Beiträge von Kontrollratjunkie

    Spannender als die Andreaskreuze finde ich persönlich den durch diesen Ausschuss verringerten Verkaufswert des Bogens, der ebenfalls als Berichtigung auf den Bogenrand aufgedruckt wurde. Diese Kennzeichnung wird als korrigierter Bogenwertzähler bezeichnet.

    Auch dazu einige Beispiele als Erläuterung.


    Gruß
    KJ


    Das ist der "Abfall" bei der maschinellen Entwertung der Bogen mittels Vollstempel bei der Bundesdruckerei. Man sieht am rechten Markenrand noch einen kleinen Stempelansatz (Kreisbogen) von der ehemals rechts anhängenden Marke. Mit diesem Andreaskreuz, ich würde es als Annulierungskreuz bezeichnen, wurden die nicht mehr verkaufsfähigen Marken gekennzeichnet.

    Im Anhang ein Beispiel aus meiner Sammlung.


    Gruß

    KJ


    Hallo Elisa,


    in dem vorherigen Beitrag hat Christoph schon vieles richtig beschrieben.

    Es handelt sich um Material der SBZ von Thüringen und Westsachsen, dazu um einige Sonderbelege aus dem Alliierten Kontrollrat.

    Wie schon geschrieben, kann man zu den Varianten bei derart kleinen Bildern nichts sagen. Ebenfalls nicht zum Handelswert, so dieser für dich interessant sein sollte. Dazu ist nämlich auch eine differenzierte Zustandsbeschreibung erforderlich.

    Als Beispiel möchte ich den Großbogen von Thüringen aus deinem ersten Scan nennen. Dieser Bogen ist durchaus gesucht, aber nicht in der von dir gezeigten Erhaltung mit einer senkrechten und einer waagerechten Faltung. Auch die anderen Bogen / Teilbogen scheinen alle gefaltet zu sein.

    Das soll dich als Interessierte aber zunächst nicht stören, sondern eher anreizen, dich mit diesem interessanten Gebiet näher zu befassen.


    Zum Abschluss noch die Frage: Sammelst du weiter und führst das Erbe deines Großvaters als Sammlerin fort ?


    Gruß

    KJ

    OMG...


    Man hat mir gesagt man sollte idealerweise sogenannte Farbreihen erstellen mit jeweils 2-3 geprüften Exemplaren je Farbe (teure Farben reichen je nachdem 1x). Dann hätte man einen guten Anhaltspunkt wär nur je nachdem sehr teuer das Ganze. Allerdings braucht man ja auch net das best gestempelste Exemplar nehmen es kommt ja dann auf die Farbe an und net auf dem Stempel.


    Ist diese Herangehensweise sinnvoll?

    Es hängt immer auch ein wenig vom betreffenden Sammelgebiet ab. Und das Wichtigste ist die Erfahrung mit den Marken. Du solltest eine große Zahl Marken besitzen oder zumindest gesehen haben. Dann kann eine Zusammenstellung der Farben zu Farbreihen und eine entsprechende Sortierung sehr helfen. M.E. führt nur ein guter Bestand an originalem Vergleichsmaterial zum Ziel.

    In meinen Gebieten gibt es eine Vielzahl von Sorten, bei denen es eine reine Freude ist, wieviele Nuancen existieren und trotzdem keine Katalogfarben sind.


    Gruß
    KJ

    Einen solchen Satz zerteilt man nicht, sondern belässt ihn als Bogensatz. Einzelne Sätze sind Massenware, aber Ränder, Ecken und Bogenränder mit Zudrucken sind Seltenheiten. Nicht umsonst hat ein solcher Satz bei Aixphila einen Rekordpreis erzielt.


    Gruß
    KJ

    Hallo Hartmut,


    Helmut Weigelt war Verbandsprüfer im BPP von 1962 - 2003. Seine Prüfgebiete waren Lokalausgabe Altdöbern, SBZ ab Allgemeine Ausgabe Mi.Nr. 182 und die DDR.


    Falls die Prüfzeichen echt sind, die Bilder sind zu winzig, hat möglicherweise ein Prüfkunde darauf bestanden, diese Marken signiert zu bekommen.


    Gruß

    KJ

    Alle Marken aus dem genannten Zeitraum sind noch frankaturgültig und können aufgebraucht werden. Es ist also eine reine Fleissarbeit, alle Marken nach Wertstufen zu sortieren und den Wert zu ermitteln. Die Zuschläge werden NICHT berücksichtigt !

    Von der errechneten Gesamtsumme kannst du noch pauschal 30 % abziehen, dann hast du den ungefähren Handelswert. Gestempelte Marken / Sonderdrucke pp. aus der Zeit sind nur in seltenen Fällen handelsfähig.


    Gruß
    KJ

    Postkarten und Ganzsachen, besonders gelaufene Bedarfskarten aus schwierigen Zeiten sind immer spannend. Und das nicht nur aus postgeschichtlicher Sicht, sondern vor allem auch wegen der Einblicke in das tägliche (Über-)Leben und das Denken der Menschen, die oftmals in großer Not lebten.

    Aus der OPD Halle (Provinz Sachsen) kann ich ein paar schöne bedarfsgenutzte Karten zeigen. Vielleicht hat jemand von euch auch ein paar Stücke zum Vorzeigen.


    Gruß
    KJ


    1945, Freimarkenausgabe als Ganzsache für die Fernpostkarte, Wertstufe 6 Rpf, ungebrauchte Karte

    Auflage 1.600.000 Exemplare


    Hallo , ich bin ganz neu hier und brauche eure Hilfe;


    Ich habe 2 schöne und seltene Briefmarken der dänischen Legion von 1944; sie schauen für mich als Laien echt aus; aber die Zähnung ist 13 3/4 statt wie im Michel angegeben 11; keine Gummierung; handelt es sich um eine Fälschung oder gibt es diese Zähnung? Wahrscheinlich ist der Stempel dann auch nicht echt - haben die Marken dann noch einen Wert??


    Vielen Dank für Eure Hilfe

    Bei solchen Stücken am besten erst mal unter die UV-Lampe legen. In der allermeisten Zahl der Fälle gibt es ein "leuchtendes" Ergebnis...…


    Gruß
    KJ

    Hallo frimer14,


    es IST etwas besonderes. Bei diesen Belegen handelt es sich ja nicht deshalb um Massenware, weil wir hier zwei Beispiele sehen können. Diese Belege sollten gut verwahrt werden und einen Ehrenplatz in der Sammlung erhalten.


    Gruß

    KJ


    Ergänzend dazu vielleicht noch ein Beleg aus meiner Sammlung, der eine Möglichkeit des Sparens aufzeigt.

    Benutzt wurde hier ein "Pfiffig-Umschlagsparer", mit dem der bereits benutzte Beleg ein zweites Mal verschickt werden konnte.


    Gruß

    KJ






























































    Was möchtest du denn zu dem Beleg wissen ?

    Die Not war in der unmittelbaren Nachkriegszeit riesig, Papier gehörte zu den immer gesuchten Ressourcen. Daher war es üblich, Umschläge mehrfach zu benutzen. Teilweise wurde die genutzte Anschriftseite überklebt oder wie bei deinem Beleg, der Umschlag einfach nur gewendet. Selbst Behörden sind so verfahren, um Umschläge zu sparen.


    Ein schöner Beweis für die Notsituation jener schwierigen Zeit.


    Gruß
    KJ