Beiträge von rolfnr

    Es handelt sich hier um den US Zensurstempel Nr 3b.
    - Verwendung in Koblenz
    - Verwendungszeit: Jan 1919 bis März 1919
    - Farbe: blau; violett


    01.12.1918: Einmarsch der Amerikaner in die zugewiesene Besatzungszone. Die Besatzungszone umfaßte im Wesentlichen das Tal der Mosel, nämlich den RB Trier sowie die Landkreise Koblenz, Mayen und Cochem. Hinzu kamen noch das Ahrtal mit Ahrweiler und Adenau, sowie im Brückenkopf auf dem rechten Rheinufer gegenüber Koblenz Teile der Landkreise Neuwied, Altenkirchen und Montabaur.


    Die Bestimmungen für die Postzensur wurden am 26.12.1918 auf Befehl General Pershing erlassen.


    Quelle:
    1.) Werner Steven, Konrad Meyer: "Postzensur während der Besatzungszeit des Rheinlandes und des Ruhrgebiets nach dem Ersten Weltkrieg", 1991


    2.) Arge Zensurpost; Horst Beykirch: Amerikanische Postzensur während der Rheinlandbesetzung 1918-1919, in Sonderausgabe zum 10-jährigen Bestehens der Arge Zensurpost, April 1981


    Viele Grüße
    Rolf

    Meiner Meinung nach müssen alle Feldnamen frei editierbar sein, damit die Anwendung sowohl für Briefmarken, Stempel und Belege gestaltbar wird. Bei der Verwendung für Briefmarkenverwaltung sollen auch die Motivsammler und Thematiksammler die Grund-DB auf ihre Bedürfnisse verändern können.
    Wichtig ist eine flexible Druckroutine, damit Ausdrucke individuell gestaltet werden können.
    Begrenzugen der Eingabefelder auf nur wenige Buchstaben sollten nach Bedarf erweiterbar sein.
    Abbildungen vergrößerbar.


    Ich weiß, für all dies gibt es schon Lösungen, jedoch war es für mich immer zu kompliziert. Ausnahme war das Programm F&A, hier konnte man seine eigene Maske mit wenigen Schritten erstellen, Feldnamen, Feldinhalte, Plazierung, Größe alles konnte für jede Art individuell gestaltet werden. Es war egal, ob man damit eine Patientenkartei für die Arztpraxis oder eine DB für die Briefmarkenverwaltung gestaltete. Leider fehlte die Möglichkeit für Abbildungen, und leider gibt es das Programm nicht mehr.


    Viele Grüße
    Rolf

    Hallo Astromarke


    Deine Idee hatte ich vor etwa 20 Jahren auch. Mir wurde einfach das Vordruckalbum Bund zu langweilig, deshalb strebte ich nach einer Alternative. Angeregt wurde ich damal durch einen Artikel in irgendeiner Briefmarkenzeitung "Bundsammlung einmal anders".


    Ich habe mir dann ein paar Themen, ähnlich Deiner Auflistung, ausgesucht, und einfach mal angefangen. Blankoblätter, Schablone und Stift waren schnell gekauft, Dubletten, die keiner haben wollte, hatte ich massenhaft. Daraus entstanden sind 3 Drehstabringbinder Deutschland, denn bei der thematischen Zusammenstellung konnte ich zusätzlich auch Berlin-, Saar- und DDR-Marken verwenden.


    Aus Zeitgründen ruht die Sammlung, es macht mir allerdings weit mehr Spaß darin zu blättern, als in meiner Vordrucksammlung. Irgendwann wird sie wieder aktiviert!!!!


    Kleine Beispiele im Anhang!


    Viele Grüße
    Rolf

    Da ich mich schon seit Anfang der 90er mit dem Problem DB für meine Sammelgebiete herumschlage, will ich hier meine Erfahrung posten.


    1. Von DB Programmierung habe ich keine Ahnung, wollte mich auch nicht hineinknien.
    Deshalb habe ich ständig nach fertigen Lösungen gesucht und folgende Dinge ausprobiert.
    - F&A
    - Philsaurus
    - von einem Bekannten selbst programmierte DB
    - Access
    - Michel Soft
    - Philostar von Philotax


    Da keines dieser Programme für meine Bedürfnisse flexibel genug war, habe ich mich dann für EXEL entschieden.
    Für jedes Sammelgebiet habe ich eigene Tabellen, Nachteil ist allerdings, man kann nicht nach bestimmten Kriterien die Tabelle filtern oder sortieren wenn Bilder eingefügt sind. Zumindest ist mir das noch nicht gelungen. Allerdings habe ich dafür auch keinen Bedarf.
    Für meine Sammelgebiete erstelle ich mir eigene Kataloge mit Deckblatt (auch mit EXEL) und Spiralbindung.
    Für diesen Zweck ist EXEL flexibel genug, ich bin damit sehr zufrieden.


    Einige Beispiele mögen meine Worte ergänzen, alle Seiten wurden mit EXEL gefertigt.


    Viele Grüße
    Rolf

    Hallo rabege


    Mit diesem Stempel wurde nicht die Portofreiheit bestätigt.


    Es handelt sich hier um frühe Dienstpost einer Eisenbahngesellschaft.


    Der Stempel ist ein sogenannten Billetstempel. Mit diesen Billetstempeln wurde "Bahninterner Postaustausch" gekennzeichnet, also Briefporto eingespart. Briefe tragen zumeist den Vermerk "Eisenbahnsache" oder "E.D.S." oder "H.E.D.S.".


    Dies Verfahren wurde ab der Anfangszeit der Eisenbahnen bis ca. 1850 genutzt.


    Es gibt auch Mischvariationen: Billetstempel und Poststempel.
    Hier wurde dann Eisenbahndienstpost per Bahn bis zum nächstgelegenen Bahnhof der Empfangsdienststelle befördert und dort für den Rest des Weges an die Post übergeben.


    Quelle:
    Preussenstudien Nr. 112 Dez 2007
    Artikel von Alfred Bulag " Ein ungewöhnlicher früher Bahnpostbeleg mit interessantem Hintergrund"
    Mehrseitiger Artikel mit verschiedenen Abbildungen solcher Belege und entsprechende Erläuterungen


    Viele Grüße
    Rolf

    Die Auswertung der mir vorliegenden Ortsverzeichnisse hat folgende Organisationformen der Post in Freiberg (Sachs) ergeben:


    1938: Freiberg 1 = PA (Postplatz 1)
    1938: Freiberg 2 = ZwPA von Freiberg 1 (Bahnhof)


    1939: wie 1938


    1940: wie 1938


    1949: wie 1938


    1952: Freiberg 1 = PA (Platz der Oktoberopfer 1)
    1952: Freiberg 2 = ZwPA von Freiberg 1 (Am Bahnhof)
    1952: Freiberg 3 = ZwPA von Freiberg 1 (Am Mozartplatz 3)


    1956: Freiberg 1 = wie 1952
    1956: Freiberg 2 = PA (Am Bahnhof)
    1956: Freiberg 3 = nicht erwähnt


    1960: Freiberg 1 = HPA (Platz der Oktoberopfer 1)
    1960: Freiberg 2 = PA (Am Bahnhof)
    1960: Freiberg 3 = PSt II (Leipzigerstr. 41)
    1960: Freiberg 4 = PSt II (Birkenweg 2)


    Viele Grüße
    Rolf

    Pro Verein!


    Mitgliedschaft in einem Briefmarkenverein – Nein Danke!
    Solche oder ähnliche Aussagen lassen sich aus einigen der hier geposteten Beiträgen ableiten.


    In vielen Beiträgen wurden Negativbeispiele beschrieben, die sicherlich vorkommen aber bestimmt nicht die Regel sind. Jeder Verein ist auch ein Spiegelbild der Gesellschaft in der wir leben. Im Beruf und auch im Öffentlichen Leben gibt es so genannte „Kotzbrocken“, „Besserwisser“ und ähnliche Spezies. Sammelt so einer zufällig Briefmarken, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, ihn auch im Ortsverein zu haben. Zum Ausgleich gibt es - wie überall im Leben – auch die andere Seite: den hilfsbereiten, freundlichen und unterstützenden Sammler.


    Das immer weniger Briefmarkensammler sich einem Verein anschließen wurde schon gesagt. Ich möchte dies an nachprüfbaren Zahlen dokumentieren.
    Beispiel LV Mittelrhein:
    Mitglieder Dezember 2002: 3714
    Mitglieder Dezember 2006: 2980


    Briefmarkenverein Trier:
    Mitglieder Dezember 2002: 53
    Mitglieder Dezember 2006: 44
    Trier ist eine Stadt mit ca. 100.000 Einwohnern.


    Briefmarkenverein Wittlich:
    Mitglieder Dezember 2002: 121
    Mitglieder Dezember 2006: 107
    Wittlich ist eine Stadt mit ca. 19.000 Einwohnern.


    Briefmarkenverein Koblenz:
    Mitglieder Dezember 2002: 126
    Mitglieder Dezember 2006: 103
    Koblenz ist eine Stadt mit knapp über 100.000 Einwohnern.


    Briefmarkenverein Neuwied:
    Mitglieder Dezember 2002: 142
    Mitglieder Dezember 2006: 112
    Neuwied ist eine Stadt mit ca. 65.000 Einwohnern.


    Genug der Zahlen, sie drücken beispielhaft den Mitgliederschwund aus, in anderen Landesverbänden wird es wohl ähnlich aussehen.


    Welche Gründe sprechen für eine Mitgliedschaft in einem Ortsverein?


    Läßt man die normalen vereinseigenen Veranstaltungen wie monatliche Tauschtage, Jahreshauptversammlung, Fahrt ins Blaue oder Weihnachtsfeier unberücksichtigt, bleiben noch einige positive Aspekte übrig:


    Die Vereine bieten dem einzelnen Sammler:


    - Hilfestellung bei philatelistischen Problemen
    Da sich in den Ortsvereinen Menschen mit gleichem Hobby zusammengeschlossen haben, ist zu 80% jemand als Ansprechpartner für das spezielle Problem greifbar oder kennt jemanden der einen kennt.... Die weiter oben angesprochenen „Negativ-Mitglieder“ kann man getrost schneiden und außer Acht lassen.


    - Unterstützung bei der Ausleihe von Literatur
    Durch die Mitgliedschaft in einem Ortsverein ist man gezwungener Maßen auch Mitglied eines Landesverbandes. Innerhalb des Landesverbandes (Beispiel LV Mittelrhein) gibt es eine philatelistische Bücherei, die dort vorhandenen Bücher und Schriften können von den Mitgliedern ausgeliehen werden. Dies kann man natürlich auch in Hamburg oder München im Zuge der Fernleihe machen, aber auch hier ist nicht alles ausleihbar, und für die Direktfernleihe (München) muß man Mitglied im BDPh sein. Nichtmitglieder können nur über eine dem Fernleihsystem angeschlossene Bibliothek ausleihen.


    - Hilfestellung bei der Gestaltung eines Ausstellungsexponates
    In den meisten Vereinen gibt es Sammler mit Ausstellungserfahrung, die ihr Wissen und ihre Tricks bei der Exponatgestaltung gerne weitergeben, nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis.


    - Durchführung von Ausstellungen
    Ausstellungen werden in der Regel von Vereinen organisiert und durchgeführt. Man kann also grob sagen: Keine Mitglieder = kein Verein = keine Ausstellungen.
    Gleiches gilt natürlich für Großtauschtage, sie liegen immer in der Federführung von Ortsvereinen.


    - Ortsverein und Heimatsammler
    Ein Heimatsammler findet hauptsächlich im Ortsverein das notwendige Grundwissen über die postgeschichtlichen Zusammenhänge und Feinheiten seines Sammelgebietes. Ohne die Forschungsarbeiten einzelner Mitglieder eines Vereins gäbe es nur sehr bescheidene bis keine ortsbezogene postgeschichtliche Literatur.


    - Ortsverein und Arbeitsgemeinschaften
    Einige Arbeitsgemeinschaften (z.B. Franz. Zone und andere) sind auf die lokalen Forschungsergebnisse von Sammlern aus Ortsvereinen angewiesen um ein entsprechendes Gesamtbild des Sammelgebietes zusammenfügen und abbilden zu können.


    - Nachwuchs über Jugendgruppen
    Dies ist sicherlich ein sehr schwieriges und in vielen Vereinen vernachlässigtes Thema.
    Daher freut es mich besonders, daß mein Ortsverein nach vielen Jahren der Abstinenz, nun wieder eine aktive Jugendgruppe hat, die sich Dank des Engagements des 2. Vorsitzenden auch präsent am Großtauschtag beteiligt und sogar aktiv am Stiftungswettbewerb 2007 teil nimmt.
    Ohne den Ortsverein und die materielle Unterstützung (Briefmarkenspenden etc.) durch die Vereinsmitglieder wäre dies nicht möglich gewesen!


    Sicherlich gibt es noch mehrere andere Gründe für eine Mitgliedschaft in einem Ortsverein, jeder Sammler hat seine eigenen Schwerpunkte dafür oder dagegen, soll heißen, jeder Briefmarkensammler trägt mit seinem Verhalten dazu bei, Ortsvereine sterben oder blühen zu lassen.
    Meines Erachtens ist das Internet mit seinen fast unbegrenzten Möglichkeiten eine gute Informationsquelle, einen Ortsverein kann es aber nicht ersetzen. Auch ein Briefmarkenforum ersetzt keinen Ortsverein, vielleicht kommt das ja mal, aber die lokalen Veranstaltungen in der gesamten Bundesrepublik werden von einem Forum nicht zu stemmen sein. Man wird niemanden finden, der z.B. dieses Wochenende in Gerolstein, und am nächsten Wochenende in Freiburg und/oder in Leipzig, Gelsenkirchen, Emden oder wo auch immer einen Großtauschtag oder eine Ausstellung (wo sollen die ganzen Rahmen herkommen?) organisieren wird.


    Viele Grüße
    Rolf

    Carolina Pegleg


    Um Mißverständnissen vorzubeugen:


    Zitat: Ich finde es insbesondere interessant, dass in der Bewertung und Sammelwuerdigkeit kein Unterschied zwischen Aufgabestempel und Ankunftsstempel gemacht wird. Ich haette mir vorgestellt, dass die Verwendung als Briefaufgabestempel seltener und demnach bevorzugt waere. Aber, obwohl Du es nicht spezifisch schreibst, scheint es doch so zu sein, dass das Sejak-Handbuch bei der Belegbewertung dafuer keinen Unterschied macht.


    1. Ich besitze dieses Handbuch nicht, kann also nichts über Bewertungen etc. sagen. Dieter Sejak hat mir per E-Mail und Telefon Unterstützung gegeben!
    2. Ich unterscheide als Heimatsammler nicht zwischen Aufgabe- und Ankunftstempel! Ein KOS Sammler kann das ganz anders sehen.


    Der Wert eines KOS Belegs hängt sicherlich in erster Linie vom Sammelgebiet ab. Sammel ich alle KOS, sind einzelne seltene Belege höher einzustufen, ein Heimatsammler bewertet die Belege ganz anders. Noch komplizierter wird es bei selteneren Portostufen oder Destinationen.


    Zur Seltenheit kann nur das Handbuch oder der persönliche Kontakt zum Autor eine Antwort bringen.


    Zu Deinem Altona Beleg kann ich keine Wertschätzung geben.


    Zum Thema "Wert eines Belegs" bin ich der völlig falsche Ratgeber, da ich bei einem normalen Beleg nach Bauchgefühl entscheide und nicht nach Katalog. Ich muß nicht komplett werden, daher mache ich um hohe Preise einen großen Bogen und erlaube mir auch größere Lücken in der Sammlung. Mein Sammelgebiet RPD/OPD Bereich Trier ist sehr umfangreich und wird nie komplett werden. Lücken sind Alltag!


    Als Anhang habe ich meinen ersten KOS Beleg meines Sammelgebietes gewählt. Ich habe dafür vor ca. 15 Jahren 3,00 DM bezahlt. Fundort: Kiste eines Händlers auf der Briefmarkenmesse Köln. Seine Belege waren nach PLZ sortiert, es war als keine Ramschkiste. Heute wäre ich bereit für diesen speziellen Beleg bis 10 EUR zu zahlen.
    Die Postagentur in Löwenbrücken wurde 1882 eingerichtet, 1888 in Trier-Löwenbrücken umbenannt, da der Ort in den Stadtverband Trier eingegliedert wurde. Der gezeigte Stempel ist mir von 1888 bis 1901
    bekannt.


    Viele Grüße
    Rolf

    @arolina Pegleg


    Ist ein KOS etwas Besonderes?


    Nein, es ist ein Aufgabe-Stempel wie jeder andere Aufgabestempel auch, man kann auch speziell Einkreisstempel oder
    Kreisstempel mit Segment oben und unten etc. sammeln.


    Ja, es sind besondere Stempel, da sie sich durch ihr Aussehen von den "normalen" Tagesstempeln unterscheiden, teilweise
    sehr selten sind und dadurch das Sammelinteresse wecken.


    Das von Dieter Sejak zusammengestellte und herausgegebene Handbuch zu dieser Stempelform hat das Sammelinteresse
    sicherlich erhöht, und dieser Stempelform eine Plattform geschaffen. Es ist jetzt mit diesen Handbuch-/ Kataloginformationen
    möglich, eine spezielle Stempelsammlung einer Stempelform unter verschiedenen Gesichtspunkten aufzubauen.
    Der Sammlertrieb ist damit angestoßen, und das ist meines Erachtens sehr positiv zu bewerten. Das Sammelgebiet ist von
    der Anzahl der Verwendungsorte übersichtlich, und irgendwie sind diese Stempel auch zum Teil sehr selten.
    Für mich als Heimatsammler, der nicht nur den Heimatort sondern den gesamten RPD/OPD Bereich sammelt, bildet diese
    Stempelform eine Besonderheit, da dieser Stempeltyp nur in 54 Orten der RPD Trier verwendet wurde. Diese 54 Stück zu
    finden ist schon eine Herausforderung, in vielen Jahren Sammlertätigkeit habe ich erst 7 !!! Orte in der Sammlung belegt.
    Dank Dieter Sejaks Hilfe konnte ich eine Zusammenstellung für den RPD Bereich Trier anlegen, ergänzende Angabe habe
    ich dann zusätzlich im Saar Handbuch gefunden.


    KOS, die ich in Rundsendungen finde, und die im Preis zwischen 1 und 2 EUR liegen entnehme ich natürlich, auch wenn Sie
    nicht zu meinem Sammelgebiet gehören. Für mir fehlende KOS aus meinem Sammelgebiet, zahle ich einen höheren Preis,
    je nach Qualität des Abschlags auch einen deutlich höheren. Ich unterscheide nicht zwischen der Verwendung als Aufgabe-
    oder Ankunftsstempel.


    Natürlich melde ich auch jeden mir vorliegenden KOS an Dieter Sejak, damit unterstütze ich seine Forschungsarbeit!
    Als Anhang habe ich einen sehr klar abgeschlagenen KOS mit zusätzlichem Post-Hülfsstellenstempel gewählt.


    Viele Grüße
    Rolf

    Phila_Tom


    Der grobkörnige Gummi ist bei den gestempelten/gewaschenen Marken der FZ nicht nachweisbar und wird auch nicht geprüft. Es handelt sich um eine Gummieigenschaft und nicht um eine Markeneigenschaft.


    Die Preise im Michel beziehen sich auf gefälligkeitsgestempelte Marken mit vollem Gummi.


    Die Gummierungsunterschiede "glatt" / "grob" entstanden rein zufällig, sind daher auch nicht einzelnen Druckperioden oder Drucktagen zuzuordnen.


    Viele Grüße
    Rolf

    Kleine Ergänzung:


    Ab 01.04.1946 waren im Postverkehr mit dem Ausland nur gewöhnliche Postkarten (keine Bildpostkarten, diese wurden erst ab Juni 1947 zugelassen) und Briefe bis 20 g zugelassen.
    Die Postkarten und Briefe durften keinen geschäftlichen sondern nur privaten Inhalt haben. Ab Dezember 1946 wurden Postkarten und Briefe mit geschäftlichem Inhalt zugelassen, die jedoch keine Geschäftsabschlüsse enthalten durften.


    Diese Angaben beziehen sich auf das Gebiet der Französischen Zone, von den anderen Zonen stehen mir keine Primärquellen zur Verfügung, es dürfte dort aber ähnlich gewesen sein (Vermutung).


    Das Thema Wiederzulassung Postverkehr ist äußerst kompliziert und umfangreich, für jede Sendungsart (Einschreiben, Blindensendung, Päckchen, Pakete usw.) gibt es einzelne Zulassungsdaten, die in den jeweiligen Verfügungen der OPDen (Franz Zone) meist mit den Worten beginnen: "Ab sofort....". Es wird dann das Datum der Verfügung zu Grunde gelegt.


    Als Ergänzung Postverkehr mit Jugoslawien sei noch kurz erwähnt:
    Kriegsgefangenenpost unterlag nicht der Sperre, sondern war durchgängig erlaubt.


    Das Thema Wiederaufnahme Postverkehr gehört eigentlich nicht in dieses Oberthema "Postkrieg", aber da schon mehrere Hinweise auf den 01.04.46 gegeben wurden, habe ich meine Ergänzung hier eingestellt.


    Viele Grüße
    Rolf

    Hallo Carolina Pegleg


    Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sollte ich mal wieder einen Flaggenstempel finden, poste ich ihn hier. Vielleicht kann ja ein Sammler dieser Stempel mit den Abbildungen sein eigenes Archiv füllen.
    Für meine Sammelgebiete archiviere ich auch jeden Beleg, schon allein wegen der Verwendungsdauer der Stempel.


    Viele Grüße
    Rolf

    Vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Ich habe es nur vermuten können, aber franz. und chin. sind nicht meine Sprachen.
    Eine weitere Bestätigung für "Paketkarte" kam auch per PN. Auch diesem Absender danke ich!


    Viele Grüße
    Rolf

    Noch 2 Flaggenstempel aus USA:


    Boston 1908: Diese Art des Stempels habe ich im Beitrag noch nicht gesehen, oder eventuell übersehen.
    Tagesstpl. - Textfeld - Welle mit MaschNr??? unten links


    Greenwich 1905 scheint der Standardtyp zu sein.


    Ich sammel diese Stempel nicht, aber durch das Lesen des Beitrags wurde die Neugierde geschürt, und schon findet man etwas in der Sammlung. Die Idee, ein Archiv aufzubauen finde ich prima, bei Bedarf sende ich gerne einen größeren Scan.
    @Carolina
    Wie weit ist der Gedanke ein Archiv der Flaggenstempel anzulegen in die Tat umgesetzt?


    Viele Grüße
    Rolf

    Nein, wenn Metz drauf steht ist er von dieser Überwachungsstelle.


    Die Verwendungsdaten von Riemer sind mittlerweile zum Teil überholt, das schmälert aber in keiner Weise den Informationsgehalt des Buches. Bei der Arge Zensurpost wurden in der Vergangenheit Meldungen zu Riemer in den Rundbriefen veröffentlicht. Ob irgendwann eine Neuauflage geplant ist, weiß ich nicht, ich bin kein Mitglied der Arge.


    Solltest Du Dich sammlungsmäßig intensiver mit den Postüberwachungsstellen beschäftigen wollen, kommst Du um den Riemer nicht drumrum. Mir ist auch kein vergleichbares Werk zu diesem Thema bekannt.


    Viele Grüße
    Rolf

    Hallo Latzi
    Von diesem Stempel gibt es 2 Typen: 2KreisStpl und 1KreisStpl.
    Bei beiden ist die Umschrift vom Text gleich, unterscheidet sich aber etwas in der Größe und Anordnung der Buchstaben.
    Wegen der unterschiedlichen Anzahl der Kreise sind sie aber deutlich unterscheidbar. Bei beiden befindet sich in der Mitte der Reichsadler.


    Der Zweikreisstempel wurde etwa von Ende 1915 bis Oktober?? 1916 verwendet. Farbe: blau


    Der Einkreisstempel war vom Frühjahr bis Sommer 1918 in Verwendung. Farbe: blau


    Es gibt von der Überwachungsstelle Metz noch weitere ähnliche Stempel mit dem Reichsadler, allerdings mit anderer Beschriftung.


    Nachgeschaut habe ich im Buch von Karl-Heinz Riemer, - Die Postüberwachung im Deutschen Reich durch Postüberwachungsstellen 1914-1918 -. Heft Nr. 109 Neue Schriftenreihe Poststempelgilde "Rhein-Donau", Bezugsquelle ist die Poststempelgilde, das Buch kostet 25,00 EUR


    Eventuell notwendige tiefere Informationen erhält man über die Arge Zensurpost.


    Viele Grüße
    Rolf

    Bei Kriegsausbruch wurde in Metz eine Überwachungsstelle für den Inlandspostverkehr errichtet. Sie kontrollierte aber auch die Auslandspost des Bezirks, was bei den Prüfstellen in Elsaß-Lothringen üblich war. (Bei anderen Überwachungsstellen gab es sowohl eine Inlandspostüberwachungsstelle als auch eine Auslandspostüberwachungsstelle, z.B. Aachen, Diedenhofen, Straßburg, Trier)


    Von der Überwachungsstelle Metz geprüfte Post ist von Anfang August 1914 bekannt. Es wurden unterschiedliche Stempeltypen geführt, vom gezeigten Stempel gibt es mehrere Varianten.
    Es wurden Prüfstempel, Hinweisstempel und Verschlußzettel benutzt.


    In Metz war auch eine Prüfstelle für Feldpost.


    Viele Grüße
    Rolf