Beiträge von Pete


    Es kommt auch bei osteuropäischen Staaten vor, dass Sätze im Katalog verzeichnet werden, welche unterschiedliche Formate aufweisen. Die Zusammenführung dieser unterschiedlichen Formate zu den betroffenen Sätzen erfolgt spätestens bei der jahrgangsweisen Bearbeitung mit dem Katalog. Dafür muss man die betroffenen Sätze nicht bereits vorab kennen.


    Sinn und Zweck der Sortierung zuerst nach Format vermeidet unnötiges (unübersichtliches) Verzetteln in (etliche) Sätze gleich zu Beginn der Sortierung und reduziert auch den notwendigen Platzaufwand auf ein Mindestmaß (nicht mehr als Schreibtisch- oder Küchentischgröße). Spätestens wenn die Sortierung nach Satz bzw. Motiv (bei EInzelmarken) erfolgt, wird Platz benötigt und der Kopf trainiert (ähnlich dem Memory-Spiel). Der notwendige Platz für die Sortierung sowie die zu sortierende Menge (Briefmarkenstückzahl) wird aufgrund der zuvor erfolgten Sortierung nach Format (d.h. Zerlegung der zu sortierenden Menge in Teilgruppen) bereits reduziert. Ich habe jedes Mal lediglich eine von mehreren Formatgrößen vorliegen und kann den vorhandenen Platz auf dem Tisch entsprechend besser auslasten (überschaubarer als wenn alle Formate gleichzeitig satzweise ausgebreitet vor mir liegen).


    Spätestens bei einer fünfstelligen Anzahl pro Markenland (Bsp. 15.000 bis 20.000 Marken oder mehr) wird es unübersichtlich und zu zeitintensiv, jede einzelne Briefmarke auf eine Jahreszahl hin zu überprüfen und dann in die passende Schachtel (Magarineverpackungen o.ä.) abzulegen ohne dabei die Lust (und Nerven) zu verlieren. Wenn zuerst eine Sortierung nach Sätzen (und zuvor nach Format) erfolgt, geht die jahrgangsweise Zuordnung in Schachteln oder Tüten wesentlich schneller und effektiver. Bei kleineren Sortiermengen kann eine andere Vorgehensweise praktikabler sein. Ich schreibe hier von größeren Stückzahlen ...

    Einige Sammlerkollegen (teils auch hier im Forum angemeldet) konnten sich in den vergangenen Monaten Teile der fertig gestellten Lagerbücher ansehen bzw. für den caricativen Zweck erwerben und sich auch einen Eindruck über die sortierten Mengen verschaffen.


    Schlussendlich kann und soll jeder so sortieren, wie man es selbst für richtig hält. Ich gebe hier lediglich einen Vorschlag aufgrund reichlich Vorerfahrung (z.B. diverse Ostblockländer innerhalb weniger Monate) ab, wie man dies praktikabel bewerkstelligen kann. Ich bin "nebenbei" auch in Vollzeit berufstätig ;-)


    Gruß

    Pete

    Hallo zusammen.

    habe eine Frage zum sortieren der Kiloware(DDR) habt ihr ein bestimmtes System wie ihr vorgeht?

    ...


    Gruß Ronald

    Ich habe in den vergangenen Monaten Osteuropa (vorwiegend Ostblock-Zeit 1950-1990) aufgearbeitet und abschließend nach Kataloghauptnummer in Steckalben aufgesteckt - Markenanzahl gesamt (lose, keine Kiloware) mit Sicherheit im mittleren fünfstelligen Bereich, wenn nicht sogar etwas mehr (entsprechend auch dutzende Alben voll als Lageralben, welche von einer Sammlerkollegin demnächst für einen caricativen Zweck angeboten werden).


    Fazit allgemein: wenn man von einem Sammelgebiet gar keine Ahnung hat und zeitlich vernünftig durchkommen möchte, ist es meiner Erfahrung nach praktikabel, die Briefmarken im ersten Sortiergang stumpf nach Format zu sortieren (ohne sich dabei ablenken zu lassen), im Bedarfsfall zusätzlich unterteilt nach Hoch- und Querformat. Oftmals kommen relativ wenige Standardformate vor, dies gilt ausdrücklich auch für das Sammelgebiet DDR. Im zweiten Sortiergang wird jedes Formathäufchen nach augenscheinlich zusammengehörenden Sätzen bzw. Einzelmarken nach Markenbild sortiert. Danach wird bei jedem neuen satzweise vorliegenden Häufchen geschaut, ob eine Jahreszahl oder ein sonstiger Verweis auf den Jahrgang vorhanden ist. Dabei ist es dann egal, ob das Satzhäufchen ein oder zwei oder zehn oder sogar hunderte Briefmarken umfasst. Daraus werden jahrgangsweise neue Häufchen gebildet, der verbleibende Rest ohne Jahreszahl grob im Katalog nachgeschlagen. Abschließend lässt sich dann jeder Jahreshaufen mittels Katalog detailiert sortieren und aufarbeiten.

    Als Zwischenlösung lassen sich Formathäufchen auch anschließend erst nach Nominale und danach nach Motiv/Satz sortieren. So bekommt man auch recht schnell die Marken zusammen, welche mehrfach vorhanden sind. Dies war mir vor allem bei Ungarn sehr hilfreich.


    Im ersten Sortiergang erfolgt direkt eine Trennung nach ungebraucht und gebraucht. Es empfiehlt sich auch darauf zu achten, die Briefmarken nicht kopfstehend auf den Haufen zu legen sondern gleich beim ersten Mal in Leserichtung zu drehen und abzulegen, wodurch nachfolgende (Fein-)Sortierungen erleichtert werden. Wenn möglich, werden häufige Serien (i.d.R. die Dauerserien und Flugpostausgaben - hier vorab den Katalog durchblättern und sich die Motive merken) ebenfalls im ersten Lauf separiert. Bei der Feinsortierung für die Alben lässt sich dann die Unterteilung nach gefälligkeitsentwertet / bedarfsgestempelt sowie ungebraucht mit Falz / postfrisch vornehmen (je nach eigenem Bedarf).


    Vorübergehend benötigter Platz für die zu schaffenden Häufchen: Schreibtisch oder Küchentisch. Wenn die Jahrgänge zusammengestellt sind, wandern die Briefmarken in Tüten bzw. leere Briefumschläge mit Sichtfenster (aus dem Posteingang), diese dann in einen Haribokarton (aus dem Supermarkt) zur platzsparenden Aufbewahrung bevor die Alben bestückt werden.


    Auf diese Art und Weise lassen sich briefmarkenintensive Staaten wie Polen, Rumänien, Sojwetunion, Ungarn usw. binnen vier bis acht Wochen (pro Land) vernünftig aufarbeiten (sofern man quasi jeden Abend dafür etwas Zeit hat). Selbst sog. Raubstaaten sind mit dieser Methode händelbar, ohne dabei zuviel Zeit, Lust oder sogar den Verstand zu verlieren ;-)


    Gruß

    Pete

    In deinem Fall könnte es sich um den Ort Bladen (Oberschlesien) handeln. Die Verwendung ist bis mindestens September 1922 nachgewiesen: https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=193578#M1


    Ein sehr lang, ggf. der auch am Längsten nachverwendete preussische Tagesstempel stammt aus dem Ort Tuntschendorf. Im nachfolgenden ebay-Artikel belegt für das Jahr 1933:


    https://www.ebay.de/itm/371940341478


    Gruß

    Pete

    ...

    Der Versuch mit den neuen Automaten, die anfangs ziemlich störanfällig waren, sollte Ende März enden. Ob das wirklich so war, und ob jetzt schon neue Automaten, wo auch immer, aufgestellt wurden, weiß ich nicht. Im Netz findet man da keinerlei neuen Hinweise.


    Gruß kartenhai


    Die fünf Automaten stehen weiterhin, zumindest ist nichts Gegenteiliges bekannt. Der Automat in Bonn lief auch heute und gab die gewünschten Marken in der entsprechenden Stückzahl ab. Die Laufzeit des Projektes wurde dem Vernehmen nach verlängert, da die fünf Automaten von Anfang Januar bis Mitte Februar 2019 nicht funktionsfähig waren bzw. zwischenzitlich technisch überarbeitet worden sind. Diese Zeit fehlt in der Projektlaufzeit, daher eine Verlängerung der Laufzeit um wenige Wochen.


    Solange die Versandstelle in Weiden (noch) nicht in der Lage ist, diese ATM auf Bestellung zu liefern, ist der Sammler auf Käufer vor Ort angewiesen (wenn man als Sammler diese Ausgabe unbedingt haben möchte).


    Das Interesse an den ATM ist durchaus vorhanden - von einem Belegexemplar (egal welche Wertstufe) für die eigene Sammlung bis hin zu spezialisiert sammelnden Kollegen (satzweise Druckmonat, Stanzungsvariante, Automatenstandort usw.), teils auch gern auf gelaufenen Belegen; im Einzelfall ist auch schlichtweg das Motiv für Thematiker von Interesse (kein Scherz). Ich bemerke dies im eigenen Sammlerkollegenkreis.


    Gruß

    Pete

    ...

    Vielleicht kann ja jemand den Kartentext übersetzen, der gut Französisch spricht?


    ...

    Zur ersten Karte:


    "je vais vous envoyer ma photo (seul et viré) peut-être au prochain envoi. Vous allez me trouver maigré en comparaison de l'autre. J'ai perdu 7 kilogr pendants les chaleurs. [Unterschrift]"


    Zur Übersetzung:


    "Ich schicke Ihnen [euch] vielleicht beim nächsten Versand mein Photo (allein und gedreht). Sie [Ihr] werdet mich im Vergleich zum anderen Mal schlank [mager] finden. Ich habe während der Hitze sieben Kilogramm verloren. [Unterschrift]"


    Zur zweiten Karte:


    "A bientôt la suite de la collection

    Respectueux bonjour [Unterschrift]"


    Zur Übersetzung:


    "Bald die Fortsetzung der Sammlung

    Freundliche Grüße [Unterschrift]"


    Gruß

    Pete

    Ich kenne lediglich ein Handstempelgerät, worin die Aptierung "P-" auftauchen würde, siehe nachfolgendes Exemplar aus Oppeln in Oberschlesien vom 12.08.1923, Unterscheidungsbuchstabe a. Ich schätze diese Entwertung allerdings als eher dubios ein.


    @ Briefmarkentor: dieser Stempelabschlag wurde soeben in die Stempeldatenbank von http://www.philastempel.de eingestellt.


    Gruß

    Pete

    Zur Frage, wie sich die gute Nr. 307 von benachbarten Kataloghauptnummern unterscheiden lässt, hörte ich vor Jahren sinngemäß die Aussage: " Wer lesen kann ...". Dies oft trifft zu, wenn man sich den Text hinter dem gestrichelten Balken ansieht. Oftmals liest man einen Hinweis, ob es sich beispielsweise um das Wort "Drei..." oder "Fünf..." handelt ;-)


    Ich halte die gezeigte Entwertung aus Frankfurt beim besten Willen für NICHT prüfbar. Wo soll der Prüfer ansetzen um die Entwertung auf möglichst ein Stempelgerät einzuschränken?

    Eher macht die Entwertung den Eindruck, als sei diese bewusst so knapp und schräg abgeschlagen worden, um keine Rückschlüsse auf eine nachträgliche Entwertung zulassen zu können.


    Gruß

    Pete

    Hallo Jean Phillipe,

    das verstehe ich auch nicht so ganz.

    Der 18.12.2018 scheint tatsächlich der Ersttag zu sein, jedoch wurden diese Automartenmarken versehentlich abgestempelt. Der Stempel sollte also ein ganz normaler aus dem jeweiligen Postzentrum sein. Auf den Marken befindet sich außer ein paar Zahlen wie dem Standort des Automaten auch der Jeweilige Druckmonat mit Jahr. Die Nummer F2FA steht z.B für den Standort Köln-Nippes. Was ich bisher nochnicht verstanden habe ist, das die Deutsche-Post AG. ihre Pressemeldung erst am 21.12.18 herausgegeben hat.

    Gruß Leon.

    Laut Pressemitteilung der Deutschen Post vom 21.12.2018 wurden alle fünf Automaten am 18.12.2018 aufgestellt. Für vier der fünf Standorte trifft dies zu, an einem Standort (Bonn) wurde bereits einige Tage früher aufgebaut und am 17.12.2018 per Foto von einem Sammler festgehalten (siehe Beitrag 1 im Parallelthema auf philaseiten.de). Es entzieht sich meiner Kenntnis, weshalb die Deutsche Post erst im Nachhinein eine Pressemitteilung herausgegeben hat. Ich schließe nicht aus, dass es seiten der Sammler bzw. der Fachpresse entsprechende Nachfragen gegeben hat nachdem die ersten Sammler auf die neuen Automaten aufmerksam wurden.


    Auf den Automatenmarken werden bzw. wurden lediglich Druckmonat und Druckjahr abgedruckt. Wer das genaue Tagesdatum wissen möchte, muss den Matrxicode auslesen. Jede ATM weist auch eine fortlaufende Nummerierung (hexadezimal) auf. je niedriger die Nummer, umso näher sollte man an dem Datum der jeweiligen Inbetriebnahme des Automaten liegen.


    Jean Philippe


    Der 18.12.18 soll der erste Verwendungs-Tag der ATM-Marken gewesen sein, das wußten wohl nur ein paar wenige Eingeweihte oder Postler zuvor. Zur Abstempelung kann ich nichts sagen, das müßte eventuell Pete wissen.


    Gruß kartenhai


    Wie Christoph_1 schreibt, werden die Automatenmarken (im Regelfall) nicht gestempelt. Dennoch kommen unzweifelhaft maschinelle Entwertungen im Briefzentrum der Deutschen Post vor (ist meiner letzten Sendung von dieser Woche an einen Bekannten passiert). Internetmarken sollen auch nicht gestempelt werden, dennoch kommen auch hier im Einzelfall maschinelle Entwertungen im Briefzentrum vor - nobody is perfect. Stempelabschläge von Tagesstempeln aus den fünf Postfilialen dürften - zumindest in der Zeit nach Weihnachten 2018 - auf Wunsch von Sammlern zurückzuführen sein. Die Postmitarbeiter dort wissen, dass die Marken üblicherweise nicht gestempelt werden sollen.


    Gruß

    Pete

    Ich gehe eher davon aus, dass, wenn überhaupt die Deutsche Post AG auf einer Briefmarkenmesse bzw. die Versandstelle in Weiden die neue Automatenmarke verkaufen sollte, diese von einem anderen - von der Stückzahl her dann sechsten - Automaten stammen, was anhand der auf den ATM abgedruckten Gerätenummer ersichtlich sein sollte.


    Zwischenzeitlich teilt die Post (mit Stand von heute) mit, dass alle fünf Automaten aus dem Feldversuch in Köln, Bonn und Brühl zeitnah abgebaut, d.h. "temporär vom Netz" genommen (O-Ton Pressemitteilung) und technisch gewartet werden sollen. Später wäre demnach ein Wiederaufbau geplant (Pressemitteilung der Deutschen Post siehe dazu Parallelthema auf Philaseiten).


    Gruß

    Pete

    Als Ergänzung: je nach Automatenstandort kommen noch Parkgebühren hinzu (Bsp. in Köln sind es 50 Cent für 20 min Parken), wenn man mit dem PKW angereist ist, um ATM am Automaten zu kaufen. weiterhin erfolgt die Zahlung am Automaten bargeldlos (EC-Karte bzw. Kreditkarte), d.h. man hat im Regelfall auch Kontoführungsgebühren für die Abbuchung auf dem Konto zu zahlen; bei Zahlung per Kreditkarte ggf. auch nach Kosten für die Kreditkartenbelastung ;-)


    Gruß

    Pete

    Hallo Kartenhai,


    Die neuen Automatenmarken weisen als Datum lediglich die Monats- und Jahresangabe auf, keine Tagesangabe. Aktuell kommen die Daten "12.18" und "1.19" auf den ATM vor und an den Automaten lassen sich derzeit ausschließlich Marken mit dem Eindruck "1.19" ziehen. Der Zeitraum, die Angabe "12.18" am Automaten zu ziehen, sollte mit Filialschluss am Montag, den 31.12.2018 (13 Uhr) beendet worden sein. Innerhalb des Matrixcodes wird verschlüsselt auch das Tagesdatum angegeben. Der Matrixcode wurde bereits erfolgreich von Sammlern über eine App vom Smartphone ausgelesen.


    Jede ATM beinhaltet in der zweizeiligen Ziffern-/Buchstabenkolonne einen Nummernblock, welche sich auf den jeweiligen Automaten bezieht, z.B. die Angabe "752C" für Köln-Bayenthal, Bonner Str. 351 und "F2FA" für Köln-Nippes, Wilhelmstr. 56-58. Dadurch ist feststellbar, von welchem Automaten eine vorliegende ATM gezogen wurde.

    Weiterhin enthält diese Ziffernkolonne auch eine fortlaufende Nummerierung in hexadezimal. Im Matrixcode wird diese fortlaufende Nummer in dezimal ausgewiesen. Dadurch lässt sich die Stückzahl feststellen, welche bisher an jedem Automaten gedruckt wurde. Aufgrund der abgedruckten Hexadezimalzahlen lässt sich ungefähr abschätzen, wieviel im Dezember 2018 gedruckt wurde (daher die Angabe von ca. 5.000 Stück +/- ein paar 100 Exemplare, genauere Angaben werden derzeit versucht zu ermitteln, siehe auch das Parallelthema auf http://www.philaseiten.de).


    Zur Gummierung: laienhaft ausgedrückt handelt es sich bei der neuen ATM um einen bedruckten handelsüblichen Aufkleber - nicht mehr, aber nicht nicht weniger. Die wasserlösliche Schicht, welche wir sonst bisher bei selbstklebenden Marken kennen, entfällt in diesem Fall. Die ebenfalls neu eingeführte Schlitzperforation würde meiner Meinung in einem Wasserbad dafür sorgen, dass die Marke bei dem Versuch, diese abzulösen, zerstört würde.


    Zur Stempelentwertung: die Verwendung als Zusatzfrankatur ist bisher nicht verboten (im Gegensatz zu den Internetmarken, theoretisch zumindest). Da ist es natürlich möglich, dass im Briefzentrum ein Maschinenstempel ganzflächig zur Stempelung kommt. Bei Tagesstempeln müsste man unterscheiden (soweit möglich), ob es sich um Zufall oder Absicht (Kundenwunsch für Sammelzwecke) handelt. In den ersten Tagen der neuen ATM (vor Weihnachten) sollen diese auch im Briefzentrum wie normale Briefmarken gestempelt worden sein. Ob diese Aussage korrekt ist, kann ich nicht beurteilen.


    Gruß

    Pete


    Hallo Kartenhai,


    du schreibst zwar "Ersttag", meinst allerdings sicherlich den ersten Verwendungsmonat (Dezember 2018). Am eigentlichen Erstverwendungstag (ca. 18.12.2018) dürfte kaum Jemand von den fünf Automaten gewusst haben. Die meisten Käufe aus dem Monat Dezember 2018 datieren mit Sicherheit aus der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr, nachdem zuerst die DBZ online berichtet hat (ca. 22./23.12.2018 zum 22.12.2018) und weitere (konkretere) Infos auf den Philaseiten auftauchten (inkl. Foto vom neuen Automaten). Die Urlaubszeit und damit verfügbare freie Zeit zwischen den Jahren für recht viele Sammler spielt sicherlich auch eine Rolle.


    Du schreibst, dass wenige Händler und Sammler über die ATM Bescheid wussten. Online waren definitiv bis zum 24.12.2018 öffentlich zugängliche Informationen vorhanden und es blieben zwischen den Jahren auch einige Werktage Zeit als Sammler zu reagieren. Aufgrund dessen sollte sich auch die Gesamtmenge der verkauften Automatenmarken von allen fünf Automaten nicht bei wenigen 100 oder vielleicht 1.000 Stück sondern eher bei 4.000 - 6.000 Exemplaren für den Monat Dezember 2018 belaufen. Dies ist immer noch nicht viel, allerdings die Menge bereits recht ordentlich philatelistisch beeinflusst und somit bei Spekulationen (Bsp. ebay) eher eine preissenkende Maßnahme aufgrund eines höheren Angebotes.


    Klar, die Deutsche Post hätte die Einführung der neuen Automaten besser in der Presse kommunizieren können. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man seitens der Deutschen Post überhaupt daran bzw. soweit gedacht hat, dass es sich bei der Automatenmarke um eine neue, für den allgemeinen Briefmarkensammler interessante/relevante Ausgabe handelt oder die neue ATM eher als Variante der Internetmarke oder sonstigem, philatelistisch weniger interessanten Freimachungsvermerk abgetan hat.


    Sofern einige Automaten einigermaßen stabil im Verlauf der nächsten Wochen im Januar 2019 laufen, ist anzunehmen, dass sich die Preise für Automatenmarken, welche den Druckmonat "1.19" aufweisen, halbwegs normalisieren. Wenn man als Sammler nicht unbedingt großen Wert auf den Monat "12.18" legt, wäre der Monat "1.19" voraussichtlich die günstigere Alternative. Man darf nicht vergessen, dass der Monat Januar 2019 zum Großteil noch bevorsteht; wir haben heute erst den 06.01.2019 und jeder Automat war dieses Jahr bisher erst an vier Arbeitstagen für die Öffentlichkeit zugänglich ;-)


    Ich würde ebay nicht überbewerten, zumindest nicht dauerhaft. Im Moment kommt schlichtweg etwas Neues auf den Markt und kein Mensch weiß, wohin die "Reise" gehen wird. Bleiben alle fünf Automaten bis März 2019 stehen und laufen diese (irgendwann) nach entsprechender technischer Wartung/Fehlerbehebung relativ normal ohne größere Ausfälle? Oder kommt es weiterhin zu großen Störungen und werden einzelne bzw. alle Automaten deshalb vorzeitig abgebaut? Das wirkt sich entsprechend auf die Preise aus. In ein paar Monaten mag sich die Situation wieder beruhigt haben.

    ATM aus dem Druckmonat Januar 2019 werden im Einzelfall ebenfalls bereits bei ebay angeboten.


    Gruß

    Pete

    @ Kartenhai:

    ...

    War da eigentlich viel los vor den Automaten? Wenn die Post das rechtzeitig bekannt gegeben hätte, wäre wohl eine lange Schlange von Sammlern und Händlern davor gestanden und der Automat hätte sicher bald seinen Geist aufgegeben. Da sollte man wirklich gleich einen Techniker daneben stellen, der das sofort reparieren kann.


    Gruß kartenhai


    Ich kann lediglich vermuten, dass die für das Pilotprojekt zuständige Abteilung der Deutschen Post das Interesse der Sammler entweder ignoriert, komplett falsch eingeschätzt oder schlichtweg vergessen hat. Als ein Indiz könnte man die im Nachgang verschickte Pressemitteilung der DPAG sehen, welche rückwirkend auf die Automaten aufmerksam macht.

    Auf dem ersten Blick kann es dem Konzern Post egal sein, wo die Umsätze an den Automaten selbst herkommen - ob von Sammlern/Händlern oder anderen Postkunden - Kunde bleibt Kunde. welcher (wie gehabt) bei zu erbringenden Postdienstleistungen in Vorkasse treten muss. Sobald der Bedarf der Sammler innerhalb der ersten Wochen größtenteils gedeckt ist, sollte der normale Postkunde (hier als Zielgruppe vermutlich konkret kleine Gewerbetreibende bzw. Privatpersonen) überwiegen.


    In den Filialen war am 27.12.2018 der übliche Kundenandrang an den Schaltern zu sehen - je nach Tageszeit reichte die Warteschlange bis zur Eingangstür der jeweiligen Filiale. Die fünf Automaten sind an den jeweiligen Standorten recht nah hinter dem Eingang in den eigentlichen Filialraum aufgestellt und kann dort von den wartenden Kunden betrachtet werden. An sich ist der Gedanke nicht verkehrt, den ein oder anderen Kunden, welcher lediglich Standardmarken benötigt und keine Münzen (Bargeld) für die handelsüblichen Briefmarkenautomaten im Vorraum parat hat, über einen Automaten mit Kartenzahlfunktion abzufangen und den Service am Schalter etwas zu entlasten. Der Kunde würde sich durch die Automatennutzung ebenfalls Wartezeit ersparen (zumindest in den üblichen Stoßzeiten einer Filiale).


    Um auf deine eigentliche Frage zu antworten: wenn der jeweilige Automat nicht funktioniert (an vier Standorten an einem Tag gesehen), war der eigentliche Andrang an jedem Automaten gleich Null.

    Es sollte keinen Sinn machen, einen Techniker neben die Automaten zu stellen. da die Automaten aus Sicht der ursprünglichen Planung der DPAG von sich aus problemlos funktionieren sollten. Wenn die Automaten dauerhaft nicht laufen, sollten diese wieder abgebaut und dahingehend überprüft werden.

    Aus Sammlersicht "verschärft" die Störanfälligkeit die Nutzung der Automaten, wobei Sammler nicht den Hauptteil der Postkunden sondern eher eine kleine Zielgruppe (allerdings mit teils besonderen Ansprüchen) darstellen dürften.


    Gruß

    Pete

    Hier noch mal alle 5 Wertstufen, die an den Automaten zu bekommen waren. Anscheinend sind diese sehr störanfällig und teilweise nicht in Betrieb. Mal sehen, wann die ersten mit Ersttags-Stempel bei Ebay oder im Handel auftauchen. Einige Insider wird es wohl schon gegeben haben, die vor dem Ersttag von wem auch immer informiert waren, die sich am 18.12.18 mit den Marken eingedeckt haben und sie gleich abstempeln ließen bzw. private Ersttagsbriefe damit anfertigten.


    Gruß kartenhai


    @ Kartenhai: nimm es mir nicht übel, bitte zukünftig allerdings die Quelle angeben, wo der Scan der gezeigten Marken herstammt (oder vorher einfach kurz nachfragen), in dem Fall aus dem Forum http://www.philaseiten.de:


    https://www.philaseiten.de/cgi…ndex.pl?ST=12326&CP=0&F=1 (Beitrag 11)


    Danke.


    Ich habe die Originale - erkennbar anhand der individuellen Zählnummer - neben mir auf dem Tisch liegen und diese am 27.12.2018 vor Ort an einem Automaten in Köln gezogen (welcher noch ein paar Stunden zuvor außer Betrieb war). An dem Tag gab ich anschließend auch einige Testbriefe auf, welche (erwartungsgemäß) ungestempelt bei den Empfängern ankamen. Die Vorgehensweise der Deutschen Post zur Sendungsbearbeitung dürfte analog der Bearbeitung von Sendungen erfolgen, welche durch Internetmarke(n) frankiert wurden. Automatenmarken mit Ersttagsstempeln oder sonstigen Stempeln wären eher als Spielerei bzw. Kundenwunsch oder fehlerhafte Bearbeitung seitens der DPAG einzustufen.


    Die Automaten stehen an fünf Standorten, davon drei in Köln und jeweils ein Standort in Bonn bzw. Brühl. Gemäß der fortlaufenden Nummerierung hat ein Standort die Anzahl gedruckter Automatenmarken von 2000 Exemplaren bereits überschritten (was bei fünf feststehenden Nominalen immer noch nicht sehr viel wäre, der möglichen Spekulation allerdings durchaus etwas Luft herausnehmen kann).


    Gruß

    Pete

    Polen wurde nach dem 1. Weltkrieg aus Gebieten des Deutschen Reiches, Österreich-Ungarn und Russland gebildet. Du findest im Michel so Zwischenüberschriften die z.B. sagen: "Für das Gebiet der Markwährung", das sind also ehemalige Gebiete des Deutschen Reiches in denen Mark die Währung war. in Polnisch Marka und Plural Marki. In den ehemaligen Öster.-ungar. Gebieten Kronen und Heller und in den ehm. Russischen Gebieten Kopeken und Rubel.


    Leider nicht ganz richtig für diesen konkreten Fall: es handelt sich bei den gezeigten Marken in Beitrag 1 um die Ausgaben für Ostoberschlesien - jene Orte mit den Kreisstädten Kattowitz, Königshütte, Lublinitz, Pless (bzw. Pleß), Rybnik, Tarnowitz und diversen Dörfern + Kleinstädten, welche nach der Volksabstimmung vom 20.03.1921 im Abstimmungsgebiet Oberschlesien Mitte 1922 (je nach Ort zwischen Mitte Juni und Mitte Juli 1922) von der deutschen in die polnische Verwaltung übergingen. Es war vertraglich ausgehandelt, dass für einen Zeitraum von maximal 15 Jahren in den betroffenen Orten die Deutsche Mark weiterhin als Währung galt. Zwischenzeitlich überholte allerdings die deutsche Mark die polnische Mark in der Abwertung (Inflation), so dass die Gültigkeit dieser Briefmarkenausgabe zum 30.04.1923 endete und ab dem 01.05.1923 polnische Briefmarken in polnischer Mark an die Postschalter gelangten. Gleiches gilt auch für Fiskalmarken.

    Nähere Informationen finden sich im Handbuch Oberschlesien der früheren ArGe gleichen Namens (1970-1990) bzw. im Büchlein des Autors Hans-Jürgen Dobiat: "Die Weiterverwendung von deutschen Stempeln in Polen nach dem ersten Weltkrieg" (Seite 63/64), erschienen als Band 183 der Poststempelgilde.


    Der Michel-Katalog erfasst diese Briefmarkenausgabe unter dem Kapitel "Ostoberschlesien" (auch im normalen Deutschland-Katalog hinter dem Kapitel "Abstimmungsgebiet Oberschlesien"), der Fischer erfasst diese im Hauptgebiet Polen unter entsprechend fortlaufender Nummerierung.


    Die unterschiedlichen Angaben der Währungsbezeichnung der Mi-Nr. 7-20 waren mir auch bereits aufgefallen, konnte mir dies bisher auch nicht erklären.


    Die Briefmarkenausgabe ist neben Farben/Farbtönen vor allem reich an verschiedenen (bisher nicht näher erfassten) Zähnungsvarianten (analog den damaligen polnischen Ausgaben) und kann sowohl mit (weiterverwendeter) deutscher als auch neuer polnischer Tagesstempelentwertung gesammelt werden, entsprechende Bewertung siehe im Michel-Deutschlandkatalog. Bis auf wenige Ausnahmen (nur zwei?) wurden die deutschen Tagesstempel Ostoberschlesiens nach und nach bis zum 30.04.1923 außer Verkehr genommen und durch polnische bzw. polonisierte Stempelgeräte ersetzt.


    Gruß

    Pete

    @ Bahjo:


    Anscheinend wurde einfach ein halbwegs passender Vordruck genommen, die Briefmarken aufgeklebt und mit "Insurgenten Marken 1921 - 17. Juni / Korfanty Ausgabe" beschriftet. Diese Briefmarken werden im Michel Deutschland-Spezial Band 1 hinter den Ausgaben des Abstimmungsgebietes Oberschlesien aufgeführt, einschließlich einiger Plattenfehler.


    Gruß

    Pete

    @ Tawwa:


    Mit rückseitiger Gummierung: Originale


    Ohne rückseitige Gummierung: Original oder Nachdruck


    Für die Gefälligkeitsentwertungen auf Originalmarken wurde durchaus auch eine abweichende Stempelfarbe (im Vergleich zum gedruckten Stempelfarbe bei den Nachdrucken) verwendet. Ansonsten schlägt der Druck des Druckverfahrens "Buchdruck" bei den Nachdrucken auch etwas auf die Briefmarkenrückseite durch.


    Die Herkunft des Dienstmarkenpostens kann auch bereits Rückschlüsse auf die Existenz bzw. prozentualer Anteil von Nachdrucken zulassen. Anders geschrieben enthalten alte Sammlungen in gestempelter Erhaltung aus Westdeutschland eher einen hohen Anteil der Nachdrucke (teils über 90 %), da die Nachdrucke primär für den Export produziert worden waren.


    Die Dienstmarken der Gruppe A lassen sich meist noch relativ einfach zwischen Original und Nachdruck/Neudruck unterscheiden. Die Mi-Nrn. 1-5 der Gruppe B sind da schon teils etwas schwieriger.


    Gruß

    Pete


    Normalerweise weisen die Nachdrucke gedruckte Bogenentwertungen auf, normalerweise ein Viertel Stempelabschlag pro Briefmarke. Es wurden lediglich bestimmte Ortsnamen (Bezirkshauptstädte) und Stempeldaten verwendet. Die verwendete Stempelfarbe für den Druck ist durchaus charakteristisch. Die Nachdrucke wurden ohne Gummierung abgegeben. Einige Bogenränder weisen die Angabe "ungültig/werthlos" in Schreibschrift (Markenfarbe) auf, welche bei Originalen nicht vorkommt.


    Als Vergleich kannst du dir auch die Stempelfarbe der Nach- und Neudrucke der Dauerserie "Fünfjahrplan" ansehen, welche quasi zeitgleich produziert wurden. Dort sind die Offsetdruckausgaben aufgrund eines im Michel angegegeben Zeichnungsunterschiedes in der Staatsbezeichnung eindeutig als Solche zu erkennen.


    Gruß

    Pete


    Die Mi-Nr. D17 XII ist gemäß Michel-Spezial Band 2 (Ausgabe 2017, S. 597) als Gefälligkeitsentwertung auf staatliche Veranlassung für Sammelzewecke belegt. Für das Postamt "Neustadt (Dosse) 1" wird im Michel-Spezial der Stempel mit dem Unterscheidungsbuchstaben "d" in der Liste der Gefälligkeitsentwertungen aufgeführt (Seite 595). In deinem Fall sind Teile des Datums zu erkennen und es würde das im Michel aufgeführte Datum der Gefälligkeitsentwertung vom "26.6.55 - 12 [Uhr]" passen.


    In der DDR per Hand vorgenommene Gefälligkeitsentwertungen nicht immer zwingend zentrisch ausgerichtet, d.h. ein Stempelabschlag pro Viererblock, so dass am Ende ein Viertel Stempelabschlag auf jeder Marke erscheint.


    Gruß

    Pete