Beiträge von janhammel

    Hallo Walli-Ka,


    ich bin kein Spaniensammler und kenne daher die abgebildeten Arken nicht. Aber ich bin des Spanischen mächtig und kann dir gern die aufgedruckten Tete überstzen. Daran lässt sich erkennen, dass die Marken keine Briefmarken, sondern sämtlich Marken freiwilliger Wohltätigkeit sind.


    Zu den 1946 in Tanger abgebildeten Marken:


    Huérfanos de Telégrafos España heisst Waisen der spanischen Telegrafenanstalt


    zum zweiten Scan:


    Wie schon in anderen Antworten gesagt: Sin valor postal heißt Ohne postalischen Wert
    Pro-seminario Zaragoza heißt für das (Priester-)Seminar in Zatagoza, wobei pro nicht spanisch, sondern lateinisch ist (im Spanischen wäre das por). Der Stempel auf diesen Marken ist kein Poststempel, sondern ein privater.
    Solche Marken werden gerade bei Ebay-Spanien angeboten:


    Cocina económicas Ayamonte heißt Preisgünstige Küchen in Ayamonte (= Städtchen in Andalusien), es geht also um die Unterstützung von Elendsküchen. Viva Franco heißt Es lebe Franco, eine politische Ansage, die im Deutschen einem Heil Hitler entspräche. Sie findet sich oft auf solchen Marken aus der Zeit des spanischen Bürgerkriegs. Correos España heißt spanische Post. Ich glaube aber nicht, dass diese mit der Ausgabe dieser Marken etwas zu tun hat. Unter Hojita de Ayamonte findest du ebendiese MArken zum Sofortkauf für 2,99€, siehe


    Vielleich hilft dir das ja ein bisschen.


    Gruß, JAn

    Die Ausstellung wurde 1948 von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) organisiert. Hierzu folgender Artikelausschnitt aus "Das Parlament", Zeitung des Deutschen Bundestags:


    Die 1947 als gesamtdeutsche Organisation gegründete VVN leistete einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der deutschen Nachkriegsgesellschaft über die Verbrechen des Nationalsozialismus und zur geistigen Auseinandersetzung mit dessen Ideologie. Der Verband verstand sich als ein über den Parteien stehendes moralisches Gewissen der deutschen Nachkriegsgesellschaft. Aus ihrer Beteiligung am Widerstand und den leidvollen Erfahrungen mit Verfolgung und Haft leiteten die Mitglieder ein besonderes Mitspracherecht bei der politischen Neuordnung ab. Der Einfluss der KPD/SED war in der Organisation von Anfang an relativ groß - getreu dem vielzitierten, von Wolfgang Leonhard überlieferten Motto Ulbrichts: "Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben." Dennoch kollidierte die Gesinnungsethik der Verfolgten schon sehr früh mit dem pragmatischen Machtkalkül der Partei. Die Erinnerungs- und Aufklärungsarbeit der VVN war in den ersten Nachkriegsjahren erstaunlich breit. Im 1945 gegründeten Hauptausschuss "Opfer des Faschismus" (OdF) und in der VVN arbeiteten anfangs zahlreiche Sozialdemokraten, Vertreter des 20. Juli 1944, der Kirchen, der Westemigration und der jüdischen Gemeinden mit. Die Organisation lieferte mit ihren Publikationen und der 1948 im ehemaligen Reichspräsidentenpalais gezeigten Ausstellung "Das andere Deutschland" erste Zeugnisse über den "lautlosen Aufstand". Sie beteiligte sich aktiv an der Ermittlung und Bestrafung von NS-Verbrechen.


    Der ganze Beitrag kann unter:

    gefunden werden.


    Gruß, Jan

    Wer kennt angehängte Marken? Ich kann sie im Michel-Katalog nicht finden und hoffe auf eure Hilfe.


    Die rechte, 5 Kreuzer, o. WZ, Zähnung 10, scheint für Österreich ausgegeben zu sein und ist lt. Stempel am 28.07.1893 in ...sbad abgeschickt.


    Die linke, 10 Centimes auf zehn Heller scheint für Kreta gedruckt, aber in (Kon?)stantinopel auf den Weg gegangen zu sein.


    Würde mich freuen, ihre Identität endlich aufgedeckt zu bekommen, ich selbst weiß nicht mehr, wo ich sie finden könnte.



    Abbildung siehe: