Beiträge von BaD

    Hallo Gernesammler,
    noch eine Erläuterung zum Brief.


    Sportelfrei ist eine Preußische Besonderheit.
    Wenn jemand ein Verfahren bei Gericht verlor, mußte er die Gerichtskosten zahlen, wozu auch das Porto der zum Prozeßverlauf nötigen Korrespondenz gehörte. Da aber noch niemand wusste, ob der Verlierer bezahlt oder zahlen konnte, notierte die Preuß. Post bei Sportelfreien Briefen das Porto, und versuchte später das Geld vom Gericht zu bekommen. Konnte der Verlierer die Verfahrenskosten nicht an das Gericht überweisen, galt das Porto mit den
    Aversional-Zahlungen vom Preuß. Staat an die Post für Dienstsachen als abgegolten.
    Beste Grüsse Bernd

    Hallo Michael,
    natürlich hast du Recht.
    Die Preußische Post musste ja den Betrag in ihren Büchern beim Königlichen Stadtgericht notieren, da sie ja noch nicht wusste, woher sie das Porto erhielt.
    Beste Grüsse Bernd

    Hallo Gernesammler,
    da steht:
    Sportelfreie Justiz u. Dienst Einrichtungssache,
    Pa?l?dorf zu notieren
    Mit besten Grüssen Bernd

    Hallo Luitpold,
    am 31.1.1806 wurden die Postbeamten aus dem Eid von Bayern entlassen.
    Ab dem 1.2. war Kurfürst Ferdinand Souverän von Würzburg, aber die Beamten blieben als Provisorium bei der Kaiserlich-Taxischen Reichspost, sie wurden nicht auf den neuen Kurfürsten vereidigt. Am 1.8.1906 trat Würzburg aus dem Heiligen Römischen Reich aus und die Kurfürstenwürde war erloschen.Am 25.9.1906 trat Würzburg dem Rheinbund bei, wurde Großherzogtum, und am 17.November wurde der Fürst von Thurn und Taxis Erbland-Postmeister und übernahm die Post.


    Beste Grüsse von Bernd
    der nur abgeschrieben hat.

    Aber hier könnte vielleicht????? etwas zu finden sein, sehr preiswert 10 und 12 Euro!!!!


    Die Briefmarken und Postwerte des Vatikanstaates, 1983, offizieller Katalog, Farbe, darin die Marken 1981-85 sowie sämtliche Ganzsachen ab 1929 (!), 128 S., ohne Bewertungen


    C.E.I. Milano, (Hrsg.), Citta del Vaticano, Repubblica di San Marino, Farbkatalog mit Briefbewertung und Ganzsachen 1996/97, S. 451

    Hallo Felix,
    leider kann ich nicht helfen und dieses Werk kostet 250 Euro!!!!!


    Micheli, Le Tariffe postali Italiani 1862-2000, 2000/2001, 6-bändige Ausgabe der italienischen Posttarife, gesamt ca 2250 S., kartoniert,
    Beste Grüsse Bernd

    Hallo Michael,


    dieser Stempel ist bestimmt anderer Art, als wie bei der Postgebührenablösung erwähnt.
    Als Preußen-Laie verstehe ich den Brief nicht. denn ein Ortsbrief wie dieser kostete bei Abholung am Postamt nur 1/2 Silbergroschen als Ausnahme und bei Freimachung mit einem Silbergroschen war die Bestellung doch mit bezahlt.
    Beste Grüsse Bernd

    Hallo Michael,


    die Briefe mit dem Stempel " Für Bestellung Nichts " um 1850 sind sind wohl ein Vorläufer der Gebührenablösung für Gemeindedienstpost und deren Landbriefbestellung, die nur an Empfänger im Ortbestellbezirk der Oberpostdirektion Düsseldorf und an Empfänger in benachbarten Gemeinden gingen.


    Ab dem 1.4.1854 übernahm die Preußische Post die Zustellung im Fürstentum Waldeck für eine Summe von 350 Talern jährlich, dann mit dem Stempel "Bestellgeld Frei".


    Allgemein war solch ein Aversum erst ab dem 1.5.1856 erlaubt, aber es wurde wohl nur noch in Hohenzollern-Sigmaringen angewendet.
    Aus Band 171 Poststempelgilde: Postgebührenablösung
    Beste Grüsse Bernd

    Hallo Corradinho84,


    dieses Prüfzeichen benutzte Dr.Gerhard Düntsch ab Januar 1973 bis 31. Dezember 1994 und er prüfte Deutsches Reich Mi.-Nr. 98 bis 337 und die Dienst( offical)-Marken Mi. 16-98.


    Beste Grüsse Bernd

    Hallo bayern klassisch,
    ich war auf einer vollkommen falschen Spur.
    Ich hatte so einen Schein noch nie gesehen und das gedruckte " Art der insinuierenden Entschließung " und das " insinuiert durch mich" hat mich irritiert.
    Und wenn eine Marke über dem Wort frei steht, irritiert mich es mich noch mehr.


    Danke für die Erläuterung
    Beste Grüsse Bernd

    Hallo,
    irgendwo hatte ich gelesen, das in Bayern bei Briefen mit Zustellurkunde bei Bezahlung des Ganzen durch den Absender, dieser nur die Gebühr für die Hinsendung bezahlen konnte. Die Bezahlung der Zustellung( wenn nicht frei) und die Rücksendung des Zustellungsurkunde war immer erst bei der Abgabe der Bestätigung durch den ursprünglichen Versender möglich.
    Wäre es nicht möglich, das bei der Zustellung der Urkunde in Arnstein die Marke als Abgeltung des Rückportos verlebt und handschriftlich in Ermangelung eines Stempels beim Zusteller entwertet wurde.
    Eine verrückte Theorie, die bestimmt falsch ist. Bitte nicht lachen!


    Beste Grüsse Bernd

    Hallo Oisch,


    du hast natürlich Recht, der Brief war portofrei zu belassen.
    Depp war ein hartes Wort, aber der Unterzeichnete ( kann leider dessen Amtsbezeichnung nicht lesen) benannte den Schuldigen. Nach dem allgemein klugen Himweis, erst durch das Schreiben von dem Umstand erfahren zu haben,schrieb er: Nach ?? Befragen ergab sich, das mein Adjunkt in Ermangelung der Kenntnisse ...........( leider für mich unlesbar).
    Der Graf sollte das Couvert einschicken, aber schon am nächsten morgen die 40 Pf. erhalten.
    40 Pfennige waren für den Grafen bestimmt nicht viel, aber Ordnung musste sein.


    Beste Grüsse Bernd

    Zur Portoablösung für Behörden in Bayern 1.1.1908 - 31.07.1916, Kennzeichnung der Sendungen Frei durch Ablösung
    Grundlage waren 4 Verzeichnisse.
    Verzeichnis I: Aufgeführt waren die unmittelbaren Staatsbehörden
    wie: Kammer des Innern, Hydrotechn. Büro München, Hauptbank Nürnberg,Forstämter,Forstassesoren, Statist. Büro München,Amtsgerichte,Oberversicherungsämter u.s.w. alle mit dem königlich davor.
    Diese Mitglieder der Liste 1 konnten alle Dienstsendungen innerhalb Deutschlands ohne Rücksicht auf dem Empfänger aufgeben.
    Verzeichnis II:
    enhält die mittelbaren Behörden( Gemeinden; Kirchenbehörden) wie:
    Förster, Forstwarte,Bürgermeisterämter, Generalvicariat,Gemeindewaisenräte u.s.w.
    für diese galt die Ablösung nur innerhalb Bayerns wie folgt:
    Schreiben an Stellen des Verzeichnisses I waren abgelöst.
    Jetzt kommen die Listen III und IV ins Spiel, denn dort waren die für die einzelnen Ämter der Liste II in Frage kommenden Empfänger aufgeführt, für die das Ablöseverfahren galt. Schrieb ein Bürgermeister an seine Stadtmagistrate( waren in Liste III), war die Sendung abgelöst. Schrieb ein Bürgermeisteramt( Liste II) an ein anderes( Liste II), musste frankiert werden! Wunderbar das Beispiel von Oisch. Ein Schreiben von einem Armenpflegschaftrat an einen anderen Armenpflegschaftsrat war nicht im Ablöseverfahren erfasst. Auch alle Schreiben der Ämter der Liste II an Privat
    mussten frankiert werden.
    Beste Grüsse Bernd