Beiträge von 241264hsv-fan

    Portofreier Brief vom Roten Kreuz in Smolensk nach Kopenhagen. Die Aufgabe dürfte im Januar 1916erfolgt sein. Geprüft wurde in Smolensk, was zum Militärbezirk Minsk gehörte. Prüfer war W.N. Schafalowitsch. Der Prüfer war bis September 1915 in Minsk tätig und danach in Smolensk. Sein Zensurstempel ist der Typ 13A. Zu dem befindet sich der Typ 13 auf dem Brief.


    Die letzten Karten waren qualitativ nicht optimal, aber bei seltenen Stücken muss man immer abwägen.

    Der Brief aus Minsk - Stempel des hinteren(?) Feldpostamtes in Minsk * 17.8.16 - nach Kopenhagen. Zensurstempel sind die Typen 31 (oben) und 42. Bei letzterem hatte ich schon einmal erwähnt, das jeder Stempel mit einer anderen Nummer von anderen Stempeln abweicht. Schon alleine bei den bei Speeckaert abgebildeten Stempeln der Typen 42 bis 45 kann man dieses erkennen, wo er teils mehrere Beispiele zeigt. Man hätte also alle als einen Typ zusammen fassen können.


    Feldpostkarte vom Oktober 1915 mit Stempel des 20. Feldpostamtes nach Saratow. Rechteckiger Zensurstempel der Feldpost sowie der Typ 16 (hier verschmutzt und unklar) aus Saratow. Der Zensurstempel der Feldpost ist der Typ 1B, der laut Speeckaert vom 4. Feldpostamt stammt. Wenn man genau hinschaut, gibt es geringfügige Unterschiede wie zum Beispiel der kürzere Strich für das Datum, das der Zensor wohl nebst seines Namens oder seiner Unterschrift hätte eintragen sollen. Möglicherweise wurden Zensurstempel gleichen Typs an verschiedene Feldpostämter verteilt, die dann geringe Unterschiede aufweisen.

    Gehörte das 20. Feldpostamt auch zum 2. Armeekorps? Wo dieses sich zu dieser Zeit aufhielt, kann ich mangels Daten nicht mitteilen.

    Bildseitig ein russischer Soldat mit einem von den Deutschen eroberten Flammenwerfer.


    Einen sehr schönen Brief zeige ich nun. Gesendet wurde er nach Dänemark, wo er am 12. März 1915 ankam. Aufgeben wurde er möglicherweise in Tautino (Gebiet Kowno). Der stumme Stempel könnte zumindest von dort stammen. Es befinden sich drei Zensurstempel auf dem Brief. Bei Speeckaert gefunden habe ich keinen (was nichts heißen muss). Geprüft wurde der Brief wohl zweimal. Rückseitig befindet sich ein roter einzeiliger Stempel (Abbildung 2 oben), bei dem die Buchstaben etwas unregelmäßig daherkommen (ähnlich wie z.B. aus Tuckum oder Zabeln). Ich vermute diesen daher aus dem Baltikum, was dann auch für Tautino spricht. Vorderseitig befindet sich dann ein zweizeiliger Stempel mit gleichem Wortlaut sowie der Namensstempel E. G.....bskaja. Hier dürfte es sich daher um einen weiblichen Zensor gehandelt haben. Prüferinnen gab es nur sehr wenige. Vielleicht kann jemand den Namen vollständig lesen? Welche Bedeutung die handschriftlichen roten Zahlen links haben, kann ich leider nicht sagen.


    Brief mit Tagesstempel vom 9. November 1915 aus Kadnizy - Nisch.(ni Nowgorod). Der Stempel mittig scheint ein Einheitenstempel zu sein, welcher jedoch unleserlich ist. Der Zensurstempel könnte demnach von der Feldpost stammen. Bei Speeckaert habe ich ihn jedoch nicht gefunden.


    Brief vom 10.7.1917 aus Miory in die USA.  Der Brief hat die Zensurstempel Typ 24 und Typ 27 (Vorderseite) aus Petrograd  sowie einen Zensurstempel aus Dünaburg (Dwinsk), den Speeckaert nicht verzeichnet hat: GEÖFFNET MILITÄRZENUR - DMB Militärzensor Nr. 17 - II/VII. Auf Grund der großen Lücke nach dem 'D' kann man davon ausgehen, das bei einem vorhandenen Stempel (bei Speeckaert ist jedoch kein solcher verzeichnet) aus dem Wort Двинск die letzten fünf Buchstaben entfernt wurden und der Prüfer dann handschriftlich ergänzt hat. 


    Frühe Postkarte vom 25. August 1914 von Wolchowo (Gebiet Nowgorod) nach Zarskoje Selo. Geprüft wurde vermutlich in Nowgorod. Den Stempel habe ich bei Speeckaert nicht gefunden. Jedoch gleicht er den Typen 1 und 2 in Stempelform und Schriftart. Er wäre dann der am frühesten verwendete von diesem Ort.


    Ansichtskarte aus Taiga (Gebiet Tomsk) vom Januar 1915 nach Zarizyn. Unter dem Zweizeiler 'Geöffnet Militär- - zensur' (Typ 18) befindet sich auch hier ein Zensurstempel mit Namen des Prüfers P.S. - FOCK.. Speeckaert erwähnt diesen Stempel ohne Typierung und Bild. Dem Namen nach scheint es sich um einen Deutschstämmigen zu handeln. Die Prüfung erfolgte in Zarizyn. Es gibt mindestens zwei weitere Zensurstempel, in denen der Name Fock auftaucht. Speeckaert schreibt den Namen nur Fok. Jedoch zeigt das Härtezeichen 'ъ' eine kurze Aussprache an, weshalb ich den Namen mit 'c' schreibe.


    Zensurstempel mit Namen gefallen mir besser als die mit einer Nummer. Es besteht zumindest eine geringe Chance, etwas über die Person zu finden.

    Karte aus Ufa, aufgegeben am 31.8.1915 nach ? Zu sehen ist ein weiterer Stempel aus Jekaterinburg, wo auch geprüft wurde. Der Zensurstempel Typ 11 zeigt den Namen M. Jurganow.