Beiträge von Kontrollratjunkie

    Hier geht ja einiges durcheinander. Die Marktlage Ende der Siebziger und Anfang der Achtziger Jahre war DIE Hochzeit des Sammelns und der Preise in Deutschland. Da wurde spekuliert wie nichts gutes. Jeder, der konnte, erwarb bei der Post nicht einen Satz, sondern zehn oder zwanzig, gerne auch Bogenware. Und alle glaubten den Versprechungen der Anbieter, es sei eine sichere Anlage und die "Aktie des kleinen Mannes". Entsprechend wurde gedruckt. Schaut euch mal die Auflagen dieser Jahre und dann die heutigen Zahlen dazu an......


    Nur mal so als Beispiel: Der Block Bund kostete damals auf unseren Flohmärkten 35-40 DM bei Michel 45 DM, zu gleichen Preisen gab es den Greifvogel-Satz 1973. Das war damals mein Kindheitstraum. Von einem Beethovenblock oder gar Heuss- oder Posthornsatz zu träumen, war absoluter Frevel und den "Reichen" vorbehalten. Der Posthorn-Satz stand damals mit 9000 DM im Michel und kostete gerne 6000 DM netto....


    Kurz zu dem zum guten Preis verkauften Einzelwert mit dem Versandstellenstempel Berlin-Charlottenburg: Das ist momentan der Renner, Bund / Berlin der Fünfziger mit diesem Handstempel der Versandstelle Berlin, am besten vom Ersttag. Da werden aberwitzige Preise aufgerufen und bezahlt. Das Material ist selten und derzeit sehr gesucht. Normal gestempelte Marken sind entscheidend billiger zu haben.


    Gruß
    KJ

    Mit den kleinen Bildern aus der ersten Vorstellung kann man bis auf die Identifizierung der Gebiete nicht viel mehr anfangen. Zu einer genauen Bestimmung gehören gute Scans der einzelnen Marken. Ob das allerdings lohnt, wage ich zu bezweifeln.

    Zumindest die Lokalausgaben sehen auf den ersten Blick aber interessant aus, was ich nicht mit wertvoll im monetären Sinne gleichsetzen möchte. Aber dieses Material wird eben nicht an jeder Ecke angeboten.

    Das Beste wäre es, wenn du dich damit beschäftigen und die Marken selber sammeln würdest. Diese Marken stammen aus einer historisch sehr spannenden Zeit !


    Gruß

    KJ

    Bei der Marke mit dem fetten Aufdruck habe ich starke Bedenken wegen der Echtheit des Ausdruckes. Die andere Marke scheint mir in Ordnung zu sein.


    Farben kann ich an den winzigen Scans nicht bestimmen.


    Gruß
    KJ

    Hier noch ein echtes Prüfzeichen aus der aktiven Zeit von Hanns Zierer im BPP zum Vergleich.

    Nach seiner aktiven Zeit im BPP hat er auch Signaturen angebracht, dann aber ohne den Zusatz "BPP". Es gibt Signa mit der Bezeichnung "Zierer" oder "Zierer HBP".


    Gruß
    KJ

    Für die Postmeistertrennungen der Provinz Sachsen möchte ich gerne getrennt nach der Katalogisierung im Katalog jeweils ein Sonderthema eröffnen. Damit können diese Besonderheiten nicht im allgemeinen Thema zur Kataloghauptnummer untergehen.

    Diese Postmeisterausgaben entstanden, weil die Postämter mit der geschnittenen Erstausgabe der OPD Halle versorgt wurden und viele Schalterkräfte die Prozedur des händischen Zerschneidens der Schalterbogen als zu aufwendig empfanden. Findige Postmeister haben in aller Regel in Eigenregie die Schalterbogen mit Trennungen versehen lassen, um den täglichen Arbeitsablauf zu vereinfachen. Dazu wurden Zähnungswerkzeuge benutzt, mitunter aber auch einfachste Werkzeuge wie Handrädchen oder Nähmaschinen.


    Die hier behandelte Trennung ist die Linienzähnung L 11 1/2 mit der Bezeichnung A. Es handelt sich dabei um die Postmeistertrennung von Wittenberg-Lutherstadt mit den folgenden Zweigpostämtern:

    Kleinwittenberg

    Piesteritz

    Pratau

    Reinsdorf

    und die Poststelle I in Nudersdorf.


    Dazu kommen noch benachbarte Postämter wie Annaburg, Jessen, Kemberg, Pretzsch und Zahna mit den nachgeordneten Dienststellen.


    Diese Ausgabe entstand im Oktober 1945 und war wie alle OPD – Ausgaben der Sowjetischen Besatzungszone offiziell bis zum 31.10.1946 frankaturgültig.

    Es könnte sich um farbbestimmte Marken sehr geringen Handelswertes handeln.

    Bei solchen Anfragen ist es immer hilfreich, Vorder- und Rückseite der betreffenden Marken zu zeigen.


    Gruß
    KJ

    Hallo,

    Hab ich da was besonderes?

    Auf einem Briefabschnitt befindet sich die Berlin, Brandenburger Tor Mi.140w und dann noch zweimal Bund, Freimarke Mi.226x, mit der Stempelung Kiel 31.5.62


    Gruß, Klaus

    Wie bereits beschrieben waren die Postwertzeichen der LPD Berlin auch im Bundesgebiet postgültig. Eine (kleine) Besonderheit könnte man noch darin sehen, dass die Berlin 140 in den Jahren oftmals zusätzlich zum erforderlichen Porto verklebt wurde, um die Zugehörigkeit Berlins zur damaligen BRD zu dokumentieren.

    M.E. wurden diese Marken zu dem Zweck auch an diversen Postschaltern in der BRD abgegeben.

    Vielleicht war es einmal ein Brief mit dieser gewollten Zusatzfrankatur ?


    Gruß
    KJ

    Ist das der Fall bei vorliegenden Karte? Die Marken sind mit einem einzeiligen violetten Stempel "Kemnitz üb. Löbau" entwertet.

    Der Stempel "Kemnitz üb. Löbau/Sa." ist sogar ein Ortsnotstempel und mit diesen Notstempeln wurden die Marken auch entwertet, wenn das Poststück an einen Empfänger im gleichen Zustellbezirk gerichtet war.

    Dieser Ortsnotstempel wurde in der Zeit Juni 1945 - März 1946 in der Poststelle I Kemnitz über Löbau verwendet (hier sogar noch am 11.04.1946) und ist auf Sächsischen Schwärzungen, Ostsachsen- und Marken der ersten Einheitsausgabe des Alliierten Kontrollrates bekannt. Er kommt sowohl mit, als auch ohne den Normstempel von Löbau vor.


    Gruß
    KJ

    Der Beleg ist ein Fernbrief nach Blankenburg im Harz, der in der Poststelle I "Glaubitz über Riesa" aufgegeben wurde. Die Entwertung der Frankatur erfolgte am 08.01.1946.


    Die Postkarte wurde portorichtig mit einer Einzelfrankatur der Nr. 60 a freigemacht.


    Der Beleg zeigt einen Fernbrief, der in der Poststelle II "Waldschänke über Stollberg (Sachs)" aufgegeben wurde. Die Abstempelung des Briefes erfolgte im zuständigen Leitpostamt Stollberg (Sachs) am 09.01.1946.


    Die Freimachung erfolgte durch Barfrankatur, hier in der Variante Mi.Nr. 4 a "Rahmenstempel mit Umrandung, zweizeilig".


    Hallo labarnas,


    zunächst erlaube ich mir einmal, den seinerzeitigen Betrag unseres Hannes hier zu zitieren:


    E.Nußbächer ist ein Briefmarkenhändler, der sehr gut sortiert ist und sein Hauptaugenmerk auf PF gerichtet hat; er arbeitet eng mit der MICHEL-Redaktion zusammen und bringt einen Katalog heraus. Seine Adresse hat mir mal Kauli zugesteckt:

    nubi.b@t-online.de

    Man kann schön am Telefon mit ihm plaudern und er versucht, die persönlichen Neigungen herauszufinden und einen zu beraten.

    Ein billiger Jakob ist er allerdings nicht - das mal vorneweg. Aber seine Sachen sind halt einwandfrei...


    M.E. ist Herr Nußbächer nicht mehr aktiv, seine Listen habe ich früher einmal bekommen, aber nicht archiviert.


    Beste Grüße
    KJ