Beiträge von wien13

    Hallo,


    hat wer einen Vorschlag, wie ich im Computer (Photostudio) Abstände bei Marken vermessen kann? Ich würde da etwas brauchen, was auch im Zehntel Millimeter Bereich zu gebrauchen ist. Ein Freund meint mit Corel-Draw würde das gehen ... oder kann man das Photostudio dafür verwenden?


    Ich danke im voraus für Eure Tipps
    wien13

    hallo,


    es gibt schon einige Stempel aus der Vormarkenzeit vor 1.6.1850 mit Jahresdatum - zumeist allerdings Langstempel oder Spezialanfertigungen (siehe MÜLLER "Handbook of the PRE-STAMP POSTMARKS of AUSTRIA").


    Ab der Markenzeit war das Jahresdatum zumeist nicht üblich. Mein Eindruck ist, dass die Jahresangabe bei den Rundstempeln verhältnismäßg selten vorkommt (Ausnahme z.B. FIUME, SZIGETHVAR, WIENER STEMPEL etc.). Der Großteil der Rundstempel hatte also keine Jahresangabe. Laut Müller setzt sich diese Jahresangabe dann ab 1867 auch bei den Einkreisstempeln durch.


    Von KAPOSVAR gibt es allerdings eine Abstempelung mit Jahresangabe - Müller 1184a. Das Datum wurde dabei mit einem Zusatzstempel beigefügt - diese Abstempelung ist selten - Belegexemplar würde ich auch gerne sehen.


    Grüße aus Wien

    Auf einer 6 Kreuzer habe ich 2 Stempel gefunden:


    Venezia 25.1.
    COL LLOYD DA TRIESTE


    Die Rückseite des Briefstückes ist übrigens beschrieben, also handelt es sich nicht um einen Teil einer Recepisse.


    Hat wer eine Erklärung für mich für diese ungewöhnliche Abstempelung?


    Briefaufgabe auf einem Schiff des Öst.Lloyd und nicht korrekter Ankunftsstempel Venezia auf der Marke?
    6 Kreuzer als Reko-Gebühr auf der Rückseite eines Briefes und Ankunftsstempel auf derselben?


    Ein eigenwilliges Detail ist der Druck beim Punkt nach "Kreuzer".

    Interessantes Stück. Bei der Bestimmung wäre ein Attest interessant - oder vorsichtig vom Papier ablösen und schauen.


    Jedenfalls ein schönes Belegstück, wie da am 14.10. am Postamt in Wildenschwert Briefmarken in recht rustikaler Art und Weise frankierfähig (damit meine ich die Ränder ...) gemacht wurden, da waren keine pedantischen Ärmelschonertypen am Werk ...

    bei den abgenutzten Platten wurde beim Druck ja gerne mehr Farbe verwendet und die Stöckel waren dann wahrscheinlich auch meist ziemlich verschmutzt, da ansonsten das Ergebniss wahrscheinlich schon schlecht ausgeschaut hätte.
    Diese Marke hat ja noch einige andere kleinere Druckabweichungen (etwa oben beim Schild und bei den Buchstaben)

    naja - diese Seite der Karte ist nichts Außergewöhnliches, leider eher Massenware - wenn auf der Vorderseite ein gutes Motiv o.ä. drauf ist, könne es mit einem Marktwert noch was werden ...

    Du hast recht der Farbton bei dem Fleck ist ein etwas anderer. Aber es scheint, dass der Fleck unter dem Stempelabdruck ist. Zumindest wäre das dann ein Fleck, der irgendwann zwischen 1855 und 1858 vor dem Stempel des Postlers in Brünn auf die Marke gekommen ist. Also eine "historische" Verunreinigung ...

    Ein eigenwilliges Stück einer 6 Kreuzer habe ich hier für Euch.


    Es handelt sich um eine Typ III Maschinenpapier und 2fach graviert, also Platte B - grundsätzlich nichts besonderes also.


    ABER: da gibt es zwei Besonderheiten:


    1. ein dubioser Farbfleck im Bereich des Wappen in der Druckfarbe. Könnte aber auch eine Spielerei eines früheren Besitzers sein ...


    2. ein seltsamer Fleck oder Bruch des Stöckel oberhalb des R von KREUZER. Diese Art Fehler habe ich aber im Ferchenbauer nicht als Plattenfehler gefunden, was überrascht, wenn es sich um einen wirklichen Plattenfehler handeln sollte. Alternative wäre, dass es sich um eine Verunreinigung des Stöckels handelt (der Druck ist ja insgesamt sehr schlecht), welche baldigst entdeckt und behoben wurde. Was meint ihr dazu?

    In meiner Literatur habe ich gefunden:


    Huber/Wessely (Großes Handbuch S. 66) unterteilt die 2 Kreuzer in:
    Ia Platte 1 (Spitze über Stempel und ohne Strich unter R)
    Ib Platte 2 (stumpf und kein Strichelchen!)
    Ic Platte 2 (stumpf und mit Strichelchen)


    Dahingegen unterteilt Kainbacher (S.21):
    Ia-1 Platte 1 (Spitze über Stempel und ohne Strich unter R)
    Ia-2 Platte 1! (stumpf und kein Strichelchen!)


    1b Platte 2 (stumpf und mit Strichelchen)


    Hat also Kainbacher recht, müßte es Mischpaare Spitze(ohne und Stumpf/ohne aus der Platte 1 geben. Gibt es die?

    Gibt es die Ia1 überhaupt mit unterlegter Mitte? Im Kainbacher wird die Ia2 und Ia3 mit unterlegter Mitte geführt, von der Ia1 steht aber nichts dergleichen.

    Ob 2 oder 3 Schwingen ist schwer zu sagen.


    Jedoch ist es mit dem Balken und dem L&V Stempel sowieso ein Superstück.


    Außerdem gibt es da noch eine schöne Druckzufälligkeit im Wappen. Als Plattenfehler führt Ferchenbauer diesen Fleck gemäß meinem alten Exemplar nicht. Sollte in der neuen Ausgabe dazu was sein, oder jemand anderer hätte ein Vergleichsstück, dann könnte auch die Frage ob Ia2 oder Ia3 gelöst werden.


    schönen Abend