Beiträge von Michael D

    Hallo Thomas,


    es gibt auch verschiedene Händler, die sich auf Belege spezialisiert haben und dabei insbesondere den Bereich unterhalb / bis zu den Auktionshäusern abdecken.
    Da müsstest Du aber erst mal eine ungefähre Beschreibung der dich interessierenden Gebiete geben.

    Nicht umsonst sagt Marken flüstern - Briefe erzählen ;)


    Gruß

    Michael

    Hallo Anhei64,


    danke für die schnelle Antwort.
    Die Type 8 ist ja sehr häufig (zumindest in diesem Thread), aber die Abbildungen zeigen einen Doppelkreis und ich meine eine größere Schrift. Der Abschlag auf meinem Brief sieht nach einem Einkreisstempel aus oder ist der nur so grottenschlecht abgeschlagen?


    Dann hätte ich auch noch eine Frage zu dem rückseitigen Moskauer Stempel? Steht der auch mit der Zensur in einem Zusammenhang?



    Gruß

    Michael

    Die auf diesem Brief von 1917 von Moskau nach Basel in der Schweiz zu sehenden Zensurstempel habe ich bei einer Suche in diesem Thread nicht gefunden. Dabei muss ich zugeben, dass die mittlerweile 68 Seiten schon eine Herausforderung sind.

    Kann mir jemand dazu etwas sagen?



    Gruß

    Michael

    Vor 1918 war Königreich und Polen Polnischer Staat

    Hallo Winnir,


    eine kleine Anmerkung dazu.

    Der 1815 als Kongreßpolen oder Königreich Polen gegründete Staat war zunächst mehr oder weniger selbständig, Herrscher war in Personalunion der russische Zar. Dieser Staat wurde im März 1867 als Weichselland vollständig in das russische Zarenreich eingegliedert.
    Im Verlauf des 1. Weltkriegs erlangte das durch die Achsenmächte im November 1916 proklamierte Polnische Königreich eine Art formaler Selbständigkeit. Eine richtige Autonomie wurde tatsächlich erst im November 1918 erreicht.


    Gruß
    Michael

    Hallo,


    eine Postkarte der 4.Ausgabe von 1884 mit 3 Kop.-Wertstempel von Warschau ins Deutsche Reich nach Chemnitz an eine Textilfirma.
    Wie man an der Differenz zwischen Datum des Absenders und Poststempel sieht, galt mittlerweile offiziell der in Russland gebräuchliche julianische Kalender. Der Absender benutzt den, in Mitteleuropa gebräuchlichen und früher auch in Polen gültigen, gregorianischen Kalender. Die Differenz zwischen den beiden Kalendern betrug damals 12 Tage.



    Gruß

    Michael

    Hallo,


    eine Postkarte der 4.Ausgabe von 1884 mit 3 Kop.-Wertstempel von Warschau ins Deutsche Reich nach Chemnitz an eine Textilfirma.
    Wie man an der Differenz zwischen Datum des Absenders und Poststempel sieht, galt mittlerweile offiziell der in Russland gebräuchliche julianische Kalender. Der Absender benutzt den, in Mitteleuropa gebräuchlichen und früher auch in Polen gültigen, gregorianischen Kalender. Die Differenz zwischen den beiden Kalendern betrug damals 12 Tage.



    Gruß

    Michael

    Die Anfrage ist jetzt 1 1/2 Jahre alt, aber falls da noch Interesse besteht bitte etwas genauer beschreiben, welcher Zeitraum da denn interessant ist.


    Gruß

    Michael

    Hallo northstar,


    danke für die Ergänzung.
    Vermutlich ist der Produzent dieser Werbekarten nicht davon ausgegangen, dass die Empfänger russisch können bzw. den Text genau lesen. Die noch relativ neuen Papierzigaretten eroberten den europäischen Markt von Russland aus (die ihrerseits diese Art des Rauchens aus dem Orient übernommen hatten) und anscheinend hatten die Originale aus Russland noch den Nimbus des Besonderen. Mit dieser Werbekarte, mit der auf der Rückseite bekannte russische Zigarettenmarken beworben wurden, wollte man dies anscheinend nutzen und durch den vordergründigen Anschein eines Versands aus Russland dann noch sich von anderer Werbung abheben.

    Es ist klar, dass diese Karte für einen Ganzsachen-Sammler höchstens eine Kuriosität darstellt, für einen Thematik-Sammler wird dies anders aussehen. Der damals bei der Gärtner-Auktion festgelegte Ausrufpreis ist aber meiner Meinung nach deutlich jenseits eines vernünftigen Preises dafür.


    Gruß

    Michael

    Hallo,


    habe hier einen Beleg gefunden, bei dem ich mich frage, was es eigentlich ist.
    Zunächst dachte ich an eine Privat-Ganzsache, aber eine vergleichbare 4 Kop.-Marke hat es meines Wissens nicht gegeben. Von der Optik her ähnelt es zwar den russischen Ganzsachen, aber auch die Beschriftung stimmt nicht.

    Zudem ist der Stempel sehr eigenartig. Ein Aufgabestempel von St. Petersburg mit lateinischer Inschrift ist mir aus der fraglichen Zeit (letzten 20-30 Jahre des Zarenreichs) nicht bekannt. Die violette Stempelfarbe ist auch untypisch.

    Rückseitig befindet sich nur ein vorgedruckter niederländischer Werbetext für Zigaretten, kein postalischer Stempel o.ä.

    Kann jemand dazu etwas sagen? Oder ist das "nur" eine als russische Postkarte aufgemachte Werbung ?



    Gruß

    Michael

    Hallo anhei64,


    vielen Dank für die schnelle Antwort und die Literaturangabe. :)

    Noch eine Frage für mein Verständnis: Briefe mit dem Zensurstempel gibt es ja oft, aber wann kam noch ein Verschlussstreifen drauf? War der Brief dann offen eingeliefert worden?


    Gruß

    Michael

    Hallo,


    die russische Postzensur ist jetzt nicht direkt mein Gebiet, daher stelle ich folgenden Brief vor, mt der Bitte um Beurteilung.



    1915 von Moskau nach Genf in der Schweiz. Rückseitig finden sich ein Lila-Zensurstempel sowie ein ein Klebezettel der Moskauer Zensurbehörde. Kann jemand etwas dazu sagen?


    Gruß

    Michael