Beiträge von Briefmarkentor

    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 11. Oktober 1945 ab Rehna (Sowjetische Besatzungszone) nach Naumburg (Saale) (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 16 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "(3) REHNA (MECKL) / b" - aptierte Postleitgebietszahl - entwertet.


    Aus meiner Sammlung datiert der Beleg mit dem spätesten Abschlag zur Zeit vom 1. Mai 1945. Es handelt sich um einen Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g ab Krakow am See nach Güstrow (beides Reichspostdirektion Schwerin).



    Diese beiden Städte wurden einen Tag später, den 2. Mai 1945 durch sowjetischen Truppen besetzt.


    In der Zeit vom 3. bis zum 5. Mai 1945 wurden die letzten Städte auf dem Gebiet der RPD Schwerin besetzt. Hier also einen späteren Brief zu finden, wird sehr schwierig für mich.

    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 27. Oktober 1945 ab Lübz (Sowjetische Besatzungszone) nach Schwerin (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 16 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "(3) LÜBZ (MECKL) / a" - aptierte Postleitgebietszahl - entwertet.


    Heute möchte ich das Buch "Deutsche Inflation 1916 - 1923 Wissenswertes, Sammelmöglichkeiten und Hinweise Mi 98 - 118" von Günter Bechtold vorstellen.



    Auf insgesamt 560 Seiten stellt der ehemalige BPP-Prüfer Günter Bechtold die Postwertzeichen der Deutschen Reichspost von 1916 bis 1920 vor, die von Michel unter den Nummer 98 bis 118 katalogisiert werden. Dabei beschränkt sich Herr Bechtold nicht nur auf Themen wie Ausgabedatum, Farben, Plattenfehlern, Hausauftragsnummern oder Oberrändern, sondern beschreibt auch die historischen Hintergründe und Notwendigkeiten zu den einzelnen Ausgaben und dokumentierte diese zum Teil anhand der amtlichen Verfügungen der Reichspost. Der eigentliche Schwerpunkt des Buches liegt aber auf der Darstellung der Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Postwertzeichen, unterteilt nach Einzel-, Mehrfach- und Mischfrankaturen und hier wiederum nach den einzelnen Portoperioden. Diese Darstellung wird durch zahlreiche farbige Abbildungen von Ganzstücken unterstützt.


    Für mich ein interessantes, spannendes und kurzweiliges Buch, welches dazu noch auf weitere Fachliteratur und deren Bezugsquellen verweist. Zu beziehen ist das Buch für 85,00 EUR direkt bei der ARGE INFLA-Berlin, Verein der Deutschlandsammler e.V., gebraucht bei den bekannten Fachhändlern und Internetverkaufsplattformen oder per Fernleihe bei den deutschen philatelistischen Bibliothken.

    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 23. Januar 1946 ab Jatznick (Sowjetische Besatzungszone) nach Berlin (Magistratspost Groß-Berlin). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung von zwei Mi.-Nr. 10x entrichtet und die Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "JATZNICK / a / über / PASEWALK" entwertet.


    Hallo Frank,


    meiner Meinung nach solltest du dich zu so einem frühen Zeitpunkt noch gar nicht auf ein Gebiet / Thema festlegen. Lass dich einfach treiben. Falls es dir möglich ist, besuche Sammlergruppen, Tauschtage und andere philatelistische Veranstaltungen in deiner Nähe. Dort kannst du dir Unmengen an Material anschauen und mit anderen Sammlern den Gedankenaustausch suchen. Auch in den philatelistischen Foren im Internet kann man unzählige Ideen aufgreifen, unser Hobby zu betreiben.


    Hier einmal ein paar Beispiele, was man sammeln kann:


    - Thematische Sammlungen / Motivsammlungen; in den Foren leiden kaum präsent - https://www.exponate-online.de/e_verteiler.asp?k=6

    - Klassische Ländersammlungen - https://www.exponate-online.de/e_verteiler.asp?k=1

    - Spezialisierungen zu einzelnen Ausgaben (Plattenfehler / Farben / Abweichungen der Zähnung / Druckereizeichen / Hausauftragsnummern)

    - Dokumentation von Portostufen auf Belegen zu einzelnen Ausgaben oder Teilgebieten

    - Heimatgeschichtliche Sammlungen

    - Postgeschichtliche Sammlungen

    - Stempelabschläge


    Viele Grüße


    Marko

    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 31. Dezember 1945 ab Röbel (Sowjetische Besatzungszone) nach Hainichen (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung von zwei Mi.-Nr. 9 entrichtet und die Postwertzeichen mit dem Handrollstempel in der Form Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten "RÖBEL / * (MÜRITZ) *" entwertet.


    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 5. Januar 1946 ab der Poststelle II Danneborth (Sowjetische Besatzungszone) nach Bremen (Amerikanische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung von zwei Mi.-Nr. 8 entrichtet und die Postwertzeichen auf dem Leitpostamt mit dem Zweikreisstegstempel "(3) WISMAR / c" - aptierte Postleitgebietszahl - entwertet.


    Portoperiode 2 (01.08.1916 - 30.09.1918) - OPD Schwerin




    Portorichtig frankierte Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 1. August 1916 ab Tarnow nach Schwerin.


    Da die Postkarte vor dem 1. August 1916 0:01 Uhr eingeliefert wurde, unterlag sie noch nicht der außerordentlichen Reichsabgabe von 2 1/2 Pfennig.

    Portoperiode 2 (01.08.1916 - 30.09.1918) - OPD Schwerin



    Portorichtig frankierte Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 18. August 1916 ab Tarnow nach Schwerin. Zusätzlich wurde die außerordentliche Reichsabgabe (Kriegssteuer) für Postkarten in Höhe von 2 1/2 Pfennig entrichtet.


    Porto Inlandspostkarte im Fernverkehr = 5 Pfennig + außerordentliche Reichsabgabe = 2 1/2 Pfennig = 7 1/2 Pfennig

    Die nachfolgende Ansichtskarte zeigt drei Ansichten aus Neuenkirchen, einer Ortschaft, die 1896 205 Einwohner hatte. Abgebildet sind der Gutshof, Baumanns Gasthaus sowie der Pfarrgarten. Aufgegeben wurde die Karte im Jahr 1899.




    Die Postversorgung erfolgte seinerzeit über die Postagentur in Drönnewitz, wo der Lehrer Joachim Hamann als Postagent tätig war.


    Quelle: Dorfpostämter und Postagenturen im Bereich der Ober/Reichs-Postdirektion Schwerin - Postgeschichte 1868 - 1945 - Band 1 Schwerin D - H von Puskeiler und Wickboldt