Beiträge von Postgeschichte-Kemser

    Hallo,


    bei aller Euphorie für die "Preisexplosionen", muss man schon mal klar stellen, dass offensichtlich ein sehr hoher Prozentsatz der Endpreise bei Ebay nie bezahlt oder nach Abgabe einer positiven Bewertung (durch den VK) wieder reklamiert werden.
    Einer der Reklamationsgründe, bei denen ich mir bis dato ans Hirn greifen mußte:
    Rückseitige Falzspuren bei gefälligkeits-gestempelten (noch gummierten) Marken.


    Ein Händlerkollege gab mir hierfür jedoch vor kurzem eine interessante Erklärung. Bevorzugt werden knapp über das Eck gestempelte Marken gekauft, die noch den vollen Originalgummi haben. Das Stempelfragment ist offenbar leicht zu entfernen, womit man eine (auf den ersten Blick) einwandfreie postfrische Marke bekommt, die wesentlich teurer zu verkaufen ist.


    Es erscheint mir daher wenig sinnvoll, die bei vielen Sammlern getrübten Augen durch Preissensationsmeldungen noch mehr zu blenden.
    Ich würde mir vielmehr wünschen, dass solche Tricks wie o.g. nicht nur in Arge-internen Publikationen veröffentlicht sondern - im Sinne ernsthafter und ehrliche, privater wie gewerblicher China-Interessenten - allgemein bekannt werden.


    Gruß
    Postgeschichte-Kemser

    Hallo mars ,


    es handelt sich hierbei um einen Feldpostaufkleber, wie er normalerweise in der Anfangszeit des 1. Weltkrieges verwendet wurde.
    Die Zettel waren meist rot, seltener blau. Vermutlich hatte der Absender der gezeigten Karte irgendwo einen rumliegen, den er dann aufgebraucht hat oder ein witziger Zeitgenosse wollte in jüngster Zeit den Beleg "aufwerten". Schade, dass er baden gegangen ist. dadurch hat sich die erste (Farb-)Schicht abgelöst. Da die Zettel im Prägedruck hergestellt wurden hat sich die Schrift erhalten.
    Kurzum - witzig, aber ohne materiellen Wert.


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Hallo,


    nach längerer Abwesenheit mal wieder ein kleiner Beitrag:


    (leider nur) Briefvorderseite eines Ortsbriefes von Berlin 1940. Freistempel mit Werbeeinsatz "Haltet mehr Schafe" - ein seltenes Stück !


    Hintergrund dieses Appells ist aber nicht etwa die besondere Tierliebe der Nazis sondern ein Aspekt der Kriegsbewirtschaftung: Genügsam in der Aufzucht - ertragreich bei Wolle und Fleisch.


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Am kommenden Sonntag, den 16. Januar 2011 findet in der Neuen Messe Friedrichshafen die 41. Internationale Briefmarken-, Münzen- und Mineralienbörse statt.


    Aus dem Infoblatt des Veranstalters entnehme ich: "Unsere Sammlerbörse mit 6300m² Hallenfläche ist eine der größten im süddeutschen Raum. In den vergangenen Jahren hatten wir jeweils um die 3.000 Besucher. Die Börse ist Gemeinschaftsveranstaltung des Briefmarken- und Münzensammlervereins Friedrichshafen und der Messe Friedrichshafen."


    Vielleicht ist ja der eine oder andere "Forumler" da. :).


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Guten Abend,


    jetzt muß ich meinen Fahrpostbrief Preussen/Polen nochmals hochkramen.


    Ulf - Du unterscheidest Brief und Paketgewicht ? ?(
    Ich frage jetzt mal ganz unbedarft: Hat denn bei einer Fahrpostsendung das Gewicht des Begelitbriefes AUCH noch eine Rolle gespielt ?


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser


    PS: Wälze gerade Hörter und Schwarz - bin aber auch noch nicht weiter... :(

    Hallo und guten Abend,


    ich glaube nicht, dass sich die Situation dadurch bessert, dass das Thema immer wieder neu aufgekocht wird.
    Die wirkungsvollste "Medizin" wurde ja bereits genannt: Ignorieren, ganz einfach nur IGNORIEREN.
    Und jetzt freue ich mich auf das nächste schöne PHILATELISTISCHE Thema, welches hier hoffentlich bald angezeigt wird.


    Einen schönen Abend
    Postgeschichte-Kemser

    Hallo und guten Abend,



    Ja was geht denn hier ab ??!! X(


    Vorschlag vorab:
    Alle mehr oder weniger erhitzten Gemüter mögen erst mal 5 Minuten vor die Tür treten. Bei den aktuellen Außentemperaturen dürfte dies für die Diskussion bzw. das Forum allgemein von Vorteil sein. :D


    Und zum eigentlichen Thema:
    Foren wie das hiesige sind m.E. Spiegelbild unserer Gesellschaft - es gibt diejenigen, die sich qualifiziert zum Nutzen aller engagieren, es gibt die große Masse der Nutznießer, die sich aus den verschiedensten Gründen nicht einbringen wollen oder können (ich meine das ausdrücklich wertneutral !!) und es gibt diejenigen, denen es immer ein Dorn im Auge ist, was der andere tut und die mangels menschlicher und fachlicher Qualifikation zu keiner konstruktiven Mitarbeit/Diskussion bereit sind, aber überall ihren Senf abgeben müssen.
    Letztere Teilnehmergruppe wird auch kein noch so agiler Moderator in einem Forum ausschließen können. Damit müssen wir einfach leben.
    In diesem Zusammenhang möchte ich nochmals zu bedenken geben, dass die Ansprüche der Forennutzer an den Betreiber des Philaforums möglicherweise zu hoch angesiedelt sind.
    „Moderatoren“ sind eine gute Idee – BITTE denkt aber daran, dass dieses Forum NICHT als Geschäftsmodel sondern als „Hobby“ betrieben wird und Moderatoren EHRENAMTLICHE Arbeit leisten und dabei noch die Gefahr eingehen zwischen zwei Stühlen zu sitzen.
    Bei den zur Verfügung stehenden Mitteln ist es daher m.E. wenig realistisch, eine „flächendeckende“ Moderation zu erreichen, geschweige denn, es allen recht zu machen. Ich glaube schon, dass die vorhandenen Moderatoren ihre knapp bemessene Zeit dazu nutzen, Einträge zu filtern, die über die Stränge schlagen – ABER – das Ergebnis sieht bekanntlich jeder anders. Einem jeden Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann. Und ich traue es den Moderatoren durchaus zu, zu unterscheiden, ob jemandem (nur) auf den Schlips getreten oder ob jemand beleidigt wurde.


    Etwas mehr Gelassenheit – DAS ist es, was ich mir wünschen würde.
    Leben – und leben lassen. Mich erschreckt manchmal die Verbissenheit und Aggressivität, mit der an manche Themen herangegangen und die eine oder andere Diskussion geführt wird. Zu verhindern werden solche Vorkommnisse nicht sein - ob mit oder ohne Moderator.


    ACHTUNG – NICHT VERGESSEN:
    Philatelie ist KEINE Kampfsportart und es gibt auch keine Wehrsportgruppe "Philatelie" !! ;)



    So – und wenn ich jetzt einen philatelistischen Wunsch zu Weihnachten freihabe, dann wünsche ich mir, dass Du – lieber Ralph – diesem Forum auch weiterhin mit Deinen fundierten Beiträgen erhalten bleibst.


    Einen schönen – und friedlichen – 4. Advent – Abend !
    Postgeschichte-Kemser

    Hallo und guten Abend,


    anbei ein Briefchen, das noch in vielerlei Hinsicht Fragezeichen aufwirft: ?(


    Was sich mir aktuell erschließt:
    Es ist eine grenzüberschreitende Geldsendung über 120 Thaler (?) von Boreck 21.6.(1846) nach Rosp...(?- Polen). Rückseitig befinden sich die Durchgangs- bzw. Ank.stempel Krotoschin (Preussen) und Kalisz (Polen). Der mehrseitige Inhalt des Briefes ist auf Polnisch.
    Was ich noch (teilweise) entziffern kann, ist ein Franco-Vermerk am Unterrand der Vorderseite: "Franco da...(?) - Teilfranko ?


    Aus dem Bauch heraus wohl ein recht interessanter Brief, der noch auf seine Entschlüsselung wartet.


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Hallo Ralph,


    ja-ja-ja - "Asche auf mein Haupt". :ups:


    Mit "incomming" meine ich nicht nur Belege aus dem (postalischen) Ausland sondern eben alles was in meinen Bereich reinläuft.


    Und in der Tat - KA-WERTBRIEFE sind mir noch nicht so viele untergekommen.


    Beste Grüße
    Schorsch

    Hallo Ralph,


    hübsches Briefchen... ;)


    Anschrift: Prinz Moritz von Sachsen-Altenburg, Herzog zu Sachsen


    Daher tippe ich mal auf Portofreiheit. Der entsprechende Vermerk wurde wahrscheinlich schlichtweg vergessen.


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    :D -


    es ist in der Tat ganz witzig. Den oberen Beleg habe ich im Rahmen einer Tölzer Heimatsammlung vor etwa 10 Jahren auf einer Auktion in Hamburg (!) erworben. Der Vorbesitzer hatte den Beleg aber seierzeit auch schon mindestens 30-40 Jahre in der Sammlung.


    Das zweite Stück hat mein bekannter vor einigen Jahren auf einer italienischen (!) Auktion gekauft.


    Einfach "irre", wie die Dinge wieder zueinander finden.


    beste Grüße
    Postegschichte-Kemser

    Hallo Nils,


    Zitat

    ....ich....bin etwas unsicher wie man diese in eine Postgeschichtliche Sammlung einbauen kann.


    Die Unsicherheit hatte ich bei diversen Teilbereichen auch schon. Telefonieren ist für mich aber eine von vielen Arten der Kommunikation. Ich habe daher in meiner Sammlung einen eigenen Abschnitt dafür vorgesehen. Genauso wie z.B. die Personenbeförderung. Vor ein paar Monaten z.B. habe ich einen frankierten Fahrausweis für Postomnibusse aus den 20er Jahren bekommen. Auch dafür habe ich einen eigenen Bereich vorgesehen.


    Grundsätzlich nehme ich für meine postgeschichtliche (und dazu zähle ich genauso Telekommunikation und Personenbeförderung) Heimatsammlung alles, was mir in die Hände kommt - von Vorphila bis heute. Lediglich Posthörner und Uniformen klebe ich mir nicht ins Album... :D
    Ich lockere z.B. meine Sammlung auch mit passenden Ansichtskarten auf, z.B. die Litho eines Gasthofes in dem eine Posthilfsstelle untergebracht war - oder Bilder aus dem Postalltag - sofern zu bekommen.
    Ich zeige nachher nochmal ein Beispiel von Tölz.


    Natürlich weiß ich, dass ich wahrscheinlich bei einer Wettbewerbsausstellung "anecken" würde, aber ich sammle ja in erster Linie für mich. Bis dato habe ich Teile meiner Sammlung nur auf Vereins-Veranstalltungen im Rahmen einer Werbeschau gezeigt und durch die "Auflockerungen" auch viele Nicht-Philatelisten oder Nicht-Postgeschichtler angesprochen.


    Generell soll natürlich jeder sammlen oder in seine Sammlung einbauen, was ihm Spass macht. Was ich aber nicht mehr machen werde, dass ich etwas liegen lasse, weil ich im Moment nicht weiß, WIE ich es einbauen könnte. Da habe ich in früheren Jahren leider schon zu viele unwiederbringliche Gelegenheiten vorbeiziehen lassen.
    Eine postgeschichtliche Heimatsammlung schüttelt man nicht aus dem Ärmel - sie braucht ihre Zeit sowohl bezüglich der Quantität als auch der Qualität. Aber wir sind ja nicht auf der Flucht. :)


    beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Hallo,


    nachdem ich (noch) keinen Thread zu dem Thema entdeckt habe, will ich mal - aus gegebenem Anlass - einen eröffnen.


    Anbei ein 10 Pfg. Telephon-Billet, verwendet am 12. April 1904 in Urfeld am Walchensee. Urfeld liegt an der alten Poststraße von München über Mittenwald nach Innsbruck. (siehe Karte - ex PGB 1940I)
    Von Juni 1891 bis Oktober 1894 besaß Urfeld eine Postablage, welche 1894 zur Postagentur erhoben wurde. Seinen eigentlichen "Aufschwung" erlebte Urfeld nach der Fertigstellung der "Kesselbergstraße" im Jahre 1897.
    Trotzdem sich immer mehr Intellektuelle und auch internationales Publikum in Urfeld "tummelte" und sich der Walchensee ab etwa 1870 (erster Hotelbau in Urfeld) zu einem Touristenmagneten entwickelte, dürfte sich die Anzahl der erhaltenen Telefonbillets in Grenzen halten.


    Die Telefonstelle war im Gasthaus zur Post untergebracht. Daten zur Eröffnung fehlen mir leider noch.
    Das Telefonbillet habe ich übrigens nur durch Zufall bei Ebay entdeckt - es war keinerlei Ortsangabe in der Artikelbeschreibung enthalten. Große Freude zum kleinen Preis ! :)


    beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Hallo und guten Morgen aus dem verschneiten Lenggries ! :)


    Der stolze "Vater" :D gibt bekannt:


    das vor einiger Zeit in einem anderen Thread gezeigte, unterfrankierte Briefchen von Tölz 1869 nach Italien hat vorgestern noch ein "Brüderchen" bekommen. "Geburtshelfer" war ein befreundeter Sammler, der - animiert durch meinen Vortrag während der diesjährigen Weihnachtsfeier unseres Vereins - mal in seinen Beständen nachgesehen hat.


    Oben: 3. Juli 1869 TÖLZ
    Unten: 6. Oktober 1869 TOELZ


    Da hätten also noch einige Briefchen Platz in diesem Zeitraum - auch mit anderen Frankatur/Nachporto-Kombinationen....*träum*...


    Aber es ist ja nett, auch mal auf diese Weise Veränderungen beim Ortsstempel dokumentieren zu können... ;)


    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser