhrsdorf, die in der Poststelle I "Frankenthal über Bischofswerda (Sachs)" aufgegeben wurde. Die Entwertung der Frankatur erfolgte am 09.01.1946.


    Die Drucksache wurde portorichtig mit einer Einzelfrankatur der Nr. 51 atx I freigemacht.


    Der Beleg ist geprüft Ströh BPP.

    Postkarte in b - Farbe "olivgrün", P 8 b


    Auflage 650 Exemplare


    Aufgrund ihrer geringen Auflage ist die Karte in der b - Farbe sehr selten. Dazu kommt die Tatsache, dass diese Karten in ungeschnittenen Druckbogen zu 25 Exemplaren an die Postämter geliefert und erst am Schalter nach Bedarf zugeschnitten wurden. Dieser Zuschnitt war nicht immer sorgfältig, daher sind teilweise erhebliche Verschnitte häufig. Sauber zugeschnittenen Stücke sind daher sehr selten.


    Ein schöner Bedarfsbeleg. Ich mag die Ganzsachen der SBZ, zumal dann, wenn der klare Bedarf aus den Texten hervorgeht. Diese Stücke gewähren fast immer sehr interessante Einblicke in die damalige Zeit. Heute nennt man das wohl zuweilen auch "social philately", wenn man sich aus den Daten die Zusammenhänge z.B. in politischer oder wirtschaftlicher Hinsicht erschließen kann.


    In den nächsten Tagen zeige ich noch ein paar Ganzsachen der SBZ, vielleicht mag sich das eine oder andere Mitglied daran beteiligen.


    Zum Schnitt der Karten aus Thüringen kann ich nicht soviel beitragen. Von der P 8 von der OPD Dresden ist jedenfalls bekannt, dass die Karten in ungeschnittenen Druckbogen an die Postämter ausgeliefert wurden und dann vor Ort mehr oder weniger sorgfältig zugeschnitten wurden. Da sind Passungenauigkeiten die Regel und nicht die Ausnahme.


    Gruß
    KJ

    Hallo Marcel,

    angenommen die Bogen sind tatsächlich in Type 91 Z, dann stehen sie zusammen bei korrekten

    1000 Mi€. Nach meiner Beobachtung ist der Michel bei dieser Type sehr großzügig. Die beiden besseren Wasserzeichen der Mi.Nr. 90 und 91 sind nicht wirklich selten und relativ günstig zu erwerben. Davon abgesehen muss man bei Deinem Angebot auch noch Bogensammler sein.

    Vermutlich würden bei einem Verkauf über Ebay und Co. keine 10 % Michel erzielt werden.


    Gruß

    KJ

    PS: Ich habe kein Interesse, da die Bogen bereits vorhanden sind.

    22.09.1945 Ganzsache in der Zeichnung der Dauerserie der OPD Erfurt "Großes Posthorn mit zwei Briefen", Postkarte, gedruckt in der Ohlenrothschen Buchdruckerei in Erfurt auf rahmfarbenem bis grausämischem Karton, P 13


    ungebrauchte Karte mit deutlichem Verschnitt


    Auflage 1.650.000 Exemplare