Beiträge von Magdeburger

    Hallo Ove


    leider kenne ich den Wortlaut beider oben angeführten Verfügungen nicht.
    Desweiteren war erstmal alle Post, welche nicht in Preussen verblieb, mit dem Stempel "zu bedrucken". Erst ab 01.03. galt es für die gesamte aufzugebende Post.


    Damit stellt sich die Frage, ob überhaupt alle Orte einen Stempel bekamen oder ob es nicht so war, dass die Postämter diese selbst in Auftrag geben mußten. Auch die Frage der dafür entstehenden Kosten war zu klären.


    Bei der Einführung der Packkammerstempel war es so, dass die Postanstalten diese selbst beschaffen mußten. Es gab hierzu nichtmal eine Vorgabe, wie diese auszusehen hatten.


    Leider bin ich ein wenig betriebsblind, was die Verwendungsdaten andere Orte angeht...


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Ove


    am 23.12.1816 verfügte der Preussische General-Postmeister, dass sämtliche Briefe in das deutsche und nichtdeutsche Ausland, von den Postämterm einen Aufgabestempel mit "Ort und Datum des Abgangs" erhalten sollen. Ein genaues Datum, ab wann ist (bisher) nicht zu ermitteln, da die Auslieferung der Stempel nicht zeitgleich erfolgte.


    Am 07.02.1817 folgte in einer Ergänzungsverfügung, dass ab 01.03.1817 die Abstempelung auch für Inlandsbriefe erfolgen sollte.


    Die Frage ist, liegen Dir neuere Erkenntnisse vor.
    Der frühste bekannte Anschlag von Magdeburg datiert vom 15.Januar 1817!


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Rolf


    es wird ein Rückschein dabei gewesen sein.


    Im DÖPV wurde folgendes geregelt:
    Jeder Postvorschußsendung wurde ein Rückschein über Postvorschuss-Gegenstände beigelegt, worauf von der distributierenden Postantstalt der ordnungsgemäße Eingang des Betrag vom Empfänger quittiert worden ist. Dieser Schein ging an die aufgebende Postanstalt zurück und erst jetzt konnte der Absender sein Geld bekommen. (1. Nachtrag zum revidirten PV §34 dazu noch §23 sowie Artikel IX) Dies galt meist auch innerhalb einer Posthoheit!)


    Leider ist die Zeit ab 1868 nicht so mein Ding, da ich nur das Post- und Telegraphenhandbuch habe, kann ich jetzt auch nicht mehr sagen.


    Hallo Minimarke


    Du meinst diesen Beleg:


    Ich gehe mit der angegebenen Taxierung mit.
    Eine Wertdeclaration ist nicht erkennbar. Auch ein schwerer Begleitbrief kann ausgeschlossen werden.


    Möglicherweise hat die Differenz von 4 Kreuzer etwas mit der Bestellung des Begleitbriefes zu tun. Die Kisten wurden ja für 9 Kreuzer abgeholt. Hier wäre ein Badensammler hilfreich.


    Jedenfalls wäre es ein Brief für vorläufig "ungeklärte Besonderheiten" zum Thema Fahrpost im DÖPV. Hier würde ich gern Mitstreiter suchen!


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Minimarke


    bin auf der Suche nach Scan's solcher Belege von und nach Württemberg zu Zeiten des DÖPV.
    Weiterhin würde mich ein Vertrag zur ersten Periode bis 31.12.1857 mit Baden interessieren. Theoretisch käme auch noch Österreich in Betracht (über dem Bodensee - dann falls richtig)
    Ansonsten war Württemberg umgeben und dann spielen Transite eine Rolle.


    Vielleicht kann hier jemand helfen...


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Rolf


    viel werde ich nicht helfen können, aber einiges hoffentlich schon.


    Laut Angaben war eine Nachnahme von 3 Gulden 54 Kreuzer vorhanden. Soweit ich den Wert lese, wurden 6 Gulden angeschrieben, mit dem Gewicht hadere ich...


    Unten links wurde 32 Kreuzer franco vermerkt.


    Die Sendung lief in das ca 55 Meilen entfernte Dresden.
    Die 32 Kreuzer für das Franco können sich nur so zusammensetzen:


    Mindestfahrposttarif 50 - 60 Meilen (9. Progressionsstufe) 21 Kreuzer
    Werttaxe bis 50 Thaler oder 87 1/2 Gulden über 50 Meilen = 7 Kreuzer
    Procura für Nachnahme 1 Kreuzer je angefangenen Gulden = 4 Kreuzer


    Damit ist es komplett bezahlt. einzig die Nachnahme von 3 Gulden 54 KReuzer mußte somit vom Empfänger entrichtet werden. In Sachen waren es eben 66 9/10 Neugroschen
    (3 Gulden 54 Kreuzer = 234 Kreuzer / 3,5 = 66,857... Sgr). Da in Sachsen 1 Neugroschen = 10 Neupfennige waren ist alles korrekt.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    UIf

    Hallo Marcus


    leider bin ich nicht der Briefpostexperte, bin jedoch sicher, dass er postalisch gelaufen ist.
    Er scheint mit 10 Groschen Porto belastet worden sein, wie es sich zusammensetzt, müssen andere sagen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Marcus


    soweit ich es lese, wurde er in Buenos Aires am 13.Mai geschrieben, empfangen am 21.Juni in Rostock und wurde am 26.07. beantwortet.


    Er lief jedoch über Frankreich nach Aachen - den Rest müssen andere machen


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo guy69


    Preussen übernahm die thurn- und taxische Post zum 01.07.1867 und teilweise kam es zu einer Angleichung der Gebührensätze. Laut den mir bekannten Informationen kostet bis 30 Pfund die Bestellung incl. Paket 1/2 Sgr in Taxis - in Preussen wäre 1 Sgr angefallen. Diese jedoch nur für die Ortsbestellung und nicht für die Landbestellung.


    Allerdings bleibt fraglich, ob überall auch tatsächlich eine Bestellung der Pakete möglich war und wenn wie.
    In Preussen und später auch im Norddeutschen Postbezirk kostete die Bestellung des Begleitbriefes im Orte 1/2 Sgr - ohne das ein Paket mit bestellt wurde. Hierzu habe ich auf die Schnelle nicht gefunden...


    Noch etwas zu den Kosten des Begleitbriefes bei der Aufgabe.
    Allgemein war es üblich, diesen kostenfrei zu befördern. Nur wenn er gleich bzw. mehr als ein Zoll-Loth wog, wurde er mit der Fahrposttaxe belegt. Er sollte auch immer unbeschwert sein, also selbst kein Geld enthalten, denn dies gehörte in das Paket.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Andreas44


    im Norddeutschen Postbezirk, galten grob 2 Währungen. Einerseits den Thaler und andererseits den rheinische Gulden. In Sachsen war z.B. ein Thaler 30 Neugroschen = 300 Neupfennige, in Preussen 30 Silbergroschen = 360 Silberpfennige.


    Den Taxbestimmungen wurde der Thaler in Silbergroschenstückelung zu grunde gelegt, bzw. den Gulden dann in Kreuzerstückelung. Damit lassen sich für Sendungen zwischen alle deutschen Orte des Norddeutschen Bundes, jedoch auch von / nach / durch / innerhalb Badens, Bayern usw. die Taxen bestimmen.


    Dies galt sowohl für die Brief- als auch für die Fahrpost! Bei letztern mit Annahmen in den Nichtmitgliedstaaten wie Bayern.


    Für Paketsendungen galt in der Thalerwährung 2 Pfennige je Pfund je Entfernungsprogression, in der Guldenwährung sind die 2 Pfennige durch 7/12 Kreuzer zu ersetzen. Es war immer auf ein Vielfaches eines 1/4 Sgr bzw. ganzen Kreuzer zu ergänzen.


    Weiterhin war es so, dass entweder frankiert oder eben nicht möglich war. Bei der Fahrpost gab es auch keinen Zuschlag, so dass es wertmäßig gleich bleibt.


    Dein Brief + Paket ist Porto aufgegeben worden und mußte somit vom Empfänger bezahlt werden.
    Theoretisch hätte der Absender auch die Gebühr hierfür bezahlen können und das ist sowohl bar als auch Freimarken möglich.


    Das Bestellgeld war allgemein nur für den Brief - leichte Pakete wurden allgemein mit zugestellt. Hier galten weitesgehend noch die Bestimmungen der "alten" Posthoheiten und sind entsprechend auch nicht überall gleich.


    Die Gesamtsumme ist (meistens) in Sgr in den Thalergebieten ausgeworfen worden, jedoch lassen sich 1/4 und 3/4 Sgr z.B. nicht in Sachsen darstellen. Ein Silbergroschen = 12 Silberpfennige - dort 1 Neugroschen = 10 Neupfennige, so dass 1/4 Sgr 3 Neupfennige, 1/2 Sgr 5 Neupfennige und 3/4 Sgr 8 Neupfennigen entsprechen.


    Du siehst, es ist alles nicht ganz so einfach...


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf


    P.S. Die Zeiten ab 01.01.1868 sind nicht mehr so mein Ding....

    Hallo Andreas44


    die Entfernung zwischen beiden Orten beträgt 20 km, also etwas mehr als 2,5 Meilen. Dies entspricht der 1. Progressionsstufe (0 - 5 Meilen).
    Die Gewichtstaxe berechnet sich mit 2 Pfennige * Pfund * Progressionsstufe. Ein angefangenes Pfund wird als volles Pfund berechnet. Der Gesamtbetrag ist auf ein Vielfaches eines 1/4 Sgr zu erhöhen.


    Bei Deinem Brief:
    2 Pfennige * 22 Pfund * 1. Progressionsstufe = 44 Pfennige = 3 2/3 Sgr - aufgerundet 3 3/4 Sgr.
    Wie siegelseitig notiert kam noch 1/2 Sgr Bestellgeld für den Brief hinzu. Der Empfänger zahlte also insgesamt 4 1/4 Sgr.


    Die Mindestfahrposttaxe betrug hier 2 Sgr und da diese niedriger ausfiel als nach Gewicht, ist letztere anzuwenden.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    .....
    und bevor man die Datierung glaubt, der Postvorschuß-Brief ist definitv nach dem 01.01.1868 abgesendet wurden.
    Die Entfernung beträgt knapp 10 Meilen. Der Postvorschuß war 10 Sgr, welche in Auslage genommen wurden. Im o.g. Zeitraum, zwischen 1862 bis Ende 1867, wäre es die 3. Entfernungsprogression und die Mindestfahrposttaxe im DÖPV war 3 Sgr. Dazu kam das Procura von mindestens 1 Sgr und damit wären insgesamt 14 Sgr angefallen.


    Erst ab 01.01.1868 war für 5 bis 15 Meilen für Fahrpostbriefe 2 Sgr Taxe möglich. Dazu wieder die Procuragebühr von 1 Sgr und so ergeben sich die taxierten 13 Sgr.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Liebe Sammelfreunde


    eigentlich wollte ich hier nicht mehr schreiben, jedoch ist gerade dieses Thema sehr wichtig!


    Eine gute Alternative ist, mit einem Festplattenkopierprogramm, z.B. mit Acronis, die gesamte Platte zu sichern. Wenn dies regelmäßig gemacht wird, ist alles im grünen Bereich. Die aufgewendete Zeit beträgt etwa 1/2 Stunde.


    Der Vorteil ist einfach, mit der gesicherten Platte läßt sich der Rechner sofort starten, stundenlanges Installatieren, Treibersuchen usw. sind geschenkt. Nachteil sind die Kosten einer zusätzlichen Platte + dem Kopierprogramm.


    Die laufenden anfallende Daten können per Stick gesichert und nach einem wiederholten Backup gelöscht werden.


    Die zu sichernde Platte ist nur während des Kopierens mit dem Rechner verbunden, danach nicht mehr. Auch von einem Einbau möchte ich abraten.


    Solange nicht gravierende Hardwareänderungen vorhanden sind, kann auch versucht werden, mit einer Kopie einen "neuen" Rechner zu starten. Allerdings empfiehlt es sich, vorher von der Kopie eine weitere zu machen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Bayern Klassisch


    ich finde es ebenfalls sehr schade, habe jedoch ebenfalls vollstes Verständnis.


    Ich danke Dir ebenfalls besonders für Deine ständige Hilfebereitsschaft. Gerade Dein Wissen spornte mich an besonders an.


    Alles andere haben die meisten schon geschrieben.


    Ein trauriger


    Ulf

    Lieber Vorphilabayern


    die Bahnstrecke Mainz - Cöln wurde 1860 fertiggestellt. Wann genau, habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Ist der Stempel vor Fertigstellung der Strecke, könnte der Brief per Schiff befördert worden sein.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf


    P.S. Habe Ihnen eine 3 MB-Mail gesendet

    Hallo Schnulli


    die Enfernung nach Potsdam sind keine 5 Meilen - und nach den Tarif des NDP ergibt somit folgendes:
    15 Pfund (ist aufzurunden) * 2 Pfennig = 30 Pfennige = 2 1/2 Groschen Porto.


    Der Packkammerstempel von Potsdam wird geführt unter der Nummer 84.1 und ist scheinbar zwischen 1864 bis 1872 verwendet worden.


    Danke für das Zeigen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Balf_de


    die 663 3/4 gute Groschen waren die Gesamtgebühr, welche in Wolfenbüttel zu zahlen war.
    Da das Empfängergericht sowohl für Braunschweig und für einige taxischen Gebiete zuständig war (zumindestens läßt sich dies aus der Anschrift lesen) könnte die taxische + Braunschweiger Taxe zusammengefasst sein. Auch war es von Wolfenbüttel aus gesehen nicht weit zum hannoverischen Lande.


    Entscheidend ist die erste Notierung von 584 1/4 gute Groschen.
    Dieser Wert ist Baden zuzuordnen. Darin müssen die 38 Gulden 36 Kreuzer Postvorschuß enthalten sein.


    Rechnet man mit 4 Kreuzer = 1 guter Groschen ergibt sich für dem Postvorschuß von 2316 Kreuzer / 4 = 579 gute Groschen.


    Die Differenz von 5 1/4 gute Groschen = 21 Kreuzer müssten die Beförderungsgebühr bis zur Badisch/taxischen Genze und die Versicherungsgebühr enthalten.


    Ich glaube eher an der Umrechnung von 4,375 Kreuzer = 1 guter Groschen. Zur besseren Rechnung bin ich immer von 24 gute Groschen = 105 KReuzer ausgegangen.


    Dann sind die 2316 Kreuzer etwa 529 gute Groschen 4 Pfennige - die Differenz zu den 584 1/4 ist zwar recht hoch mit 54 gute Groschen 11 Pfennige, was wiederum ca 240 Kreuzer wären.
    Diesen Wert könnte ich mir jedoch deutlich besser vorstellen. Bezahlt werden mußte ja die Beförderung + Versicherung.


    Die Differenz 623 3/4 - 584 1/4 = 39 1/4 guter Groschen denke ich ist für Hannover und 663 3/4 - 623 3/4 = 40 gute Groschen dann für Taxis + Braunschweig.


    Versuche ich die Gesamtsumme wieder in Kreuzer umzurechnen, erhalte ich 2903 Kreuzer (48 Gulden 23 Kreuzer)


    Nimm es nicht so genau, ich kann auch total daneben legen...


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Zusammen


    heute flog bei mir dieser Briefumschlag ein.
    Gelaufen ist er nach Montrose in Pennsylvania über New York.


    Bearbeitet wurde er vom Berliner Eisenbahn-Postbureau Nr. 1 am 05.05.1870 in Magdeburg und scheinbar war erst am 23.Juni in New York.


    Frankiert wurde er mit einem senkrechten Paar Nr. 17 des Norddeutschen Bundes. 4 Groschen reichten bei einer Versendung über Hamburg oder Bremen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf