Beiträge von m.w.myname

    hallo mx5schmidt,
    prima, daß Du mitgemacht hast. Ja, 5 Prüferstempel scheint wohl ein magische
    Grenze zu sein.
    Jetzt steht noch aus, herauszufinden, welche Bedeutung die Anzahl der
    Prüfer hatte. Manchmal hat ein Prüfer auch zweimal seine Nummer abgeschla-
    gen. Was ich bis jetzt nur sagen kann:
    Fünf Stempel haben wir beide bis jetzt nur auf Karten gefunden


    Grüße


    Michael

    Hallo,
    mal etwas anderes. Die Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt a. M. ist dadurch be-
    kannt, daß viele Belege, die durch sie liefen, kleine rechteckige Nummernstem-
    pel tragen. Diese Stempel (mit ein- bis vierstelligen Nummern) wurden von Prüfern der Dienststelle angebracht.
    Pro Beleg tauchen Sie in verschiedener Stückzahl auf. Nun möchte ich mal ei-
    nen kleinen Wettbewerb starten:
    Wer von Euch hat denn nun den Beleg mit den meisten Prüferstempeln ? Ich
    habe meinen Bestand mal durchsucht und bringe es bei zwei Belegen, die ich
    hier zeige, auf fünf Prüferstempel auf der Vorderseite.
    Na - wer von Euch hat mehr zu bieten ?


    m.w.myname

    Hallo,
    selbst vor den entferntesten Ländern machte die deutsche Zensur nicht halt -
    wie bei diesem Transitbrief aus Stanleyville (Belgisch-Kongo) nach Zürich.
    Gleich vier Länder haben an diesem Brief rumgeschnuppert.
    1. Zunächst war eine Dienststelle im Kongo am Ball. Der Verschlußstreifen ist
    kaum erkennbar und befindet sich unter dem Streifen von Südafrika
    2. Dann waren - deutlich sichtbar, die Südafrikaner an der Reihe.
    3. Die Briten wollten schließlich auch mal schnüffeln.
    4. Kurz vor dem Ziel bekam dann die ABP Paris den Brief in die Finger (x). Sie
    brachten zwar keinen Prüfstempel an aber handschriftliche Vermerke auf
    der Vorderseite. Diese deutsche Zensur war dann der letzte Akt.
    Ist doch ein hübscher Brief - oder ?


    m.w.myname

    Hallo,
    die folgende Geschäftskarte aus Marinha Grande in Portugal nach Karlstad in
    Schweden ist für die deutsche Zensur Transitpost. Das Stempeldatum ist der 25. 5. 44.
    Die Karte durchlief die Auslandsbriefprüfstelle Berlin mit dem Kennbuchstaben
    b. Der rote Prüfstempel befindet sich auf der Vorderseite. Der Stempel 713
    ist ein Zähler für Transitpost.
    Zwei fette Farbstriche auf der Vorder- und Rückseite weisen auf eine chemi-
    sche Prüfung hin.
    Und wieder wurde kein Geheimschrift gefunden !


    m.w.myname

    Hallo,
    die folgende Ganzsachenkarte mit Zusatzfrankatur aus Amiens in Nordfrank-
    reich nach Malaga in Spanien durchlief die Auslandsbriefprüfstelle Bordeaux mit
    dem Kennbuchstaben y. Diese Prüfstelle diente seinerzeit als Entlastung der
    ABP Paris (Kennbuchstabe x).
    Später ging diese über in die Briefprüfstelle Nancy.
    Die Karte wurde in der Prüfstelle nicht geprüft, erkennbar an dem Durchlauf-
    stempel Ay.
    Die Durchlaufstempel der ABP Bordeaux sind recht selten. Darum - aufgepaßt !
    Hier kann man unter Umständen noch ein Schnäppchen machen


    m.w.myname

    Hallo,
    hier habe ich mal einen "Drei-Zensuren-Beleg" aus Genf nach Prag. Das Datum
    ist nicht vorhanden. Es dürfte zwischen 1942 - 1944 liegen. Der Umschlag
    sieht aus wie eine Warenprobe.
    Richtigerweise wurde das Stück in Frankfurt a. M. geprüft. Dies belegt der
    Prüfstempel und die zwei Prüferstempel auf der Vorderseite.
    Eine zweite Prüfkennzeichnung ist der Stempel R. Er kommt nur auf Auslands-
    post in das Protektorat B+M vor. Hundertprozentig sicher ist jedoch nicht, ob
    es sich hier um einen Prüfstempel handelt, der in Böhmen und Mähren ver-
    wendet wurde.
    Wenn man den Umschlag nun an der Verschlußlasche öffnet, erscheint ein
    dritter Prüfstempel der "Geheimen Staatspolizei" mit der Kennziffer 4, die auf
    die Prüfstelle Frankfurt a. M. hinweist. Die Gestapo prüfte zu der Zeit insbe-
    sondere Druckerzeugnisse aus dem Ausland. Damit ist davon auszugehen, daß
    der Umschlag vielleicht Werbematerial enthielt.
    Ist doch ganz hübsch - oder ?


    m.w.myname

    hallo,
    ich habe mal versucht, mit meinem miesen Englisch das wesentliche in
    deutsch zu beschreiben.
    Die Slovakotour-Marken waren also Steuermarken, die auf Postkarten geklebt,
    den Tourismus in der hohen Tatra fördern sollten. Da um die 1940 viele
    deutsche Pauschalurlauber dort ihre Ferien verbrachten, hat man sich diesen
    "Fördertrick" einfallen lassen.
    Wenn ein Urlauber eine Karte in einem Shop kaufte, mußte der Verkäufer die
    entsprechende Steuermarke (15h für Ziele in Böhmen und Mähren oder 20h
    für alle anderen Ziele) vor dem Verkauf aufkleben, nach dem der Urlauber das
    Ziel für die Karte genannt hatte. Hier konnte man schon mal schummeln.
    Nämlich wenn der Urlauber als Ziel Prag nannte und hat dann die Karte nach
    Dortmund geschickt.
    Es gab noch eine 10h - Marke, die wohl für den internen Gebrauch gedacht
    war. Nach zwei Jahren wurde dieses Verfahren jedoch wegen mangelnden
    Erfolges eingestellt.
    Ich hoffe, Ihr könnt etwas damit anfangen


    m.w.myname

    Hallo,
    dieser Brief vom 20. 4. 1944 aus Kopenhagen nach Berlin wurde durch die
    ABP Berlin geprüft und hat ein kleine Besonderheit. Die Öffnung des Briefes
    wurde linksseitig vollzogen. Nach der Prüfung verschlöß man den Brief mit dem
    üblichen neutralen Streifen. Die Prüfung wurde jedoch durch einen normalen
    Durchlaufstempel Ab dokumentiert. Dies ist wohl eine Aushilfsmaßnahme ge-
    wesen, weil der übliche Endlosstempel für diese Verschlußart fehlte.
    Die zum Thema gehörende chemische Prüfung wird durch einen Farbstreifen
    auf der Briefvorderseite gezeigt


    m.w.myname

    Hallo,
    etwas schmackhaftes für Zensurpostsammler aber auch für die Ganzsachen-
    sammler unter Euch. Die gezeigte Antwortkarte vom 20. 11. 1941 wurde von
    der ABP Berlin geprüft. Ein Prüfstempel befindet sich auf der Vorderseite.
    Gleichzeitig ist dies auch ein schönes Stück für die Ganzsachensammler. Die
    Karte steht immerhin mit über 200,- € im Michel zubuche


    m.w.myname

    Hallo,
    ein ähnlicher Fall - wer war zuerst da ?! Inzwischen kann aber davon ausgegan-
    gen werden, daß der Durchlaufstempel zuerst verwendet wurde. Welchen
    Grund sollte es denn geben, die Karte zuerst zu prüfen und dann mit dem
    Durchlaufstempel zu versehen ? Sicherlich läßt sich ein Grund dafür konstruieren.
    Wer kann denn noch etwas dazu sagen ?


    m.w.myname

    Hallo,
    ja - das ist hier die Frage. Ist es der Durchlaufstempel Ab der Auslandsbrief-
    prüfstelle Berlin oder der rote Prüfstempel derselben Prüfstelle. Die Ganz-
    sachenkarte vom 19. 11. 41 aus Stavanger nach Reinfeld zeigt diese Kuriosi-
    tät.
    Ich nehme an, daß die Karte zunächst ohne Prüfung freigegeben wurde
    (Durchlaufstempel Ab). Eine Auffälligkeit verhinderte dies jedoch und die Karte
    wurde geprüft (Prüfstempel). Hier kann man ein wenig spekulieren. Gerade
    solche Besonderheiten machen die Zensurpost so interessant. Die gilt nicht
    nur für die Zeit des 2. Wk.
    Belege dieser Art sind nicht allzu häufig. Es gibt auch die Variante, daß ein
    Prüfstempel als Durchlaufstempel benutzt wurde. In diesem Fall mangelte es
    an einem "echten" Durchlaufstempel. Es handelt sich also um einen Aushilfe-
    fall


    m.w.myname

    Hallo tigo,
    Deine Karte vom 4. 6. 41 aus Paris durchlief die Auslandsbriefprüfstelle in
    Köln, erkennbar an dem roten Band - Prüfstempel mit dem Kennbuchstaben
    c am Oberrand. Der Stempel "20" ist ein Prüferstempel. Die handschriftlichen
    Vermerke am Oberrand in rot und schwarz entstammen auch der Prüfstelle.
    Belege dieser Art aus Frankreich nach Deutschland und umgekehrt, die in Köln
    geprüft wurden, sind nicht allzu häufig. Deine Karte ist mit ca. 3 bis 5 € zu be-
    werten


    Grüße


    Michael

    Hallo Freunde,
    in der Durchführungsverordnung zur Verordnung über den Nachrichtenver-
    kehr vom 13. 5. 1940 steht ganz klar, daß der Versand von Ansichtspostkar-
    ten aller Art verboten ist.
    Daß dies nicht immer genau gehandhabt wurde, belegen die beiden gezeigten
    Ganzsachenkarten von 1941. Sie sind identisch. Einmal geprüft durch die
    ABP (Auslandsbriefprüfstelle) München (Kennbuchstabe d) und einmal geprüft
    durch die ABP Frankfurt a. M., die diese Karte zugelassen hat, während die
    ABP München die Karte abgelehnt hat. Möglicherweise ist der Ablehnungs-
    stempel auch ein Stempel der Post und nicht der ABP, da keine deutlichen
    Prüfzeichen der ABP München zu sehen sind.
    Na ja - kommt schon mal vor


    m.w.myname

    Hallo Zensurpostsammler,
    die unten gezeigte Karte vom 2. 4. 1943 aus Madrid nach Zürich durchlief die
    Auslandsbriefprüfstelle in Paris (Kennbuchstabe x). Nachdem im Herbst 1942
    auch der südliche Teil Frankreichs von den Deutschen besetzt wurde, spricht
    man von einer "Auslandsbriefprüfstelle Paris". Siehe dazu die Literatur von
    Riemer und Landsmann.
    Die Karte wurde zunächst von einer spanischen Dienststelle in Madrid geprüft.
    Dazu gehört auch der Prüferstempel 154 (siehe auch Prüfstempel).
    Am Oberrand erkennt man den Prüfstempel der ABP Paris mit dem Kennbuch-
    staben x ich rotbrauner Farbe. Links unten sind handschriftliche Prüferver-
    merke zu sehen. Eine chemische Untersuchung auf Geheimschrift dokumen-
    tiert der Farbstrich von links unten nach rechts oben. Diese sind bei Belegen,
    die in Paris geprüft wurden, nicht allzu häufig anzutreffen


    m.w.myname

    Hallo Zensurpostfreunde,
    in Frankreich gab es ab Juni 1941 unter anderem die Briefprüfstelle Bordeaux.
    Sie diente zur Entlastung der Auslandsbriefprüfstelle Paris (Kennbuchstabe x)
    und führte den Kennbuchstaben y. Alle Zensurbelege mit dem Kennbuch-
    staben y sind grundsätzlich nicht allzu häufig (15,- bis 80,- €).
    Doch aufgepaßt - Bordeaux-Belege mit Poststempeln ab 12. 1943 können der
    Briefprüfstelle Nancy zugeschrieben werden, die als Nachfolger der ABP Bor-
    deaux anzusehen ist. Ihr wurde der Kennbuchstabe n zugeschrieben. Die
    Briefprüfstelle Nancy unterlag unter anderem auch dem schnellen Vormarsch
    der Alliierten in Frankreich. Zensurbelege von Nancy zählen zu den seltensten
    dieses Sammelgebietes "Zensurpost im II. Wk - bearbeitet durch deutsche
    Dienststellen".


    m.w.myname