Beiträge von Cantus

    Hallo,

    in der Zeit zwischen 1954 und 1991 erschienen in der ehemaligen Sowjetunion reichlich amtliche Bildganzsachenumschläge, die alle dem Thema Pferd gewidmet waren. Viele davon lassen sich auch heute noch relativ einfach auf Messen und Börsen in Deutschland auftreiben. Ein paar davon zeige ich nachstehend. Die Daten, die ich dazu nenne, sind die Daten, an denen

    der Druck der jeweiligen Ganzsachen von der zentralen Genehmigungsbehörde erlaubt worden war.


    Heute drei Umschläge, genehmigt am 11.12.1979, 8.1.1973 und 5.11.1987.


    Viele Grüße

    Ingo




    Hallon frimer14,


    der von dir gezeigte Brief ist ein spezieller Einschreibe-Ganzsachen-Umschlag, der ab dem Jahr 1914 in Brasilien zum Verkauf gelangt und ausdrücklich und ausschließlich für den Gebrauch als Einschreiben vorgesehen war. Er wird bei Higgins & Gage als "Registered enveloppe - C 1" geführt.


    Der Brief ist also nicht "als Ganzsache " gelaufen, sondern ist eine Ganzsache, die mit Zusatzfrankatur gelaufen ist.


    Viele Grüße
    Ingo

    Hello Xiaolin,


    your wrapper (= Streifband) is a private postal stationery. You can find this in the handbook of Ing.Franz Schneiderbauer, but only as a sort of a 3 Heller-wrapper, not specially the wrapper you have shown.


    If such wrapppers are often used to special adresses, the sender pre-printed parts of adresses on the wrappers.


    Best regards
    Ingo

    Hallo Phoenix,


    aus der Weltenecke, die du sammelst, gibt es alte Ganzsachen von Madagascar, Zanzibar, Mayotte und Nossi Be, aber nicht von Moheli oder den Comoren. Die Ganzsachen von Mayotte und Nossi Be waren nur einige wenige Postkarten, Umschläge und Kartenbriefe. der Wertstempel orientierte sich am Muster der französischen Briefmarken, die Namen Nossi Be oder Mayotte waren unterhalb der Wertangabe am unteren Rand aufgedruckt.


    Die Ganzsachen von Zanzibar orientierten sch dagegen zunächst an den Postkarten von Britisch Indien, die mit dem Namen "Zanzibar" waagerecht überdruckt wurden, bevor in Zanzibar ganz eigene Ganzsachen erschienen.


    Die ersten Ganzsachen von Madagascar waren französische Ganzsachen mit Überdruck des Wortes Madagascar, später dann erschienen eigene Ganzsachen, wobei sich die Wertstempel an der französischen Machart orientierten.


    Zu diesen Ganzsachen gibt es mehrere Katalogwerke. Zunächst den Welt-Ganzsachen-Katalog von Dr. Ascher, der die Ganzsachen bis etwa 1923 enthält. Der Katalog ist heute noch als Nachdruck als Loseblattwerk käuflich zu erwerben. Als zweites Nachschlagewerk existiert der Welt-Ganzsachen-Katalog von Higgins & Gage, der alle Ganzsachen bis etwa zum Jahr 1973 enthält und ausführlich beschreibt. Dieses Werk zu erhalten dürfte jedoch sehr schwer sein, da es sicherlich nur wenige Sammler gab, die sich den Katalog als Buch für damals 650 DM beschafft hatten. Als Drittes gibt es den Katalog von Rainer von Scharpen, in dem er alle Ganzsachen der ehemaligen französischen Kolonien und Auslandspostämter abhandelt. Und zum Schluss das neueste Werk, der Ganzsachen-Katalog von Afrika, erschienen im Jahr 2007 beim Berliner Ganzsachen-Sammlerverein von 1901 e.V., meines Wissens ist das Werk derzeit aber vergriffen. Zusätzlich erschien vor gar nicht so langer Zeit noch ein Spezialkatalog zu allen Aerogrammen (= Flugpostleichtbriefen) von Afrika, ebenfalls beim BGSV, aber zu der von dir gesuchten Zeitspanne gab es noch keine Aerogramme, deshalb würde dir dieser Katalog nichts nützen.


    Viele Grüße
    Ingo

    Hallo zusammen,


    zu einem früheren Zeitpunkt findet sich ein Thema, in dem über Aufdrucke auf Zanzibar-Marken diskutiert wurde. Das war aber auch schon ales, was ich zum Thema Zanzibar finden konnte. Ich selber sammle keine losen Marken von Zanzibar, sondern bin eigentlich spezialisiert auf die Ganzsachen von Zanzibar (nicht Sansibar !), daneben haben sich aber auch allerlei Frankaturen angesammelt. Was ich überhaupt nicht mag ist die Vermischung dieses Themas mit der deutschen Kolonie auf Zanzibar, und auch andere Staaten hatten durchaus einmal Ambitionen auf diese Inselgruppe, ich denke aber, alleine die Briefmarken, die die Inschrift "Zanzibar" tragen, oder aber Belege, die mit ihnen frankiert wurden, könnten zusammen hier ein ganz reizvolles Thema ergeben.


    Ich würde mich freuen, wenn auch Andere ein paar Bilder aus ihrem Bestand zeigen könnten, denn alleine die Abbildungen, die man allgemein passenden Katalogen entnehmen kann, sind selten und oft nicht in besonderer Qualität.


    Zum Start zeige ich zwei Ersttagsbriefe aus dem Jahr 1949, die zwar nicht denselben Tagesstempel tragen, aber vermutlich hatte man es damit nicht so genau genommen. Der erste Brief wurde mit Mi. 202 und 205 frankiert, der zweite Brief mit 203 und 204.


    Viele Grüße
    Ingo

    Guten Abend allerseits,


    weiter oben wurde nach AK-Börsen gefragt. Einmal abgesehen von Flohmärkten habe ich in der Vergangenheit recht gute Erfahrungen mit den Veranstaltungen von Polster & Rutsch gemacht (). Diese Börsen werden in aller Regel in verschiedenen Briefmarkenzeitungen rechtzeitig vorher angekündigt.


    Viele Grüße
    Ingo

    Hallo,


    3 Euro für eine einzelne Marke sind sicher zu viel. Mich persönlich interessieren dabei auch weniger die Marken, sondern vielmehr die - oft seltenen - Abstempelungen.


    Viele Grüße
    Ingo

    Hallo,


    falls immer noch ein Interesse an Literatur zu den Salzsteuermarken von Ägypten existiert, so kann ich gegenwärtig auf ein Angebot von Black Swan Books hinweisen. Dort ist momentan das Handbuch von A.Forbin für $ 95,-- zu haben.



    Viele Grüße
    Ingo

    @ wolleauslauf


    Hallo Wolle,


    es geht nicht um den 30.Mai, sondern um jeweils exakt das Datum, an dem du deinen Beitrag bringst. Wenn du also heute, am 31.Mai, hier einen Beleg oder Stempel zeigst, dann muss der an einem anderen 31.Mai gestempelt worden sein.


    Viele Grüße
    Ingo

    Hier ein typisch sauberer Stempel aus Möbiskruge [1], einem kleinen Ort, der am 31.12.2001 nach Neuzelle eingemeindet wurde. Typisch sauber deshalb, weil der Adressat des Briefes, Kurt Kleeberg, mir ausnahmslos als Empfänger besonders sauber abgeschlagener Poststellenstempel bekannt ist. Der Stempel lautet auf "über Stalinstadt", das ist das heutige Eisenhüttenstadt [2].


    [1]
    [2]


    Viele Grüße
    Ingo

    Hanß Kraus nimmt bei Belegen den fünf- bis zehnfachen Preis des Üblichen, ebenso wie Farahbaksh in Berlin. Da muss dann nicht dauernd ein kauffreudiger Kunde den Laden betreten, da reicht auch ab und zu einer, der bereit ist, solche abenteuerlichen Preise zu bezahlen. Ich habe in der Vergangenheit beide Händler aufgesucht und einige ihrer Belegekisten durchsucht, die Preise haben mich aber extrem abgeschreckt. Selbst bei reduziertem Händlerbestand in Deutschland gibt es immer noch genug Anlaufstellen, bei denen ich als Käufer nicht das Gefühl habe, um jeden Preis ausgenommen zu werden.


    Viele Grüße
    Ingo

    Du solltest bei deinen Überlegungen auch nicht vergessen, dass es ähnlich viele Ganzsachen gibt wie Briefmarken. Und außerdem gibt es bei Ganzsachen grundsätzlich erheblich mehr Merkmale, die zu beschreiben sind, so z.B. Länge x Breite in Millimetern, Art der Ganzsache, Art des Papiers oder Kartons, Anzahl, Länge und Stellung der Adresslinien, andere Merkmale der Adresseite, mögliche Aufdrucke oder Bilder auf der Rückseite, unterschiedliche Längen der Deckelgummierung bei Umschlägen, die Art, wie Umschläge zusammengeklebt sind (Umschlagklappe oben, rechts oder links), wo hängt bei Doppelkarten die Antwortkarte dran (oben, seitlich oder unten), die vielen verschiedenen Arten und Stellungen der Wertstempel und vieles Andere mehr.


    Die einzigen Personen, die versuchen, solche Grundlagenwerke weltweit zu erstellen, sind Mitglieder im Berliner oder Münchner Ganzsachensammlerverein (BGSV oder MGSV), aber angesichts der Ausgabenflut auch in diesem Bereich ist so ein Vorhaben zumindest in Teilbereichen von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Für die Ganzsachen von Afrika ist immerhin im Jahr 2007 ein Ganzsachenkatalog beim BGSV erschienen, bei anderen Erdteilen jedoch scheitert es ganz einfach an der Unmöglichkeit, alle Ganzsachen in persönlichen Augenschein nehmen zu können oder überhaupt erst einmal von ihrer Existenz zu erfahren.


    Ich zum Beispiel sammle seit Jahren gebrauchte Ganzsachen von Costa Rica, es ist mir bis heute aber nicht gelungen, irgendeinen Katalog zu finden, der die Ganzsachen listet, die nach Higgins & Gage erschienen sind. Bei meinem Sammelgebiet Malaysia bin ich immerhin auf einen Katalog eines malaiischen Händlers gestoßen, der sowohl die Briefmarken als auch die Ganzsachen listet und sie teilweise auch in Farbe abbildet. Und bei meinem Sammelgebiet Ägypten greife ich auf den schon erwähnten NGK-Katalog von Afrika zurück, aber das sind nur einige wenige Länder.


    Wenn man nun weltweit alle Ganzsachen erfassen und angemessen beschrieben in Katalogform herausbringen würde, würde das einen Katalogpreis von geschätzt weit über 10.000 Euro ausmachen. Aber auch in Dateiform wäre das sicherlich nicht erheblich preiswerter, denn die unendliche Mühe, alle Ganzsachen erst einmal zusammenzutragen (was vermutlich Jahre dauert, wenn es überhaupt realisierbar ist) und dann noch sachgerecht zu beschreiben müsste ja schließlich auch noch bezahlt werden.


    Es ist also illusorisch zu glauben, so ein Gesamtwerk wäre mit normalem Aufwand zu realisieren. Wenn du also Fragen zu einzelnern Ganzsachen hast, lassen sich die vielleicht hier im Forum beantworten, wenn du aber weitergehende Informationen suchst, solltest du mindestens Mitglied im Berliner oder Münchner Ganzsachensammler-Verein werden, bei ungewöhnlicheren Ganzsachenausgaben kann es dir aber dennoch passieren, dass du erst einmal selber forschen musst, um dann deine Ergebnisse der weltweiten Gemeinschaft der Ganzsachernsammler präsentieren zu können.


    Falls du von dem eingangs genannten Bestand "Ganzsachen alle Welt, gelaufen nach Europa" etwas angeben oder verkaufen oder vertauschen möchtest, dann lass von dir hören.


    Viele Grüße
    Ingo