Beiträge von ligneN

    OK, langjähriger Käufer bei ebay hier. Habe mich früher auch geärgert. Das hat sich inzwischen geändert.


    Bei ebay werden auch Nachdrucke zB alter Photos, alter Landkarten, leider auch "vintage" Poster, Repros von AK usw. eingestellt. Alles legal, wenn als solches klar gekennzeichnet bzw. in der Beschreibung genannt.


    Früher gab es berechtigten Anlass zum Ärger, weil ebay alle Fälschungen zuliess und Reklas (wenn es nicht um copyright zB von Auktionsfirmen ging) ignorierte. Heute wissen wir - aus Personalmangel bzw. weil man bei Beträgen unter+- 100 euro/$ gar nicht erst hinschaute. Der sog. LM Algorythmus.


    Heute müssen bei ebay Briefmarken Fälschungen/faksimiles in der Beschreibungsheadline als solche gekennzeichnet sein. Wenn das nicht so ist und man das als aufmerksamer User meldet, wird das Angebot gelöscht. Und der Anbieter kann im Wiederholungsfall sein Konto verlieren.


    Klar sind für manchen hingebungsvollen Philatelisten moderne Faksimiles oder gar Elvis-Phantasiemarken bei ebay ein Ärgernis.


    Die verpflichtende Kennzeichnung von Fälschungsangeboten bei ebay verfolgt ja das Ziel, nicht gekennzeichnete Fakes auf jeden Fall als illegales Angebot zu verdeutlichen und meldbar / löschfähig zu machen.

    Die Kategorie "Fälschungen/Faksimiles" dichtzumachen, wäre also kontraproduktiv.


    Das wirkliche Problem sind bei ebay die tonnenweise nicht als solche gekennzeichnete Fälschungen (oder auch Falschstempel, nachgummiertes, falsch beschriebenes, sog. OS Lochungen auf Australien usw usw).

    Es gibt Schein-Angebote, die mit Bildern alter Auktionen unterlegt sind. Profis der Gebiete sehen das sofort. Das kommt aber keineswegs immer raus.


    Vier Denkanstösse:

    1. Woher soll ebay das im Einzelfall wissen?
    2. Wer will 100.000e von nicht gekennzeichneten Angeboten kostenlos "ehrenamtlich" in seiner Freizeit für die Schnäppchenschafe durchsehen, um die nicht gekennzeichneten Fakes auszusieben?

    3. Was hat der BdPh damit zu tun?

    4. Interessiert das die schafigen Billichheimer, die diesen Schnäppskes einfach nicht widerstehen können?

    Das ist ein Phantasieprodukt, vermutlich von einem sattsam bekannten "Artist" aus Taiwan. Der denkt sich Marken/Blocks aus, die es nie gegeben hat. Zusätzlich zu seinen "facsimiles" von Marken/Blocks, die auch gerne "gestempelt" vertickt werde, ebenso wie Farbkopien von Briefen. - Yuan Shi-kai hat nicht abgedankt, sondern ist verstorben. "Hongxian" ist kein Kaisername. vielmehr hat Yuan seine Regierungsperiode so genannt usw.. Nachsinnen über diesen schlechtgemachten Krams ist einfach nur Zeitverschwendung. - Es *gibt* nichtverausgabte Marken, Gedenksätze und überdruckte Dauerserien, von Yuan veranlaßt, kam alles nicht mehr zur Ausgabe. Und davon gibt es *auch* Fälschungen., und na sowas, auch bei ebay. Infos in den Speziakatalogen der CSS und von Chan (2 Bd.). Wer das nicht unterscheiden kann, Finger weg. Und noch ein Kalauer unter altgedienten Chinasammlern: "Regel: Kopfstehende Aufdrucke / Mittelstücke von China? Immer Falsch!"

    Wo liegt Mamoi?


    Diese Marke mit einem Großen Drachen aus China trägt einen Stempel von Mamoi. Er soll nach Angaben des Verkäufers sehr selten sein. Im Internet oder auf Google Maps ist ein Ort oder eine Stadt in China mit diesem Namen nicht zu finden. Weiß jemand, wo Mamoi genau liegt?


    https://www.ebay.de/itm/China-…488f7a:g:FIUAAOSwulJdNaWh

    Marke und Stempel sind falsch. - Ja, es gibt beide in echt. Aber nicht zusammen. Und nicht bei diesem Angebot.

    Dschunken-Marke mit kopfstehendem Aufdruck Wert 60.000,- EUR


    Echtheit nicht bestimmt und ungeprüft wird hier ein kopfstehender Aufdruck im Katalogwert von 60.000,- EUR für 285,- EUR Startpreis bei Ebay angeboten. Normalerweise würde sich z. B. das Auktionshaus Gärtner um so eine "Rarität" reissen, wenn dieser Katalogpreis auf diese Marke auch wirklich zuträfe. Bei solchen Ebay-Angeboten sollte man immer mißtrauisch sein, niemand hat etwas zu verschenken, wenn es richtig selten sein sollte:

    (..)

    Gruß kartenhai

    - Es ist eine Aufdruckfälschung. NB sind fast alle Chinasachen oder Alteuropa Klassik-"Raritäten" dieses Anbieters Fälschungen

    Es sind Imitationen (Fälschungen). Es gibt keine Nachdrucke, keine amtlichen oder sonstige.

    Diese Imitationen gibt es in poppig aufgemachten Foldern z.B. unter dem Titel "Erinnerungen an die Zeit der Kulturrevolution" oder sonst was. Der Begriff "Briefmarke" wird dabei vermieden - da kann der Kaufhauskunde auch nicht reklamieren.

    Das sind zwei sehr gängige Propagandakarten zum Thema, maximal 30.- je Stück.


    Bei beiden Karten sind auf den Wst. keine Poststempel, sondern mit schwarzer Tusche handgemalte Imitationen. Sie sollen Lunarstempel von Tientsin (Provinz Chihli) imitieren. Vielleicht hat das schon der AK-Hersteller für den geschätzten Touristenkunden gemacht. Auf der Rückseite der zweisprachige "Stempel" ist eine Phantasie, angelehnt an die Inschriften/Drachenbild der Ausgabe 1899/1908. Also alles handgemachte Kuriositäten, keine gelaufenen Stücke. Die gewünschten Preise sind daher etwas realitätsfremd.

    Es gibt eine ganze Reihe dieser chinesischen R-Briefe an Böhmer/Oppeln mit den bekannten "red revenues". Sie tragen allesamt violette Adressenstempel. In diesem Zustand gab es für diesen Brief auch ein Attest BPP. Offenbar hat das jemand im 21. Jahrhundert nicht gefallen wg. sah für den Neubesitzer nicht "bedarfsmäßig" aus, jedenfalls hat er das Attest entsorgt, den Adressenstempel abgewaschen (sieht man auf der Rückseite sofort, aber auch vorderseitig ist ein "Feuchtigkeitshof" erkennbar. Und dann hat jemand eine handschriftliche Anschrift dazugebastelt. Seitdem geistert der Brief herum. Die Chinesen kaufen ihn nicht, weil alle Briefe mit "red revenue"-Frankaturen schon lange mit Photo registriert sind und alle Klassiksammler von China wissen: unmanipulierte Böhmer-Briefe aus dieser Zeit tragen *immer* einen Adressenstempel. Da hat also jemand kraft Eigenmanipulation einen teuren Brief ganz erheblich im Wert gemindert.


    Bömer wurde später nach Lyk/Ostpreußen versetzt, zum Major befördert und ist dortselbst 1908 bei einem Segelunfall ertrunken. Wenn es einen Erbfall Böhmer gab, war das 1908. Lange her, 201x nicht mehr relevant. Böhmerbriefe aller Art sind schon sehr, sehr lange im Handel. Bei Kolonialspezialisten ist der Name wohlbekannt. Da gibt es also keinen "geheimnisvollen Nachlaß".


    Böhmers Hauptinteresse war Photographie, er war ein Pionier und auch früher Aussteller. Seine Arbeiten bringen heutzutage bei Vintage-photography Auktionen gutes Geld.

    Philatelie war Nebensache. Es gibt Briefe aus allen möglichen Ecken der Welt an ihn, viele vermutlich von alten Militärkameraden.

    In Kaomi bestand 1905 ein deutsches Postamt. Warum nicht von dort Weitersendung? Kaomi liegt an der Bahnstrecke, dh ein Poststück brauchte nach Tsingtau 1-2 Tage bis zur Weiterbearbeitung. Das sagt alles: "Souvenir". Die Karte ist vom Chinaanteil her krass überfrankiert und hat deutliche Erhaltungsmängel.


    Kaomi: laut "meinem" Google hat es heutzutage ca. 850.000 Einwohner und ist damit selbst in China keine "Kleinstadt".


    Es war auch damals kein kleiner Ort, sondern Bezirkshauptstadt mit 2. Klasse Postamt und Bahnanschluß, der erste Ort hinter Kiaochow an der Shantung-Eisenbahn. Da gibt es Landkarten von.


    Weifang ist keine "Stadt" mit "Vororten", sondern lt. VR-Klassifizierung ein Stadtbezirk mit u. a. den Kolonialsammlern bekannten Städten wie Weihsien (daher kommt das Wei-) und Fangtze (raten Sie mal).

    Ebenfalls bekannt sind Chingchow*, Kaomi usw usw.


    *Die seit 1955 von der VR China verwendeten pinyin Transkriptionen sind anders.

    Vor 1949 kannte die kein Mensch und sie können postamtlich oder sonstwie vor dieser Zeit nicht vorkommen.

    Die Marke ist einfach nur oxydiert, alle gelben/ orangen/roten/scharlach/karmin Briefmarken von China bis ca. 1960 sind dafür anfällig.

    Der Ort hieß auch schon damals Yantai. Aber die unter Ausländern geläufige Bezeichnung "Chefoo" wurde auch von der chinesischen Regierung für Lateinschrift benutzt, einfach aus praktischen Gründen. Wie man an den amtlichen Poststempeln bis 1949 sehen kann. Auch auf dieser Karte, im Poststempel oben links steht "Chefoo" (in Zeichen Jedoch "Yantai"). Die Karte wurde beim chinesischen Postamt aufgegeben. Es handelt sich also um eine Kombinationsfrankatur. Und die wird wohl 4stellig enden, wie andere Beispiele zeigen. Das hat nichts mit "egal zu welchem Preis" zu tun, sondern mit dem Marktwert.

    - Man sollte sich nicht zu sehr auf das hypernationalistische Herumreiten in Wiki-Artkeln über China betr. westlicher "Fehler", westlicher "Arroganz", westlichen "Kolonialismus" usw. dingens einlassen. Relevant ist nur das zeitgenössische Handeln der damaligen chinesischen Regierungen und ihre Handhabung z. b. im Postverkehr in Stempeln und Anschriften. Keine Rolle spielt, was ein 2018er KPCh-Anhänger angeblich fühlt.

    Hallo,


    das war ursprünglich ein Abdruck von einer japanischen Silbermünze, Vorderseitig steht Gewichtsangabe 1 bu (Gewicht) gin (Silber), Zeit ca. 1830/72.

    Rückseite: Gegenstempel "bestätigt als Silber".

    Irgendjemand hat mit Farbe zwei Abdrücke gemacht.

    Dann hat man davon Vervielfältigungen in grün gemacht, um das an Leichtgläubige als Briefmarken zu verkaufen. Wert 0.

    Kleinstwerte in Mengen verkleben, gerne auch rückseitig da die Briefklappen oft ungummiert waren, ist bei China häufig.


    Wg. Mischfrankatur und Riesenformat kein Bringer max. 60?


    700.- = feuchte Träume des Anbieters.

    "Block 8 Schauspielkunst von 1962: 1.100,- DM (16.000,- EUR) (aktuell online 25.000,-- für perfekten block +70% = 42.500,--!!"


    Aktuelle Auktionspreise (richtige Versteigerungen) sagen da etwas anderes, Zuschläge über 12.000.- Hammerpreis sind kaum zu erzielen.


    Aber in die Tasche flunkern macht ja Laune.

    Zitat

    Original von kartenhai
    Die Marken sind alle aus der Volksrepublik China. (..)


    Gruß kartenhai


    Keine einzige ist aus der Volksrepublik China.


    Es ist vielmehr "China", 1x Kaiserreich und der Rest Republik.

    Zitat

    Original von kartenhai
    In einem aufwendigen Holzalbum werden hier einige Mao-Briefmarken und -sätze der Jahre 1967 und 1968, darunter auch eine vergoldete Marke (oder Vignette?) angeboten, noch bei 82,- EUR und 2 Tage Restlaufzeit und sicher noch steigerungsfähig.


    Weiß jemand, ob das eine Sonder-Edition der Post war, oder ein Geschenk für höhergestellte Persönlichkeiten?
    (..)


    Gruß kartenhai


    Rein private Sache, "Wert", na ja. Privat hergestellte Abbildungen (grobes Raster) der Marken mit hauchdünner Goldfolie.


    Für nostalgische Maoisten in China.