Beiträge von wi.kr

    Die Zähnung bei Mi.-Nr. 19 ist wie beim gesamten deutschen Druck immer eine Linienzähnung (= L), selbst dann, wenn die Zähnung per Zufall einmal so aussieht, als wäre sie eine Kammzähnung (= K). Die Linienzähnung A: L 11 bedeutet, dass alle Seiten der Marke das Zähnungsmaß 11 aufweisen, die Linienzähnung D: L 11 1/2 hat also an allen Seiten die Zähnung 11 1/2. Mi.-Nr. 19 D ist nicht häufig, also weitersuchen!

    Gruß wi.kr

    Es handelt sich um einen überfrankierten Ortsbrief, was immer wieder mal vorkam, wenn die passenden marken nicht zur Hand waren. Allein die Angabe "geschäftlich" macht den Brief nicht zu Geschäftspapieren, die den Bedingungen für Drucksachen entsprechen mussten, also unverschlossen aufzugeben waren. Die Angabe geschäftlich war nur wichtig in der Anfangszeit nach dem Kriege, als private Post zunächst nicht zugelassen war.

    Gruß wi.kr

    Hallo hlmj,
    in der Tat sind solche Zähnungsvarianten bei AM-Post häufig, da die Zähnungsmaschine mit Fußhebel bedient wurde und immer nur eine Reihe zähnen konnte (Linienzähnung!). Deutlich zu breite, schmale, kurze bzw. hohe Marken werden gesammelt, ohne dass es für solche Druckzufälligkeiten Katalogbewertungen gäbe. Paare mit sehr deutlichen Unterschieden finden immer mal einen Liebhaber.

    Beim englischen Druck (immer enge Zähnung!) gibt es zahllose Varianten, die in den Anfangsjahren noch viel feiner ausgemessen wurden als heute. Aus dieser Zeit weiß man, dass Zähnungen von 14 bis fast 15 vorkommen, vereinzelt auch geringfügig unter 14 Die fragliche Marke hier wird als Zähnung A eingestuft. Nach wie vor sind zwei Standardwerke maßgebend:
    1. Bockholdt u.a., Die AM-Post-Marken in Deutschland 1945/46, die Verwendungen und zeittypischen Besonderheiten, aus dem Jahr 200 noch mit DM-Preisen und
    Sax, Die Post 1945-1946 in der amerik. und britischen Zone, Eigenverlag 2009.
    Viele Informationen bei
    Neumitglieder jederzeit willkommen!
    Viele Grüße
    K.-R. Winkler,
    Rundbriefredakteur der Arge AM POST

    Hallo altstri,
    den Beleg habe ich inzwischen erworben und er ziert als Beispiel für eine ungewöhnlich große Butze meine Spezialsammlung. Natürlich kein PLattenfehler, aber eine sammelwürdige Abweichung vom normalen Druckbild, wie sie manchmal über mehrere Druckbogen hinweg vorkommt. Wer so was besonders deutliches auf AM-Post-Marken hat und womöglich wegwerfen wollte, kann es mir gern anbieten.
    Gruß
    wi.kr

    Hallo Wickster,
    es handelt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht um Notstempel, sondern um Päckchenstempel. Auf Mi.-Nr. 35 (1 RM) abgeschlagen ist das günstigstenfalls nicht prüfbar. Verwendung auf Päckchen ist extrem unwahrscheinlich (Porto betrug 40 bzw. 80 Pf für normale Beförderung). Deswegen könnten die Stempel auf Mi.-Nr. 30 (40 Pf.) passen. Dort stört aber der zusätzliche Normstempel, dessen Vermeidung der Päckchenstempel diente (meist unebener Stempeluntergrund und deshalb unlesbare Stempel). Sieber über Herzberg (Harz) war eine Poststelle I, durfte also einen Normstempel führen, der ja auch vorhanden war. Weshalb dann zusätzlich ein Einzeiler abgeschlagen worden sein soll, lässt sich schlüssig nicht erklären. Ich würde mir also keine Hoffnungen machen.
    Gruß
    wi.kr

    In den Philaseiten wird derzeit die Erklärung für eine Firmenlochung in Form eines Schwans gesucht:

    Viellicht weiß ja hier jemand Näheres dazu. Mich interessiert das, eil die Lochung auch auf AM-Post 1946 aufgetaucht ist.
    Gruß an alle, die sich jetzt angesprochen fühlen
    wi.kr