Beiträge von 241264hsv-fan

    Karte vom 20.11.1914 aus Minsk in die USA. Geprüft wurde sowohl in Minsk (Typ 53) als auch in Petrograd (Typ 5). Anders als bei den meisten Zensurstempeln des Minsker Militärbezirks steht hier in der Inschrift "Hauptquartier der Militärzensur der Minsker Militärbezirksverwaltung". Prüfer war B.F. Uschakow. 


    Ich habe davon bisher nichts gehört. Wahrscheinlich ist der ganze Kram vernichtet worden. Deshalb steht dann auch nichts im Michel und ist von anders wo auch nichts zu lesen / hören gewesen.

    Deutsche Marken werden es wohl nicht gewesen sein, denn woher sollten die Russen diese Marken her haben und überdruckt haben?

    8-Kopeken-Umschlag, portogerecht für einen Inlandsbrief nach neuem ermäßigtem Tarif vom 19. Juni 1875. Geschrieben wurde der Brief von einem Angehörigen einer Adelsfamilie aus Polen, genauer gesagt in Wojnowo am 19. 8. 1875. Das Wertzeichen ist mit dem Nummernstempel "1169" entwertet. Bisher ist diese Nummer keiner Poststation zugeordnet. Der zugehörige Stempel der Poststation ist rückseitig zwar vorhanden, jedoch fast nicht zu entziffern.

    Herausbekommen habe ich bisher: Der in polnisch geschriebene Brief ist von einer Mutter an ihren Sohn. Sie befand sich in Warschau und wolle nun noch 11 Tage in Wojnowo verbleiben. In der Anschrift ist in der vierten Zeile "über Łowicz Sanniki" zu lesen. In der fünften Zeile steht dann nach Słubice, wohin der Brief gerichtet ist. Wenn man sich das auf der Landkarte anschaut, liegt Łowicz ca. 60 Kilometer westlich von Warschau und Sanniki ca. 35 Kilometer nördlich von Łowicz.

    Orte mit dem Namen Wojnowo oder auch ähnlich geschriebene (in Polen gibt es viele Orte in unterschiedlichen Schreibweisen) gibt es in Polen mehrere. Dieser dürfte anhand des Leitweges in der Adressanschrift wohl in der Nähe Warschaus liegen. Auf dem Weg von Warschau nach Łowicz liegen Pruszków und westlich davon Sochaczew. Wojnowo selber dürfte keinen Nummernstempel erhalten haben. Der Ort war wohl zu klein und unbedeutend. Somit bleibt nur der nächst größere Ort. Ich habe mal versucht, etwas aus dem vorhandenen Stempel zu 'spinnen'. 

    Zum Wappen im Siegel: Hier ist leider nur der obere Schmuck zu erahnen. Links sind es eventuell fünf Pfauenfedern, rechts ein Geweih. Es gibt jedoch eine große Menge an polnischen Adelswappen und zu jedem Wappen gehören zum Teil weit mehr als 500 Familien. Um da die beiden Familien herauszubekommen, bedarf es einer Menge Zeitaufwand. Und die gekrönten Initialen im Briefkopf vermag ich nicht zu lesen. 


    Für Formulare wie Telegramme und Paketkarten gab es eigene Zensurstempel, die auf Briefen und Postkarten nicht zu finden sind.

    So auch auf dieser Paketkarte. Aufgegeben wurde sie am 9.6.1917 in Petrograd, dort wurde das Paket geprüft und anschließend nach Finnland geliefert. In Abo wurde bei der Ankunft ein weiteres Mal geprüft (roter ovaler Zensurstempel).

    Der Zensurstempel Typ 57 liest sich wie folgt (Scan zur Verdeutlichung aus dem Speeckaert): MILITÄRZENSURABTEILUNG - in der St.(ation) Petrograd - Finnländischer Zh. D. - O.Z. - Militärzensor - Nr. 179. Dabei steht Ж. Д. für железная дорога = Eisenbahn. Statt dem üblich D.Z. haben wir hier ein О.Ц., was möglicherweise für объем oder оглавление = Inhalt zugelassen steht. Hier weiß jemand, der der russischen Sprache mächtig ist, besser Bescheid und kann mich da aufklären?  Dieser Zensurstempel existiert laut Speeckaert mit mehreren verschiedenen Zensornummern. 



    Königsblau? Naja! Und die Pille ist schon lange nicht mehr schwarz-weiß! Und Abseits wird hier aufgehoben! ^^

    Auch wenn wir bei den Sammelgebieten nicht zusammenkommen herzlich willkommen.

    Hallo Wolffi und alle Interessierten,

    meine ersten beiden Neuerwerbungen sind eingetroffen. Auf die anderen warte ich schon ungeduldig.

    Japanische Postkarte, freigemacht mit dreimal 1 Kopeke für den Inlandstarif, aufgegeben am 25.10.1916. Die Marken sind entwertet mit '*SCHANGHAI AUSLANDSPOSTAMT a*'. Dort wurde die Karte geprüft (Speeckaert Typ 5) und anschließend an das Amerikanische Konsulat in Wladiwostok gesendet, wo sie am 2.11. ankam.


    auch dir danke ich recht herzlich. Und ich muss dir zustimmen: Das eine Einschreiben mit einigen Sachen Nummernstempel kam am Heiligabend. Der Rest hat es nicht pünktlich geschafft. Das macht der Freude aber keinen Abbruch.

    Brief vom 10. September 1874, aufgegeben an der Station MYSZKÓW (deutsch: Mischkau in Schlesien) und gesandt nach Warschau. Freigemacht ist der Brief mit portogerecht mit 10 Kopeken. Die beiden Marken sind entwertet mit dem zugehörigen Nummernstempel "1063". Bei dem auf Brief sehr seltenen Nummernstempel sind die Mängel dann Nebensache.


    Wie schon früher einmal erwähnt gehen laut Ebnet die Nummern der Poststationen bis 1700. Die höchsten von mir gesehenen bzw. archivierten Nummern sind "1466" und "1467", hier zu sehen auf den Nr. 26 und 27. Von beiden sind leider keine Belege bekannt. Somit konnten diese Nummern auch (noch) nicht zugeordnet werden.


    Ich danke euch allen recht herzlich für die Geburtstagswünsche.

    @Wolffi: Es ist erstaunlich, was man alles für neue Ergebnisse im Internet findet, wenn man nur ein Wort ändert oder die Sprache oder wenn man bei anderen Ländern sucht. Und das Ergebnis sind die Mühen wert. Vielleicht bin in einigen zig Jahren fertig. Also hoffe ich, das ihr mir noch öfter gratulieren könnt.

    Anfang des Monats war in Moskau Auktion. Es gab ein umfangreiches Angebot an Nummernstempel auf losen Marken, Briefen und Ganzsachen. Leider konnte ich nicht alles erwerben, was ich beboten hatte. Wie üblich bei solchen Auktionen gingen die Preise zum Teil gut in die Höhe. Ein bisschen ging dann doch zu mir.

    Zugegeben ist die Qualität dieses Briefes nicht perfekt, aber zumindest ist die Marke Nr. 2 einwandfrei und gut leserlich gestempelt. Der Brief wurde am 24. November in KRASNOJARSK aufgegeben und nach Moskau gesendet, wo er am 17. Dezember ankam. Die Marke ist entwertet mit dem runden Nummernstempel "23". Robinson hat in seinem Handbuch lediglich eine lose Nr. 2 aufgeführt. Es ist der einzig mir bekannte Brief von dort.