Beiträge von rolfnr

    Diese Eilbotenkarte gibt mir Rätsel auf.


    Ein Dresdner Bürger schreibt 1994 an das Finanzministerium eine Karte per Eilboten.
    Er druckt 4 x seinen Absenderstempel auf, überklebt einen Stempel mit einem Zettel dessen Text sich mir nicht erschließt (die beiden Ausweisnummern habe ich im Bild entfernt).
    Namen im Text und Absenderangaben wurden von mir im Bild ausgeschnitten.
    Der Text der Rückseite ist mir ein Rätsel.


    Gab es solche Frustkarten nach der Wende häufig, was sollte damit bewirkt werden? Eine Forderung an das Finanzministerium kann ich im Text nicht erkennen.
    Ist es einfach nur eine Ausdrucksform eines Protestes?


    Immerhin ist es ein interessanter Beleg zur Deutschen Geschichte von der betroffenen Basis.


    Das Porto:
    Postkarte = 0,80 DM
    Eilboten = 9,00 DM (ab 01.09.1994)
    Leider ist die 80 Pf Marke beschädigt, dies schmälert aber in keiner Weise den zeitgeschichtlichen Wert.


    Für weitere Hinweise zum Text bin ich dankbar.


    Viele Grüße
    Rolf

    In meiner Portotabelle von Udo Durchgraf (1994) steht:


    Briefe Fernverkehr bis 20 g: ab 01.07.1922 = 3 Mark


    Demnach wäre der abgebildete Beleg portogerecht, die Michel Übersicht steht mir leider nicht zum Vergleich zur Verfügung.


    Viele Grüße
    Rolf

    Groß Ottersleben gehörte zu folgenden OPDen:


    1932: OPD Magdeburg
    1940: OPD Magdeburg
    1949: OPD Halle
    1952: OPD Halle
    1956: nicht erwähnt
    1960: nicht erwähnt


    Eventuell war Groß Ottersleben zwischen 1953 und 1955 von Magdeburg eingemeindet worden, und hatte als Postamtsnummer Magdeburg zwischen x und 23. Dies entzieht sich meiner Kenntnis, ist nur eine Vermutung, weil ab 1956 nicht im amtlichen Ortsverzeichnis der Deutschen Bundespost als Postanstalt erwähnt.


    Viele Grüße
    Rolf

    soaha


    Zunächst einmal ist es jedem Sammler selbst überlassen wie er seine Stempelformen beschreibt oder deutet.


    Ich habe bewußt das Werk von Anderson zitiert (hier ist der Stempel so abgebildet und benannt!!!), weil es zur Zeit die einzige umfassende Veröffentlichung zu den Stempelformen in Deutschland ist. Wunschziel ist ein einheitlicher Sprachgebrauch innerhalb der Philatelistengemeinschaft wenn man über Stempel spricht.


    Anderson hat auch einen Kreisstempel mit Bogen unten abgebildet. Dieser Stempel sieht völlig anders als der von Stamp_Charly gezeigte.


    Das Wort "Brücke" kommt im Anderson nicht vor, wird aber sehr häufig benutzt und hat sich als "Datumsbrücke" eingebürgert. Bei Anderson ist es eben der "Steg".


    Ich weiß, nicht jeder findet die Andersonschen Bezeichnungen gut, aber die Poststempelgilde empfiehlt einheitliche Begriffe.


    Viele Grüße
    Rolf

    Nach Anderson "Die Bezeichnung der Poststempelformen" wird der Stempel als Kreisstegstempel mit Bogen unten bezeichnet.


    Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine optisch attraktive Stempelform, die man wie z.B. die KOS sammeln sollte.


    Viele Grüße
    Rolf

    Ich habe zwei Wandvitrinen mit Modellautos im Maßstab HO, aber intensiv sammel ich die nicht, es ist eher eine Ansammlung von Fahrzeugen der Epoche III (50er und 60er Jahre), die mal auf die noch nicht gebaute Modelleisenbahnanlage sollen. Die Modelle aus dem Postmuseums-Shop sind nicht dabei.


    Viel Spaß bei der Sammlung und
    viele Grüße
    Rolf

    Hallo Abarten-Hannes


    Noch eine kleine Ergänzung zu den gezeigten Druckdaten der Rheinland-Pfalz Marken:


    12 Pfg Porta Nigra:
    Hier handelt es sich um den letzten Drucktag dieser Marke, zusätzlich ist der Plattenfehler fehlender Punkt hinter der 17 vom Datum vorhanden.


    Zur Bewertung dieses Druckdatums: Arge FZ Punkte als Paar = 8, zusätzlich der Plf nochmals 8. Man kann die Punktbewertung heute getrost bei ca. 1 EUR pro Punkt ansetzen, wobei die Plf Bewertung aus 1974 lange überholt ist, und unter Druckdatensammlern mindesten mit dem Doppelten bis Dreifachen bezahlt wird!


    84 Pfg Rhein bei Kaub
    Dieses Datum wird mit 2 Punkten im Paar bewertet, der Plattenfehler "Vogelschwarm in Wertziffer" gem. Michel Spezial.


    Beliebt ist die Sammlung von Druckdaten und Bogennummern als Unterrand 20er Streifen, in Form des A und B Bogens (Buchstabe vor der Bogennummer).


    Im Bereich der Dritten Länderausgaben (nicht "Gaue!) kommt man bei den Druckdatenpreisen schnell an seine Grenzen, hier gibt es nur ganz wenige Daten im einstelligen, wenige im zweistelligen aber ca. 95% im dreistelligen Punktebereich. Auf eine Unterrand 20er Bewertung wurde im Hdb bewußt verzichtet, hier gelten Liebhaberpreise die teilweise auch vierstellig sein können.


    Viele Grüße
    Rolf

    Vielen Dank für die Abbildungen.


    Das Thema Bogenranddruck bei Marken der Französischen Zone hat für die Sammler dieses Gebietes einen enorm hohen Stellenwert. Viele dieser Druckdaten haben einen guten 2 stelligen Handelswert, bei den Bogennummern wird es, sobald sie korrigiert sind, noch deutlich um mehrere Hundert Euro teurer.


    Weitere Informationen findet man auf der Homepage der Arge FZ unter Galerie - Geburtsurkunden.


    Viele Grüße
    Rolf

    @marvel


    Das Geld für den Schriever kannst Du Dir sparen.
    Ich hatte 2003 den Schriever bei EBAY für 16,00 EUR gekauft, und innerhalb von ca. 4 Wochen wieder verkauft. Für meine Zwecke konnte ich das Werk überhaupt nicht nutzen, soweit ich mich erinnere waren die Stempel ohne Inschriften abgebildet, also "Sklette". Weitere Informationen gab es kaum.


    Carolina Peglegg hat vollkommen Recht: Das derzeit gültige und umfassend ausgearbeitete Nachschlagewerk für Feldpoststempel 1914 bis 1918 ist das Handbuch von Horst Borlinghaus.


    Solltest Du einzelne Fragen haben, kannst Du Dich an Herrn Borlinghaus wenden, er ist sehr hilfsbereit, und hat mir bei meinem Sammelgebiet Trier umfangreiche Unterstützung gewährt.


    Laß Dir das Buch zu Weihnachten schenken, die restlichen Feiertage wirst Du wohl im Buch versinken!


    Viele Grüße
    Rolf

    Kontrollratjunkie


    Leider habe ich mein ABO Bund erst Ende 2004 gekündigt. Mir fehlt nichts zu meinem Sammlerglück, höchstens mal wenige Neuerscheinungen zu meinem Themengebiet Archäologie. Das kann ich aber verkraften, bei Bedarf kaufe ich mir die Marken beim Händler nach.


    myself
    Deine Ausführungen kann ich komplett unterschreiben!


    Graf Zack
    Das sollst Du auch weiterhin tun, jeder soll sammeln was ihm Spaß macht.


    Meine Sammelinteressen haben sich im Laufe von 30 Jahren mehrfach geändert, die Schwerpunkte wurden anders gesetzt.
    Von Bund über Heimatsammlung Trier, Archäologie, Deutsche Geschichte, Französische Zone, Frankreich und Luxemburg.
    Alle Sammelgebiete bestehen noch und werden von Zeit zu Zeit gepflegt, nur Bund steht unbeachtet im Schrank, eine Pflege in Form von Komplettierung findet nicht mehr statt.
    Ich vermisse Bund nicht! Meine gesamten Dubletten habe ich der Jugendgruppe meines Heimatvereins geschenkt, inclusive ca. 1000 Belege mit BZ Stempeln und ca 20 Alben Ausland/Motive zum Ausschlachten.


    Viele Grüße
    Rolf

    Man kann auch in Rundsendungen jede Menge finden, in der heute abgearbeitete waren ca 50 FDC oder mehr zu 0,30 EUR das Stück (Bund und Berlin 1960-1980). Ein paar ausgefallene mit z.B. kompletten Märchensatz sollten 2,00 EUR kosten.


    Die FDC füllen mitunter ganze A5 Umschläge innerhalb der Rundsendungen, Entnahme durch Sammler geht gegen 0.


    Hier mal einer für 2,00 EUR, wie die Katalognotierung ist, habe ich nicht nachgeschaut.


    Viele Grüße
    Rolf

    Auch für thematische Heimatsammlungen sind Freistempel interessant.
    Motivsammler freuen sich ebenfalls über komplette Briefe mit schönen Freistempelabdrucken.


    Eventuell muß aber bei den modernen Briefumschlägen auf der Rückseite der Kleberand entfernt werden, sonst gibt es schon nach kurzer Zeit 1-2 Jahren böse Überraschungen auf der Vorderseite. Die Gummierung schlägt durch und sorgt für braune Streifen, erst hinten an der Klappe, danach auch vorne auf der Anschriftenseite.


    Viele Grüße
    Rolf

    Hallo Anne


    Gemäß der Auflistung im Bochmannkatalog wurden bis 1945 in Rostock 57 verschiedene Maschinen-Serien-Stempel verwendet.
    Für Warnemünde ist 1 Serienstempel gelistet, dessen Verwendung ist aber noch nicht per Beleg bestätigt (1940/41 2. Kriegs-WHW).
    Stand: 1963!!!


    Viele Grüße
    Rolf

    @ Thaynger


    Du zeigst da zwei schöne Belege aus meinem Arbeitsgebiet.
    1. Neuwied:
    Dieser Taxe percue Stempel ist bis jetzt in der Arge FZ nur Aug/Sep 1946 belegt. Glückwunsch!


    2. Schwenningen
    Dieser Beleg ist auch toll! In Schwenningen wurde 3 verschiedene sich ähnelnde Stempel Taxe percue verwendet.
    Typ 1 ist von 1946 bis 1948 belegt
    Typ 2 nur für den 27.11.1947
    Typ 3 nur für den 30.09.1947


    Dein Stempel ist Typ 3!


    Für die Arge Franz Zone bearbeite ich das Handbuchkapitel Barfrankaturen. Die OPD Trier und die OPD Koblenz ist bereits fertig ausgewertet.
    Also, Neuwied Taxe percue scheint selten zu sein, im Neuwieder Verein hatte keiner einen Beleg mit diesem Stempel, zumindest hat niemand einen solchen Beleg vorgezeigt.


    Die OPD Tübingen ist noch im "Altzustand" von 1996, hier habe ich noch keine Scans unserer Arge Mitglieder, daher sind die Verwendungsdaten vom Schwenninger Stempel noch nicht genügend durch Belege abgedeckt. Meinem Vorgänger sind die genannten Daten damals gemeldet worden. Es könnten also noch weitere Belege Typ 2 und Typ 3 auftauchen, sei also nicht so streng mit Kontrollratjunkie, was den Gegenwert angeht.


    Über Preise werde ich mich hier auch nicht auslassen, die Bewertung im Hdb Richter (aus dem Jahr 2000) ist für Neuwied 12,- und für Schwenningen 8,- DM angegeben.
    Inzwischen sind diese Preise aber in Teilen überholt.


    Kontrollratjunkie


    Melde Dich bitte mal, eventuell können wir uns austauschen. Ich sammel Barfrankaturen aus dem Bereich der OPD Trier.

    Hallo Anne


    Ich nehme ja die Ländersammlung nicht auseinander. Die bleibt bestehen. Aber zu bestimmten Themen, die mich interessieren, kann ich mir auch die andere Variante gut vorstellen.


    Genau das ist der Punkt, man muß sich in der Philatelie nicht an starre Strukturen halten. Jeder soll mit viel Freude und Spaß sammeln dürfen.


    Sicherlich kommt der Ländersammler auch auf seinen Spaßfaktor, wer aber erweiterte Wege gehen möchte, sollte dies auch tun.


    Als Aufmunterung hänge ich mal noch 5 Seiten an. Ich habe mir damals das Abo 50 Jahre Bundesrepublik bei der Post gegönnt. Auch wenn es sich um sogenannte Kartonphilatelie handelt, für mich war das Thema interessant, und ich habe einige Seiten in ähnlichem Layout ergänzt.


    Alles zusätzlich zur Ländersammlung Bund **.


    Viele Grüße
    Rolf

    Es handelt sich um den Maschinen-Serienstempel Bochmann 126.


    Er wurde in 106 Orten zwischen 1931 und 1954 eingesetzt.


    Für die Heimatsammlung ist es interessant, die Kombinationen mit versch. Tagesstempeln nachzuweisen. (siehe Bsp. Trier)
    Eventuell gibt es von Rostock auch noch versch. Betriebsarten. z.B. Einsatzstück links oder rechts vom Tagesstempel, kopfstehend könnte auch vorkommen. Oder dieses Einsatzstück in Verbindung mit Wellenlinien und einem anderen.


    Viele Grüße
    Rolf