Beiträge von hkoepe

    Guten Tag,
    ich sammle DDR-Marken bekam aber durch Zufall ein Druckerzeichen der Posthornserie 128 10Pf. . Da es nicht mein Sammelgebiet ist, steht es jetzt bei ebay und scheint keinen zu interessieren. Mein einer Fehler, dass die Zahlen von links gelesen werden habe ich schon mitbekommen. Trotzdem verstehe ich nicht warum so ein doppelter Aufdruck 99 statt 9 nicht gesucht ist.
    Kann man sowas manipulieren? Sind die Katalogpreise überzogen? Gibt es öfter doppelte Druckerzeichen?


    Über nähere Infomationen würde sich sehr freuen
    H.K.

    Guten Tag,
    in der Mai-Ausgabe der philatelie (Nr..383) Seite 26 und 27 schreibt Altprüfer Dr. Tichatzky unter der Überschrift: "Die Papierarten der DDR-Ausgaben", Interessantes zu den beteiligten Papiermühlen bei gestrichenem Papier: " Das in der Papierfabrik Weißenborn hergestellte Wasserzeichenpapier wurde dazu der Buntpapierfabrik in Plaue zugeführt, die dieses mit einem Streichmittel versah. Anschließend musste das Papier dann noch zur Papierfabrik Schwarzhammermühle (bei Reichenbach) befördert werden, um es dort zu gummieren und in Bogen zu schneiden."
    D.h. wir haben während des Beschichtens noch ganze Rollen aber auch die Oberflächenveredlung erfolgte extern. Wie streng die abzulegene Rechenschaft der Fabrik in Plaue gegenüber Lieferanten und zu beliefernder Papierfabrik war ist Spekulation. Vermutlich wird Ausschuß z.B. wenn das Streichmittel ausgeht oder nicht die erforderliche Konsistenz besitzt, da es sich um Wasserzeichenpapier handelt nicht einfach unter den Tisch gekehrt. Damit ist es genauso wie am Anfang dieses Dialogs angedeutet möglich, das hier in der Papierfabrik Plaue eine fehlerhaft beschichtete Rolle umgedreht wird und erneut die Beschichtung durchläuft.
    Einen schönen Tag noch

    Guten Abend,
    bei ebay habe ich ein paar Plattenfehler eingestellt und zum Plattenfehler 243 Delle im Unterrand möchte ich die versammelten Experten fragen ob es sich um einen Vorstufe oder eine Retusche des Michel Plattenfehlers II handelt.
    Vielen Dank für die Mühe.
    holgerkoepe

    Bilder

    • b243a.jpg

    Tachschön,
    ja sehr schön und besten Dank an den mitdenkenden Philatelisten der damals solche Nettigkeit hat erschaffen. So über die Jahre gesehen sind es die 3Pf. und 5Pf. dann bald die 8Pf. die man gestempelt nicht bekommt. Die 1Pf ist aus meiner Sicht keine Rarität trotzdem gut und die 6+12Pf laß ich schon mal liegen. Im Katalog zu teuer, öftermal falsch doch vorsicht neulich hatte ich die Naumburg-Zähnung dabei.
    Viel Freude an dem Brief

    Guten Tag,
    bei ebay habe ich gerade einen Brief eingestellt der schon ewig bei mir rumlag und nun in gute Hände soll.
    |66%3A4|65%3A12|39%3A1|240%3A1318
    Sa. Abend bei Allierte Besatzung
    Was mich daran wundert ist der Fotobefund von Herrn Schlegel. Klar es handelt sich um eine 10-Fach-Mischfrankatur aus Allgem.- und Bizone. Für die Berlin- Verwendung und Platten/Walzendruckoberränder gibt es ein paar Gummipunkte. Habe ich irgendwas übersehen?
    Viele Grüße in die Runde

    Nee, nee im Tresor liegen nur die Goldbarren.
    Aber im Ernst die Berlin-Vorläufer passen bei mir nicht in die Sammlung weder OPD`s der SBZ noch DDR-Wasserzeichen sind berührt und Allg. SBZ bin ich schwach.
    Eigentlich ist sowas etwas für Berlin-Sammler, denn damit beginnt ja deren Sammelgebiet. Nur wenn man ein Standartvorduckalbum Berlin aufschlägt sind die spannenden Stück gar nicht abgebildet weder Bizone noch Fr. oder Sowjetische Zone. Deswegen vermute ich auch ein ähnliches Ergebnis. Dann wird jemand ein schönes Fotoattest dafür machen und dann wandert das Brieflein für 400Euro von Auktion zu Auktion bis sich jemand erbarmt.
    Liebe Grüße

    Guten Tag,
    der hier abgebildete Brief hat mir bei der Bewertung einige Sorgen bereitet. Er steht jetzt am 1.3. 21.10Uhr bei ebay Berlin1948-49.
    |66%3A4|65%3A12|39%3A1|240%3A1318


    Es gibt ja eine Bewertung für die Marken SBZ bzw. Bizone auf Brief. Kommen noch Zuschläge für die Randstücke hinzu. Als WBerlin-Vorläufer sind jedoch nur Bewertungen für postfrisch bzw. gestempelt im Michel. Wie werden hier die Briefe bewertet?
    Ich habe einfach 150 pro Bizonenmarke auf Brief gerechnet x 4 gleich 600 plus die anderen gestempelt Berlin-Vorläufer ca. 650Katalogwert. Könnte man nicht auch 110x 4 rechnen 440 + 30% Aufschlag für 45II in Berlin lose ca. 550Michel x 4 für Briefbewertung 2.200Michel. Für Mischfrankatur mit SBZ gibt es vielleicht noch einen Aufschlag?
    Danke für eine Empfehlung.
    Viele Grüße
    hkoepe

    Tachschön,
    Glückwunsch zu dem Fund. Langsam kristalisiert sich ja raus welche Wz.-Varianten wirklich selten sind. Die Vermutung: schnell raus mit den teuren Stücken, vielleicht fallen die hohen Preise, könnte nach hinten losgehen. Sachen wie 315XI die ich mal vor Jahren rausgegeben habe, sind mir trotz intensiver Suche nicht mehr in die Hände gefallen.
    Wirklich seltene Sachen sind in den letzten Jahren heftig gestiegen. Eine postfrische 385X habe ich Mitte der 90er einem Sammlerfreund für 100DM überlassen und neulich sah ich Omas mit Köpfe I vollgeklebtes Postsparbuch wieder. Ich habe damals 70DM bekommen jetzt kostet fast 200Euro.
    Gleichzeitig sind Berge voller DDR- Massenware noch 10Euro pro Kilo wert (auch wenn viele Schrage- Plattenfehler drin sind)
    Na muß jeder selber wissen.
    Vom Block 27 habe ich 3 mit Übermaß wobei nur einer die Michelforderung erfüllt. Hier ist die Grenze fließend und Prüfzurückhaltung richtig.
    Viele Grüße

    Guten Abend,
    was nicht sein kann, das nicht sein darf. Was nicht sein darf, das nicht sein kann. Sind wir also so weit wie vor einer Woche.

    Zitat

    Zitat Jurek:
    ...wurden die Druckbögen für die einfachere Maschinen zugeschnitten und die jew. kleinere Maschinen haben meistens Bogendrucke...


    Wir sind uns doch einig, dass die DDR- Briefmarkensammelei wegen der vielen Varianten insbesondere bei den Wasserzeichen so spannend ist.
    Die 90 oder 270° verdrehten Wasserzeichen können doch nur entstehen, wenn die Rolle mit dem trockenen Wasserzeichenpapier in der Papiermühle zu Druckbogen zurechtgeschnitten werden. Richtig?
    Kommt dann die Palette mit den Druckbogen in die Wertpapierdruckerei wird von oben der Stapel abgetragen/gedruckt vielleicht noch etwas trocknen lassen und dann perforieren, kleinschneiden, in Bogentaschen fertig. Nimmt ein netter Drucker die benachbarte Palette haben wir vielleicht ein XI statt XII.


    Also was passiert im Papierwerk bei DDR-Marken der frühen Jahre... die Wasserzeichen werden in den feuchten Papierbrei gedrückt und auf Rollen gespult. Ein doppeltes Waserzeichen (bei der 317X sieht es manchmal danach aus) kann es nicht geben, weil fehlerhaftes Wasserzeichenpapier müßte erst wieder zu Brei verarbeitet werden und dann ist das alte Wz ja futsch. (Vielleicht ist die wasserzeichenerzeugende Walze ja mal durchgedreht, dann müßte aber das Papier in diesem Bereich kompletter Ausschuß sein.)


    Na und dann von getrockneter Rolle Wasserzeichenpapier mit zugeschnittener Breite wieder auf Rolle dabei durch Walzen und einseitig Kreideüberzug drauf. Soweit besteht Konsens.
    Fehlen noch die Schritte Druckbogen herstellen und Gummieren. In den Lexika zu Briefmarken steht sinngemäß: im Normalfall gummiert zum Druck, als gäbe es hier Ausnahmen. Nehmen wir also an: gummiert in die Druckerei. (Dafür spricht auch, dass in der Perforation kein Gummi ist.)
    Für mich ist völlig klar, dass die beschichteten Wasserzeichenpapiere in der Papiermühle zu Druckbogen geschnitten wurden, weil sich dadruch z.B. bei einem Rollende noch ein Druckbogen zuschneiden ließ, der dann aber verdrehtes Wasserzeichen hatte. Schlüssig?
    Bleiben die Schritte -wann zuschneiden, wann gummieren- in das Puzzle einzufügen. Bei der 353G ec. liegt die gestrichene Seite unter dem Gummi, somit heißt die zeitliche Abfolge: erst Kreideüberzug dann Gummieren soviel ist klar.
    Viele Grüße

    Guten Tag,
    die Freunde der großen und kleinen DDR-Plattenfehler möchte ich hiermit fragen ob wir nicht eine Art Leasing vereinbaren wollen. Ich sammle DDR mit seinen Wasserzeichen und Massenabstempelungen bis 1956 und habe für kleine Plattenfehler und neuere Marken kein Auge. Hier stehen 2-3 Kubikmeter DDR. Die könnten in 10Kisten a`20kg Stück Stück für Stück zu Ihnen und Sie nehmen sich dann 2-3 Wochen, schauen was Ihnen gefällt. Mir wäre nur wichtig, dass Sie nicht die Hochmichelausgaben gezielt herausziehen. Für Sie fällt Porto 8Euro hin und nochmal 8zurück und die Leasinggebür an, die sich nach Sympathie richtet.
    Kontakt am besten über ebay holgerkoepe.
    Viele Grüße
    H.Koepe

    Ja tut mir leid Realitäten zu leugnen, ist keine Lösung. Ebenso führt die Argumentation: was nicht im Michel steht gibt es nicht, ins Leere. Wenn Sie wissen wollen, um welche Pieck-Marke es sich handelt, fragen Sie doch Herrn Schönherr. Ich bin nicht der Besitzer.
    Für mich sind folgende Reaktionen weiterführend:
    a) ich habe eine Kolinmischung hergestellt und gleichmäßig auftragen können
    b) verschiedene Kreideüberzüge lassen sich anhand folgender Merkmale unterscheiden...
    c) Die Druckerei X/Y hat die fehlerhafte Lieferung von dem Papierwerk durch einen Unterdruck wettgemacht Beispiel...
    d) ich besitze DDR- Marken deren Kreideüberzug nicht vollflächig ist sondern nur 1/2 oder borkenartig...
    e) mir sind folgende Geschichten aus den Abläufen im Papierwerk bekannt...
    Nehmen wir an, der Kreidebrei war verklumpt oder einfach zu Ende gehend, ist die Frage ob das Papierwerk die fehlerhaften Bogen bzw. Rollenteile des Wasserzeichenpapiers nicht hätte einfach zu Papierbrei verarbeitet.
    Termiendruck, seltsame Vorgesetzte, ein perfektionistischer Mitarbeiter... es gibt schon vorstellbare Gründe warum fehlerhaft gestrichene Druckbogen ein 2. Mal durch die Walzen geschoben wurden.
    Schöne Feierstunden

    Liebe Mitstreiter im Forum,
    bei der Kontrolle von DDR-Massenware aus den 50ern sind mir mehrere 5-Jahrplanmarken mit gestrichener Rückseite aufgefallen. Die Marken sind echt gestempelt alle im gleichen Ort, auf amtlichen Wasserzeichenpapier und sind auch bildseitig gestrichen.
    Nun ging ich zunächst von einem Sehfehler meinerseits aus. Der Kaolinstrich macht jedoch einen amtlichen Eindruck und ist nicht wasserlöslich.
    Kann jemand sich diese Abart erklären?
    Prüfer Schönherr hatte vor Jahren eine Pieckmarke mit beidseitig gestrichenem Papier auf dem Tisch. Er fertigte einen Fotobefund mit längerem Text an. Sinngemäß stand da er sieht von einem Fotoattest ab weil keine weiteren Stücke bekannt sind und Manipulationen nicht auszuschließen wären.
    Ein Bild einzustellen scheint nicht sinnvoll und wenn jemand eine gute Methode kennt einen Kreidestrich nachträglich aufzutragen, hat sich die Sache ja erledigt.
    Über weiterführende Reaktionen würde sich sehr freuen
    H.Koepe

    Danke Peter,
    meine Frage ging allerdings in eine andere Richtung als Deine Antwort. Mich interessiert ob der bleistiftähnliche Strich den Silber auf gestrichenem, gekreidetem Papier erzeugt eine physikalische oder chemische Ursache hat und welche genau.
    Hintergrund dieser Frage ist: Kann man einen Kaolinstrich manipulieren?
    :rolleyes:
    Natürlich kann man ein ungestrichenes Papier mechanisch glätten und so Verwechsungen mit gestrichenem Papier erzeugen, dann fehlt aber immer noch der Kaolinstrich.
    Viele Grüße