Beiträge von liball

    Hallo columbus,


    gemäß dem österreichischen Tarif von 1817, gültig bis 1842, wurde das österreichische Franko in der 2. Gew.-Stufe doppelt angesetzt. Im Postvertrag Preußen-Niederlande von 1817, der auf deinen Brief anzuwenden ist, wurde vereinbart, dass ein einfacher Brief bis zu einem Loth gilt. Mit jedem halben Loth steigt der Portobetrag um die Hälfe der gewöhnlichen Taxe.
    Aus Belgien habe ich leider keinen Tarif aus dieser Zeit. Ich habe jedoch einen Postvertrag zwischen Preußen und Belgien von 1852, dem eindeutig zu entnehmen ist, dass das belgische Porto in der 2. Gew.-Stufe zweifach kostet.


    Grüsse
    liball

    Hallo Columbus,


    beim Brief aus Triest handelt es sich um einen Brief in der 2. Gew.-Stufe. Auf der Rückseite kann ich überhaupt keine Taxierung entziffern. Ich gehe davon aus, dass das Franko von 28 Kr. auf die Vorderseite geschrieben wurde. Dies kommt bei Briefen aus Österreich des öfteren vor und war auch kein Problem, da Österreich bekanntermaßen den Grenzfrankozwang praktizierte. Preußen erhielt von Belgien 15 Sgr. (2. Gew.-Stufe).

    Eine Herabsetzung des preußischen Anspruchs von 10 auf 9 Sgr. gab es nicht. Man muss hier unterscheiden wo der Brief herkam. Kam er aus Italien oder Österr./Italien erhielt Preußen 10 Sgr., kam er jedoch aus Österreich erhielt Preußen nur 9 Sgr. Wobei es hier gelegentlich auch zu Fehltaxierungen kam.


    Den 3. Brief kann ich im Moment auch nicht aufklären. Vielleicht ist er entgegen den Vorschriften im Einzeltransit durch Bayern gelaufen, dann würden die 20 Kr. passen.


    Grüsse
    liball

    Hallo,


    ich muss meine Aussage zum Brief von Bayern-Nils nochmals revidieren. Schnellschüsse aus der Hüfte können ganz schön daneben gehen wie dieses Beispiel zeigt. Heute habe ich das preußische Circular vom 11.9.1837 gefunden. Darin wurde ab dem 1.10.1837 die direkte Auswechslung zwischen Österreich und Preußen im geschlossenen Transit bekannt gemacht. Vorher wurden diese Briefe im offenen Transit über Bayern gewechselt. Ich habe hierzu einen Brief aus Messina nach Verviers vom 11.11.1837 angehängt, der im Gegensatz zum Brief von Bayern-Nils keine bayerische Taxierung aufweist.
    Der Absender bezahlte 15 Grana. Österreich erhielt von Preußen 20 Kr. C.M. Preußen von Belgien 10 Sgr. Gesamtporto für den Empfänger 15 Decimes. Bayern erhielt 12 oder 14 Kr. je Loth für den geschlossenen Transit.
    Da der Brief von Bayern-Nils jedoch aus dem Jahr 1836 stammt, muss er im offenen Transit über Bayern gelaufen sein. Nach dem Vertrag von 1834 erhielt jedoch Bayern bei Briefen aus Italien nur 24 Kr und zwar bis zur Einführung der Österreichisch-Preußischen Briefpakete (Seite 19). Dies bedeutet, dass Bayern für seinen Transit keinerlei Vergütung bekam. Preußen konnte nicht mehr vergüten, da es seinerseits nur 10 Sgr. von Holland bekam. Wäre der Brief nur bis Preußen gelaufen, hätte Preußen an Bayern 32 Kr. vergütet. Dies konnte Preußen jedoch wieder vom Empfänger kassieren.
    Vermutlich hat Bayern dem zugestimmt, da in § 35 des Vertrages von 1834 bereits ausgeführt wurde, dass direkte Pakete zwischen Preußen und Österreich eingeführt werden und Bayern dann eine Transitvergütung in Aussicht gestellt wurde.


    Grüsse
    liball

    Hallo Bayern-Nils,


    habe erst gerade bemerkt, dass dein Brief von 1836 ist. Da passt die obere Beschreibung nicht. Diese passt zum anhängenden Brief aus Bologna von 1832.
    Dein Brief lief im geschlossenen Transit durch Bayern. Franko Kirchenstaat wieder 2 1/2 Bajocchi. Österreich wieder 20 Kr. C.M. Diese wurden von Preussen an Österreich vergütet. Bayern erhielt von Preussen 12 Kr. je Loth für den geschlossenen Transit.
    Niederlande an Preussen wieder 10 Sgr. Gesamtporto 85 Cent.


    Grüsse
    liball

    Hallo Bayern-Nils,


    Ich würde die Taxierungen wie folgt beschreiben:
    Das verpflichtende Franko für einfache Auslandsbriefe im Kirchenstaat betrug 2 ½ Bajocchi. Österreich setzte für seinen Transit 20 Kr. C.M. an (Art. 9, Dritte Klasse, PV mit Bayern v. 1819). Preußen bezahl-
    te für Briefe aus Italien nach den Niederlanden 28 Kr. oder 8 Sgr. an Bayern (Art. 19 B Nr. 6, PV Bayern-Preußen v. 1816).
    Die Niederlande vergütete an Preußen für Briefe aus Italien 10 Sgr. Dies entsprach 60 Cents. Zuzüglich des niederländischen Inlandportos von 25 Cents errechnete sich ein Gesamtporto von 85 Cents.


    Grüsse
    liball

    Hallo,


    ein schöner Brief.
    Bayern bekam von den 3 Kr. nichts ab. Nach dem hier schon des öfteren besprochenen § 4b des PV Bayern-Württemberg hatte jeder Teil seine Ritte bis auf die jenseitige Grenzpoststation, dies war von Lindau aus Wangen, zu leisten und zu zahlen. Auf den Retourritten kam das Porto und Franko dafür in die bayerische Kasse.


    Grüsse
    liball

    Hallo bayern klassisch,


    ein schöner Brief. Nur wie in Württemberg das preußische Transitporto berechnet wurde, ist mir schleierhaft.
    Nach dem Postvertrag zwischen Preußen und Russland von 1843 hätte das preußische Transitporto für einen einfachen Brief bis 1 Loth aus Württemberg 8 Sgr. (28 Kr.) betragen. Bis 1 1/2 Loth wären 12 Sgr. oder 42 Kr. fällig gewesen. 72 Kr. hätten für einen Brief von 2 bis 2 1/2 Loth gereicht.
    Nach meinen Unterlagen galt der russische Portosatz von 10 Kopeken nur bis 1 Loth. Ein Brief bis 1 1/2 Loth hätte 15 Kopeken gekostet, somit 4 1/2 oder 5 Sgr.
    Doch diese Ungereimtheiten machen den Brief nur noch interessanter.


    Grüsse
    liball

    Hallo Nils,


    in Tirol und Vorarlberg galt vom 1.3.1815 bis 31.5.1817 ein besonderer Tarif. Danach kostete ein Auslandsbrief 16 Kr. C.M. Nachdem in Vorarlberg weiterhin die Reichswährung in Verwendung war, wurden die 16 Kr. C.M. in 20 Kr. rhein. umgesetzt. ZZgl. 2 Kr. Botenlohn ergab dies 22 Kr. rhein.


    Grüsse
    liball

    Hallo DKKW,


    vielen Dank für deine Hilfe.
    Im Buch von Claude J.P. Delbeke “De Post naar de Nederlanden 1813 – 1853“, habe ich heute zufällig eine Umrechnung von Lüb. Sch. in Skilling Papier aus dieser Zeit gefunden. Es ist alles etwas mühsam, da das Buch in holländisch geschrieben ist.
    Danach kann ich folgende Umrechnung vornehmen:
    212 Rbs. papier : 2,75 = abgerundet 77 Rbs. Silber. Dann 77 Rbs. Silber : 3,2 = 24 Lüb. Sch. Zudem schreibt er, dass in dieser Zeit die Strecke Hamburg – Copenhagen 11 Lüb. Sch. kostete, so dass diese Umrechnung genau passen würde.
    Er hat sämtliche Perioden vom 16.9.1809 bis 6.10.1818 angegeben. Bei den abgebildeten Briefen nach Frankreich und Holland wurde das jeweilige Franko in Rbs. Papier immer in der rechten oberen Ecke angeschrieben. Ich habe daraufhin meine Briefe kontrolliert und die Briefe von 1812 und 1815 passen mit den Zahlen in der rechten oberen Ecke überein.
    Da ich keine dänischen Portounterlagen habe, kann ich dies nicht kontrollieren. Aufgrund meiner Briefe scheinen die Angaben in diesem Buch jedoch zu stimmen.


    Grüsse
    liball

    Hallo,
    nachdem ich bisher nur Briefe aus Dänemark in die Schweiz zeigen konnte, kann ich nun auch einen Brief aus der Schweiz nach Copenhagen zeigen.
    Es ist ein hochinteressantes Stück, das jedoch äußerst schwierig zu interpretieren ist. Geschrieben wurde der Brief am 16.12.1814 in Poschiavo im Kanton Graubünden. Er lief mit dem Boten aus dem Puschlav via Berninapass bis Samaden und von da aus mit dem Engadiner Boten über den Albulapass nach Chur. Diese Landbotentaxen von 11 Bluzger + 1 Bluzger Bürogebühr mussten vom Absender bezahlt werden.
    In Chur wurde “D“ gestempelt. Dies deutet auf den Postexpeditor Dalp hin, der 1812 von Bayern als Postexpeditor in Chur verpflichtet wurde, der für die Beförderung ins damals bayerische Feldkirch zuständig war. Nur zu der Zeit als dieser Brief geschrieben wurde, war Feldkirch bereits wieder österreichisch und Dalp dürfte nicht mehr im bayerischen Dienst gestanden sein. Kurze Zeit nach der Besitznahme Vorarlbergs durch Österreich verschickte Chur die Briefe grösstenteils durch die Fussacher Boten nach Lindau. Nach dem Vertrag mit Taxis mussten Briefe nach Norddeutschland bis zur bayer. Grenze bezahlt sein.
    Bayern setzte seinen Transit mit 12 Kr. an. Mit Taxis wurden unmittelbare Amtspakete mit Eisenach gewechselt. Von der bayerischen Grenze bis Eisenach wurden 4 Kr. berechnet (= 16 Kr.). Von dort bis Hamburg wurden weitere 16 Kr. Porto fällig. Insgesamt wäre bis Hamburg somit 32 Kr. Porto angefallen. Dies entspräche in etwa 13 Schilling Courant. Von Hamburg bis Copenhagen wären 8 lüb. Schilling fällig geworden. Nur das Gesamtporto von 21 lüb Sch. kann ich nirgends entdecken.
    Vielleicht kann jemand etwas zu diesem Brief und seinen Taxierungen sagen und mich eventuell berichtigen.
    Grüsse
    liball

    Hallo,


    ich möchte einen Charge-Brief aus Stuttgart 14.7.1829 nach St. Petersburg vorstellen, der gut zum vorigen Charge-Brief von Michael passt.
    Doch auch dieser Brief gibt viele Rätsel auf. Aufgrund der Taxierungen glaube ich, dass es ein Frankobrief ist, bezahlt bis zur russischen Grenze, obwohl keinerlei Frankovermerk auf der Vorderseite angeschrieben wurde. Bei der vorderseitig angeschriebenen 12 handelt es sich meines Erachtens um eine Fehltaxierung, da sie vom gleichen Rötelstift wieder gestrichen wurde.
    Auf der Rückseite befindet sich leider kein Gebührenbaum, sondern nur einige Zahlen. Hier nun mein Interpretationsversuch: Der Absender bezahlte 58 Kreuzer. Hiervon an Württemberg 4 Kr., bayerischer Transit 8 Kr., preußischer Transit 46 Kr. = 11 gGr., ergibt insgesamt 58 Kreuzer.
    Die Zahlen 45/339 dürften in Russland geschrieben worden sein. Nur was bedeuten sie. 45 Silberkopeken entsprechen etwa 11 Sgr. und gleichzeitig 270 Kopeken Assignaten, zzgl. 69 Kopeken Assignaten russisches Inlandsporto ergäben 339 Kopeken Assignaten. Aber eigentlich macht dies keinen Sinn, es sei denn, Preußen erhielt kein Weiterfranko und belastete Russland daher seinen Transit. Für die 28 habe ich keine Deutung.
    Wer kann etwas zu diesem Brief sagen.


    Grüsse
    liball

    Hallo,


    dieser Teilfrankobrief aus Bremen nach Nürnberg vom 1.2.1810 war bezahlt bis Frankfurt. Das rückseitig angeschrieben Franko ist nur schwer zu entziffern. Vielleicht weis jemand, wie viel zu dieser Zeit ein Brief bis Frankfurt gekostet hat.
    Von Frankfurt aus dürfte er durch das Grossherzogtum Würzburg nach Nürnberg spediert worden sein. Dieser Transit ist sicher nicht kostenlos gewesen. Ist der in Rötel angeschriebene “Haken“ das würzburger Transitporto von 2 Kreuzer? Dieses Transitporto muss im Gesamtporto von 10 Kr. enthalten sein.
    Wer kann hierüber etwas sagen.


    Grüsse
    liball

    Hallo bayern klassisch,


    erst jetzt habe ich bemerkt, dass ich meinen Beitrag zum Russlandbrief beim falschen Thema eingestellt habe.
    Der Brief war sicher schwerer als 1 Loth. Neben Württemberg passt dies aber auch bei Bayern, da das 1 ½-fache Transitporto erst über 1 Loth zur Anwendung kam und dies waren dann 12 Kr.
    Das Problem liegt bei Preußen. Warenproben bis 1 ½ Loth hätten das einfache Briefporto gekostet. Dies waren 1850 3 Sgr. Aber das passt natürlich auch nicht zu den 6 ¾ Sgr.
    Wenn in Russland Warenproben auch nur das einfache Porto gekostet haben, dann würde auch das russische Porto passen.


    Grüsse
    liball

    Hallo bayern klassisch,


    nun will ich zu diesem interessanten Brief noch meine Meinung kundtun, auch wieder mit einem Brief aus meiner Sammlung. Er datiert vom 29.7.1850. Er stammt zwar aus Bayern, die Handhabung gegenüber Russland ist aber identisch mit dem Brief aus Ludwigsburg.
    Nach § 3 des Vertrages Bayern-Preußen v. 1850 entfiel bei Briefen aus Bayern das preußische Transitporto und es wurden nur noch 3 Sgr. bis zur Postvereins-Grenze erhoben. Gegenüber Russland senkte Preußen das Porto jedoch vorerst nicht und berechnete weiter 10 Sgr. (4 für Bayern und 6 Transit). Dies entsprach 33 Kopeken zzgl. 10 Kopeken russ. Inlandsporto ergibt 43 Kopeken, rückseitig angeschrieben.
    Dieser Brief beweist eindeutig, dass die 11 beim Brief aus Ludwigsburg das von Preußen an Russland berechnete Porto von 11 Sgr. ist. Dies setzt sich zusammen aus 5 Sgr. fremdes Porto bei Briefen aus Württemberg sowie 6 Sgr. preuß. Transit. Dies ergibt 36 Kopeken zzgl. 10 Kopeken russ. Inlandsporto = 46.
    Die anderen Taxierungen hat Preußen somit bei der Abrechnung mit Russland ignoriert und da-mit einen satten Gewinn eingestrichen. Die rückseitig angeschrieben 5 ½ Sgr. könnten 8 Kr. für Württemberg und 12 Kr. für den bayer. Transit beinhalten. Mit den vorderseitigen 6 ¾ Sgr. kann ich momentan nichts anfangen.


    Grüsse
    liball

    Hallo bayern klassisch,


    die 18 Kreuzer wurde in Preußen angesetzt. Dies entsprach den Vollzugsbestimmungen, wonach bei Portobriefen die Aufgabspost das Porto in Kreuzer anzusetzen hat. Nun entsprachen 18 Kr. jedoch nur 5 ¼ Sgr. Dies wurde in Bayern berichtigt, denn 21 Kr. entsprachen genau 6 Sgr. Es wurde jedoch vergessen die 18 Kr. zu streichen.
    Beim Briefeingang in Württemberg wurden zunächst 33 Kr. zzgl. 6 Kr. Inlandsporto angeschrieben. Der Beamte in Öhringen erkannte zunächst richtig, dass insgesamt 39 Kr. auf dem Brief lasteten. Er berichtigte sich jedoch selbst und addierte die nicht durchgestrichenen 18 Kr. hinzu, wodurch der Empfänger schließlich 57 Kr. zu berappen hatte.


    Grüsse
    liball

    Hallo bayern klassisch,


    im Anhang ein Portobrief mit dem selben Laufweg auch aus dem Jahr 1851 in der selben Gewichtsstufe. Hiernach käme ich bei deinem Brief auf ein Gesamtfranko von 9 ½ Sgr. Postvereinsanteil 6 Sgr. + Transit Bayern 12 Kr. = 9 ½ Sgr. In Württemberg dürfte der Empfänger portofrei gewesen sein.


    Grüsse
    liball

    Hallo,


    einen meiner Ansicht nach nicht ganz einfach zu deutenden Brief vom 26.11.1832 aus Warschau nach Brackenheim möchte ich vorstellen.
    Dem Rötelkreuz nach zu deuten, könnte es sich um einen eingeschriebenen Brief handeln. Nach dem Postvertrag Polen-Preußen von 1827 mussten rekommandierte Briefe bis zum Bestimmungsort frankiert werden. Die bezahlten 200 poln. Groschen deuten auch darauf hin, obwohl „frei bis an die Grenze“ vermerkt wurde.
    Das polnische Franko betrug 45 poln. Groschen zzgl. 15 Groschen für den Schein ergibt 60 Groschen. Dies ergäbe ein Weiterfranko an Preußen von 140 Groschen.
    Tatsächlich wurden jedoch 132 Groschen, dies entspricht 22 Sgr., an Preußen vergütet. Das Weiterfranko von 132 Groschen würde genau passen, wenn der Brief in Polen der 2. Gew.-Stufe zugeordnet worden wäre, nämlich 45 x 1,5 = 68 Groschen.
    Preußen beanspruchte bei Briefen nach Württemberg 11 Sgr. für den Transit. So blieben eigentlich weitere 11 Sgr. Weiterfranko für Bayern und Württemberg übrig. Tatsächlich weitergegeben wurden dem schlecht zu lesenden Vermerk unter „höchst breßant“ aber nur 6 ½ Sgr. Dies entspräche in etwa 22 Kr.
    Den weiteren Taxierungen zu folge, kann man davon ausgehen, dass Bayern an Württemberg keinen Betrag weitergab. Ich kann jedenfalls keinen entsprechenden Vermerk erkennen. Vielmehr wurde an Württemberg der bayerische Transit von 8 Kr. weiterverrechnet. Zzgl. des württembergischen Inlandportos von 4 Kr. (=12 Kr.) und des Bestellgeldes von 2 Kr. musste der Empfänger 14 Kr. entrichten.


    Freilich kann man auch eine ganz andere Meinung haben und die würde mich interessieren und mit der Rückseite kann ich gar nichts anfangen.


    Grüsse
    liball

    Hallo,
    bei diesem bescheidenen Vatertagswetter möchte ich einen mir nicht verständlichen Brief aus London nach Mittenwald vom 15.2.1822 zur Diskussion stellen.
    Ich kenne im übrigen aus dieser Zeit keinen Brief aus England bei dem in Bayern nur 18 Kr. in Auslage genommen wurden.
    In England bezahlt bis zur Küste mit 1 sh 8 d (nur schwer zu erkennen über dem Aus-lagestempel). Doch nun wird es interessant. An welcher Küste kam er an? Der Taxe nach müsste es fast Bremen gewesen sein. Dieser Laufweg war bei Briefen nach Bayern jedoch nicht üblich. Wo wurde 2 taxiert. Sind es Groschen, entspräche dies etwa 9 Kr. Taxis (via Frankfurt) verlangte für seinen Transit ebenfalls 9 Kr. Demzufolge wurden in Nürnberg 18 Kr. in Auslage genommen. Hier hinzu kam das innerbayerische Porto von 21 Kr. (bis 1 Loth und 42 Meilen).
    Wem fällt zu diesem Brief etwas ein.
    Grüsse
    liball