Beiträge von Magdeburger

    Lieber Balf_de


    die Abkürzung wird für Hohe Oberappellations-Gericht stehen.


    Der Brief selbst wog 7/8 Loth - links oben vermerkt.
    Weiterhin ist "132 Pfund = 32 Gulden 36 Kreuzer Postvorschuß erhalten (Unterschrift)" angegeben worden. Also ein richtig schweres Aktenpaket.


    Ich denke, er wird von Baden über Thurn und Taxis + Hannover nach Braunschweig gelaufen sein.


    Als erstes wurden 584 1/4 gute Groschen - dann 623 3/4 gute Groschen und schlußendlich 663 3/4 gute Groschen = 27 Reichsthaler 15 gute Groschen 9 Pfennige notiert.


    Jetzt zur Umrechnung, wo ich mir nicht sicher bin.
    Normalerweise kenne ich den Wert 4 Kreuzer = 1 Guter Groschen.


    Weiterhin galt jedoch auch folgendes:
    1 Thaler = 30 Silbergroschen (=360 Pfennige) = 24 gute Groschen (=288 gute Pfennige) = 105 Kreuzer. Nach dieser Aufstellung wäre 1 guter Groschen 4,375 Kreuzer.


    Mehr fällt mir dazu leider momentan nicht ein....


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Postgeschichte-Kemser


    oben steht "Paquet sig(niert) F S mit 120 Reichsthaler. Das Paketgewicht ist mit 5 Pfund 2 3/4 Loth angegeben.
    Der Brief selbst wog 5/8 Loth - darunter das Paketgewicht nochmals mit 5 Pfund 2 Loth neu angeben.


    Mehr ist zur Zeit nicht drin - auch eine Taxierung kann ich nicht bieten, da ich zu dieser Zeit keine Fahrpostbestimmungen habe.


    Vielleicht hilft @Bayern-Klassisch bei der entzifferung weiter..


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo liebe Sammelfreunde


    heute ist folgenden Beleg bei mir eingetroffen:
    Am 27.01.1850 in Magdeburg aufgegeben und nach Woeltingerode bei Vienenburg, beides zu Hannover gehörig, gelaufen.
    Der Inhalt war eine Doppelseite der 2. Beilage zur Magdeburger Zeitung. Dies war auch der Grund für den Postvorschuß von 2 Reichsthaler, welcher für das angestrichene Inserat zu zahlen war.
    Das Gewicht von 1 1/4 Loth paßt fast heute noch.


    Die "60" sind die Auslage genommen 2 Reichsthaler. Interessanterweise lief der Beleg jedoch erst nach Wolfenbüttel in Braunschweig.


    Laut Vertrag zwischen Braunschweig - Preussen gültig ab 01.07.1849 galt ein einheitliches Postgebiet als gegeben. Nach den gültigen Regulativ von Preussen waren 4 Sgr Procura + 2 Sgr Porto für den Brief bis 10 Meilen zu zahlen.
    Die in Wolfenbüttel taxierten 52 5/6 gute Groschen (2 Thaler 4 Gute Groschen 10 Pfennige) entsprechen den 66 Sgr.


    Von Wolfenbüttel dürften es nochmals knapp 3 Meilen zum Ziel zu sein. Jedenfalls wurden nun 2 Thaler 6 gute Groschen 4 Pfennige fällig. Die 1 1/2 gute Groschen Differnz würden für einen doppelt schweren Brief nach Hannover aus passen.


    Ob die siegelseitige "6" noch ein zu zahlendes Bestellgeld ist, kann ich nicht beantworten.


    Das Insert, um das es ging, habe ich mal extra eingescannt - Hochinteressant!


    Danke an @Bayern Klassisch für den Hinweis - den Beleg hätte ich glatt übersehen....


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo senziger


    ich kann nur das Buch empfehlen...
    Die Einführung dieser Stempel fällt mit dem Erscheinen der beiden preussischen Innendienstmarken, (Ausnahme ist ein Berliner Stempel), zusammen.
    Gerade bei "grossen" Frankaturen, bspw. 1 Thaler, war der Frankostempel "nützlich". Allgemein ist dazu noch zu sagen, dass dort wo der F-Stempel im Einsatz war, die Innendienstmarken nicht vorkommen können. Doch ohne Ausnahme ging es auch hier nicht. Dazu gab es dann Sonderregelungen, z.B in Berlin.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo senziger


    ein schöner bar bezahlter Brief - 4 HSch bis nach Berlin.
    Der verwendete Franco-Stempel hat die Bezeichnung 48 - 3 und ist nur in rot registriert vom 02.01.67 bis 02.03.1868 - also nicht sehr lange. Verwendet wurde er vorrangig für die Briefpost.


    Die Verwendung der Franco-Stempel "ersparte" mehr oder minder nur das Aufkleben von Freimarken.


    Empfehlenswert ist dazu das Buch "Handbuch iund Katalog der deutschen F(ranco) - Stempel" von Ingo von Garnier erschienen in der Arge Norddeutscher Postbezirk.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Zusammen


    folgenden Paketbegleitbrief möchte hier zeigen. Adressiert ist er
    An die .......... Frau Geheimen Ober Finanz=Rätin Gräfin vom Hagen hochgeboren in Berlin"


    Geschrieben wurde er, wenn ich es richtig entziffere, am 25.05.1815 in Ellrich. Die handschriftliche Ortsangabe "Ellerich" entsprach die Schreibweise zur damaligen Zeit (auch im Feuser so).


    Unten links:
    "nebst 2 Päckl in Leinen?, ... mit 520 Reichsthaler Gold und das andere mit 264 Reichsthaler 21 gute Groschen Courant gezeichnet. F.G.v.H Berlin.


    oben links die Gewichtsangaben:
    das Gold 1 Pfund 18 1/2 Loth
    das Silber 13 Pfund 4 Loth


    Mir kommt es so vor, als wenn das Paket mit dem "Golde" nachgewogen wurde, denn nur so kann ich mir die 1 Pfund 17 Loth vorstellen, welche ebenfalls notiert worden.


    Bezahlt wurden 132 1/2 gute Groschen vom Absender (5 Thaler 12 1/2 gute Groschen)
    Scheinbar musste der Empfänger noch 3 1/2 gute Groschen Porto zahlen...


    Leider kann ich die Taxierung nicht nachvollziehen, da mir hierzu die Unterlagen fehlen...


    Soweit ich den Inhalt lesen konnte...


    Ich bin krank, gnädige Frau Gräfin! und kann das ..... Geld ..... Die an-
    liegend ......... befragt ............................. Das übrige muß ich
    bis zur ........................... An meinen innern ...................
    lange Zeit bitterer Ge... und langer Gefühl von Verlasßenheit genagt, wodurch
    dasßelbe Einfällig g.... ist.
    Der .......................... und ............. Familie den größten ....
    Die gnädigen ........, .................. gewürdigt haben. Ueber den
    Eingang des Geldes erbitte ich mir eine kurze Nachricht.


    Unterschrift
    Ellrich den 25 ten May 1815


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Zusammen


    heute ist bei mir folgender Portobrief in dass etwas über 20 Meilen entfernte Lauenstein bei Coppenbrügge eingetroffen, also als Postvereinssendung zwischen Preussen und Hannover.


    Geschrieben wurde er am 02.Dezember 1856 und am gleichem Tag aufgegeben.


    Vorderseitig wurden 4 Sgr Porto angeschrieben, welche in 3 1/4 gute Groschen reduziert wurden. 3 gute Pfennige Bestellgeld wurden weiterhin notiert, was in Summe die in rot notierten 3 1/2 gute Groschen ergeben.


    Siegelseitig der Stempel von Lauenstein - scheinbar ohne dem Tag ....


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Liebe Sammelfreunde


    ich danke nochmal alle bei der Entzifferung des Briefes.
    auch habe ich einen "neuen", der mir fast komplett unverständlich bleibt. Die Lücken sind bei mir riesig.
    Vorallen interessiert mich, ob die Zeichnungen etwas mit dem Inhalt zu tun haben können oder nicht.


    Ich danke für die Unterstützung.


    Ulf

    Hallo liebe Sammelfreunde


    eigentlich wollte ich den Brief im großen Einkaufsladen liegen lassen, entschloss mich jedoch anders.
    Gekauft habe ich diesen wegen der Anschrift, welche mir jedoch nur zum Teil leserlich ist. :ups:


    Er ist vom 31.01.1828 und lief nach Berlin. Der Empfänger zahlte 4 Sgr Porto und wenn ich es siegelseitig richtig deute 6 Pfennige Bestellgeld.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf


    P.S. Stelle den Inhalt separat ein, da er mich ungemein interessiert..

    Hallo Kartenhai


    von mir auch ein Danke für den Bestimmungsort.
    Danach ist "Deutsch Leippe" heute Lipowa.


    Über diesen Link ist es möglich die heute polnischen Ortsnamen zu finden:


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Markdo


    leider kann ich Dir bei der Schrift auch nicht richtig helfen.


    Unten links wurde jedenfalls 26 Sgr Postvorschuß vermerkt. Zum Zielort finde ich nur ein "Leippa" heute Lipna gelaufen p(er) Grottkau.
    Da 27 1/2 notiert wurden, dürfte dies die Procuargebühr + Postvorschuss sein. Insgesamt zahlte zumindestens der Empfänger schlußendlich 36 Sgr.
    Nach dem Postregulativ vom 18.12.1824 läßt sich der Brief nicht taxieren. Die Angabe von Silbergroschen läßt auf eine Zeit zwischen dem dem 30.09.1821 und 31.12.1824 schliessen.


    Auch ist die Frage, ob der Brief 4 1/2 Loth wog, oder ob es als 41 - Kartierungsnummer und 1 Loth gelesen werden kann.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Ihr beiden


    ich würde die Notierung als 3 Thaler 11 GuteGroschen 6 gute Pfennige lesen.
    In Hannover galt bis 30.09.1858 noch der gute Groschen, erst danach der (neue) Groschen.
    Die Angabe des PV in Hamburger Währung halte auch ich plausibel. Der Rechnung bis zu den Sgr ist stimmig.
    Wenn die 93 3/4 Sgr in Gute Groschen umgerechnet werden, ergeben sich 75 gute Groschen = 3 Thaler 3 Gute Groschen. Umrechnung 30 Sgr = 24 gute Groschen - Faktor 0,8


    Nun wurde oben links 78 1/2 vermerkt (3 Thaler 6 gG 6 Pfennige) - eventuell + Procura. Der Brief selbst wog 2 Loth und die Beförderung kostete den Rest von weitere 5 Gute Groschen, so dass sich der Gesamtwert ergibt.
    Dies ist jedoch geraten, da ich die Taxierung für Hannover nicht kenne.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Michael


    danke!! Ein sehr schöner Brief.


    Die MD-Stempel mit Stunde 2 - 3 hatte ich hier am 27.09.2010 - 21:51Uhr schon vorgestellt (eine Seite davor).
    Es ist der letzte in der Reihe und bisher lag er mir nur auf Briefhülle vor - wieder eine Lücke gefüllt.:)


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Lieber Bayern Klassisch


    Michael schrieb schon eine Seite davor etwas dazu. Diese Veröffentlichungen habe ich jedoch nicht.


    Nach Informationen eines Sammlers solcher Beamtenstempel, schätzt er deren Zahl auf etwa 1000 verschiedener Stempel, wobei einige Beamte mehrere führten.


    Zum Stempel "CONRADY" hatte ich den Naumburger Verein angeschrieben und wie meist üblich, leider bis heute keine Antwort erhalten.


    Sicherlich wäre es mal schön einen Überblick aller registrierten Stempel zu bekommen.
    Ein Vorkommen ist bis Ende 1869 möglich. Ab 01.01.1870 gab es Dienstmarken und die Portofreiheit wurde nun doch extrem eingeschränkt. Leider nicht mehr meine Zeit....


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Zusammen


    heute mal den Beamtenstempel "CONRADY" aus Naumburg an der Saale vom 21.10.??? auf einen portofreien Dienstbrief nach Leipzig.


    Leider ist der Inhalt nur aus Leipzig vom 22.April 1843, so dass mir hier eine genaue Datierung unmöglich ist.
    Siegelseitig ist nur ein schwacher Stadtpoststempel von Leipzig.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf

    Hallo Zusammen


    schade das es niemand versucht hat und deshalb möchte ich mal ausführlich darauf eingehen. Es wird ein wenig länger, deshalb bitte ich um Entschuldigung.


    Der Brief läßt sich nach dem Regulativ vom 18.12.1824 taxieren.


    Die zugrunde liegende Entfernung sind hier knapp 30 Meilen und der Brief wog 1 1/2 Loth. Der Postvorschuß betrug 12 Sgr.
    Folgende Taxierung ist in Reihenfolge zu sehen
    12 3/4 - 22 3/4 - 28 - 22 3/4 - jeweils notiert und bei nachfolgendem Wert gestrichen.


    Nach §68 war hierfür das Postgeld und das Procura zu zahlen.
    Das Procura beträgt hierfür 1 Sgr, wovon 9 Pfennige der aufgebenden Post zustanden und der Rest von 3 Pfennigen der ausgebenden Post.


    Notiert wurden erstmal 12 3/4, also der Postvorschuß + der Procuraanteil für die aufgebende Post.


    Das Postgeld wird nach § 31 bestimmt und besteht aus 2 Teilen:


    1. Dem Betrag nach der Entfernung und 2. dem Wertbetrages.


    Der 1. Teil ist bei einem Brief nach §§ 4 und 5 geregelt.
    Der einfache Brief bis 3/4 Loth kostet bei 20 bis 30 Meilen 5 Sgr. Für einen Brief von 1 bis 1 1/2 Loth die doppelte Taxe. Danach war für den Brief 10 Sgr an Porto anzuwenden.


    Die Summe aus 12 3/4 Sgr + 10 Sgr = 22 3/4 wurden ebenfalls nun notiert.


    Der zweite Teil aus § 31 ist im § 32 geregelt.
    Danach galt bis 1 Reichsthaler als Wertbetrag die einfache Brieftaxe, also der Betrag, als wenn der Brief nur 3/4 Loth wog.


    Zu den 22 3/4 kommen also nochmals 5 Sgr Werthtaxe + 1/4 Sgr Procura für die ausgebende Post hinzu, so dass nun die notierten 28 Sgr vom Empfänger zu zahlen war.


    Nun kam es jedoch zu einer Retoursendung.


    Dies ist im § 74 geregelt.
    Danach ist die Retoursendung für einen Brief bis 2 Loth portofrei.


    In den Anmerkungen wird nun im auf §68 Lit E auf folgendes hingewiesen:
    Dort heißt es, dass im Falle der Retoursendung die 25 % Procura für die ausgebende Post und das Porto für den Postvorschuß, also dem gedachten Werthporto entfällt.


    Für den Brief ist also der oben beschriebene 2. Teil des Postgeldes von 5 Sgr und 1/4 Sgr Procura zu streichen.
    In Magdeburg wieder angekommen also wieder 22 3/4 Sgr.


    Ich hoffe, es verständlich erklärt zu haben, ansonsten einfach fragen.


    Mit freundlichem Sammlergruss


    Ulf