Beiträge von peony61

    Ja die Arbeiter Ausgabe musste soweit ich weiß ja schnell Überdruckt werden. Es durften ja auch keine Bögen mehr in die Zone geliefert werden, usw.

    Evtl. liegt es mit daran, das der Überdruck doch recht undeutlich und oftmals verschmiert ist.


    Wenn ich FALSCH liegen sollte, dann bitte ich um KORREKTUR.

    Es fällt auf, dass immer eine Seite der Drucke besonders abgenutzt bzw. verschmiert ist. Da bei den Aufdrucken ohne Schmitzleisten gearbeitet wurde, nutzen sich die Außenseiten stärker ab. Es gibt Bögen, wo die senkrechten Reihen1-3 sehr ordentlich aussehen und gleichzeitig die Reihen 9 und 10 total verschmiert/abgenutzt sind, und es gibt Bögen, wo es umgekehrt ist.

    Eine solche Erscheinung innerhalb der Bögen habe ich nicht feststellen können.

    Bei der Köpfeserie gibt es auch die waagerechte zehnte Reihe, wo das häufig zu sehen ist, aber auch die Marken der 5. und 6. waagerechten Reihen sind oft stark abgenutzt. Was man dort erklären kann, dass die vier 25er Klischees nicht immer exakt ausgerichtet waren und eine starke Abnutzung an den Grenzen zwischen den 25er Blöcken stattfand, weniger außen, weil dort die Randleisten eine Druckverteilung bewirkten.

    Schneller oder langsamer konnte nicht gearbeitet werden, die Maschinen hatten ihr eigenes Tempo. Aber das Personal war mehr oder weniger gut motiviert bzw. belastet und so unterblieben sicher häufiger ausreichend gründliche Reinigungen.

    Viele Grüße

    Carsten

    ja, der Websitebetreuer meiner Praxishomepage drcb.de musste wieder mal etwas tun für seine Jahrespauschale und ich freue mich, dass er sein Geld wert ist und nebenbei damit auch die Briefmarken- und Pfingstrosenleute wieder mitlesen lässt.

    Also es ist alles online, was in den letzten Tagen gemacht wurde.

    Die Navigation bei der topografischen Unterteilung habe ich umgestellt. Es bietet sich quasi an, jeden Buchstaben einzeln aufzunehmen und dort noch eine logische Unterteilung in Verformungen, Beschädigungen und Verschmierungen übersichtlich anzuordnen.

    Die Tabelle ist noch nicht gewachsen, das machen ich, wenn wieder Zeit ist.

    Die Zahl der Bögen ist auf 50 gewachsen und heute kam ein Posten, in dem zumindest Bogenteile der Ziffernserie in brauchbaren Größen dabei sind.

    Viele Grüße

    Carsten

    Hallo,

    wie mittlerweile auch hier bemerkt wurde, hat irgendetwas meinen Server platt gemacht. Zuerst waren es Anwender einer anderen Datenbank, die sich meldeten.

    Soviel ich weiß, arbeitet der Apache Server bei webgo nicht. Ich habe mehrfach die empfohlenen Schritte vollzogen, um es neu zu starten, aber das hat nichts gebracht.

    Jetzt habe ich den Profi losgeschickt, der meine Praxis-Homepage pflegt. Ich hoffe auf baldige Genesung der Technik.

    Inzwischen sind es 50 Bögen und einige 100 neue Funde kamen hinzu.

    Viele Grüße

    Carsten

    Das was bei den Berliner Bärenmarken gut funktioniert, geht bei beim Aufdruck 183 bis 197 nicht. Habe jetzt geschaut welche der Bögen einen "übergreifenden" Aufdruckfehler haben. Bei 194 ist es der Aufdruckfehler IX verkürzter unterer Bogen vom »S« von Sowjetische (F25 - bei 200 bis 206 dann PF IV). Alle anderen Bögen haben andere Aufdruckfehler. Leider.


    Die Felder F73 und F88 sehen bei der 194 anders aus. Es bleibt nur die Annahme, dass zwar die Plattenfehler in der Bezeichnung gleich sind, aber die Aufdruckplatten, zumindest in Teilen, nicht.

    Damit sind wir am Punkt. Es wurden für die verschiedenen Auflagen unterschiedliche Druckplatten zum Überdruck verwandt. Im Michel steht ja Giesecke & Devrient, Noack, Universal und Vobach.

    Die Noack-Bögen erkennt man an den schwarzen Druckkontrollvermerken. Und die anderen?

    In meiner Tabelle (http://www.koepfe1.de/kopfboge…g/fo_sbzaufdruck_tab.html) sind bisher nur zwei Noack-Bögen, und die Fehler sind identisch, was so viel bedeuten kann, dass die beiden Wertstufen mit der gleichen Platte überdruckt wurden. Sicher ist die Datenlage noch zu klein. Bei 200-300 Bögen in der Datenbank werden wir etwas schlauer sein. ...


    Viele Grüße

    Carsten

    PS. Kann zur Zeit nichts an der Datenbank machen, der Speicherfehler bei Abstürzen ist zu riskant. Werde bei Gelegenheit meine Pannenhelfer ranlassen, aber zur Zeit ist dafür keine Zeit.

    Guten Morgen,

    in #193 hatte ich die beiden Fehler auf Feld 12 am e und g vorgestellt. Jetzt habe ich den Fehler am g auch auf Feld 62 gefunden. Und interessanterweise immer auf den Bögen, wo er auf Feld 12 nicht ist! Das heißt, die Platten bestehen aus einer oberen und unteren Hälfte, die unterschiedlich montiert werden konnte.

    Für eine Montage von 5x20 Klischees in 5 waagerechten Blöcken habe ich keine Beweise gefunden. Bei allen anders aussehenden Buchstaben habe ich in den letzten Tagen nach Entsprechungen auf den jeweiligen Feldern gesucht, nichts. Ich muss aus heutiger Sicht die Hypothese 5x20 verwerfen. Gegenhypothese: 2x50, wobei es mich nicht wundern würde, wenn wir genau wie bei der Köpfeserie bei 4x25 herauskämen. Wobei ich auch dafür noch keine Beweise gefunden habe.

    Schönen Sonntag

    Carsten

    Hallo,

    ich kann mit Sicherheit einiges zu Deinem Projekt beitragen. Ich habe ein umfangreiches Stempelprojekt online, allerdings nicht öffentlich.

    Mein Hauptaugenmerk liegt zwar auf dem Zeitraum 10/1948 bis 2/1954 und der gesamten DDR, aber ich habe immer auch Belegstempel davor und danach mitgenommen. Die Inhalte mehrerer Bücher zu diesen Themen sind komplett eingepflegt, deshalb kann man das Projekt nicht öffentlich machen, um Anfechtungen wegen Copyright etc. zu vermeiden. Aber ein begrenzter Zugang von Mitarbeitenden ist nicht problematisch.

    Achso, falls Du Dich fragst, wozu ich das gesammelt habe. Ich prüfe SBZ 212-241 und DDR 327-341, und beim Austausch mit Prüferkollegen ist das online einfacher.

    Viele Grüße

    Carsten


    PS Schwerin 1 sieht bei mir so aus: Hinter jedem Link ist das eine Datei, wo die ganzen Abschläge sind, 600 dpi

    Nur graue Theorie? ich bring mal zwei Beispiele



    Das e von Besatzungs ist sehr variabel, es gibt nach rechts geneigte Abschlüsse, gerade, runde und nach links abschüssige




    Für jede Form habe ich ein Beispiel hochgeladen. Ist nur sicher erkennbar bei saueren, unverschmierten und wenig abgenutzten Platten, aber vielleicht ein Baustein zur Kartierung.

    Ich habe auch versucht, die Aufdrucke und deren Abstände zu vermessen, bin aber noch nicht weit genug gekommen, weil meine Scans noch nicht ausreichend geeicht sind. Scanner bilden an den Rändern nicht immer mit der gleichen Metrik ab, wie in der Mitte, deshalb muss man bei Scannen den Maßstab mitscannen.

    Auf der Suche nicht transparantem Millimeterpapier oder Folie habe ich PDF-Vorlagen gefunden.

    Doch bei Ausdrucken auf eine Folie, die ich so gefunden habe, ist die Folie am Druckkopf des Laserdruckers angeklebt und ich musste die Kiste komplett auseinanderbauen, bis er wieder ging.

    Laserdrucker-geeignete Folie ist unterwegs, dürfte morgen im Briefkasten sein.

    Bin mal gespannt auf die Ergebnisse. Ohne Eichung habe ich zwischen den Breiten der einzelnen Aufdrucke schon ziemliche Abweichungen gefunden, und untereinander sind sie auch nicht richtig ausgerichtet.

    Viele Grüße

    Carsten

    Hallo Labarnas,

    danke für den Stick mit den Scans. Da wächst die Datenlage schon erheblich weiter. Die Scanqualität ist genau richtig. Leider war die Woche etwas stressiger als normal, deshalb komme ich erst heute wieder an den Computer.

    Am Montag saß ein Pendler aus München bei mir auf dem Behandlungs-Stuhl, und am Donnerstag kam der Anruf vom Gesundheitsamt: positiv auf die britische Variante. Zum Glück war ich vollgeschützt und ich habe nicht viel gemacht bei ihm außer einen Befund und die Anamnese, aber meine Angestellte, die bei ihm danach die Zahnreinigung gemacht hat, ist jetzt für 2 Wochen in Quarantäne trotz FFP2 etc.

    Ich war jetzt täglich testen...

    Irgendwas hat einige gerade bearbeitete Dateien zerhackt, wofür ich keine Erklärung habe. Konnte alles aus einer Sicherung rekonstruieren, aber ich muss erst mal den Fehler finden. Vielleicht beißt sich mein altes Star Office 5.2 doch zu sehr mit dem schicken Windoof 10. Das wäre ein herber Rückschlag, denn in dieser Konstellation hatte ich die alte Arbeitsgeschwindigkeit zurückgewonnen, die ich seit Jahren schmerzlich vermisst hatte. Bis Windows XP ging alles super, aber seit 7 lief das Star Office nur auf einer Parallel-Installation, und die Fundtabellen gehen nicht mit OpenOffice oder so, da werden laufend Links verkürzt, und das ist fatal.

    Leider halten einen Technik-Probleme immer wieder davon ab, produktiv zu arbeiten oder besser gesagt effektiv zu forschen.

    Beim Schneiden der ersten 4 Bögen sind schon mindestens 20 neue Auffälligkeiten aufgetaucht. Die Aufdrucke sind wirklich ein wahres Füllhorn und es lohnt sich, daran weiter zu basteln. Und in der hohen Auflösung wird es anschaulich.

    Schönes Wochenende

    Carsten

    Hallo,

    ich habe mal eine Frage als Nicht-MVP-Experte. Ich versuche gerade meine Marken etwas zu sortieren und komme bei der Abschiedsserie mit der Unterscheidung von Papier y und z an meine Grenzen.

    Wer kann mir einen leicht erkennbaren Unterschied zeigen, womit man die beiden sicher auseinanderhalten kann?

    Vielen Dank

    Carsten

    Hallo Labarnas,

    Bei der Köpfeserie habe ich 2007 begonnen, und ich glaube, dass ich erst bei einer Wertstufe mit grosser Wahrscheinlichkeit weiss, wie viele verschiedene Platten zur Anwendung kamen, und das ist die 25 Pf mit 9 unterscheidbaren Platten.

    Bei anderen Wertstufen gehen wir über 20.

    Wie viele Druckereien haben die Aufdrucke ausgeführt?

    Es dürften sicher mehr als 20 Platten werden.

    Man braucht einen langen Atem, viele Mitarbeitende, die ihre Bögen auf den Scanner legen und viel Geduld.

    Ein Anfang ist gemacht. Bin gespannt, wer noch mitdenkt und Argumente liefert.

    Viele Grüße

    Carsten

    Um die Sache etwas konkreter zu machen, hier ein erstes Beispiel aus der Machbarkeitsstudie:

    Feld 12, erstes e in Sowjetische und g in Besatzungs


    Arbeitsnamen AF12a und AF12c.

    In der Tabelle taucht AF12a bei der einen Hälfte meiner 30 erfassten Bögen auf, AF12c bei der anderen Hälfte.

    Dass es sich nicht nur um zwei Platten insgesamt handelt, ist offensichtlich, viele Fehler treten auf 3-4 Bögen stabil auf und definieren mit ihrer Stabilität jeweils eine Platte.

    Aber diese beiden Fehler sind vielleicht Urfehler der Aufdruckplatten.

    Siehe Tabelle http://www.köpfe1.de/kopfbogen/steuerung/fo_sbzaufdruck_tab.html

    Die Tabelle ist nur der Anfang. Viele zueinander passende Fehler müssen noch zueinander gruppiert werden, und mit steigender Anzahl erfasster Bögen wird die Sache aussagekräftiger.

    Ich habe anschließend mal alle Bilder nach ähnlichen Auffälligkeiten beim ersten e abgesucht.

    520, 820

    913

    984

    985

    1082, 1782

    1112

    1211

    1193

    sind die nächsten Kandidaten.

    So kann man sich jeden Buchstaben ansehen. Die kleinen unauffälligen Deformierungen helfen weiter. Hauptsache, sie sind stabil.

    Viele Grüße

    Carsten

    Hallo labarnas,

    Ich habe in einem Beitrag von Dir 2020 folgendes gefunden:

     Deshalb werden die aus diesem Verfahren resultierenden Flecken, Abplatzungen, Fehlstellen nicht erfasst, weil zufällig.

    Das ist nicht die richtige Definition für Druckzufälligkeiten, auch hier nicht.

    Ein Plattenfehler ist, wenn er bei der Herstellung der Druckplatte entstanden ist. Das heisst, alle mit dieser Platte ausgeführten Drucke müssen ihn aufweisen.

    Wenn man weiss, dass eine Platte bei diesem Druckverfahren nur für 20 bis 30.000 Druckgänge durchhält, kann man zusammen mit der Gesamtauflage der Überdruckmarken ausrechnen, wie viele Druckplatten zum Überdrucken erforderlich waren.

    Offene Fragen: Restbestände versus Neudrucke der Urmarken.

    Druck auf einzelne Schalterbögen versus 4er Druchbögen. Im letzteren Fall liegen zeitgleich immer 4 synchron laufende Druckplatten vor.

    Zurück zum Anfang.

    Jede Abplatzung, Fehlstelle, jedes Kratzerchen, das auf allen Aufdrucken mit derselben Platte vorkommt, ist ein stabiler Plattenfehler.

    Einzige Voraussetzung ist die Stabilität und nicht das Aussehen oder die Größe.

    Was dann letztlich im Michel landet und ob Herr P. immer die richtige Brille aufhat, ist eine andere Frage.

    Michelkatalogisierungen sind historisch gewachsen und entbehren jeder Logik und halten sich an keine Regeln.

    Druckzufälligkeiten kann man ohne genaue Kenntnis der Druckplatten nicht definieren.

    Viele Grüße

    Carsten

    ich werde auch kommen zum Arge Treffen. war ja schon einige mal in Wernigerode dabei

    Hallo,

    ich bin gestern von labarnas auf dieses Thema aufmerksam gemacht worden. Er hatte auf meiner Website entdeckt, dass ich erste Zwischenergebnisse meiner Arbeit an den SBZ-Aufdrucken online gestellt habe.

    Ich muss gestehen, die Maschinenaufdrucke waren bisher etwas stiefmütterlich behandelt worden. Im Lauf der Jahre habe ich sehr viel zum Thema Köpfeserie zusammen gekauft und in den Alben waren immer seitenweise Marken aus den Nachbarserien. Damit sind auch einige Kilo an SBZ-Aufdrucken zusammen gekommen. Durch einen Umzug musste ich nun mal alles etwas ordnen. Habe kistenweise Material für eine Auktion aussortiert, alles DR, Bund, Berlin, DDR ab 1970 geht demnächst bei Gerald in Dessau unten den Hammer. Aber die SBZ-Bestände, Kontrollrat und DDR bis zumindest 1959 wurden gerade mehr oder weniger intensiv sortiert. Zumindest bei je einer Tüte je Wertstufe bin ich angekommen.

    Unter den Bögen waren immerhin 30 SBZ-Aufdruckbögen, die ich mal hier oder da als Beifang dabei hatte.

    Daraus ist in der letzten Woche eine eigene Version meiner Bogendatenbank geworden.


    Machbarkeitsstudie SBZ-Aufdrucke (Aufdruckfehler)

    Ziel dieser Studie ist es, die Bogenfelder der Aufdrucke mit dem bewährten System der Bogendatenbank vergleichbar zu machen und die Aufdruckfehler einer systematischen Erforschung zu unterziehen.

    Fragestellungen: 1. Lassen sich die zum Aufdruck verwendeten Platten einzelnen Druckereien zuordnen? 2. Stimmen die Michel-Angaben zu den Bogenfeldern bei den katalogisierten Plattenfehlern? 3. Treten die Fehler auch auf anderen Feldern auf? 4. Wenn ja, lassen sich diese voneinander abgrenzen? 5.Wie sind die Aufdruckplatten aufgebaut? 6. Gibt es Multiple Merkmale?

    Einen ersten Link habe ich vor wenigen Tagen auf die Newsseite gestellt. Die Navigation funktioniert und eine erste Fundtabelle ist befüllt.

    Sicher ein anderer Blickwinkel als bisher hier gewesen ist, aber vielleicht kommt man so in der Thematik weiter.

    Warum gibt es eigentlich keine eigene Gruppe für die SBZ-Aufdrucke? Wäre in der Arge SBZ genauso zu Hause wie im Philatelistenclub Berlin-Mitte e.V.


    Schönen Sonntag noch

    Carsten

    Ich bin zwar kein SBZ- Plattenfehlersammler, doch durch diesen interessanten Thread inspiriert, habe ich mal wieder mein SBZ-Album aus der Versenkung geholt und folgende Kuriosität bei der 231 gefunden.

    Gruß Hartmut


    Hallo, sehr schön und groß und auffällig. Denke, es ist ein Fremdkörper (Putze). Wenn wir 10 identische hätten, wäre es was anderes. Ich erfasse es auf jeden Fall und wir werden mal sehen.

    Viel Erfolg beim Weitersuchen!

    Carsten