Beiträge von Merkurkopf

    Hallo,


    habe die Marken anhand des ANK Spezial (1986) bestimmt da ich keinen Michel Deutschland habe. Weil sich die Nummern in beiden Katalogen unterscheiden können habe ich sie hier weggelassen.


    Die beiden Marken mit Aufdruck "Deutsches Reich" gehören zum Satz "Abschiedsmarken von Bayern" von 1920.


    5 und 20 Mark in der ersten Reihe sind aus "Schnitter und Bergleute" von 1922/23.


    Die 300 Mark ist vmtl. aus 1922 (grün auf sämisch), die 400 Mark sind aus 1922 (braun auf sämisch) bzw 1922/23 (braun auf bräunlich). Die Farbvariante 400 Mark rotbraun auf bräunlich, die aber soweit ich sehe nicht dabei ist, wäre lt. Katalog rund 80 € wert. 10 Mio. Mark gehört zu den Inflationsnotausgaben von 1923.


    Die Dienstmarken sind aus 1920 bzw. 1922.


    Die Marke Baden zu 1 (Reichs)mark ist aus 1947 (Französische Zone); in DM-Währung (D.M. statt M.) wäre sie ca. 10 € wert.


    Von der Zwangszuschlagsmarke "Notopfer Berlin" aus Württemberg, 1948/54, gibt es zahlreiche Varianten die sich u.a. in Wasserzeichen, Druckverfahren, Trennungsart/Zähnung und auch stark im Preis unterscheiden; die Suchfunktion im Forum könnte dir hier evtl. weiterhelfen.


    Die 25 Pfg. der Deutschen Post gehört zur Kontrollratsausgabe von 1946. Mit waagrechter Riffelung/fallendem Wasserzeichen und Falz wertet sie in guter Erhaltung ca. 70 €.


    Die übrigen Marken tragen bis auf eine alle Jahreszahlen, nämlich die 3+2 (Pfg.) aus 1943. Die 6 (Pfg.) in grün von 1935 werten postfrisch jeweils ca. 3 € pro Stück, die von 1934 ca. 15 €. Die Paare würde ich aber nicht zerlegen da sie zusammenhängend sicher seltener sind als einzeln.


    Die übrigen Marken haben nur geringen Wert, aber soweit ich das erkennen kann sind etliche schöne Stücke dabei die ich auch selbst in meiner Sammlung habe :)


    Bei der Bestimmung wäre noch interessant ob die Marken wirklich ungebraucht (ohne Gummi) sind oder doch postfrisch bzw. mit Falz, was ich anhand des Scans schlecht erkennen kann.


    Wünsche dir noch viel Freude mit den Marken,
    Merkurkopf

    Danke erstmal für die zahlreichen Rückmeldungen :)


    Zu meinem Angebot muss ich nochmal sagen dass es sich nicht um Briefmarken, sondern um Literatur im weitesten Sinne handelt (siehe auch das Foto im ersten Posting). Marken habe ich noch nicht zu verschenken, die kommen wahrscheinlich erst nach dem Umzug dran weil ich noch nicht entschieden habe welche ich behalten will.


    Inserate in "Die Briefmarke" kosten soweit ich das sehe Geld, das ich eigtl. nicht ausgeben wollte. Organisationen wie "Licht ins Dunkel" nehmen denke ich auch keine Sachspenden sondern nur Bares.


    VOEPH finde ich einen guten Tipp, falls sich hier niemand findet werde ich es evtl. dort probieren.


    Gruß,
    Merkurkopf

    Hallo Valgrande,


    finde deine Idee gut, nur kenne ich keine soziale Einrichtungen oder Jugendgruppen, die daran interessiert sein könnten, und viel Zeit zu suchen oder herumzufragen habe ich nicht. Wichtig wäre halt dass ich vom Empfänger eine Zusage bekomme dass er die Beilagen haben will, sonst schick ich im Prinzip nur Altpapier in der Gegend herum :(


    Wenn jemand solche Einrichtungen oder Gruppen in Österreich kennt die interessiert sein könnten, sagt ihnen bitte Bescheid, dann können wir uns was zum Transport überlegen :)

    Hallo an alle,


    hier habe ich eine Menge an (wie ich vermute) offiziellen Beilageblättern der österreichischen Post zum Briefmarken-Abonnement, die ich nicht aufheben möchte, die aber evtl. zu schade zum Wegwerfen sind. Vlt. möchte sie jemand geschenkt haben?


    In vier Ordner aufgeteilt sind die österreichischen Marken von 1969-87 detailliert beschrieben. Zu jeder Marke gibt es eine Übersichtsseite mit Daten zu z.B. Ersttag, Druckverfahren, Gummi, Farben, uvm; dazu meist mehrere Seiten Hintergrundinformationen zum Motiv.


    Briefmarken selbst sind wohlgemerkt keine enthalten, nur Bilder davon :D Ob die Jahrgänge vollständig sind weiß ich nicht, sieht aber danach aus.


    Da ich in 2-3 Monaten umziehe würde ich die Ordner gern vorher loswerden, wer sie haben will und in der Nähe wohnt kann sie gerne abholen (Adresse per PM), Versand wäre bei Kostenersatz auch möglich :) Falls sich niemand meldet kommen sie zum Altpapier.


    Gruß,
    Merkurkopf

    Hallo,


    beim Durchsehen eines der Vordruckalben meines (Ur-)Großvaters bin ich auf die Mi-Nr 41. (50 kr.) gestoßen die evtl. falsch eingeordnet ist. Die Marke ist außerdem mit einem dunkelblauen Stempel entwertet, von dem ich vermute dass er falsch ist, u.a. weil die Marke mit blauem Stempel deutlich mehr wert ist als ungebraucht mit Falz.


    Die gestempelte Marke ist als Type II (feiner Druck) abgelegt, allerdings hat sie einige Merkmale anhand derer ich sie eher als Type I einordnen würde (Augenbraue, Nackenhaare, Ende der Haarschleife und Schraffur am Hals), Bart und Haare entsprechen aber wieder eher Type II. Die Abbildung im Michel und der Vergleich mit den anderen Marken des Satzes (in Type I und II) haben mir leider nicht wirklich weitergeholfen, weil die Merkmale (zumindest für mich als Anfänger) selten so deutlich ausgeprägt sind wie im Michel abgebildet. Insofern kann ich teilweise nur vermuten dass die Marken richtig eingeordnet sind, abgesehen von den Fällen wo der Stempel vor 1874 datiert und eine Fälschung desselben unwahrscheinlich ist. Für Tipps die eine zuverlässige Bestimmung erleichtern wäre ich deshalb dankbar.


    Der Stempel auf der Nr. 41 ist aus mehreren Gründen merkwürdig. Stempelort und -zeit lauten "HABSBURGGASSE WIEN" und "20 / 10 / 8 - 9 VM / 67". Falls es sich daher um eine Type II (ab 1874) handelt, kann der Stempel nur falsch sein. Zum anderen ist das Blau deutlich dünkler als die (wenigen) anderen blauen Stempel, die ich bis jetzt aus der Kaiserzeit gesehen habe. Auf dem Scan ist davon kaum etwas zu sehen, am ehesten noch an der äußeren Kreislinie bei GA"SS"E wo die Farbe verwischt ist, in echt ist das Blau etwas besser sichtbar. Der Stempel ist zudem fast mittig abgeschlagen, was schon mal selten vorkommt. In einigen Teilen ist der Abschlag sauber, dann wieder stark unterbrochen, wie bei "BURG". Insgesamt dürfte die Marke zweimal - leicht versetzt und gedreht - gestempelt worden sein, einmal davon mit wenig Farbe (siehe B"URG", innerer Kreisring und Zahlen von Datum bzw. Uhrzeit).


    Soweit meine Beobachtungen, bin schon auf Eure fachkundigen Meinungen gespannt :jaok:

    Hallo Philatom73,


    die Katalogwerte der amtlichen Neudrucke dieser Zeitungsmarken reichen von 10 bis 400 DM (nach Michel '79), abhängig vom Erscheinungsjahr der Neudrucke. Im Michel-Katalog sind übrigens im Anhang des Österreich-Teils die Unterschiede zwischen den Neudruck-Auflagen beschrieben. Die genaue Bestimmung dürfte aber nicht einfach sein weil hier v.a. Unterschiede in Farbton, Papier und Gummierung entscheidend sind.
    Im ANK gibt es noch den Hinweis dass die Merkur-Neudrucke von 1884 und 1886 einen allseitig breiten Rand haben. Evtl. stammt der rote Merkur von einer dieser Auflagen, zumindest sieht der Rand oben und unten für mich sehr breit aus. Bin aber Anfänger, deswegen ist das nur eine Vermutung.


    Mit besten Grüßen,
    Merkurkopf

    Hier zwei, wie ich finde, sehr schöne Beispiele für Marken auf Faserpapier. Es handelt sich dabei um Merkur-Zeitungsmarken aus Österreich von 1899 (ANK Nr. 99 und 100). Die dunklen Fasern im Papier sind auch mit freiem Auge deutlich zu erkennen, nur auf diesen Fotos etwas unscharf geraten :ups:.
    Der vollständige Satz besteht übrigens aus vier Werten; neben den gezeigten gibt es noch Marken zu 2 und 6 Heller in (hell)blau bzw. (gelb)orange. Dieselben Marken wurden 1901 mit Lackstreifen versehen ausgegeben.
    Daneben existieren noch Ausschnitte von Versandschleifen mit eingedrucktem Zeitungswertstempel in verschiedensten Farben und Papierarten, die aber keinen allgemeinen Sammlerwert besitzen.

    Hallo Mirko,


    hier habe ich die Katalogwerte einiger Stücke herausgesucht. Alle Angaben stammen aus dem ANK 1986 (Werte in Schilling, 13,7603 öS = 1 EUR) und beziehen sich auf Ersttagssätze in einwandfreier Erhaltung, soweit nicht anders angegeben. Eine übliche Schätzung für den Verkaufspreis liegt bei 1-10% des Katalogwerts für Marken dieses Preissegments.


    Leipziger Herbstmesse 1967 (kein Ersttag?, Ersttag dieses Satzes ist der 30. 8. 1967), 2,60 öS (Satzpreis gestempelt)
    Leipziger Herbstmesse 1969 (kein Ersttag?, Ersttag dieser Marke ist der 27. 8. 1969), 0,70 öS (gestempelt)
    Leipziger Frühjahrsmesse 1971, 8,50 öS
    XII. Olympische Winterspiele Innsbruck (Seite 10), 53 öS
    Olympia-Billet: eine sog. Ersttags-Kombination, mit der Markenserie 1 und den 4 verschiedenen Ortsersttags-Sonderstempeln vom 14. 3. 1975 sowie Serie 2 mit den 4 Ortsersttags-Sonderstempeln vom 14. 11. 1975, 245 öS


    Weil der Katalogwert des Olympia-Billets höher liegt wird der Verkaufspreis auch etwas höher geschätzt, über den Daumen auf 5-30%.


    Wenn du dich genauer mit dem Thema Wertbestimmung von Briefmarken beschäftigen willst ist dieser Thread sehr empfehlenswert:


    MfG, Stefan