Beiträge von Nimrod

    Hallo Nimda,


    die PN ging an einen Admin. Aber offensichtlich war dieser Admin (wer immer das war) zuletzt im Dez. 2017 aktiv. Na, egal.


    Also Danke für den Link, alles vorhanden. Der Download dauert leider etwas länger, weil eine gewaltige Flut an hochauflösenden Bildern drinnen ist.

    Ad tomm2015 Zur britischen One Shilling (MiNr. 7) schreibt der Katalog, daß auch Ganzsachen-Ausschnitte kursieren, die in der Regel ohne Wasserzeichen und ohne senkrechte Seidenfäden gefertigt wurden. Da regiert vermutlich die Gier im Internet, bei so einem "schönen" Schnitt.


    Ich hab´meine bescheidenen Referenzstücke der Nr. 5, 6, 7 schon vor Jahren weggegeben (die Ausgabe gefiel mir nicht), aber an "20/84/2" erinnere ich mich nicht. Am Besten asmodeus fragen, ob dies Ganzsachenausschnitte sind.

    War eine PN am 17. Jänner. Im Übrigen habe ich versucht die Bilder neu einzufügen, aber die landen immer an der falschen Stelle. Ich müßte es noch einmal versuchen. Einfacher wäre es jedenfalls, wenn man bloß den Link adaptieren könnte. Nachdem über die Jahre andere Vergleichsstücke hinzu gekommen sind, werde ich den Beitrag auch überarbeiten müssen.

    Hatte den Admin schon vor Wochen angeschrieben, ob er die Links wieder herstellen könnte...leider keine Rückmeldung bekommen. Wenn´s nicht anders geht, werde ich bei Gelegenheit die Bilder neu einfügen. Meine Sammlung nach mehr als 10 Jahren neu zu sortieren und sich bei dem Thema wieder einzulesen, hat den halben Winter gedauert (Corona machte es immerhin möglich)....wahrscheinlich sind inzwischen auch bessere Referenzstücke hinzu gekommen. Aber wenn Dich diese "Typen-Sammelei" interessiert, empfehle ich den Kainbacher (kann man im ebenso lautenden Antiquariat in Baden noch bestellen) und den Huber-Wessely. Die "Plattensystematik" ist noch immer mit Vorsicht zu genießen; ich sehe es aber als eine brauchbare Möglichkeit die erste Ausgabe in der eigenen Sammlung zu strukturieren. Als in "Beton gegossen" darf man´s aufgrund der verschiedenen Plattenzusammenstellungen jedenfalls nicht sehen. Es ist ein bisschen so wie mit den Farben; da gibt´s Interpretationsspielraum. LG

    Geprüft halte ich bei diesen Ausgaben für übertrieben, es sei denn Du willst eine Expertise um welche Platte es sich handelt. Fang am Besten mit Nr. 3, 16 und 17 an und lerne ein paar Tage. Dann kannst Du Dich an Nr. 1 wagen. Die "Line-Engraved" Marken sind kleine Kunstwerke des Stahlstichs; die sind nicht ganz so einfach zu fälschen. Primitiv-Fälschungen aus dem Drucker kommen natürlich vor, aber das sieht man eh gleich. Was aber ab und an vorkommt sind Reparaturen; da hilft nur genau schauen und jede Marke in´s Benzinbad tauchen. Wenn Du in die Tiefe der Materie vordringen willst, dann kontaktiere asmodeus.


    Auf die Schnelle geschaut; die sieht schon ´mal brauchbar aus und der Preis geht in Ordnung.


    Philasearch.com - Grossbritannien 1840 1d schwarz

    Guckst du bei Philasearch und wunderst Dich über die Preise (vor 15 Jahren hab ich vielleicht 60-90 Euro für eine Black gezahlt). Aber egal, achte darauf, daß die Marke nicht angeschnitten ist und daß die Eckbuchstaben und die Sternenkreuze nicht verstempelt sind. Kann ja sein, daß Du irgendwann ´mal eine Plattierung der Platten (1a, 1b, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11) versuchen willst. Die blaue Two-Pence ist überschaubar (zwei Platten), aber teurer. Achtung, nicht mit der Mi Nr. 4 verwechseln. Die "kleine orangebraune Schwester" (Mi Nr. 3) ist deutlich günstiger und wurde ebenfalls von "schwarzen Platten (1b, 2, 5, 8, 9, 10, 11) gedruckt; aber darüber hinaus noch von weiteren Platten (12 bis 177). Wenn Du nicht gerade in GB diese Marken kaufst, kostet diese interessante aber sehr schwierige Marke nicht die Welt. Tja, und dann ist da noch das weite Gebiet der späteren Line-Engraved Marken...im Forum, und in der Literatur gibt´s dazu vieles Nachzulesen. Zum Einstieg:

    Philasearch.com: Briefmarken Grossbritannien 1840 1d schwarz

    Philasearch.com: Briefmarken Grossbritannien 1840 2d blau

    Philasearch.com: Briefmarken Grossbritannien 1841 1d und 2d

    Es kommt zu einem gewissen Grad auf´s Gebiet an. Aber wie thjohe schon sage, ein guter Scanner ist sehr hilfreich. Mikroskop brauchst Du eigentlich keines.


    Über die Art der Aufbewahrung kann man streiten; persönlich mag ich Ringbinder Safe-Alben und jede Marke kommt in Hawidklemmtaschen. So ist man flexibel beim Umsortieren und braucht auch kaum mehr Angst haben, daß ´mal eine Zacke beschädigt wird.


    Pinzetten und Lupe sind nach eigener Vorliebe. Mit meinem klappbaren 8x Fadenzähler aus Metall mit mittiger Meßskala (leider sind die Linien nun schon etwas abgeschabt) war ich immer hochzufrieden (bekommt man aber kaum im Philatelie-Handel, sondern eher bei einem Optiker). Gegebenenfalls ein paar unterschiedliche Lupen mit Deinen Lieblingsmarken beim Händler testen. Manche wollen eher die Übersicht, manche lieber feinste Details sehen.


    Die UV Lampe benütze ich eigentlich nie (kommt aber, wie bereits erwähnt, auf´s Gebiet an). Mir reicht ein billiger Zähnungsschlüssel aus durchsichtigem Plastik. Software ist umständlich. Hilfreich ist dann noch ein Wasserzeichen-Sucher (eine kleine schwarze Plastikschale und Wundbenzin aus der Apotheke), oder ein entsprechendes Gerät (teuer).


    Das Wichtigste ist Spezialliteratur (bei Willkommen bei philabooks.com wird man oft fündig). Sehr hilfreich ist bei teureren Marken auch eine kleine Recherche, wie z.B.: bei Philasearch.com: Briefmarken, Ganzsachen und Ansichtskarten

    Ich bräuchte ein bisschen Input von den Spezialisten des jeweiligen Gebietes bezüglich Literatur. Nachdem mein französisch / spanisch / italienisch schon etwas eingeschlafen ist und ich mich nicht dauernd mit Übersetzungsarbeit beschäftigen will: Gibt´s auf deutsch, oder englisch gute Alterativen für:


    - Frankreich Klassik (Ceres/Napoleon): Taugt der Yvert & Tellier Timbres de France: Le Specialisé (1949-1900) etwas? Alternative auf deutsch / englisch?


    - Für Schweiz Klassik (insbes. Rayons / Strubel): was macht glücklicher, ein Zumstein, oder der Michel Schweiz Spezial?


    - Für Italien Klassik (Modena, Neapel, Parma, Toskana, Sizilien, Sardinen): spezialisierte Literatur auf deutsch/englisch, oder muß man sich wirklich mit dem Sassone (und der anderen Literatur auf Italienisch) zufrieden geben?...sorry, bin vom Ferchenbauer (Ö.) verwöhnt...aber eines muß man dennoch sagen: Der Cerruti/Guido "Antichi Stati Italiani: Originali e Falsi" ist gut gemacht und sehr hilfreich.


    - Für die griechischen gr. Hermesköpfe habe ich derzeit nur einen Behrens, Kaitatzidis und einen Hellas; letztere waren nur in Ansätzen hilfreich. Empfehlung Eurerseits für weiterführende Literatur zur Hermeskopf-Bestimmung?


    Anm.: Die bunten Schnipsel nach 1880 interessieren mich nicht, die Kataloge / Literatur sollte sich daher auf die ersten Ausgaben fokussieren. Mein Interesse liegt bei Typen, Platten, Abstempelungen, Plattenfehlern, Erkennung von Fälschungen, etc. Ich hab´ selber schon relativ viel recherchiert, bin aber dankbar für jede Empfehlung der Spezialisten.

    Ernie A und Ernie B hab´ ich schon mehrfach verwendet. Klappt gut. Allerdings würde ich empfehlen dies nur anzuwenden, wenn die Marke wirklich "gerettet" werden muß. Etwas blasser werden die Marken dann auch. Jedenfalls nicht zu lange in Ernie A einlegen (Oxidation mittels Kaliumpermanganat, vermute ich). Es reichen wenige Minuten. Danach gut in Wasser ausschwemmen (mehrfach) und erst dann in Ernie B reduzieren (vermutlich Natriumthiosulfat). Anschließend wieder gut wässern. Zuerst an billigen Knochen ausprobieren. Achtung, auch das Trocknen der Marken will gelernt sein! In meinem alten Trockenbuch gibt´s noch immer ein paar fix verklebte "Leichen" aus meinen ersten Versuchen. Daher nur einigermaßen vorgetrocknete und gummifreie Marken in´s Trockenbuch. Stockflecken sind´s meist dann, wenn der "gelblich/braune Dreck" beim ersten waschen in lauwarmen Wasser nicht schon von selber weg geht.

    Laut Ferchenbauer ein 1854 Privatessay: konkret "Radnitzky-Essay". Gibt´s in 3kr gold, silber, dunkelviolettgrau, hellgrau, smaragdgrün, grünoliv, hellblauviolett, bräunlichrot, gelbbraun, orangebraun, rotbraun, sepia, orange und braunocker. Im Umschlag-Format 147:113mm je 550.--, auf Papierstück je 100.--. Es gibt von 1863 auch Neudrucke (Umschlagsformat 157: 90mm und Einzelassys auf Karton und Normalpapier; die Farben sind schiefergrau, dunkelvolettgrau, hellgrau, graugrün, lichtblau, preußischblau, orange, bräunlichrot, fahlbraun, orangebraun und karminbraun. Umschläge je 120.--, Neudruck-Karton je 30.--, Neudruck Papier je 45.--. Zierlinie des Ovals rechts oben meist unterbrochen.

    Als bloße Spekulation hätte ich schon einer Erklärung: Die ersten Ausgaben der Schweden sind sauteuer; darum sucht sich der skandinavische Philatelist eben eine günstigere Markenausgabe und macht daraus ein spezialisiertes Sammelgebiet, was mit der Zeit wiederum zu höheren Preisen führt.

    Danke für Eure Antworten. Auf Schweden bin ich gar nicht spezialisiert, das läuft so nebenbei in einer Europa-Klassik Sammlung mit. Aber wie bereits in meinem Beitrag erwähnt: Es hat mich echt gewundert, daß es bei dieser Marken-Ausgabe solche Preise gibt. Na, man lernt halt immer wieder dazu. Neben den Stempeln, sehe ich gerade den Umstand, daß gut zentrierte Stücke bei diesen Marken besondere Aufschläge bedingen. Ich nehm´s zur Kenntnis.

    Danke miasmatic, einige Artikel von stampsx kannte ich, unter anderem auch diesen. Aber wie gesagt, es hilft mir bei der Bayern 2 nur unzureichend weiter. Wäre mein Scanner nicht so ein Schrott (nach dem Lockdown beschaffe ich mir einen neuen), würde ich einige Marken hier einstellen. Ich hab es mit der Bayern 2 Plattenzuordnung schon vor 15 Jahren, vor 10 Jahren und jetzt aktuell noch einmal versucht. Alles vergeblich. Ich zweifele immer mehr daran, ob hier tatsächlich eine systematische Differenzierung der Platten möglich ist. Wenn etwas ´dran wäre, dann wird es ja wohl für die Spezialisten kaum ein Problem sein, die fünf Platten (manche sprechen auch von sechs) mit je zwei, oder drei Belegstücken und nachvollziehbarer Einzeichnung der kritischen Merkmale in einer brauchbaren und verlässlichen Art darzustellen. Es kann ja auch ein Prüfer nicht einfach je nach Tagesverfassung Daumen x Pi schätzen, oder bloß ein Pendel darüber hin und her schwingen. Der Fleck unter dem B ist meiner Meinung nach bedeutungslos und könnte womöglich bloß etwas über die Abnützung der Stöckel, oder den Druckvorgang aussagen. Ob die Einfassungslinien eher rundlich, spitz, spitz-ausgezogen, gleichbleibend dick und sauber, oder eben nicht, die Delle unter der rechten 3 vorhanden, bloß im Ansatz, oder nicht, die Raute unter der 3 sichtbar, gespalten, gepunktet, gestrichelt, überdeckt, oder was auch immer, der Kringel in der linken Ecke sichtbar, oder nicht....Diese Hinweise dann noch untereinander in einen Kontext zu bringen und sich dann sicher zu sein, wenn sagen wir ´mal vier, oder fünf von sechs Kriterien zutreffen, ist doch mehr Geschmackssache. Wenn´s so einfach wäre (spitze Ecken, sauberer Druck, keine Delle unter der 3 rechts); dann hätte ich jetzt schon vier, oder fünf 2I in der Sammlung; die Hälfte davon mit offenen Mühlradstempeln....kann ja nicht sein. Also...wenn jemand ´mal so lieb sein würde, eine klare Zusammenstellung zu machen...es wäre vielen geholfen.

    Also ich verzweifle mit der Zuordnung meiner Bayern Marken (ca. 70 Stück) zu Platte 1, 2, 3, 4, 5. Ob ich den Michel, den Sem, oder Beiträge aus dem Internet für die Zuordnung hernehme ...(Anm.: Ich habe die 107 Seiten dieses Abschnitts jetzt nicht komplett durchgelesen...sorry)...die Sache bleibt mir verschlossen.


    Kann nicht irgendwer ein für alle mal eine klare Aufstellung machen, um mich (hoffentlich) davon zu überzeugen, daß diese Marken anhand von nachvollziehbaren Merkmalen tatsächlich unterschieden werden können?