Beiträge von Briefmarkentor

    Hallo Rüdiger,


    ich vermute, dass der SBZ Sammler hier einen Begriff aus einer Sammlung Altdeutschland (Bayern, Sachsen ect.) auf das Sammelgebiet SBZ übertragen hat.


    Hallo SBZ Sammler,


    mir ist nicht bekannt, dass an das Material und die Beschaffenheit der unmittelbaren Nachkriegszeit die Maßstäbe wie bei klassischen Material herangezogen werden. Es wäre auch, wie wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht.

    Heute kann ich euch von der Mi.-Nr. 8 die Felder 18 und 19 zeigen. Diese Feldmerkmale kommen auf allen Bögen dieser Nummer vor.



    Gefunden habe ich dieses Paar auf einem portorichtig frankierten Brief bis 20 g vom 10. November 1945 ab Bergen auf Rügen nach Berlin.


    Briefmarken sammeln in der Kinderzeit, dass waren noch unbeschwerte Zeiten. Durch meinen besten Freund bin ich zu diesem Hobby gekommen. Gestartet wurde bei Null und die erste Quelle war die Tagespost. Besonders begehrt waren dabei die Briefmarken aus der Post der Westverwandtschaft (für die jungen Leser, das war die Post aus der Bundesrepublik oder Westberlin in die DDR). Später gab es vom Taschengeld Wundertüten mit Motivmarken aus aller Welt (hauptsächlich von Postverwaltungen, die man heute als Raubstaaten bezeichnet). Natürlich wurde in den Kindertagen auch noch getauscht. Die Gelegenheiten wurden mit zunehmenden Alter aber immer weniger, da viele das Hobby aufgaben.


    Da ich in einem kleinen Ort aufwuchs, gab es natürlich keinen Verein. Da ich in der DDR aufwuchs, gab es auch keine Katalog (Mangelware bzw. Bückware). Auch Zubehör war selten zu bekommen.


    Mit zwölf oder dreizehn schenkte meine Mutter mir dann einen Sammlerausweis. Damit durfte ich bei der Post die Neuheiten käuflich erwerben. Wenn man daran zurückdenkt, kann man über diesen Irrsinn nur den Kopf schütteln. Mit der Wende wurde dann alles anders. Zumindesten was die Beschaffung betraff. Ab da brauchte man nur noch Geld und manchmal Geduld.


    Übrigens habe ich das Hobby zwischendurch nie wirklich an den Nagel gehängt. Durch Spezialisierung konnte ich mir immer die Begeisterung erhalten. Was daraus geworden ist, seht ihr in Auszügen auf dem unten aufgeführten Link. Und alles ohne die führende Hand eines Ortsvereines. Mich zieht es dort nicht hin und von dort wurde auch noch nie versucht, mich zu interessieren oder zu überzeugen.


    Viele Grüße


    Marko

    Hallo Schnuffel,


    mir persönlich ist eine Farbbestimmung nicht möglich, da


    - Vergleichsmaterial und Erfahrung fehlt

    - es sich um gebrauchte und gewaschene Stücke handelt

    - nicht abgeschätzt werden kann, inwieweit der Scan und der Bildschirm die Farben verfälscht


    Eine Möglichkeit zur Farbbestimmung wäre, diese anderen Sammlern auf Tauschtagen oder Vereinstreffen vorzulegen. Entsprechende Termine findet man auf den Homepages der Vereine und den Seiten der Landesverbände und des BDPH. Oder du fragst hier mal an, wer in der Nähe von dir wohnt, über entsprechendes Material verfügt und bereit ist zu helfen.


    Die restlichen Michelnummern suche ich gerne noch raus.


    Viele Grüße


    Marko

    Mi.-Nr. 100 - Ausgabe vom 28.07.1916 (Porto für einen Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g = 10 Pfennig + 5 Pfennig Kriegssteuer)



    Diese Ausgabe wurde bei ungünstigen Lichtverhältnissen von den Postbeamten öfters mit folgender Ausgabe verwechselt:


    Mi.-Nr. 99 - Ausgabe vom 28.07.1916 (Porto für eine Inlandspostkarte im Fernverkehr = 5 Pfennig + 2,5 Pfennig Kriegssteuer)


    Deshalb erfolgte im Mai 1917 eine Farbänderung (Mi-Nr. 101):



    Quelle: "Deutsche Inflation 1916 - 1923 Wissenswertes, Sammelmöglichkeiten und Hinweise Mi 98 - 118" von Günter Bechtold

    Büchersammlung der Forumsmitglieder

    Hallo Schnuffel,


    herzlich willkommen im Forum.


    Du meist nicht zufällig diese Frau:



    Falls ja, dabei handelt es sich um die Freimarkenserie Germania, welche vom 01.01.1900 bis zum 30. September 1923 im Gebrauch waren.


    Eine erste Unterscheidung kannst du bei der Inschrift vornehmen. Es gibt einmal "Reichspost" und einmal "Deutsches Reich".



    Viele Grüße


    Marko

    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 11. Oktober 1945 ab Rehna (Sowjetische Besatzungszone) nach Naumburg (Saale) (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 16 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "(3) REHNA (MECKL) / b" - aptierte Postleitgebietszahl - entwertet.


    Aus meiner Sammlung datiert der Beleg mit dem spätesten Abschlag zur Zeit vom 1. Mai 1945. Es handelt sich um einen Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g ab Krakow am See nach Güstrow (beides Reichspostdirektion Schwerin).



    Diese beiden Städte wurden einen Tag später, den 2. Mai 1945 durch sowjetischen Truppen besetzt.


    In der Zeit vom 3. bis zum 5. Mai 1945 wurden die letzten Städte auf dem Gebiet der RPD Schwerin besetzt. Hier also einen späteren Brief zu finden, wird sehr schwierig für mich.

    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 27. Oktober 1945 ab Lübz (Sowjetische Besatzungszone) nach Schwerin (Sowjetische Besatzungszone). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 16 entrichtet und das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "(3) LÜBZ (MECKL) / a" - aptierte Postleitgebietszahl - entwertet.


    Heute möchte ich das Buch "Deutsche Inflation 1916 - 1923 Wissenswertes, Sammelmöglichkeiten und Hinweise Mi 98 - 118" von Günter Bechtold vorstellen.



    Auf insgesamt 560 Seiten stellt der ehemalige BPP-Prüfer Günter Bechtold die Postwertzeichen der Deutschen Reichspost von 1916 bis 1920 vor, die von Michel unter den Nummer 98 bis 118 katalogisiert werden. Dabei beschränkt sich Herr Bechtold nicht nur auf Themen wie Ausgabedatum, Farben, Plattenfehlern, Hausauftragsnummern oder Oberrändern, sondern beschreibt auch die historischen Hintergründe und Notwendigkeiten zu den einzelnen Ausgaben und dokumentierte diese zum Teil anhand der amtlichen Verfügungen der Reichspost. Der eigentliche Schwerpunkt des Buches liegt aber auf der Darstellung der Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Postwertzeichen, unterteilt nach Einzel-, Mehrfach- und Mischfrankaturen und hier wiederum nach den einzelnen Portoperioden. Diese Darstellung wird durch zahlreiche farbige Abbildungen von Ganzstücken unterstützt.


    Für mich ein interessantes, spannendes und kurzweiliges Buch, welches dazu noch auf weitere Fachliteratur und deren Bezugsquellen verweist. Zu beziehen ist das Buch für 85,00 EUR direkt bei der ARGE INFLA-Berlin, Verein der Deutschlandsammler e.V., gebraucht bei den bekannten Fachhändlern und Internetverkaufsplattformen oder per Fernleihe bei den deutschen philatelistischen Bibliothken.

    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 23. Januar 1946 ab Jatznick (Sowjetische Besatzungszone) nach Berlin (Magistratspost Groß-Berlin). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark wurde durch Verwendung von zwei Mi.-Nr. 10x entrichtet und die Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel "JATZNICK / a / über / PASEWALK" entwertet.


    Hallo Frank,


    meiner Meinung nach solltest du dich zu so einem frühen Zeitpunkt noch gar nicht auf ein Gebiet / Thema festlegen. Lass dich einfach treiben. Falls es dir möglich ist, besuche Sammlergruppen, Tauschtage und andere philatelistische Veranstaltungen in deiner Nähe. Dort kannst du dir Unmengen an Material anschauen und mit anderen Sammlern den Gedankenaustausch suchen. Auch in den philatelistischen Foren im Internet kann man unzählige Ideen aufgreifen, unser Hobby zu betreiben.


    Hier einmal ein paar Beispiele, was man sammeln kann:


    - Thematische Sammlungen / Motivsammlungen; in den Foren leiden kaum präsent - https://www.exponate-online.de/e_verteiler.asp?k=6

    - Klassische Ländersammlungen - https://www.exponate-online.de/e_verteiler.asp?k=1

    - Spezialisierungen zu einzelnen Ausgaben (Plattenfehler / Farben / Abweichungen der Zähnung / Druckereizeichen / Hausauftragsnummern)

    - Dokumentation von Portostufen auf Belegen zu einzelnen Ausgaben oder Teilgebieten

    - Heimatgeschichtliche Sammlungen

    - Postgeschichtliche Sammlungen

    - Stempelabschläge


    Viele Grüße


    Marko