Beiträge von 241264hsv-fan

    Herzlich willkommen und viel Freude. Bei Russland bin ich der Spezi und kann dir sicherlich helfen, bei Deutschland oder anderen Gebieten gibt es hier genung andere. Und du solltest dich tatsächlich hier mal durchlesen; herausfinden, wie man Bilder hochlädt usw. Denn: ohne Bilder kann dir hier keiner so richtig helfen.

    Im März zeigte ich eine Postkarte von Kotka mit Zensornummer 1. Heute zeige ich einen Brief (,eider etwas 'angefressen') mit der Zensornummer 9. Der Text des Stempels ist in beiden Fällen gleich, jedoch die Schriftart klar anders.


    Aus Wladikawkas konnte ich bereits den Typ 1 und 1A zeigen - Досм. ценз. sowohl mit D.D. als auch mi 2 2 in der zweiten Zeile. Hier kommt nun die Variation ohne die zweite Zeile, wie Speeckaert nicht bekannt ist. Da diese Karte erst im April 1916 geschrieben wurde und die Verwendung einige Monate nach der der beiden anderen Stempeltypen lag, kann dieser als Typ 1B angesehen werden.


    Mit dem nächsten Beleg wird es etwas 'bunt'.

    Aufgegeben wurde die Karte mit Ansicht von Baku in Riga (Bahnpoststempel vom 17.5.16), geprüft in Laisholm und anschließend weitergesendet nach Saratow.

    Zensurstempel ist der seltene Typ 2. Speeckaert hat hier nur die Zensornummern 2 und 4 angegeben.


    Direkt aus Russland sind einige Zensurbelege frisch eingetroffen.

    Dieser Feldpostbrief vom November (?) 1916 zeigt vorderseitig einen bewaffneten Soldaten. Der Kreisstempel rückseitig ist leider nicht zu lesen, jedoch der rote Einzeiler 'AUS DER AKTIVEN ARMEE' deutet darauf hin. Rückseitig hat der Prüfer die Kontrolle des Briefes handschriftlich bestätigt: Читалъ: - подпрапощникъ Unterschrift (leider unleserlich durxh rauhe Öffnung) - перевелъ: Г. Таммист = Gelesen: Fähnrich Unterschrift - Übersetzt: G. Tammist. Ich hoffe mal, das ich das alles richtig entziffert habe. Wohin der Brief gelaufen ist, kann ich leider nicht sagen. Und warum übersetzt werden musste, deshalb auch nicht. Vielleicht kann northstar da nachhelfen - auch mit dem Slogan auf der Vorderseite?



    Ich kann mal wieder etwas Neues zeigen. Ganz frisch eingetroffen ist dieser schöne Brief aus Reval, aufgegeben vom spanischen Vizekonsulat am 16.4.1916.

    Vorder- und rückseitig befindet sich der Zensurstempel Typ 4, hier mit den Initialen F. L.. Verschlossen wurde der Brief mit dem Verschlußstreifen Typ 19. Die Größe gibt Speeckaert mit ca. 75 x 45 mm an. Die Größe hier beträgt 77 x 57 mm.


    Hier habe ich eineninteressanten Brief in die Schweiz. Aufgegeben wurde er am 3.7. 1917 in Riga (Fehleinstellung beim Maschinenstempel?). Hier wurde er auch geprüft und der Zensurstempel Typ 6 des Dwinsker Militärbezirks angebracht. Geprüft wurde er dann erneut am 17.7. in Petrograd (schwacher K2 rückseitig). Verschlossen wurde der Umschlag zunächst mit dem Verschlussstreifen PETROGRADER - MILITÄRZENSUR und dann mit dem Verschlussstreifen MILITÄRZENSUR - P. M. B.. Der erste Streifen war vielleicht schon nicht mehr gültig? Zu dem kamen die Zensurstempel Typ 24, 27 und 36 auf deb Umschlag.

    Weitergeleitet wurde der Brief dann in die Schweiz, wo er erneut geprüft wurde.


    Nun mal wieder ein rechteckiger Punktstempel. Nr. 21x in Mischfrankatur mit Wenden Nr. 4 zentrisch gestempelt mit Nummernstempel "390" von WENDEN. Zusätzlich sind beide Marken mit einem Tagesstempel vom 6. Juli 1868 entwertet, die Wendenmarke zu dem vorschriftsmäßig noch mit einem Federzug.

    Leider handelt es sich hier nur um ein Briefstück, dennoch sehr schön anzuschauen. Und ein Brief wäre sicherlich um ein zigfache teurer.


    Laut google-Übersetzer ist старший лейтенант nur ein Oberleutnant. Und подполковник ist der Oberstleutnant. In Deutschland wären es 3 Ränge höher (Oberleutnant, Hauptmann, Major, Oberstleutnant). Wie das in Russland ist, weiß ich nicht. Vielleicht klärt northstar das auf.

    Nach zwei Nachbesserungen zeige ich heute mal wieder etwas Neues.

    Der Brief wurde im September 1914 (angenommen) in Odessa aufgegeben und kam am 8. Oktober 1914 in Stockholm an. Die Marke wurde mit einem stummen Vierringstempel mit Punkt inb der Mitte entwertet. Die Unsinnigkeit dieser stummen Stempel wird hier wieder einmal deutlich, denn links oben steht auf dem vorgedruckten Umschlag der Ort. Eine Unkenntlichmachung hätte einen erhöhten und weiteren Arbeitsaufwand zur Folge, welchen man nicht hinnehmen wollte.

    Es sind zwei Zensurstempel angebracht. Zum einen der häufig vorkommende rechteckige Typ 1. hier in lila statt in meist violetter Farbe. Zum zweiten ein dreizeiliger Stempel, welchen Speeckaert nicht verzeichnet hat. Text: Geprüft Militärzensur - Militärzensor - Oberstleutnant Mitrofanow.