Beiträge von schmidt reinhard

    1. ungarischer FP-Stempel
    2. - 4. Bosnien-Herzegowina-Stempel sind keine Feldpost-Stempel. Bosnien war von 1878/1879 bis 1908 besetztes Gebiet und wurde dann durch Annexion auch offiziell Teil von Österreich-Ungarn. Die 3 Bosnien-Sempel sind alle nicht besonders selten - sie gehören zu den häufigeren Stempeln, die allenfalls auf Ganzstück einen Wert haben (Lose pro Stück vielleicht 1,-).
    Die bosnische Post war bis 1918 eine Militärpost, die zwar dem Militär und nicht der Zivilverwaltung unterstand, aber keine Feldpost war (mit gewissen Ausnahmen). Daher auch die Beschriftung der Marken als "Militärpost" und nicht "Feldpost".


    Literatur Bosnien-Stempel: Berislav Sekelj (ebay-Name Sekelj - er kann den Katalog sicher noch liefern) hat vor ein paar Jahren den ersten Stempelkatalog Bosnien mit Bewertungsansätzen herausgegeben. Der Literaturklassiker zu Bosnien stammt von Adolf Passer. Mit den Stempeln bis 1900 befasst sich das Buch von Oscar Pongratz-Lippit.
    Bosnien-Stempel nach 1900 werden übrigens immer mehr gesammelt und sind noch relativ wenig erforscht.


    P.S. Der Letzte Stempel ist Bjelina (später Bijeljina)


    Grüße
    Gilbert

    Vom gefühl her würde ich die 5 cent. für ein original halten, die 10 cent ev. auch, aber die ist beschädigt (riss rechts, dünne Stelle), sicher ohne gummi und ev. Stempel entfernt


    grüße reinhard

    Hallo Charly,


    Es gibt aus dem Zeitraum 4.4.38 bis 31.10.38 eine Unzahl von überfrankierten
    Briefen und Karten. Sammler, aber auch Nichtsammler haben Poststücke
    mit Marken von Österreich oder des Deutschen Reichs , am liebsten aber
    mit beiden Ländern, an Freunde und Bekannte verschickt. Da kommen die
    abenteuerlichsten Frankaturen vor, die man sich vorstellen kann. Besonders beliebt waren die Schiffe,die Anschlußmarken, die Eisenbahn- und Glückwunschmarken. Diese Belege werden zum Teil zu erheblichen Preisen
    gehandelt, die wenigsten Belege davon sind portogerecht.


    grüsse aus Österreich reinhard

    Hallo Concorde,
    die ersten österreichischen Flugpostganzsachen - Postkarte und Brief-
    umschlag sind am 20. April 1936 erschienen. Im Briefumschlag war auch ein Bogen Briefpapier eingeschlossen,der für den Benutzer den Hinweis
    " Ein Bogen dieses Briefpapiers und der Umschlag wiegen zusammen 4 1/2
    Gramm "am unteren Rand aufweist. Der Verkaufspreis des Umschlages
    einschließlich einem Bogen Briefpapier betrug 45 Groschen. Der 40
    Groschen Wertaufdruck entsprach dem normalen Inlandstarif für Briefe
    zuzüglich 16 Groschen Flugzuschlag, dieser war ab 20. April 1936 von 20
    auf 16 Groschen herabgesetzt worden.



    grüsse reinhard

    Hallo Frama,
    das Briefporto betrug im Jahr 1931 40 Groschen, die Rekogebühr
    betrug 60 Groschen.Im Katalog von Roland F. Kohl ( Die Flugpost von
    Österreich - Kaiserreich und 1. Republik ) gibt es infolge der Eröffnung
    der Fluglinie Amsterdam-Niederländisch Indien ab 15 11. 1930 neue
    Flugpostgebühren für diese Strecke. Die Sendungen müssen mit dem Vermerk
    " Par avion neerlandais " versehen sein.
    Die Flugpostgebühr bis Batavia betrug 85 Groschen je 5 Gramm für Briefe.
    Die Gebühr weiter nach Australien ist leider nicht angeführt.
    Ich hoffe dass ich Dir trotzdem etwas weitergeholfen habe.


    Grüsse Reinhard

    Ich habe mich mit diesem Thema sehr Intensiv auseinandergesetzt, die
    gesetzlichen Grundlagen gefunden und eine Unzahl von Belegen ge-
    sammelt.


    Im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nr. 37 vom 30. März 1938 wurde
    folgendes verordnet:


    § 1 Für Briefe und Postkarten aus dem Lande Österreich gelten fortan die
    in der Anlage festgesetzten Postgebühren.
    § 2 Diese Verordnung tritt am 4. April 1938 in Kraft.


    In dieser Anlage zur Verordnung neuer Postgebüren Amtsblatt Nr. 116
    aus 1938 werden folgende Postgebühren neu festgesetzt:


    Postkarten In- und Ausland


    Briefe In - und Ausland


    Alle anderen Tarife blieben demzufolge unverändert:


    Eilgebühren In- und Ausland
    Rekogebüren In- und Ausland
    Drucksachen
    Flugpostgebühren
    Mischsendungen
    Nachnahmen (bis 31.10. 1938! 9
    Wertbriefe
    usw.



    Ich habe schon 2 Briefe in dieser Angelegenheit an die Michellredaktion
    geschickt, jedoch nie eine Antwort erhalten,sowohl die angaben im Michel
    las auch im ANK sind für diese Tarifperiode grundfalsch.



    grüsse aus österreich reinhard


    Mischsendungen

    Hallo,
    im Spezialkatalog und Handbuch von Schneiderbauer (Krems 1981 ) sind die
    Bildpostkarten von Österreich bis 1980 . Auf den Seiten 427 bis 496 sind
    alle Bildpstkarten aus den gesamten Serien dieses Zeitraums eineln gelistet.
    Leider ist dieses Buch seit langem vergriffen, Die Arge Österreich verleiht an ihre Mitglieder kostenlos dieses Buch.


    reinhard

    Die Flugpostgebühr in die CSR betrug bis zum 31.7.1938 30 Groschen je
    20 Gramm (alter öst. Tarif ), die Briefgebühr betrug 20 Pfennig und 15 Pfennig
    je wietere 20 Gramm ( neuer deutscher Brieftarif ). Ich komme bei
    diesem Brief auf keinen grünen Zweig.


    grüsse aus österreich

    hallo Mozart,
    ich glaube nicht, dass die Marke chemisch verändert wurde. Da zahlt es
    sich schon aus , den Brief zu einem Prüfer zu schicken.
    Vielleight erlebst Du eine positive Überraschung.


    grüsse reinhard

    Hallö,
    die Karte ist in einer weiteren Weise bemerkenswert; die Karte ist mit
    50 Heller frankiert und das war der Inlandstarif. Im Postverkehr mit Ungarn
    galt bis 30.4.1922 ( laut Michel ) oder bis 31.12.1921 (laut Karasek )
    der Inlandstarif ,obwohl Ungarn schon längst Ausland war.Ich sammle diese
    Nachkriegszeit speziell.


    mfg reinhard