Beiträge von Berni17

    Hallo Mark!


    Hubert Jungwirth schreibt in seinem Artikel "Reisen mit der k. k. Fahrpost" im Heft 187 des

    Deutschen Altbriefsammler-Verein e.V. (Sept. 2012) dazu folgendes:


    Die Mallepost wurde mit mächtigen Wagen betrieben, welche Passagiere, Briefpost

    und wertvolle Fahrpoststücke beförderten. Den Mallewagen folgten Packwagen mit dem

    schweren Gepäck und dem Frachtgut.


    Vormerkscheine (= Fahrscheine) mussten spätestens am Tag vor der Abreise gelöst und

    bezahlt werden. Dies war deshalb notwendig, weil bei jeder „Überbuchung“ einer Mallepost

    so genannte Beiwägen mit zusätzlichen Pferden und Postillionen bereitgestellt werden

    mussten.


    Solche Vormerkscheine galten nur für den vorbestimmten Tag und die genannte Person.

    Reisegepäck bis 30 Pfund (= 15 kg) war gebührenfrei, für Überfracht musste extra bezahlt

    werden.


    Das Reisegepäck war spätestens 2 Stunden vor Abfahrt zu wägen, in einem Gepäckzettel einzutragen, in der Station abzugeben und vor Abfahrt dem Conducteur gegen den bestätigten Gepäckzettel auszufolgen. Die Ausgabe des Gepäcks am Zielort erfolgte durch den Conducteur gegen Abgabe des Gepäckzettels.


    Liebe Grüße

    Bernhard

    Ich möchte euch hier den bereits oben erwähnten Negativfleck mit dem seltenen und beliebten Plattenfehler des 3 Kreuzerwertes der Type Ia1 aus meiner Sammlung zeigen.




    Im 1. Stadium (rechte Marke) sind zwei markante Plattenfehler "weißer Fleck" am Ende des Schwertes und eine leichte Beschädigung des zweiten E im Wort "Stempel" zu erkennen.


    Im 2. Stadium (linke Marke) wird dieser Plattenfehler durch einen größeren Zierlinienbruch rechts erkennbar.


    Lg Bernhard

    Liebe Forumsmitglieder!


    Seit kurzem besitze ich die Fachliteratur "3 Kreuzer Type Ia1" von Klaus Hirsching (2010) und hab mir gleich meine wenigen Briefmarken dieser Type aus meiner Sammlung näher angesehen. Dabei bin ich auf 3 Plattenfehler (147, 241, 280) gestoßen.





    Also die gesamte Druckplatte wird in 4 Viertelplatten (VP) eingeteilt:



    Laut Hirsching bestand die erste Druckplatte (1. Platte), also alle 4 Viertelplatten, aus Stöckeln der Type Ia1.

    Theoretisch könnten spätere Druckplatten sogenannte Mischplatten gewesen sein, in denen Viertelplatten aus verschiedenen Untertypen bestanden.


    Könnte also so ausgesehen haben:



    Festgestellt wurde, dass die VP 1 und 3 eine Umstellung erfuhren, während die VP 2 und 4 unverändert blieb. Es gab bei der Type Ia1 2 Zusammenstellungen (Z I und Z II).

    Vereinzelt haben Stöckel der VP 1 und 3 bei der 2. Zusammenstellung ( Z II) die Viertelplatte gewechselt. Es ist daher nicht auszuschließen, dass es weitere VP-Wechsel gegeben hat.

    Nach derzeitigen Forschungsstand gibt es ca. 270 verschiedene Stöckel, davon 30 Stöckel als Ersatzstöckel.


    Abschließend kann man sagen, dass die 3 Kreuzer Type Ia1 aufgrund ihrer niedrigen Auflagenhöhe und im Bezug auf die Entwicklung der Plattenfehler relativ wenige spektakuläre Fehler (Negativfleck), verglichen mit anderen Typen (zB 9 Kreuzer Ty I), aufweist.


    Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Beitrag die Type Ia1 etwas näher bringen und euch dazu anregen eure Bestände durchzusehen.


    Lg Bernhard

    Hallo Winnir!


    Also auf deiner Briefmarke kann ich deine gesuchten Plattenfehler auch nicht finden. Aber ich bin im Spezialkatalog von Gindl "Landschaftsserie I,II" fündig geworden.


    Unter der Nr. 42 (siehe links) findest du deinen Schifahrer, er macht gerade Dehnungsübungen.

    Gindl beschreibt es so: Farbstriche im Schnee: "Skiläufer".

    Bogenpl. 99.




    Und die Gemse findest du unter der Nummer 38 (siehe links).

    Gindl schreibt dazu folgendes: Farbstrich im Berg links, genannt "Gemse"

    "Gemse" unten mit Farbpunkt; nur bei II. Ausgabe (orange)

    6. Reihe, Bogenpl. 96.



    Hoffe ich konnte weiterhelfen.


    Lg Bernhard

    Hallo André!


    Ing. Müller schreibt zB zu den privaten Trennungsarten bei den Zeitungsmarkenausgaben von 1867 in "Die Postmarken von Österreich" von 1927 dazu folgendes:


    Die Zeitungsmarken wurden von der österr. Postverwaltung für den Gebrauch durch die Zeitungsverleger immer nur ungezähnt ausgegeben. Dies hatte seinen Grund einzig und allein darin, dass die größeren Verleger, insbesondere jene von Tageszeitungen, Adreßzettel verwendeten, die in ganzen Bogen hergestellt, mit Streifen von Marken beklebt und erst dann auseinandergeschnitten wurden. Für diese Art der Verwendung wäre aber eine Zähnung zum Teil geradezu störend gewesen.


    Die Postverwaltung nahm also, indem sie die Zeitungsmarken ungezähnt ließ, auf diese Großverbraucher besonders Rücksicht, wogegen natürlich die anderen Verbraucher, die die Marken einzeln aufklebten, benachteiligt waren.


    Die Anwendung privat gezähnter bzw. durchstochener Marken zur Erleichterung der Trennung der Marken war niemals verboten gewesen und ist auch niemals ausdrücklich gestattet worden.


    Man kann sowohl allseitig durchstochene bzw. gezähnte Marken als auch solche, die nur an zwei Seiten und war in diesem Fall fast immer an den beiden senkrechten, eine Zähnung oder einen Durchstich aufweisen, finden.


    Die Zeitungsverleger zähnten die Markenbogen nur in einer, meist in senkrechter Richtung; die so gezähnten Markenbogen wurden dann in Streifen gerissen, auf die Adreßzettel-Bogen geklebt und mit diesen in Einzelmarken zerschnitten. Nur an zwei Seiten gezähnte oder durchstochene Marken verdanken also keiner Zufälligkeit, sondern einer wohlerwogenen Absicht ihre Entstehung.


    Hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen.


    Lg Bernhard

    Hallo narnia 2009!


    Ist zwar nicht mein Sammelgebiet, aber ich versuch es mal:


    Es handelt sich um Briefmarkenaufdrucke der damals jungen tschechoslowakischen Republik nach Zerfall der ehemaligen Monarchie Österreich-Ungarn.


    Diese Auf- oder Überdrücke gab es in den Farben schwarz und rot, welche von der provisorischen Regierung nicht autorisiert wurden. Diese wurden alle privat hergestellt und einige von ihnen auch postalisch verwendet. Am 18.11.1918 wurden diese privaten Aufdrucke seitens der staatlichen Postverwaltung untersagt.


    Man unterscheidet hier 2 Arten, nämlichen den Frauenberger und Budweiser Aufdruck.


    Frauenberger Aufdruck:

    Die mittlere Klaue des Hinterfusses des Löwen zeigt etwas nach oben zwischen E & S beim Wort CESKO (also etwas links vom S). Hinter dem Wort CESKO befindet sich auch ein Punkt. (also ein Punkt nach O) und den Akzent über den Y (nach links gerichtet) im Wort SLOVENSKY.


    Budweiser Auddruck:

    Die mittlere Klaue des Hinterfusses des Löwen zeigt auf das S beim Wort CESKO. Hinter dem Wort CESKO befindet sich auch ein kleines Strichen und ein Akzent über den Y (nach rechts gerichtet) im Wort SLOVENSKY.


    Siehe Anhang.


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    [Blockierte Grafik: https://i89.servimg.com/u/f89/19/03/89/59/aufdru10.png]


    Hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen.


    Lg Bernhard

    Liebe Forumgemeinde!


    Ich bin auf der Suche nach einem philatelistischen Artikel von Richard Bach, Chemnitz aus der Deutschen Briefmarkenzeitung (DBZ) vom November 1918, auf Seite 80 beginnend mit dem Titel "Die halbiert verwendeten Freimarken von Österreich der Ausgaben 1850 bis 1867" vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.


    Lese gerade die Fachliteratur von Rolf ROHLFS über die Ungarn-Halbierungen (Auflage 400 Stück) aus dem Jahr 2000 und würde mich auf jeden HInweis freuen.


    Lg Bernhard ;)

    Hallo Giovanni!


    Ich selbst sammle ja die 1. und 6. Ausgabe von Österreich und mit der Zeit hat sich herausgestellt, dass sich der ANK Österreich Spezial und MICHEL Österreich Spezial sehr gut ergänzen. Infos die im ANK nicht drinnen stehen findest du dann im MICHEL und umgekehrt.


    Der 4-Teiler von Ferchenbauer ist sozusagen wie die Bibel. Jedoch gibt es ab und zu auch einige kleine Fehler, aber im großen und ganzen sehr zu empfehlen.


    Lg Bernhard

    Beim Thema "Besonderheiten des Drucks" beschreibt Ferchenbauer in seinem Handbuch auf Seite 342 (2008) auch die doppelseitig bedruckten Stücke.

    Bei der Ausgabe des Handbuchs waren damals nur 3 Stück der 3 Kreuzer Ty Ib, immer mit aufrechtstehenden rückseitigen Druck, in LEUTOMISCHL verwendet bekannt.


    Seit April 2009 (Attest Ferchenbauer) ist auch eines in Ty IIIa (Handpapier) mit einem kopfstehenden vierteiligen doppelseitigen Druck aufgetaucht. RRR!


    Diese wird vom 26. November - 1. Dezember 2018 bei der 227. - 233. Corinphila Auktion (Schweiz) unter der LosNr.: 1069 zum Ausrufungspreis von 4.000,00 CHF (ca. 3.520,00 EUR) angeboten.





    Gut möglich das es auch parallelen zur 1 Kreuzer bzw. 5 Centesimi Marke gibt.


    Lg Bernhard

    Hallo Fides!


    In der Müller-Ausgabe v. 1961 findet man es auf Seite 172. Ich bin der Meinung das es ein RoH-(r) Stempel ist.



    R = Antiqua

    o = verzierte Einfassung

    H = Halbkreisstempel

    f = Datum in Ziffern


    In der ersten Kropf-Ausgabe habe ich noch eine schöne Abbildung gefunden.




    Müller hat bei der Bewertung der Entwertung eine Punkteskala von 1 bis 250 angewendet.


    1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 15, 20, 25, 30, 35, 40, 50, 60, 70, 85, 100, 125, 150, 175, 200, 250


    Und den Beliebtheitsindex, der als Multiplikator beigefügt ist, wie folgt anfgeführt:


    2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 15, 20, 25, 30.


    Bei einem kompletten Abschlag hätte dieser 500 Punkte.


    Lg Bernhard

    Hallo Meinhard.


    Ich finde es toll, dass du uns die Neudrucke aus dem Nachlass des Hr. Rismondo zeigst. Ich freu mich schon auf deine Beiträge.


    Lg Bernhard

    Hallo Meinhard!


    Danke für´s zeigen der Neudrucke bei L&V. Hast du vielleicht Infos über die Fellner Neudrucke. Gab es hier nur die Ausgabe von 1885?


    Bei den Merkuren gab es ja auch Fellner-Neudruck aus 1885: Merkure in Type IIb.


    Lg Bernhard

    Liebe Forumsmitglieder!


    Ich benötige bei dieser Briefhülle eure Hilfe bei der Bestimmung des Leitweges von Laa/Thaya nach Rom.


    Es handelt sich um eine Briefhülle vom Februar 1866 der in Neudorf/Staatz geschrieben, und da es zu dieser Zeit noch kein Postamt in diesem Ort gab, am Postamt in Laa/Thaya aufgegeben.


    Soweit ich erkennen kann ist er am 23.02 in Laa/Thaya und am 24.02 in Wien abgestempelt worden., Später am 27.02 in Livorno eingetroffen.

    Meine Frage dazu: Ist dieser Stempel vom 28.02.1866 von Rom (Roma) ?


    Diese 3 Farben-Frankatur wurde portogerecht frankiert, mit 15 kr Vereinsporto und 8 kr fremdes Porto für einfaches Briefporto.

    (Beitritt des Kirchenstaates zum Österreichischen - italienischen Postvertrag am 01.10.1852)


    Vielen Dank für eure Hilfe.


    Lg Bernhard


    PS: Godfried Marschall, auch Gottfried Marschall war Generalvikar und Weihbischof in der Erzdiözese Wien.


    Am 24.07.1864 wurde Godfried Marschall zum Priester geweiht und anschließend von 1864 bis 1866 zum Weiterstudium nach Rom geschickt (Dr. theol., Dr. iur. can.).