Beiträge von frank65

    Hallo bayern klassisch,


    ich verstehe dich, für mich war es am Anfang auch schwer zu verstehen. Aber in der mir vorliegenden Literatur - auch im Sem - ist die eindeutig so nachzulesen.


    Die Kreuzer-Frankaturen stellen hier auch die Besonderheit dar. Die Silbergroschen-Frankaturen waren im Postbezirk über 30 Meilen und auch im Postverein über 20 Meilen gleich (3 Sgr). Hier hat sich auch in der 2.Portoperiode nichts geändert.


    Änderungen der 2. Portoperiode im Postbezirk (in den Kreuzer-Gebieten) betrafen die Entfernungen über 3 bis 15 Meilen - von 4 Kr. auf 3 Kr. reduziert, von 15 bis 30 Meilen - von 7 Kr. auf 6 Kr. reduziert und die besagten über 30 Meilen von 10 Kr. auf 9 Kr. reduziert.


    Die Postbezirkstaxe für Ortsbriefe betrug 1 Kr. einschl. Bestellgeld. Ausnahme war hier Frakfurt. Hier kam nochmals 1 Kr. für das Bestellgeld hinzu. Dies wurde dort erst ab 1861 auf 1 Kr. geändert. Die Postbezirkstaxe für Ortsbriefe blieb auch in der 2. Portoperiode gleich. Die Taxe für Briefe bis 3 Meilen war in der 1. und in der 2. Periode 2 Kr.


    Übrigens: Die Postvereinstaxe galt für die Hohenzollern-Gebiete Hechingen und Sigmaringen und die Hansestädte. Das restliche TuT-Postgebiet wurde als Postbezirk gewertet.


    Grüsse
    Frank

    Lieber VorphilaBayern und lieber bayern klassisch,


    schöne Belege die ihr da habt.


    Ich kann da leider fast nichts beisteuern. In meinen Pößneck Belegen hab ich da nur einen gefunden.
    Es ist ein Brief vom 10.9.1855 mit einer 9 Kreuzer Postvereinstaxe über 20 Meilen. Auf der Rückseite ist der Stempel vom TH&T-Postamt vom 12.9.1855 abgeschlagen.


    Zu beachten wäre, dass für eine Postbezirkstaxe der 1. Portoperiode über 30 Meilen - hier 10 Kreuzer fällig gewesen wären.
    Diesen Unterschied hat man erst in der 2. Portoperiode ab 1.9.1861 geändert.


    Wenn ich noch was finden sollte, werde ich dies natürlich hier noch zeigen.


    Viele Grüsse
    Frank

    Lieber VorphilaBayern,


    zu beachten wäre noch, dass sich die beiden 67er-Briefe aus der Zeit befinden, in der Taxis bereits an Preussen verkauft war. Vielleicht auch deshalb die anderen Stempel. Mir ist nicht bekannt, wie lange die Taxis-Stempel in Hamburg Verwendung fanden.


    Sicher es gab auch schon zur Taxis-Zeit andere Stempel in Hamburg :-)


    Wirklich eine schöne Zusammenstellung - wie auch bayern klassisch schon sagte.


    Grüsse auch von Frank

    Dankeschön mx5schmidt!


    Das mit der Entfernung bis zu 5 Meilen stimmt auf jedem Fall.
    Danke auf für deine Mühe bezüglich des Portos.


    Der Brief ging von Sachsen-Meiningen ins Grenznahe Bayern. Mir ist unbekannt, wie die bayerische Post mit Dienstsachen aus anderen Herrschaftsgebieten umging, welche an die Freiherren gerichtet waren. Vielleicht hat sie ja die Kosten dafür getragen. ;)


    Grüsse
    Frank

    Hallöchen,


    ich hab da soeben einen Auslagen-Brief erhalten.
    Zwar kein AD mehr sondern DR möchte ihn aber trotzdem mal zeigen.


    Es ist ein Auslagen-Brief vom Kreisgericht Sonneberg nach Mitwitz vom 7.2.1872 an das dortige Schloss.
    Kann mir jemand mit den Taxvermerken helfen?
    Auf der Rückseite sind neben einen solchen Vermerk auch zwei schwach abgeschlagene Ortsstempel von Gundelsdorf und Mitwitz.


    Dankeschön!


    Frank

    ...ich hab da was von Taxis:


    3 Kreuzer-Frankatur – Postbezirkstaxe – von Sonneberg nach Gotha 2. Portoperiode über 3 bis 15 Meilen. In Sonneberg am Bahnhof aufgegeben - handschriftlich „St. Sonneberg" und mit einem Federkreuz entwertet. In Coburg erhielt er dann den 3-Ring-Nummernstempel 270 vom Bahnhof Coburg - handschriftlich ist auch noch vermerkt Bahnhof Coburg - der Brief lief mit der Werrabahn.


    Grüße
    Frank

    ... ich meine zwischen Darmstadt und Giessen sind es etwas über 10 Meilen - also normal 4 Kreuzer in der ersten Portoperiode. Es sollte sich so um einen Brief der 2. Gewichtsstufe handeln.


    Die Entfernungen errechnen sich wie folgt:
    1. Die X-Koordinaten und die Y-Koordinaten werden jeweils voneinander abgezogen.
    2. Die Differenzen werden jeweils mit sich selbst multipliziert.
    3. Die beiden Werte werden addiert und daraus die Quadratwurzel gezogen.
    Das Ergebnis ist die Entfernung der Mittelpunkte der beiden Taxquadrate, welche für die Berechnung ausschlaggebend sind.


    Frank

    ... vielen Dank für die lieben Wünsche.
    Da ich Spätschicht habe steigt die Feier erst am Wochenende.
    Ich werde dann ein Gläschen für euch mittrinken.


    Vielleicht sieht man sich ja mal und kann das auch zusammen nachholen.


    Viele Grüße


    Frank

    Sorry! Wenn man das so sieht hätte ich sie dir natürlich mehr gegönnt.


    Im Sem (5. Auflage von 2001) sind auf der linken Seite der jeweiligen Marke die Michel Nummern angegeben und auf der rechten Seite die Sem-Nummer.


    Suchst du mehr Randstücke und wenn ja von speziellen Orten (Nst.)?


    Kannst mir dann ja ggf. eine PN bzw. E-Mail zukommen lassen. Ich werde dann mal meine Taxis diesbezüglich sichten, ob ich was abgeben kann.


    Grüsse
    Frank

    ... geb ich dir Recht! Die Nassau-Stempel sind alle etwas schwierig und auch nicht immer gut zu lesen.


    Wie schon geagt ein ganzer Batzen, wofür diese Marke über den Tisch gegangen ist. Mir wärs sicher auch etwas zu kostspielig gewesen.


    Ich richte mich bei Taxis immer mehr nach Sem als nach Michel. Sem liegt in seinen Bewertungen oftmals sogar noch unter Michel. Er ist jedoch - so meine ich - realer für gute Stücke an den Marktpreisen als der Michel.


    Wünschen wir dem neuen Besitzer viel Spass mit seinem "erstandenen" Stück.

    ...durchaus ein schönes Stück.
    Im Sem-Handbuch ist die Marke für den Normalschnitt auf Brief mit 40 EUR bewertet. Ein gut lesbarer - für Nassau-Verhältnisse - Stempel (Zuschlag 10 EUR lt. Sem).
    Sicher sind die knapp 48 EUR ein Batzen, aber durchaus für ein solches Randstück noch vertretbar.


    Grüsse
    Frank