Beiträge von buzones

    Hallo Flohmarktkäufer!


    1) Eine Siegelmarke auf einem portofreien Feldpostbrief. Sowas findest du in keinem Briefmarkenkatalog.


    2) Ebenfalls eine portofreie Feldpostkarte mit Briefstempel. Der Poststempel ist zufällig auf dem Firmenlogo der Herstellerfirma gelandet - keine Marke, keine Ganzsachenwertstempel.


    3) Berlin, Michel-Nr. 121, auf Briefstück


    4) Deutschland unter alliierter Besetzung, Gemeinschaftsausgaben, 1. Kontrollratsausgabe: Mi.-Nr. 912, auf Briefstück


    5) Privatpostmarke. Dazu gibt es einen Katalog und Handbücher, die ich leider nicht besitze. Vielleicht kann da jemand anders helfen?

    Hallo Markdo


    Ich fürchte nein. Bei Tiefdruckmarken kommt es relativ häufig vor, dass die erhaben auf dem Papier aufgebrachten Farbschichten abplatzen. Die geschieht besonders „gerne” an Stellen, wo der Farbauftrag sehr dick ist und von unbedruckten Stellen umgeben ist, wie z.B. bei Wertziffern oder im Inneren von Buchstaben (hier beim „O”).


    Aber vielleicht wird meine Hypothes ja noch von einem Schwyzer PF-Spezi widerlegt...


    ;)

    Hallo Klara


    Für 4 Euro ist das OK. Die französische Karte mit EF 90c Sondermarke von 1927 ist im Yvert schon 10 Euro wert; die Bahnpoststempel sind auch gesucht. Evtl. sind die Ansichten auf der Rückseite sogar noch besser (für AK-Sammler).


    Ich habe nur gefragt, weil ich wissen wollte, ob du z.B. gezielt nach Bahnpost suchst (Algerien, Österreich); die Italien-Karte hat einen Bahnhofsstempel von Venedig (VENEZIA FERROVIA) - ist aber nix besonderes.


    Weiterhin viel Spaß beim Stöbern! :)

    Noch'n Bahnposten: MALS-BOZEN, Kurs-Nr. 286 (dritte Karte von oben).


    Darf man fragen, weshalb du die Karten gekauft hast?

    Also 1917 kann die Karte nicht gelaufen sein, da das Porto dann schon 7 1/2 Pfennige betragen hätte. Wenn sie 1912 versandt wurde, war das kurz nach Inbetriebnahme der Strecke.


    Unter dem Streckennamen THUM-WILISCHTHAL glaube ich aber ein SCHAFFNER erkennen zu können. Geht's darum?

    Meine Damen und Herren,


    De gustibus non est disputandum oder Jeder nach seiner Façon!


    Wat dem einen sin Uhl is dem annern sin Nachtegall us.w.


    Meine Sammlerkollegen in Spanien beispielsweise lieben es bei Frankaturen bunt und „künstlich”. Dort ist die portorichtige Einzel- oder Mehrfachfrankatur (noch) lange nicht so hochgeschätzt wie hierzulande. Gottseidank ist das so, denn manch unscheinbares Poststück, dass dem spanischen gusto nicht entsprach, konnte so seinen Weg in meine Sammlung finden, ohne mein Budget allzusehr zu belasten.


    :D :D :D

    Hallo Corona!


    Aus aktuellem Anlass (die Auktion ist mittlerweile gelöscht) möchte ich folgende kurze Ausführungen hier posten: Für die unten abgebildeten Marken hat kürzlich bei eBay.de ein Käufer 76 Euro geboten bzw. aus dem Fenster geworfen. Wie so oft: Gier frisst Hirn. Losbeschreibung: SPANIEN, 4 Pesetas 1872 rötlichbraun, Michel Nr. 119, vollzähniges, offensichtlich fehlerfreies Stück!.


    Tatsächlich handelt es sich um eine Marke mit „verfüllter” runder Telegrafenlochung, die mit einem Falschstempel kaschiert wurde, was auf dem Scan der Rückseite trotz schlechter Auflösung noch gut zu erkennen ist.

    Der Hintergrund: Von 1870 bis 1900 wurden in Spanien Postfreimarken auch als Telegrafenmarken benutzt. Dies betrifft alle Dauerserien, die als Inschrift das Wort Comunicaciones tragen. Die hohen Nominalen dieser Ausgaben, namentlich die Werte zu 4 und 10 Pesetas, sind (mit Ausnahme der Ausgabe 1889) postalisch gebraucht sehr selten bis unbekannt und dementsprechend teuer. Telegrafisch gebraucht mit Lochentwertung hingegen sind massenhaft am Markt vorhanden, also einfach und billig zu bekommen. Seit mehr als hundert Jahren nutzen Fälscher dies aus, um mit mehr oder minder geschickt reparierten Lochungen bei unbedarften Käufern einen Gewinn zu erzielen. Auch auf eBay tauchen solche Stücke regelmäßig auf und sind gottseidank mit einem geschulten Auge oft leicht zu erkennen. Anfänger fallen jedoch immer wieder darauf herein. :(


    Häufig findet man auch hohe Nominalen der Serie 1889 (Pelón, Mi.-Nr. 189-204) mit Durchlochungen von T.1 bis T.6 als Firmenlochung (Perfins) angeboten. Auch hierbei handelt es sich um telegrafische Entwertungen aus Madrid. Diese Marken sind mit maximal. 10% des Katalogwertes anzusetzen; meist bekommt man sie deutlich billiger.


    Caveat emptor!

    Bilder

    • 1872_4pts_taldrado_vs.jpg
    • 1872_4pts_taldrado_av.jpg

    Concordia


    Gern geschehen! ;) Es gibt dieses Streifbänder auf verschiedenen Papieren; u.a. auch auf Hanfpapier - wahrscheinlich ist es das, was du als „ziemlich dünn” bezeichnest.



    jojo30


    Ich besitze die beiden alten Original-Ascher-Bände von 1928 (Alle Welt), den ergänzten Loseblatt-Reprint des Ascher mit Preisliste von 1996 und diverse Länder-GS-Kataloge. Die sind zwar meist etwas älter, aber zum Nachschlagen und Bestimmen reicht's allemal. Wenn du was wissen willst: Nur zu! Du wartest ja auch noch auf eine Antwort-Mail von mir. Bitte um etwas Geduld! :ups:

    Concordia


    Wie so oft, wenn es um im Katalog unauffindbare geschnittene Marken geht, handelt es sich um einen GANZSACHENAUSSCHNITT.


    In diesem Fall aus einem Streifband der Republik Argentinien, Ascher-Katalog Nr. 8, von 1889.
    Ich hoffe, geholfen zu haben!


    ;) ;) ;)

    Hallo Concordia!


    Leider habe ich nur einen uralten Michel-Überseekatalog von 1961; evtl. ist die Nummerierung nicht mehr aktuell.


    N° 1 + 2 = Kaschmir (Ausg. für Jannu u. Kaschmir) 1883-94


    N° 3 = Ägypten Mi.-Nr. 88 von 1923


    N° 4 = Tanna-Tuwa, Mi.-Nr. 6 von 1926


    Wegen der genauen Bestimmung der kaschmir-Marken solltest du mal bei -steppenwolf nachfragen - der kennt sich damit bestens aus.


    Kaschmir-Ausgaben

    Hi Sascha!


    Die Karte ist Britisch Indien (Ascher Nr. 9); Aushilfsausgabe von 1892 ONE ANNA auf 1 1/2 Anna blau.


    Sie lief über Bombay und Aden (Sea Post Office) nach Brüssel. Die 221 im Kreis ist ein belgischer Zusteller- vulgo Briefträgerstempel.


    Man beachte auch die Laufzeit: Aufgegeben am 21. November, Ankunft in Brüssel am 9. Dezember - grade mal 19 Tage!! Reschbeggd! 8)

    Hallo Klara!


    Wenn du mit „aufrecht stehenden Wellenlinien” senkrechte Wellenlinien meinst, dann kann es nur die Mi.-Nr. 53 sein. Höchstwahrscheinlich eine 53ya, gebraucht in Pirmasens.