Beiträge von kartenhai


    Auch auf Privatpost-Briefmarken kann man einen Hund sehen, wie hier auf einer Hotelpost-Marke vom Belchen, die vierthöchste Erhebung des Schwarzwaldes:


    Die Verbindung zum nächsten Postamt im Tale erfolgte mittels Hund und Esel über den Vogesenpfad. Die einzige Marke wurde bald von der Postbehörde in Colmar beanstandet und verboten. Das damalige Gasthaus auf dem Belchen beherbergte auch in 1424 m Höhe die höchstgelegene Posthilfsstelle Elsaß-Lothringens.


    Gruß kartenhai

    Im Schweiz Ganzsachen-Handbuch von Martin Baer im nächsten Link steht folgendes über die Landschafts-Ganzsachen drin:


    https://docplayer.org/35874008…-ganzsachen-handbuch.html


    11 Ebenfalls ab 1912 gab die Wertzeichenkontrolle auf Bestellung Postkarten in Achter- Streifen heraus. Diese sind oben und unten perforiert (z) und waren zum Gebrauch in der Schreibmaschine vorgesehen. Die oberste und die unterste Postkarte des Streifens waren nur auf einer Seite perforiert. Diese Kartenstreifen wurden zum Nennwert und in einer Mindestzahl von 100 Streifen = 800 Postkarten abgegeben (Verfügung Nr. 77 vom 25. Juni 1912). Ab 1923 bestanden die Streifen nur noch aus 7 und ab Januar 1948 aus 6 Postkarten. Die waagrecht gezähnten Postkarten in kompletten, senkrechten Streifen werden mit dem Zusatz PKS katalogisiert. Hier sind jedoch noch nicht alle vollständig erfasst. Sollten noch unbekannte Bildpostkarten-Streifen in Ihrer Sammlung schlummern, würde ich mich über eine Mitteilung der Zusammensetzung (Bildreihenfolge) sehr freuen. PK 111z Bildpostkarten: Aufgrund einer Anregung aus Verkehrsvereinskreisen, wurden ab 1923 sog. Bildpostkarten mit Landschafts-, Städte- und anderen Bildern aus allen Gegenden der Schweiz versehen. Diese Bildpostkarten sollten Propaganda für die Naturschönheiten unseres Landes machen und für die Fremdenindustrie werben. Die Bildpostkarten wurden mit dem PTA Nr. 21 vom 28. Mai 1923 folgendermassen angekündigt: Demnächst werden neue Postkarten mit anders gestalteter Überschrift und anderem Markenbild erscheinen. Einer Anregung aus Verkehrskreisen folgend, wird ein Teil der neuen (einfachen) Postkarten auf der Adressseite, links neben der Überschrift, Landschafts- und Städtebildchen aus allen Gegenden der Schweiz zeigen. An der Erstellung dieser Bildchen, die vom Verkehrsverein der Stadt Bern besorgt wurde, hat eine Reihe Schweizer Künstler mitgewirkt. Obwohl ihr Schaffen durch das Miniaturformat und die Art der Vervielfältigung, die

    12 im bisherigen Einfarbendruck, grün für die 10er und rot für die 20er Karte, besteht, etwas beengt war, und auch möglichst naturgetreue Wiedergabe nicht vernachlässigt werden durfte, bringen diese Werkchen doch Handschrift und künstlerische Auffassung ihrer Urheber noch augenfällig zum Ausdruck. Überschrift, Ansicht und Marke sind als Ganzes gedacht und zu einem geschlossenen Kartenschmuck zusammengefasst. Dementsprechend ist das Markenbild gewollt anspruchslos, damit sich das ganze bildliche Interesse des Beschauers der Vedute zuwenden kann. Die bei gleicher Höhe annähernd dreimal so breit ist wie die Marke. Um das Markenbild zurücktreten zu lassen, wurde die bisherige Wiedergabe des Kissling schen Tellkopfes verlassen und eine reine Zahlenmarke gewählt, deren Stil dem der Überschrift angepasst ist. Der alte, aus technischen und praktischen Gründen unerfüllt gebliebene Wunsch vieler Verkehrsinteressenten, auf den gewöhnlichen Briefmarken Schweizeransichten darzustellen, hat auf diese Weise eine originelle und viel wirksamere Berücksichtigung gefunden. Die vorliegende Auflage ist für den Verbrauch für einige Monate berechnet. Deren Verkauf an den Postschaltern geschieht solange der Vorrat ausreicht. Während dieser Zeit werden die gewöhnlichen Karten (ohne Bildchen) nur auf besonderes Verlangen abgegeben. Die Belieferung der Poststellen seitens der Zentralstelle geschieht vom 1. Juni nächsthin an. Die Bildchenkarten sind auch in ganzen Serien, die 10er zu 20 Stück (Verkaufspreis Fr. 2.-) und die 25er zu 28 Stück (Verkaufspreis Fr. 7.-) erhältlich. PK Die Kosten für den Auftraggeber - in der Regel ein Verkehrsverein - betrugen bei einer Inlandpostkarte Fr pro Bildchen, welches dann in einer Auflage von 500'000 bis 1'000'000 Stück gedruckt wurde. Die Auflagezahlen für die Auslandpostkarten betragen dagegen 50'000 bis 80'000, dafür kostete der Druckzuschlag nur Fr (Siehe diesbezüglich auch PTA Nr. 10 vom 23. Januar 1935). Waren nicht genügend Aufträge vorhanden, so wurden die leeren Plätze mit Bildchen von Postautos und Alpenrouten versehen, d. h. die Post betrieb Eigenwerbung.


    Gruß kartenhai

    Der Michel hinkt mal wieder hinterher!


    Nachdem die DBZ schon lange über die erste Marke ohne Matrix-Code geschrieben hat, und auch das Philaforum anscheinend als einziges Forum über diese Marke mehr berichtet hat (im Bund-Forum habe ich nichts darüber gefunden!), hüllt sich die Michel-Redaktion immer noch in Schweigen. Normalerweise sollte über so eine Neuentdeckung einer Abart zumindest in der monatlich erscheinenden Michel-Rundschau berichtet werden und eine Abbildung davon gezeigt werden.


    Das Problem dabei ist, der Michel katalogisiert so eine Marke immer erst dann, wenn sie ihm, möglichst mit Attest, im Original vorgelegt wurde. Nicht jeder Sammler, der so eine Rarität gefunden hat, möchte diese aber per Post an Michel schicken.


    Mitglied Sponge würde ich raten, die neu entdeckte Maus-Marke zusammen mit einem Prüfattest entweder selbst bei der Michel-Redaktion nach vorheriger Anmeldung vorbeizubringen, wenn er in der Nähe von München wohnt, oder die Marke mit Attest doch an Michel zu senden, versichert oder im Paket, damit wenigstens der Wert bei Verlust ersetzt werden kann. Wenn der Michel die Marke katalogisiert und darüber berichtet, sind die Chancen bei einer Auktion einen hohen Preis zu erzielen, wohl größer, wenn so viele Interessenten wie möglich angesprochen werden.


    Gruß kartenhai

    @ Schnuffel:


    Wenn man sich die einzelnen Bilder einer Sammlung genau anschaut, findet mancher Sammler auch mal besondere und auch wertvolle Marken im Album versteckt, die die meisten übersehen. Vielleicht ist so eine Marke auch mehr wert als die ganze Sammlung zusammen. Deshalb kommt manchmal ein hoher Preis bei der Auktion heraus, den viele nicht verstehen. Und wenn nicht viele Abbildungen zu sehen sind, wohnen einige Interessenten in der Nähe des Verkäufers und können sich die Sammlung dort genauer ansehen und hoch bieten, wenn sie seltene Marken im Album entdeckt haben, die man bei Ebay nicht sehen kann.


    Gruß kartenhai

    Hallo Maus_Mauritius,


    Deine gezeigte Marke hatte ja die Verschiebung des Codes nach oben. Ich habe das mit der Maus-Marke von Sponge verwechselt, die er in Kiloware gefunden hatte. Den Namen Viersen-Fehldruck könnte man vielleicht verwenden, wenn die Deutsche Post zugeben würde, daß in dieser Postfiliale alleine einige Marken ohne Matrix-Code versehentlich bei Schalteröffnung am Erscheinungstag verkauft wurden. Das wird sie aber nicht zugeben, weil sie sich damit selbst blamieren würde. Die Post hat sicherlich auch die Zahl der verkauften Abarten, dann wüßte man endlich, wie viele es davon gibt, aber auch das ist ein Geheimnis, das niemand wissen darf. Die Anzahl der durchgerutschten Abarten würden aber alle Sammler, Händler und auch Auktionatoren brennend interessieren.


    Deine Marke hat ja einen verschobenen Aufdruck. Ich glaube, daß man so etwas nicht genau so bewerten kann wie einen gänzlich fehlenden Aufdruck.

    Verschobene Aufdrucke hat es auch bei älteren Marken jede Menge gegeben, aber Preisraketen sind da meistens nicht dabei gewesen. Leider.


    Gruß kartenhai

    Zu diesem Thema gehört auch ein älterer Thread, bei dem es um eine Art Nachnahme-Zettel dieser Privatpost geht:



    Gruß kartenhai

    Verglichen mit der Weihnachtsmarke Kerstfest war es gut, diese Erstentdeckung nicht bei Ebay einzustellen, sondern auf einer normalen Auktion. Eine gute Vorlage für die zweite Neuentdeckung mit der Maus, die sicher auch einen ähnlichen Preis erzielen könnte.


    Gruß kartenhai

    Das könnte man zur Not auch als Bierdeckel verwenden, saugt sicher Flüssigkeit auf, scheint aber stark zu fusseln. :)


    Aber 7,- EUR für einen Bierdeckel? 8|


    Gruß kartenhai