Beiträge von Nimrod

    Danke für den Hinweis. Der Punkt im E kommt auch in meinem 6 Kr. Bestand vor, aber relativ selten und bereits ab Platte 4.


    Ich frage mich, was es mit den Punkten im R und E auf sich hat und ob man dieses Kennzeichen auf eine bestimmte Periode beziehen kann. Wenn ich mich nicht irre, wurde bei den Alt-Italien Toskana Marken das Wertschildchen mit dem jeweiligen Nominale einfach in die Druckstöckel eingesetzt, um die verschiedenen Wertstufen zu erhalten. Jetzt frage ich mich, ob man bei der Produktion der Ö. + L&V 1850/54 Stöckeln ähnlich vorging. Wie wäre sonst zu erklären, daß diese Punkte zwar nicht in allen Marken, aber doch mit einer gewissen Häufung vorkommen?

    "Jein", im Winter ist´s mir zunehmend zu kalt, im Sommer die Nacht erst zu spät, die Mücken zu lästig, der Tau, die kalten Finger, ...aber aufgegeben habe ich´s noch nicht. Ist ein schönes, aber anspruchsvolles Hobby. Frustrierend, wenn der Autoguider zwischendurch aufgab, Wolken aufzogen, Satelliten und Flugzeuge die Rohdaten versauten, das Setup nicht perfekt aufgestellt war, etc. Aber das kennst Du wohl auch. Zuletzt habe ich nur noch den Himmel abgeklappert und mit einer, oder zwei Einzelbelichtungen geschaut, ob ich interessante Objekte finde. Star-hopping eben. M31 hast Du sicher auch; das klappt mit dem kleinen Apo super (ist ja ein "raumfüllendes" Ding am Himmel).


    Ein Beispiel für das "schnelle" knipsen beim Star-hopping: NGC7635 Einzelaufnahme mit Newton im H-alpha Kanal....und schon ist der Blasennebel abgelegt...



    Längere Ausarbeitungsprojekte mache ich nur noch wenn die Bedingungen gut gepaßt haben; so halbe Sachen wie NGC2237 (nachstehend ein älterer Versuch) mit allerlei Tricks hinzubiegen ist langfristig frustrierend.

    ...hmm, ist schon länger her...

    zumeist nahm ich einen 200/800 Newton auf EQ6 und gekühlter Moravian Kamera. Nachdem hier am Bild aber keine Spikes zu erkennen sind, war´s wohl der Lacerta 72/432 APO mit Flattener. Fraglich ob ich noch die Rohdaten habe. Üblicherweise mache ich fünf bis zehn Belichtungen á 5-10 Minuten in jedem Kanal. Wenn´s System schlecht eingestellt ist, oder die Bedingungen nicht so toll sind, dann eher mehr und kürzere Belichtungen.

    Ich bin eben auf ein interessantes Detail gestoßen. Offensichtlich gibt es einen Mikropunkt in der oberen Schlaufe des R von KREUZER. Allerdings nur bei 3 Kreuzer IIIc/D und 6 Kreuzer Type III auf MP. Bei der 6 Kreuzer Type III wurde ich insbes. in Platte B fündig, mitunter aber auch in Platte A. Der Punkt kommt nicht in 1 Kreuzer, 2 Kreuzer, oder 9 Kreuzer vor. Zumindest nicht in meinem Markenbestand. Den Punkt fand ich auch in allen drei 3 Kreuzer IIIc/D Marken eines Dreierstreifens mit AK Ansatz. Mitunter kommen aber auch 3 Kreuzer IIIc/D und 6 Kreuzer III/A und III/B ohne diesen Punkt vor. Anbei ein Beispiel.


    Wenn Du Österreich Klassik sammelst, dann kommst Du um den Ferchenbauer nicht herum. Ich habe den vierteiligen Band kürzlich schon um 70.-- € Ausrufungspreis gesehen (das ist wirklich geschenkt, wenn einem das Los zugeschlagen wird)....allerdings keine Ahnung mehr, wo das war. Philasearch befragen...


    Bei Deutschland nach 45 kann ich Dir nicht helfen. Vor 1945 ist der Michel (zumindest für mich), abgesehen von ein paar speziellen Sachen die mich interessieren, gut genug.

    Huber / Wessely (1976): "Platte 6: 3x graviert, sehr klarer Druck, zumeist Feinstdruck. Der Druck dieser Platte wurde erst knapp vor Verwendung des Maschninenpapiers begonnen, daher die Seltenheit dieser Marke."


    Der Huber / Wessely wertet die III/6 karmin, lebhaftkarmin folgend: Gestempelt lose 400.-- (Schilling) und 500.-- (Schilling) auf Briefstück.

    Nimmt man nun beispielsweise die 10 Centesimi silbergrau (Erstdruck), welche Huber / Wessely mit 3.500.-- (Schilling) angibt und den 4-teiligen Ferchenbauer Katalog mit 750.-- €., so käme die III/6 heute auf umgerechnet einen Katalogpreis von ~ 86 Euro (lose) und ~ 107 Euro (Briefstück).


    Soweit in der Theorie. In der Praxis wird wohl nur noch Type III HP und die Abstempelung bewertet. Dann sind wir im realen Verkauf im einstelligem Euro Bereich. Mit dem Attest vielleicht ein bisschen höher. Leider...


    Nimm´s gelassen. Für den Spezialsammler ist es eine interessante Marke. Allerdings muß man auch sagen, daß die Plattenzuordnungs-Systeme hinterfragt sein sollten. Ich habe meine Zweifel, ebenso bei den Farben. Das Gelbe vom Ei habe ich noch nicht gefunden, aber ob nun Huber/Wessely, oder Kainbacher, etc.....es ist interessant nach diesen Systemen sammeln zu versuchen. Gewisse Marken sind selten und das ist für den Spezialisten spannend.


    ...hmm...vielleicht sollte ich doch wieder L&V zu sammeln anfangen...

    Ob die Signatur vom Drahn korrekt, oder nachgemacht ist, könntest Du selber versuchen zu recherchieren. Vielleicht findest Du ja einen Hinweis. Prüfer können sich übrigens auch irren (kommt gar nicht so selten vor). Wenn ich Hinweise finde, daß eine Marke dubios ist, dann ist sie jemanden vorzulegen, der sich besser auskennt. Im Zweifel "Originale" anschauen:


    Philasearch.com: Briefmarken Italien Sardinien Gestempelt


    Anbei ein Auszug aus meiner Literatur.


    Etwas abseits von "Levante", aber zu den 1867 Ausgaben möchte ich doch ein paar Worte verlieren. Vorweg, die Kreuzer Marken gibt es in Massen und die Soldi Ausgaben sind in noch sehr erschwinglichem Rahmen. Sogar in Flohmarkt-Konvoluten wird man fündig. Auch heute kann man noch einiges finden, weil jede Allewelts-Sammlungen damit vollgespikt ist und die Besitzer meist keine Ahnung von den Feinheiten dieses Gebietes haben. Für den spezialisierten Sammler gibt es da ein weites Betätigungsfeld, welches sich nicht bloß auf die Unterscheidung in groben und feinen Druck, einige Typen, vielfältige Zähnungsvarianten, Druckzufälligkeiten, Farbnuancen, etc. beschränkt, sondern auch eine Unzahl an Stempeln und Frankaturen (inkl. Mischfrankaturen) inkludiert. Ich nenne nur als Beispiel die gesuchten Fingerhutstempel. Literatur gibt es haufenweise (hierzu bitte einen Spezialisten fragen, was aktuell ist). Am Schluß möchte ich noch die seltenste Marke Österreich-Ungarns, 3 Kr. in rot statt grün (ANK Nr. 36 I), erwähnen. Wenn ich mich recht erinnere, sind bisher nur 6 Stück bekannt und in einer der letzten Auktionen wurde solch' eine Marke, um einen "relativen Pappenstiehl" versteigert. Vergleicht man deren Seltenheit mit den Auktionserlösen mancher deutlich häufigeren internationalen Raritäten, eigentlich unverständlich.

    Der grobe / feine Druck hat eher etwas mit der Zurichtung beim Drucken zu tun. Die Meinungen gehen hinsichtlich Textil-Tuch vs. Gummituch. Prinzipiell kann man den Medaillonhintergrund (ähnlich wie bei den großen Hermesköpfen Griechenlands) inspizieren, aber aus meiner (jetzt schon verjährten) Praxis ist der Blick auf den Bart und die Augenbrauen meist ausreichend.


    Ich sammle übrigens nur gestempelt...ist weniger fad und "ziert" eine Marke.

    Da irrst Du Dich mein lieber Afredolino...


    Die 2 Soldi Nr. 1 I (grober Druck) mag zwar nur mit 40-60.-- € im Katalog bewertet sein, im feinen Druck (Nr. 1 II) jedoch mit 3.500.-- €. Der Ferchenbauer vermerkt auch, daß die 2 Soldi Marke im feinen Druck nur mit Abstempelungen von Alexandrien, Canea und Beiruth bekannt sind. Die abgebildete Marke sieht mir sehr nach feinem Druck aus (gebe aber zu bedenken, daß ich diese Ausgabe schon seit 15 Jahren nicht mehr angeschaut habe, also daher bitte noch einen Spezialisten fragen) und somit wäre der Stempel nach meinem Gefühl als verdächtig anzusehen, bis jemand Gegenteiliges bestätigt.


    Ach übrigens....

    Philasearch.com - Österreich Post in der Levante, Michel 1 II

    Schwieriges Gebiet.


    Könnte tatsächlich Steindruck (Stdr) und nicht Sticktiefdruck (StTdr) sein. Gerade bei der 10 Kr. ist das meines Erachtens etwas schwieriger, als bei den anderen Farben. Deine ist zudem relativ dunkel ausgefallen, was es noch schwieriger macht.


    Ich orientiere mich daran, ob die Linien im Vergleich mit StTdr. Marken weniger scharf ausfallen = Stdr. Sekundär, ob die Farben eher matt und blasser wirken = Stdr.


    Zur Beurteilung des weißen Strichelchen am Kr. habe ich leider keinen Plattenfehler Katalog. Bei meinen Marken kommt das Strichelchen jedenfalls nicht vor.