Beiträge von Frankreichsammler

    Man kann es nicht oft genug schreiben, Verfärbungen mal ausser Acht lassend,

    die Farbangaben (älterer Marken) im Michelkatalog sind Vereinfachungen und Zusammenfassungen von Farben verschiedener Teilauflagen ("Farbtöpfe"). Diese Vereinfachungen sind, je nach Gebiet, mal mehr mal weniger gut gelungen. Es fällt auf, dass zwar fast jeder fortgeschrittene Sammler einen Farbenführer besitzt, aber kaum Einer ihn benutzt.

    Wer Farben sammeln will, kommt um Spezialliteratur und selbst erstellte Farbreihen nicht herum.

    Gruß,

    Frankreichsammler

    Hallo Daniel,

    ich habe u.a. etliche Ausgaben der "Japan-Berichte" doppelt. Die deutschsprachige Zeitschrift wurde bis zu ihrer Auflösung von der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Japan herausgegeben. Weiterhin habe ich etliche Ausgaben der "Japanese Philately" doppelt. Die englischsprachige Zeitschrift wird von der International Society for Japanese Philately (ISJP) herausgegeben.

    Gruß,

    Frankreichsammler

    Hallo winnir,

    Die rückseitige Inschrift auf der Mi 140 könnte einen Kauf oder eher Tausch dokumentieren. Ich habe mal mehrere ältere Marken mit großem, krakeligen, handschriftlichem Vermerk "Lieder" gefunden.

    Lieder dürfte der Name von einem der beiden Tauschpartner sein.

    Gruß,

    Frankreichsammler

    Ich bin ja alles andere als ein Freund der Kartonphilatelie, finde das Teil aber ausgesprochen attraktiv.

    Bereits gerahmt, würde auch ein Philateliefremder Vermieter einer Ferienwohnung in Mecklenburg-Vorpommern das Teil für 20 Euro auf dem Flohmarkt sofort kaufen. Dass Briefmarken auch Kulturgut sind, ist selbst Sammlern hierzulande oft nicht so geläufig.

    Gruß,

    Frankreichsammler

    Wer sich in seinen Sammelgebieten wirklich auskennt, kann bei alter(!) Bündelware eigentlich kaum etwas falsch machen. Ein seltener Stempel "bezahlt" nicht selten schon den ganzen Posten.

    Nebenbei, falls jemand Ulbricht sammelt, ich habe ein paar Dutzend Bündel abzugeben, die mein Großvater vor etwa Jahren geschnürt hat.

    Gruß,

    Frankreichsammler

    Ich glaube/hoffe nicht das Kartenhai grossartig liest bevor er verlinkt. Viele Links müssten ihm sonst, als bereits vor Jahren von ihm gepostet, bekannt vorkommen. Leider versteht er darüberhinaus das Gelesene nicht immer. (§ 86 a, Loriot, etc.)

    Sorry für die harten Worte, aber das musste mal raus.

    Frankreichsammler

    Der einzeilige Stempel war ja kein Notstempel, sondern der damals ganz normale. Ich hab grad leider nicht zur Hand, wann der erste Marlower Kreisstempel kam (nachgewiesen ist). Durften damals auch azsgeschnittene Ganzachenausschnitte zur Frankierung verwendet werden? Wenn nicht, wäre es ja egal, ob und wie die Ganzsache gestempelt wurde.


    Grüße,

    Stefan (...der sich jetzt in den Urlaub verabschiedet)

    Richtig kombiniert Vogelfuchs. Ganzsachenausschnitte zur Frankatur zu verwenden war im DR nur in den ersten Jahren (bis 17.3.1875) und später noch mal in der Inflation erlaubt.

    Schönen Urlaub,

    Gruß,

    Frankreichsammler

    Uli's Beitrag trifft die Sache schon recht gut:

    Vermutlich unterliegst du einem weit verbreiteten Irrglauben: Man legt die Marke unter die lt. Katalog möglichen Farben, guckt durch die Löcher und schaut, wo man den Volltreffer hat. Das klappt aber häufig nicht. Gerade bei alten Marken gibt es - u.a. durch den Alterungsprozess - soviele Nuancen, dass man keinen richtigen Treffer hat. Nicht ungewöhnlich ist, dass man eine Reihe von Farben hat, die es sein könnten. Deshalb kann der Farbführer oft nur einen groben Anhaltspunkt geben, der für die Farbbstimmung und damit Typenzuordnung nicht ausreicht. Hierfür helfen nur geprüftes Vergleichsmaterial und Erfahrung.Ein weiterer, selbst vielen fortgeschritteneren Sammlern kaum bekannter Aspekt, die Farbangaben in Katalogen zu Klassik und Semiklassik sind oft Zusammenfassungen/Farbtöpfe, bzw. Vereinfachungen die nur bedingt etwas mit den tatsächlich vorkommenden Nuancen, Teilauflagen zu tun haben.

    Das ist im Detail jedoch eine Frage des Gebietes bzw. der konkreten Ausgabe.

    Deutsches Reich, insbesondere die Ausgabe "Krone&Adler" scheinen mir ausreichend, ja z.T. fast schon zu sehr ausdifferenziert. Im Bereich Frankreich Klassik z.Bsp. sind Farbbestimmungen nach Michel seriös oft gar nicht möglich. Viele Marken lassen sich selbst mit Gewalt nicht in das vorgegebene Farbschema pressen. Wobei ich hier immer von klar unterscheidbaren(!) Farben, Teilauflagen, nicht den ebenfalls vorkommenden Verfärbungen rede.

    Kurzum, für spezialisiertes Sammeln, also z.Bsp. die Farben der "Krone&Adler" brauchst Du keinen Farbenführer sondern vor allem viele Vergleichsstücke, und eine Menge Erfahrung. Oft hilft Spezialliteratur weiter.

    Dem Sammlertyp "Katalognummernabstreicher"(bitte nicht abwertend verstehen) mit wenig Verständnis für Farben und Farbbezeichnungen hingegen kann ein Farbenführer sicherlich ab und an helfen.

    Viel Spaß weiterhin wünscht,

    Frankreichsammler

    Generell sollte man niemals Geld in die Hand nehmen für Dinge deren Echtheit man nicht selbst beuurteilen kann.

    Da das Kind nun schon im Brunnen liegt, ein paar Anmerkungen.

    Ich widerspreche entschieden der Behauptung, geringerwertige Marken würden nicht gefälscht.

    Müssig hier Gegenbeispiele aufzuzählen.

    Ohne mehr und deutlich bessere Bilder, besser noch einen Link zum gekauften Artikel, halte ich es für fahrlässig hier Empfehlungen abzugeben.

    Gruß,

    Frankreichsammler