Beiträge von 241264hsv-fan

    Abschnitt einer Paketkarte, 6. Februar 1908, von St. Petersburg nach Kelmy., Ankunft sechs Tage später. Freigemacht ist die Karte mit 2 Rubel und 30 Kopeken. Die Frankatur besteht aus je viermal 7 Kop. und 50 Kop. sowie 2 Kop. rückseitig jeweils senkrecht gestreiftes Papier.


    Als weiteres habe ich einen Einschreibebrief aus Suwalki (Polen), aufgegeben am 12. November 1914. Gerichtet ist der Brief an die Firma Wolfschmidt, dem ältesten Hefehersteller im Baltikum. Geprüft wurde dieser Brief in Suwalki. Der Zensurstempel Suwalkier Militär - zensor Nr. 1 (?) ist leider nicht vollständig zu lesen. Jedoch ist weder bei Speeckaert ein Stempel dieses Ortes notiert noch habe ich zuvor einen hiervon gesehen.


    Neuzugänge sind zur Zeit rar. Das liegt zum einen am ganz und gar fehlenden Angebot bzw. Angeboten, die ich bereits habe oder sind sehr schlechter Qualität sind, zum anderen auch am Ukrainekrieg. An die Quelle ist im Moment kein herankommen. Um so mehr freue ich mich, wenn ich doch einmal etwas bekommen kann.

    Einschreibebrief aus Samara nach Dänemark, aufgegeben und geprüft am 27.8.1915. Auf dem Brief abgeschlagen ist der Typ 13, den Speeckaert nur im Dezember gleichen Jahres listet.

    Ich frage mich, was das blaue B - Russek (?) bedautet.


    Schwups, da ist noch einer!

    Russisch-französische Vordruckkarte vom 15. Dezember 1916 nach Wiesbaden. Die Karte ist in Zarizyn aufgegeben und geprüft worden. Zur Verwendung kam der Zensurstempel Typ 7 sowie der Initialstempel I.I.Sch.. diesen hat Speeckaert nicht aufgeführt.


    Die Neuzugänge werden immer spärlicher. Um so mehr freue ich mich über jeden Beleg, den ich bekomme.

    4-Kopeken-Romanow-Karte mit Maschinenstempel 'KASAN' vom 10.10.1914 nach Deutschland an einen gefangenen russischen Offizier. Der Zensor N.G. MARININ verwendete neben seinem Zensurstempel (Zahnradstempel = Typ 13) noch den Typ 23.

    Der Typ 13 ist bei Speeckaert nur für den Dezember notiert, beim Typ 23 konnte er sogar nur den Monat April ohne Jahreszahl (vermutlich 1915) angeben.


    Ein weiterer Brief aus China nach Deutschland. Dieses Mal einen Tag später (27.7.14) in Tientsin aufgegeben als der vorherige Brief lief er ebenfalls über die Zensurstelle in Wladiwostok und dann nach München. Freigemacht wurde hier mit einer 4 Cent Kiautschou-Marke. Verwendet wurde auch hier der Zensurstempel Typ 3A.


    Brief aus Hankau (Hankow), freigemacht mit drei Marken 'Deutsche Post in China' zu gesamt 4 Cent, aufgegeben am 26. Juli 1914. Gelaufen ist der Brief über die Zensurstelle in Wladiwostok und anschließend weiter nach Leipzig. Der recht große Zensurstempel (ca. 7 x 2,5 cm) ist der Typ 3A mit dem Rang und Namen O(ber)Leutnant Babajew. Wegen seiner Größe ist der Stempel fast nie vollständig abgeschlagen. Speeckaert wertet diesen Stempel mit 5 = sehr selten.


    Danke für die interessante Geschichte. Da du anderweitig bereits über diese Brüder geschrieben hast, waren die mir natürlich ein Begriff. Als Frage bleibt mir nur, welchen tatsächlichen Schaden die dänische Post genommen hat, denn im Beispiel im Link wurde der Brief nach Luxemburg korrekt frankiert. Das heißt, es wurden Marken dafür verwendet, die vorher gekauft werden mussten. Die falschen Stempel haben der Post ja eher die Arbeit abgenommen. Die fiktiven Adressen können ja wohl nicht der Bestand einer Straftat gewesen sein?

    Bei meiner Karte könnten die Brüder in St. Petersburg gewesen sein. Die Stempel sind meines Erachtens alle okay. Hier sind der russischen Post 4 Kopeken entgangen, die wiederum aber die dänische Post als 4 Öre bekam. Aber auch hier wurden die Marken vorher gekauft. Eine doppelte Verwendung liegt in beiden Fällen nicht vor.

    Postkarte vom 26. November 1914 aus St. Petersburg nach Winterthur in die Schweiz. Auf den ersten Blick scheint die Zensur nichts besonderes zu sein, zeigt nur den Zensurstempel Typ 3, welcher häufig vorkommt. Wer etwas genauer hinschaut, wird unten in violett handschriftlich ein A. G. lesen können. Dieses hat sehr viel Ähnlichkeit mit dem in Typ 7 - Nr. 57 verwendeten Prüferstempel. Bevor die Zensoren 'ihre' Stempel bekamen, unterzeichneten sie noch selber.


    Hallo northstar, besten Dank für deine Mitteilung. An einen Ort habe ich auch nicht gedacht, sondern an einen Namen. Du hast jedoch Recht. Es ist ein großes "K", was mir eigentlich auch hätte auffallen müssen. Aber vielleicht steht es auch nur kurz für K(ontrolle).?

    Möglich wäre auch "K" für Kонтроллер und zum Schluss hätte der Zensor seinen Namen eintragen können / sollen. In sehr vielen Zensurstempeln heißt es ja: Militärzensur --- - Militärzensor ---. Warum also hier nicht auch?

    Festzustellen ist, das es, wie bei vielen anderen Stempeln auch, unterschiedliche Typen gibt. Hierfür kann es verschiedene Gründe geben: Verlust, ein Defekt des Stempels ... . In diesem Fall würde ich jedoch darauf tippen, das das Postaufkommen immer höher wurde, was zur Notwendigkeit führte, weitere Postler einzusetzen. Dieser bekam dann einen neuen Stempel.

    In diesem Fall bestehen die Unterschiede vor allem an der Ziffer. Der linke Teil der Basis ist hier beim Typ 1 deutlich kürzer als beim Typ 2. Auch oberhalb des waagerechten Balkens ist ein Unterschied zu erkennen. Während der obere Abschluss beim Typ 1 spitz ist, verläuft er beim Typ 2 schräg. Feststellen konnte ich auch, das die Punkte beim Typ 2 um ca. 0,2 mm größer ausfallen.

    Ich zeige hier den Typ 1 von einer losen Marke sowie den Typ 2 vom vorher gezeigten Brief, außerdem den Typ 1 auf Nr. 5 und 7.