Beiträge von sebastian

    Hallo,


    ich habe folgende Literatur abzugeben:


    - Ferchenbauer Handbuch (6. Auflage, 2000)


    - 1852 Modena 2002, 150° Anniversario dei Francobolli Estensi (Vaccari)
    - Sassone Antichi Stati Italiani 1850-1900 (2011)


    Bilder und Preis auf Anfrage per Email.


    lg
    Sebastian

    Danke, ich habe es schon befürchtet, dass da die Meinungen auseinander gehen werden. Scheint wohl mehr eine subjektive Einschätzunge zu sein, da der Begriff anscheinend nicht genau definiert ist.


    Zusammenfasssend:


    Ab wann ist dann die Grenze von Randspalt zu Riss? --- das Bild nicht berührend, oder dünne Stelle entlang der Marke, oder Randspalt nur anderes Wort für Riss
    Haben dazu Prüfer eine Definition? --- Wär hier mal eine Aussage von einem/mehreren Prüfern nicht schlecht


    Macht es einen Unterschied in der Bewertung? --- Ja, ist ein Mangel


    Spricht man von einem Randspalt nur dann, wenn ein Riss im Randbereich vorliegt, der beim Trennvorgang von geschnittenen Marken entstanden ist? --- anscheindend auch bei gezähnten Marken

    Danke mal für die Antworten, ich habe mir noch ein paar Fragen dazu überlegt, vll kann man mit deren Beantwortung eine passende Beschreibung finden.


    Ab wann ist dann die Grenze von Randspalt zu Riss?


    Haben dazu Prüfer eine Definition?


    Macht es einen Unterschied in der Bewertung?


    Spricht man von einem Randspalt nur dann, wenn ein Riss im Randbereich vorliegt, der beim Trennvorgang von geschnittenen Marken entstanden ist?

    Hallo,


    kann mir jemand bitte erklären, was bei Briefmarken ein sogenannter "Randspalt" ist.
    Es ist mir schon öfters in Attesten untergekommen, doch konnte ich nichts genaueres dazu finden.


    lg

    Diese Marke stammt von der äußersten Reihe des Druckbogens, sie weist daher einen "Randdruck" auf, dabei ist eine Seite des Markenbildes verdickt, bzw. verschwommen. Also es handelt sich nicht um einen Plattenfehler.


    Nach Ferchenbauer (6.Aufl) wird sie mit dem doppelten Wert der normalen Marke bewertet.


    Zum Stempel, nach Müller ist er mit 10 Punkten gelistet, also ein häufiger Stempeltyp. Jedoch ist dieser Typ interessant, da man eine genaue Datumsangabe hat. :)


    Ich tue mir auch sehr schwer ob Typ Ia1 oder Ia2, aber ich glaube du liegst richtig.


    mfg


    Sebastian

    Anfang Mai fand dieses schöne Stück den Weg in meine Sammlung, Österreich, 3 Kreuzer (Typ IIIa) mit schönem Stempel von Deezs (heute Dej, dt. Burglos bzw. Deesch, ung. Dés, Stadt in Rumänien).

    Hallo DKKW,


    vorher wusste ich auch nichts über diesen Fall, im Ferchenbauer ist dieser nur kurz abgehandelt und hatte das im Hinterkopf behalten. Ich habe nicht gezielt danach gesucht, würde ja gar nicht in meinen finanziellen Rahmen passen (mein Avatar ist auch nur Wunschdenken :D ).
    Naja der Zufall wollte es, dass ich jetzt auch mal einen Beitrag im Forum leisten konnte der Wissen vermittelt, und nicht nur Fragen stelle.


    mfg

    Da kann ich auch ein Lied singen, als ich vor Jahren das erste mal auf einer Briefmarkenmesse war (und bis jetzt auch das letzte mal). Ein großer Stand mit vielen Ansichtskarten, als ich so beim Durchsehen nach einer Karte meines Heimatortes war, fauchte mich der Verkäufer an "das ist nichts für dich, ich solle die Karten wieder zurückstecken". Tja ich dachte mir das, was man nicht sagen darf und bin gegangen.
    Gleiche Messe anderer Stand, voll netter Verkäufer, der kein Problem mit meinem Alter hatte und bei dem ich dann auch mit Freude eine Karte kaufen konnte.


    Wie schon olivia schrieb, da muss man darüber stehen ;)


    mfg


    Sebastian

    Hallo,


    vorab eine kurze Vorgeschichte. Gestern auf einem Flohmarkt zog mich ein Stand überhäuft mit diversen Alben und Wühlkisten magisch an. Viele Münzen, Ansichtskarten, Banknoten und Alben, sowie Steckkarten mit Briefmarken lagen bereit durchgesehen zu werden.
    Naja es wurde mir schnell klar, dass es sich hier um eine seltene Gelegenheit handelt, weil das Angebotene als Ganzes sah sehr nach einer Erbschaft aus, die gerade von seinen Erben feil geboten wird. Die Steckkarten waren schön mit Katalogpreisen beschriftet und ein Album stach mir gleich ins Auge. Ein sorgfältig selbst gestaltetes Österreich Falz-Album mit Briefmarken von 1850 bis 1867. Stellenweise schon leergeplündert, will nicht wissen welche Rosinen da noch waren, aber zum Glück wurde diese Eine verschont...


    Es handelt sich hier um ein Briefstück einer 15 Kreuzer Marke (ausgegeben am 1.11.1858 und Frankaturgültig bis zum 31.5.1864) mit einem postamtlichen Aufkleber "Unterschlagen gewesen und nun zu Stande gebracht". siehe Anhang.


    Hinter diesem Aufkleber steckt eine Kriminalgeschichte, welche damals für große Schlagzeilen in der Monarchie sorgte.


    Im April 1862 wurde in Wien der Postexpeditor Karl Kalab überführt, insgesamt mehr als 200.000 Briefe unterschlagen zu haben. Von diesen abgelösten, nicht entwerteten Marken und deren Inhalt (Bargeld) konnte er sich ein stattliches Vermögen ergaunern. Es wurden noch über 56.000 ungeöffnete Briefe sichergestellt und mit diesem Aufkleber versehen und den Adressaten zugestellt. Oft erst lange nach dem Aufgabezeitpunkt.
    (Kurzfassung aus Ferchenbauer 6.Auflage)


    Die ganze lesenswerte Geschichte findet man hier:



    Der Aufkleber wurde zum geflügelten Wort in ganz Österreich, da man nun endlich auch in Österreich einmal „etwas zu Stande gebracht" hatte!


    Der Fall Karl Kalab fand sich sogar in einer Operette von Offenbach wieder:



    So nun nochmal zurück zu meinem Stück. Laut Ferchenbauer (6.Aufl.) tragen alle bisher bekannt gewordenen Briefe den Wiener Rundstempel vom 14/4 1862 und Dr. Jerger schätzt, dass weniger als 100 solcher Belege erhalten geblieben sind. Meiner Meinung nach vielleicht auch nochmal so viele Briefstücke?


    Nun im Internet finde ich zwei Belege, einen von einer Dorotheum Auktion 2009, leider kein Bild mehr ersichtlich:


    "Marke entwertet mit Stpl. “WIEN / 15/4 9. F” (1862) nach Berlin, von dort nach Wien zurückgeschickt und nach Athen weitergeleitet, div. Taxvermerke und siegelseitige Durchgangsstempel, F 240"


    und einen ebenfalls mit 15.4, "10 Kr. braun (fehlerhaft) und 15 Kr. blau, gest. "Wien 15/4" (1862), auf Faltbriefhülle ohne Inhalt adressiert nach Neuhausen in der Schweiz" siehe Anhang.


    Mein Stück ist auch mit dem 15.4 abgestempelt, also dürfte es nicht nur welche vom 14.5 geben.


    Diese zwei und jener im Ferchenbauer abgebildete Brief sind mit den Marken der Ausgabe von 1860/61 frankiert, welche von 60/61 bis zum 31.5.1864 gültig waren. Daher meine Frage, sind weitere Briefe, bzw Briefstücke mit der Ausgabe von 1858 erhalten?


    mfg


    Sebastian

    Hallo,


    muesli: Meine 6 Kreuzer ist keine Type Ic sondern eine Type III, die Wappeneinfassungslinie ist nicht durchgehend kompakt gefärbt, eine weiße Linie ist zu sehen, die Ziffer 6 steht frei.


    Ich stelle einmal meine Theorie vor:


    Ich meine, dass es sich bei den 6Kr Type III und den 15 Centesimi Type III definitiv um ein E handelt, wo nur leicht etwas Farbe hin zum mittleren horizontalen Strich des E beim Druck gekommen ist (oder umgekehrt) und es nur den Anschein macht, dass es sich um ein K (oder R) handelt. Daher ist es mehr eine Druckzufälligkeit.


    Da es aber nur beim zweiten E im Wort "Stempel" vorkommt macht mich das jetzt doch auch etwas nachdenklich, ob man doch von einem Plattenfehler sprechen könnte.


    Bei meinen eigenen Marken der Ausgabe konnte ich es nur bei 6 Kreuzer Type III, 9 Kreuzer Type I, Type IIc und den 15 Centesimi Type III finden. Jedoch habe ich bestimmt zu wenige Marken (116 Stück gesamt) in meiner Sammlung, dass dies eine repräsentative Aussage zulässt!

    Es ist ein alter Schillingpreis von 250 ATS angegeben, also so ca 18 Euro Katalogpreis. Ferchenbauer (6.Auflage, 2000) listet sie mit 20 Euro.
    Stempel Bilitz ist nach Müller mit 9 Punkten nicht selten.


    Einen "aktuellen Wert" kann ich dir nicht nennen, da er auch von subjektiven Faktoren abhängt.


    lg

    Servus,


    ich habe hier einen Brief aus dem Jahr 1946 von Freilassing nach Wien mit einer Portomarke zu 24 Groschen, welche anscheinend zwei mal verwendet wurde.


    Die Marke wurde ursprünglich mit dem Stempel 02.04.???? entwertet, auf dem Brief dann mit 08.05.46 Wien Weidling. Der Stempel von Freilassing ist vom 08.04.46.


    Wie kommt es dass eine Portomarke so anstandslos zwei mal verwendet wurde und der Brief ein Monat unterwegs war?


    lg


    Sebastian