Beiträge von DKKW

    Moin Wolle,


    eine Verwendung einer Germania-Friedensdruck im Jahr 1921 (Poststempel) noch dazu in Bayern ist sehr unwahrscheinlich wenn auch nicht 100%ig auszuschließen.


    Die 86Id (dunkelrosarot) weist laut Jäschke-Lantelme einen höheren Gelbanteil in der Farbe auf, das Papier ist leicht gelblich. Guck Dir auch mal die Erklärungen zu den Unterschieden zwischen Friedens- und Kriegsdruck in der Phila-Datenbank an. Germaniafan beschreibt die Unterschiede sehr ausführlich: http://www.philadb.com/?site=list&catid=&catuid=483&id=489


    Es gibt mit der 86IIf auch einen dunkelrosaroten Kriegsdruck, wäre ebenfalls nicht ganz billig. Ob diese Marken auch in Bayern verwendet wurden weiß ich nicht. Hauptverwendungszeit lt. Jäschke-Lantelme 1920.


    Eine 86IIf habe ich, die 86Id fehlt mir leider. Ich bin gegenüber Farbbestimmungen am PC grundsätzlich misstrauisch aber die Farbtöne unterscheiden sich schon sehr deutlich. Also wohl eher Wunschphilatelie.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    heute zeige ich ein "hässliches Entlein" Aber es ist, wie man sehen kann, der erste Postkutschenbeleg seit über acht Jahren den ich erwerben konnte. Ich habe auch keine anderen gesehen. Das zeigt, wie selten diese Scheine sind.


    Es handelt sich um ein Passagier-Billet für einen Platz im Wageninneren (die "billigen" Plätze waren offen) von der Hafenstadt Assens nach Aaarup (heute Årup geschrieben), nordöstlich von Assens ebenfalls auf der Insel Fünen. Der Reisende fuhr offenbar mit leichtem Gepäck, denn für "Rejsegods" wurde keine Extragebühr erhoben.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    die 50 Pfennig Marke ist als Einzelfrankatur in der Regel nur auf Paketkarten anzutreffen, Pakete bis 5 Kg Gewicht über 10 Meilen Entfernung.

    Manfred Wiegand konnte für sein Handbuch auf eine der bedeutendsten Belegesammlungen des Deutschen Reiches zurückgreifen, hier wird auch eine Zeitungsüberweisung gezeigt sowie ein eingeschriebener Brief bei dem unvorschriftsmäßig die Rückscheingebühr auf dem Brief verklebt wurde (das wurde erst Jahre später eingeführt).


    Ich zeige eine Auslandspaketkarte für zwei Pakete aus Hamburg nach Kopenhagen (Porto 2 x 80 Pfennig), dargestellt mit einem senkrechten Dreierstreifen der 50 Pfennig Marke (Mi. 44a) und einer 10 Pfennig Marke (Mi. 41a).


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    die 5 Pfennig Germania o. Wz. auf Beleg, da sollte doch fast jeder etwas aus seiner Sammlung zeigen können.


    Die Verwendungsmöglichkeiten waren vielfältig, als Einzelfrankatur im Inlandspostverkehr:

    Ortsbrief

    Fernpostkarte

    Drucksache, 2. Gewichtsstufe

    Ortsdrucksache, 3 Gewchtsstufe

    Geschäftspapiere im Ortsverkehr, 1. Gewichtsstufe

    Warenproben im Ortsverkehr, 1. Gewichtsstufe


    Im Auslandspostverkehr:

    Drucksache, 1. Gewichtsstufe


    Dazu natürlich jede Menge Möglichkeiten der Mehrfach- und Mischfrankatur.


    Ich zeige hier die wohl gängigste Verwendungsform, die 5 Pfennig Marke (Mi. 70b) auf Inlandspostkarte aus meiner Heimatstadt Elmshorn nach Büsum. Ich bin mir sehr sicher, dass es die Elmshorner Baumschule Timm in meiner Kindheit noch gab.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    zur Abwechslung wieder mal ein Beleg einer Poststelle I (hoffe ich) und zwar aus Handewitt über Flensburg. Handewitt ist die Gemeinde westlich von Flensburg wo wirklich guter Handball gespielt wird :P


    Geschrieben wurde die Karte in Gottrupel einem kleinen Dorf nördlich von Handewitt (heute an der A7 gelegen) sie lief wohl nach Bredstedt in Nordfriesland.

    Der 6 Pfg. Wertstempel der Ganzsachenpostkarte wurden mit dem Zewiikreisstegstempel "Handewitt a über Flensburg 22.2.40 -17" entwertet.

    Es handelte sich um eine Bestellung, ich vermute die etwas kryptische Absenderangabe ist die Kundennummer.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    Germaniafan zeigt in der Phila-Datenbank eine Vielzahl an Druckabweichungen: http://www.philadb.com/?site=list&catid=1&catuid=483&id=466


    Ich habe meine Dubletten nur oberflächlich nach offensichtlichen Druckabweichungen durchsucht und habe nur ein Exemplar gefunden dass Germaniafan nicht aufführt.

    Ein von innen eingekerbter Außenrahmen rechts oben neben der Wertziffer 5.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    hier noch meine beiden letzten Neuerwerbungen aus dem kürzlich erworbenen Lot geprüfter Pfennig und Krone/Adler Marken. Außerdem war noch eine beschädigte und entsprechend hoch geprüfte 46aa dabei. So ein passgenaues Lot (was die Lücken in meiner Sammlung angeht) ist natürlich ein absoluter Glücksfall der sich so sicherlich nicht wiederholen wird.


    Hier nun meine beiden neuen 20 Pfennig Krone/Adler Marken:

    48aa: lebhaftlilaultramarin

    48ba: lebhaftgrauultramarin


    Letztere weist ein nicht im Michel katalogisiertes Feldmerkmal auf: Delle im oberen äußeren Rahmen über PO.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    meine heutige Briefrückseite zeigt wohl private Siegelmarken. Ich lese AN, vermutlich A. Nielsen denn den Absender entziffere ich als Nielsen Reutlingen Württemberg. Empfänger des 1923 verschickten eingeschriebenen Briefes war eine Ingeborg Nielsen in Kopenhagen. Wie bei Einschreiben in der Infla-Zeit üblich von der Devisenüberwachung geöffnet, hier durch die Postüberwachungsstelle Stuttgart.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    am 1.12.1918 wurde Island ein eigenständiges Königreich aber nach wie vor durch König Christian X in Personalunion mit dem Königreich Dänemark verbunden.

    Im ersten Halbjahr 1920 kam eine neue Freimarkenserie an die Isländischen Postschalter. König Christian X im Oval nach einem Foto von Lars Peter Elfeldt, die Marken kamen zwischen dem 16.3.20 und dem 5.6.20 heraus.

    Die Marken wurden (sowohl Rahmen als auch Medaillons) im Buchdruckverfahren durch die Druckerei Thiele hergestellt.


    Bei dieser Ausgabe gibt es im Gegensatz zu den vorhergehenden keine wertmäßigen Ausreißer, folglich kann ich alle 16 Werte dieses Satzes zeigen.


    Ab 1924 wurden die isländischen Briefmarken auch fiskalisch für Zollabgaben verwendet. Man erkennt dies an der Entwertung mit dem Rahmenstempel "Tollur" Sie werten in aller Regel deutlich weniger als postalisch entwertete Marken. Keine Regel ohne Ausnahme: Niedrige Nominale kommen selten mit "Tollur" Entwertung vor, sind demzufolge teurer. Einige Beispiele werden ich später zeigen.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    als ich die 10 Pfg. Marke der Krone/Adler Ausgabe vorstellte fehlten mir noch Unterfarben:

    Die 10 Pfg. Krone/Adler weist die größte Spannweite an (katalogisierten) Farben aller Marken dieser Ausgabe auf. Immerhin kann ich sieben der elf der in meinem Michel-Spezial 2005 katalogisierten Farben zeigen.

    Nun zwei Lücken konnte ich durch das kürzlich erworbene Lot geprüfter Pfennig und Krone/Adler-Marken schließen

    aa) magenta (lilakarmin)

    ba) lebhaftrosarot (braunrosa)


    So langsam bekomme ich doch eine ansehnliche Sammlung zusammen.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    bei der 5 Pfennig Marke unterscheidet der Michel-Katalog zwei Hauptfarben:


    70a) dunkelopalgrün

    70b) dunkelgrün


    Jäschke-Lantelme schreibt in seinem Handbuch dass die 70a wohl der 1. Auflage aus dem Jahr 1902 entstammen. Bei der 70b entwickelt sich die Farbe durch den im Lauf des Druckes zunehmenden Gelbanteil.


    Ich zeige deshalb neben der 70a zwei Marken der 70b wobei die rechte Marke deutlich gelblicher wirkt


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    ok, noch ein allerletzter Beitrag zu diesem Thema von mir.


    erron Rudolf Sand war der Verwalter der Thule Administration in Kopenhagen.


    dietbeck Lose Marken würde ich ohne kompetente Prüfung immer unter einen gewissen Vorbehalt stellen. Ein Prüfer kann unter Umständen anhand der Stempelfarbe erkennen ob zeitgerecht oder rückdatiert.

    Auch Kopenhagenstempel können dem Bedarf entspringen, Post nach Thule war ja, wenn sie mit dem Schiff der Thule-Administration befördert wurde, ebenfalls entsprechend freizumachen. So einen Brief habe ich bei den Auktionen deren Kataloge ich angeguckt habe, nicht gesehen. Müller zeigt in seinem Buch einen Brief aus Schweden nach Thule mit restauriertem Empfängernamen (Hans Nielsen, Stationsleiter in Thule). Im Buch von Lindskog und Hopballe "Grønland Postfrimærker" ist der Brief vor Restaurierung abgebildet. Der Brief wurde mit dem ersten Thule-Schiff befördert.

    Die Schiffsbewegungen sind ja, wie ich weiter oben geschrieben habe, bekannt. Die Abstempelungen loser Marken sollten also in einem nachvollziehbaren Zeitraum vor Abfahrt des Schiffes stattgefunden haben. Nachstempler (Fälscher) haben solche Feinheiten in der Regel nicht beachtet. Eine Garantie ist das natürlich nicht.


    So, ich glaube jetzt ist alles gesagt.


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    mit diesem Beitrag möchte ich meine Recherchen zum Thema Thule-Marken zum Abschluss bringen.


    Ich bin in meinem "Bergwerk" mal wieder fündig geworden. In einem meiner Bücherregale fand ich das Buch von Gerhard Müller "Grönland - Insel der Arktis" herausgegeben von der FG Nordische Staaten und dort nach wie vor für € 12,00 erhältlich. Das Buch behandelt das Grönland-Exponat von Herrn Müller, darunter auch unter Punkt 5.2 die Verwendung der privaten Thule-Marken. Hier liefert er auch eine interessante und durchaus plausible Erklärung für die relativ häufigen Mischfrankaturen 10 + 15 Öre. Die 15 Öre waren der Gegenwert für die dänische 15 Öre Marke die für den Versand innerhalb Dänemarks durch die Thule-Administration in Kopenhagen verklebt wurde.

    Solche Belege habe ich ab und an bei Thomas Høiland gesehen. Gleiches gilt für 10 Öre Paare auf Brief nach Kopenhagen. 10 Öre Thule-Seepostporto plus 10 Öre als Gegenwert für das seinerzeitige Ortsporto in Dänemark. Z. B. Lot 1673 der 104. Høiland-Auktion (11.2006), Zuschlag DKK 1.200 plus Nebengeräusche.

    Müller zeigt auch einen Brief des Stationsleiters von Thule an den Verwalter des Thule-Kontors in Kopenhagen. Frankiert nur mit einem Paar der 10 Öre Marke ohne dänische Zusatzfrankatur. Dieser Brief wurde direkt dem Verwalter in der Thule-Administration übergeben somit keine dänische Zusatzfrankatur. Dieser Brief wurde mit einer der früher erwähnten Schlittenposten befördert und ist lt. Müller der einzig bekannte Brief dieser Art. Er wurde übrigens bei der 188. Postiljonen im September 2006 für € 800,00 plus Nebengräusche verkauft.


    Zum Abschluss noch eine Information aus dem Facit Katalog. Gefälligkeitsgestempelte Thule-Marken tragen in der Regel das Datum 7.7.1937, die Übergabe an die Grönländische Verwaltung erfolgte am 1.8.37, ab diesem Datum waren die Marken ungültig. Ein kurzer Blick in meine Grönland-Sammlung, vier Thule-Marken tragen einen Eckstempel bei dem das Datum nicht erkennbar ist, die fünfte Marke das Datum 5.8.38. Also Bedarf sieht anders aus. :(


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    die 3 Pfg. Germania o. Wz. war als Einzelfrankatur nur im Inlandspostverkehr möglich.


    Drucksache der 1. Gewichtsstufe im Fernverkehr

    Drucksache der 2. Gewichtsstufe im Ortsverkehr


    Als Mehrfachfrankatur wird es schon abenteuerlich, 5 x 3 Pfg als Drucksache der 5. Gewichtsstufe im Ortsverkehr oder Geschäftspapiere der 3. Gewichtsstufe, ebenfalls 5 x 3 Pfg.


    Ich zeige eine ganz einfache Drucksachenkarte aus Essen nach Blomberg aus dem Jahr 1903


    Viele Grüße

    DKKW

    Hallo zusammen,


    abrixas Nun die bayrischen Telefonkarten erlebte in der Zeit des Telefonkarten-Hypes alles andere als ein Schattendasein. Alle Briefmarkenhändler (zumindest in München) kramten in ihren Beständen und verkauften was sie hatten zu Höchstpreisen.


    Viele Grüße

    DKKW