Beiträge von buzones

    Hallo Sammelfreak


    Zu den Zensurstempeln kann ich dir nix sagen, der Schiffspoststempel ist sicher nicht der seltensten einer, aber der Brief von Lörrach nach Rheinfelden (Schweiz) ist im Grenzverkehr gelaufen; Sonderporto 10 Pfg.


    Für diesen Brief gibt es sicher „Liebhaber”! :)

    Netter Fred, das! :smilie:


    Dann werde ich auch mal was exotisches beisteuern:


    Ein Visitenkartenbriefchen (90 x 54 mm) von Paris nach Sitges in Katalonien (Spanien) vom Dezember 1936; Ankunft in Sitges am 5. Januar 1937. Verschlußbanderole (blanko) und Prüfstempel der republikanischen Zensur vorne und hinten.


    Erstaunlich, das auf das Brieflein eine Sondermarke, zwei Post- und zwei Zensurstempel passten!


    :spanien:


    Da ich aus nicht nachvollziehbaren Gründen keine Datei anhängen kann (angebl. mit 114 kb zu groß!), hier also per URL:


    [Blockierte Grafik: http://www.reinhold-und-becker.de/philaforum/1937minicensura.jpg]

    Hallo tommy33


    Die Zahl 33 entspricht der Katalognummer dieser Marke sowohl im Michel,- als auch im Senf-Katalog. Wahrscheinlich stammt die Marke aus einem alten Händler-Lagerbuch oder war auf einem Päckchen Bündelware als Orientierungshilfe befestigt.


    Nahezu „wertlos” war sie wohl schon seinerzeit...

    Hallo Dirk,


    willkommen im Philaforum!


    Zu deinen Fragen:


    1) Die französische Postkarte nach Aachen (Aix-la-Chapelle) trägt einen Ankunftstempel von vom 12. Mai 1902, ergo stammt sie auch aus diesem Jahr! :) Am Tag vorher wurde sie in Paris abgeschickt; leider ist auf dem frz. Aufgabestempel die Jahreszahl wohl nicht eingesetzt worden - kann immer mal passieren.


    2) Da gibt es zwei Möglichkeiten: a) Der Umschlag wurde nie verschickt , obwohl er bereits frankiert war oder b) er wurde beim Abstempeln aus irgendwelchen Gründen nicht „übersehen”, was im Zeitalter der Briefpostautomation öfter mal vorkommt (Sortiermaschine klemmt etc.). Auf der Rückseite kleben private Weihnachts-Spendenmarken; daher keine Wertangabe.


    3) Hierzu gab's keine Frage. Der Brief ging am 4.6.1914 - also relativ kurz vor Ausbruch des 1. Weltkriegs - von Westende in Belgien an einen deutschen Offizier in Rastatt. Wahrscheinlich Grüße aus der Sommerfrische...

    Genau!


    Ein Forum ist ein Forum ist ein Forum.


    Nicht die Plattform ist „böse”, sondern die, die sie missbrauchen.


    Für persönliche Animositäten jeden erreichbaren Chat zu instrumentalisieren, grenzt schon an intellektuelle Belästigung.


    Basta!

    Ja, ja - die Schwyzer sind schon ein lustiges Völkchen, elbst beim Militär!


    Panzer im Leoparden-Look... Sowas! ;)


    Gab's auch das Modell "Rosaroter Panther"?? :D

    Hast du bei deinen ausführlichen Studien auch näheres zum Druckverfahren der Originalmarken herausgefunden? ;)


    Kleiner Tipp:


    Schau dir die Marken mal in Ruhe unterm Fadenzähler an.
    Ist das wirklich Buchdruck? Ich glaube nicht!

    Diese Art von Eingangsstempeln mit zusätzlicher Minutenangabe gab es nicht nur in Patentämtern, sondern in allen Bereichen, wo es auf Fristwahrung ankommt (bspw. in Finanzämtern und Gerichten).


    Auf Korrespondenzen vom Beginn des 20. Jahrhunderts habe ich ähnliche Modelle schon oft abgeschlagen gesehen.

    Wo ist denn eigentlich die Peschl-Signatur?


    Ich glaube auch, dass hier eine postalisch verwendete P 148 etwas „aufgewertet” wurde.


    a) Das Fernporto von 1,50 M war mit der benutzten Ganzsache bereits bezahlt.


    b) Die Nachgebühr sollte eigentlich in blau angezeichnet werden. Außerdem hätte die Nachgebühr (so sie denn erhoben worden wäre) lt. damals gültiger Nachgebührenregelung 50 Pfennige betragen müssen, nicht 5 Pf.


    c) Der benutzte Ortsstempel kommt mir nicht koscher vor. Ich besitze zwar weder tiefergehende Spezialkenntnisse zu den deutschen Ortsstempeln der Zeit noch die entsprechenden INFLA-Hefte, aber mir sehen die „Abschläge” zu sauber und geleckt aus. Hier ein Beispiel des Stempels Plauen c aus dem Jahre 1926:

    Bilder

    • OTplauen_c_1926.jpg

    Carolina Pegleg


    Danke für die Erklärung; hab' wieder was gelernt. War aber extrem speziell, die Maschinenstempelgeschichte!


    Das schreit nach Rache! :D

    Interessante Karte!! :O_O:


    Kann jemand den englischen Zensurstempel zuordnen? So ließe sich der Laufweg vielleicht besser rekonstruieren.


    Hier noch schnell die vollständige Transkription des Textes:


    Señor
    Franz Patocka
    Herthastr. 17
    Osnabrück
    Alemania



    B.A. 7.II.40.


    Lieber Vater!


    Heute geht ein italienisches
    Schiff von hier mit welchem ich
    Dir die herzlichsten Grüße übersende.
    Warten so sehnsüchtig auf einen
    Brief von Dir, welchen ich Dir
    dann beantworte. Wie geht es
    Dir? Haben gestern einen Brief
    aus Aussig erhalten. Wetter ist
    hier ständig heiß. Tausend Grüße
    und Küsse deine Kinder.