Beiträge von buzones

    Hallo zusammen,


    es handelt sich in der Tat um die Mi.-Nr. 218b violett. Die starke Dezentrierung ist bei dieser Markenausgabe eher die Regel als die Ausnahme und 0,50 Euro wirst du dafür nur im 100er-Pack bekommen. ;)


    Die verschiedenen Ausgaben und Kontrollziffern der 15 cts. Marke in Zeichnung „Cadete“ habe ich hier für Interessenten dokumentiert:

    Hallo Dittrich!


    Die Essays zur Amadeo-Ausgabe in schwarzer Druckfarbe sind die am häufigsten vorkommenden spanischen Probedrucke überhaupt; es gibt sie geschnitten und gezähnt und selbst ganze Bogen oder größere Bogenteile kosten selten mehr als 10.00 - 15.00 €.

    Hallo Dittrich,


    es handelt sich in allen drei Fällen um die Mi.-Nr. 122. Bei der linken Marke handelt es sich um Type I (geschlossener Rahmen des rechten Wertschildes); bei der mittleren Marke um Type II (offener Rahmen). Die rechte, ausgeblichene Marke stammt aus Restbeständen, die nach Ende der Gültigkeit bogenweise mit einem spezillen Rollenstempel in schwarzer Farbe gekennzeichnet wurden - in Spanien „sellos barrados" genannt; ihr Wert ist marginal.


    Als Besonderheit ist noch anzumerken, dass die mittlere Marke mit einem Bahnpoststempel entwertet wurde. Da der Datenblock (wie oft) oft fehlt und der Abschlag unvollständig ist, lässt sich nur AMB (= Ambulante) und BARCELONA A entziffern.

    Hallo dietbeck & valgrande


    danke für die schnelle Reaktion!


    • Der Brief nach Italien wurde (wenn ich das Stempeldatum richtig lese) am 28. oder 29. Dezember 1936 in San Sebastián aufgegeben und kam am 2. Januar 1937 in San Remo an. Der rückseitige abgeschlagene Zensurstempel (Heller S49.11) auf dem Verschlussstreifen war seit November 1936 in Gebrauch. Soweit alles OK.


    • San Sebastián war seit dem 13. September 1936 in nationaler Hand. Dass man für's Erste weiterhin mit Marken der Republik frankierte, ist normal; die 50 Céntimos Porto für den einfachen Auslandsbrief stimmen ebenfalls.


    • Die wohl tatsächlich vorderseitig kopfstehend aufgeklebte "cruzada contra el frio" Marke war eine freiwillige Zuschlagsmarke zugunsten des Kaufes von Winterkleidung für das Nordheer der Nationalen unter General Mola.


    • Wieso die "cruzada" Marke hier falsch herum aufgeklebt wurde und wer (und vor allem warum) sie geschwärzt hat, kann ich leider nicht erklären. Mit der Legion Condor oder gar dem Bombardement Guernicas (26. April 1937!) hat das sicher nichts zu tun.


    • Man kann nun trefflich spekulieren, ob die Schwärzung evtl. von Zensoren, Postbeamten oder nachträglich zur vermeintlichen Werterhöhung für Sammler angebracht wurde - in meinen Augen bestand seinerzeit kein ersichtlicher Grund zu einer solchen Maßnahme.

    Hallo dietbeck


    wenn du mal einen (unmanipulierten) Scan des ganzen Briefumschlages (Vorder- und Rückseite!) hier zeigen könntest, wäre evtl. Hilfe meinerseits möglich. :)


    Nur Mut!

    Lieber uposta,


    dreizeilige Stempel nach dem Schema XXXX | ANDALUCIA | VAXA (oder in der Schreibweise BAXA) sind ab ca. 1800 normal - hatte nix mit Auslandsdestination zu tun: Oben steht der Städtename (oder eine Abkürzung davon) und darunter die Region, hier also Andalucia Baja (= Nieder-Andalusien); es gab auch die Region Andalucia Alta (= Ober-Andalusien). Diese Angaben wurden zur Berechnung des Empfängerportos innerhalb Spaniens postseitig benötigt.


    Wieviel von Spanien während der Napoleonischen Kriege zu Frankreich „gehörte” bzw. französisch besetz war, kannst du z.B. hier in Kurzform nachlesen:


    Sowohl Algeciras als auch Cádiz gehörten 1803 zu Spanien. Ohne einen Scan des Brieftextes mit dem Absendeort bzw. der Briefhülle mit den entsprechenden Vermerken könnte ich nur spekulieren.


    Als Wasserzeichen-, Paläographie- und Stempelfreund bin ich Anhänger der Ganzheitsmethode und werde weiter Auskünfte erst dann erteilen, wenn ich deine Briefe im Scan gesehen habe. :D


    Und Tschüss!

    Ab 1806-08 gab's die vier Grenzübergangsstempel „Espagne par Bayonne”, „Espagne par Perpignan”, „Espagne par Oleron” und „Espagne par St..Jean-de-Luz”.


    Viscaya oder Viscaia deshalb, weil 1788 sowohl in Bilbao als auch in Irún nur diese Stempelform existierte; Ortsstempel beider Städte gibt es erst ab 1799 bzw. 1807.


    Auf einem Brief von 1807 aus Barcelona sollte ein zweizeiliger Stempel „B. | CATLVÑA” in rot oder schwarz auftauchen.


    Falls es dir nur um die Stempelbestimmung geht, dann brauchst du


    1) Van der Linden, J., Marques de Passage, Katalog der Postvertragsstempel 1661-1875. 2. Aufl. + Supplementband


    2) Guinovart, J./Tizon, M.: Prefilatelia Española. 4 Bde.


    Für die postgeschichtlichen Hintergründe ist weitere Literatur bzw. Quellenstudium erforderlich. Falls du dich entschließen kannst, die beiden(?) Briefe hier zu zeigen, kann ich mehr dazu sagen.

    Hallo uposta,


    1788 gab es m.W. noch keine „Grenzübergangsstempel” im Verkehr zwischen Spanien und Frankreich. Dein Brief müsste auf dem Landweg aus Bilbao über Irún (Auswechselpostamt) nach Bordeaux gelaufen sein und dürfte spanischerseits eigentlich nur einen Langstempel VIZCAYA oder VIZCAIA zeigen; ob Bordeaux damals schon Ankunftsstempel hatte, weiß ich nicht - wahrscheinlich wurde nur das Porto angeschrieben. Schiffsbriefe lassen sich auch nur anhand des angeschrieben Portos in Frankreich identifizieren.


    Ansonsten: Bilder sagen oft mehr als tausend Worte! :)

    Lieber ubahuga,


    die Zwangszuschlagsmarken für die spanische Tuberkulosehilfe, die seit 1937 jährlich verausgabt wurden, waren grundsätzlich nur für Inlandspost vorgeschrieben, und das auch nur in einem engen Zeitfenster, in den Dreißiger- und Vierziger Jahren meist nur von Ende Dezember bis in die erste Januarwoche hinein.


    Gelegentlich wurden diese Marken aber auch vom Absender, ob wissentlich (als Spende!) oder aus Gewohnheit/Unwissenheit, auf Auslandsbriefe geklebt. Das wertet den "Beleg" nicht ab, erhöht aber auch nicht den Sammlerwert.


    Die erwähnten Zuschlagsmarken für Inlandsluftpost zu 25 cts hingegen sind auf Bedarfspost in dieser Zeit äußerst selten zu finden - auf Post ins Ausland hatten sie ebenfalls nichts zu suchen und lediglich nettes Beiwerk.

    Hallo Markdo


    Bei den abgebildeten Stücken handelt es sich um lokale Spenden- bzw. Zwangszuschlagsmarken der Nationalen aus dem Spanischen Bürgerkrieg, die in „Normalkatalogen” nicht aufgeführt werden.


    Die beiden Blocks stammen aus Fuente de Piedra, Provinz Málaga; Wert je ca. 3 Euros. SOFIMA Katalog #18 - 19.


    Die mallorquinischen Marken Cruzada contra el paro (= Kreuzzug gegen die Arbeitslosigkeit) stammen aus zwei verschiedenen Serien und haben alle zusammen etwa einen Wert von ca. 5 Euro; nur die Werte zu 5 und 10 céntimos wurden postalisch verwendet - alle anderen Werte dienten fiskalischen Zwecken.


    Es gibt zahlreiche Kataloge zu diesen Marken, die teils nur noch schwer zu bekommen sind. Der aktuellste (oben zitiert) erschien 1996: CATÁLOGO DE LOS SELLOS "LOCALES" EMITIDOS DURANTE LA GUERRA CIVIL ESPAÑOLA 1936-1939. MADRID: GRUPO TRABAJO - SOFIMA - FESOFI (CORREOS). Leider ist er schon lange vergriffen und wird vereinzelt zu Preisen zwischen 90 und 120 Euro angeboten.

    Hallo ihr beiden


    Eine kleine Korrektur: Macht aus der Barmherz. Kreide lieber die Barmherz(igen) Brüder, einen Männerorden, die auch in Wien wirkt(e). ;)


    Im übrigen fände ich es merkwürdig, wenn Flüssigkeiten wie Wein, Öl etc. in Pfund statt in Litern o.ä. berechnet worden wären. Wahrscheinlich ist das, was bayern klassisch als Pfund-Ligatur Interpretiert hat, einfach ein universeller Platzhalter für diverse Verpackungs- bzw. Gewichtseinheiten. Ist aber nicht wirklich wichtig!

    Hallo Erich!


    Ich erlaube mir einmal zu antworten und hoffe, dass Saguarojo es mir nicht übelnimmt, wenn ich mich hier einmische. ;)


    Dass deine 4 Reales so viel stärker eingefärbt ist, als die von S. hier gezeigte, liegt daran, dass es eine Fälschung ist. Abgesehen von der abweichenden Zeichnung fällt sofort auf, dass es sich hier unmöglich um Kupfertiefdruck handeln kann. Ich nehme an, das "Faksimile" wurde lithographisch (also im Flachdruck) hergestellt.


    Einen ersten Einstieg in's Erkennen von Druckverfahren bei Briefmarken findest du hier:


    Hallole! ;)


    Ich werde, wenn alles gut geht, morgen so gegen 17:00 in der Pfefferburg eintrudeln, nachdem ich den öffentlichen Personennahverkehr von Stuttgart nach Böblingen-Zimmerschlag getestet haben werde.


    Also bis morgen! :D

    Hallo mannaro,


    grade hat mich dankenswerterweise steppenwolf angeskypt und auf den Reservierungsthread aufmerksam gemacht. Ich würde gerne für zwei Tage reservieren (Do - Sa). Geht's noch?

    Die "erste oben links" ist eine finnische 20 Penniä-Marke (Mi.-Nr. 51 oder 57); der Herr auf der roten 4 Kopeken-Marke ist Zar Peter I (Peter der Große), Mi.-Nr. 82.

    Hallo Wolfgang!


    Der einzige mir bekannte Ostafrika-Experte ist leider hier nicht angemeldet. Wenn du die Möglichkeit hast, die Frage im BdPh-Forum nochmal zu stellen und dort die Bilder zu zeigen, wird dir saeckingen gerne helfen!


    Ich schicke dir noch 'ne PN!

    Concorde


    Da ich diese Seite schon lange kenne und auch auf meiner HP verlinkt habe, muss ich dir leider in einem Punkt wiedersprechen:


    Beim Anklicken der Länderflagge kommt man NICHT zu den Sammlungen der jeweiligen Länder, sondern zu Sammlungen AUS den jeweiligen Ländern, was die Suche nach Ländersammlungen leider etwas erschwert!


    Ansonsten: Sehr empfehlenswert, schnell und horizonterweiternd! :smilie: