Beiträge von Briefmarkentor

    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr über 20 bis 250 g mit Zusatzleistung Einschreiben und Nachnahme vom 31. Mai 1946 ab Berlin Charlottenburg (Britischer Sektor) nach Salzwedel (Sowjetische Besatzungszone).



    Das Porto setzte sich wir folgt zusammen:


    0,48 Reichsmark - Inlandsbrief im Fernverkehr über 20 bis 250 g

    0,60 Reichsmark - Einschreibegebühr

    0,40 Reichsmark - Nachnahmegebühr


    und wurde unter Verwendung der folgenden Briefmarken der ersten Kontrollratsausgabe entrichtet:

    1 x Mi.-Nr. 917, 1 x Mi.-Nr. 924, 2 x Mi.-Nr. 933


    Auf dem Postamt in der Goethestraße 2/3 wurden die Briefmarken mit dem Zweikreisstegstempel "BERLIN-CHARLOTTENBURG 2 / az" entwertet.

    Eine schöne Paketkarte vom 9. September 1949 für ein Paket mit einem Gewicht von 1,5 kg aus Heide in Holstein nach Tailfingen. Dafür war eine Gebühr in Höhe von 0,90 Deutsche Mark zu entrichten, welche durch Nutzung einer Mi.-Nr. 96 entrichtet wurde. Außerdem wurde die seit dem 1. Dezember 1948 vorgeschrieben Zwangszuschlagsmarke für Westberlin zu 0,02 Deutsche Mark verwendet.


    Portorichtig frankierter Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g mit Zusatzleistung Einschreiben vom 19. Juli 1948 ab Berlin (West) nach Bad Kissingen (amerikanische Besatzungszone).

    Das Porto betrug nach der am 25. Juni 1948 in Westberlin durch die Westalliierten durchgeführten Währungsreform 0,84 Deutsche Mark und wurde durch zwei Band-Netz-Ausgaben zu 0,24 DM und 0,60 DM der Bizone entrichtet.


    Portorichtig frankierte Inlandspostkarte im Fernverkehr vom 17. April 1948 ab Stralsund (sowjetische Besatzungszone) nach Oldenburg (britische Besatzungszone). Das Porto betrug nach der Portoerhöhung zum 1. März 1946 nun 0,12 Reichsmark und wurde unter Verwendung einer Ortspostkarte (Ganzsache Mi.-Nr. P 952) zu 0,10 Reichsmark und eines Ergänzungswertes zu 0,02 Reichsmark (Mi.-Nr. 912) entrichtet. Die Postwertzeichen wurden auf dem Postamt mit dem Maschinenstempel "STRALSUND / l" mit Werbeeinsatz "FREIHEIT / BILDUNG / 1848 1948 / WOHLSTAND FÜR ALLE" entwertet.



    Gerade der Stempeltext "WOHLSTAND FÜR ALLE" steht im krassen Gegensatz zum Inhalt der Postkarte. In dieser bittet die Absenderin um Saatgut für Zwiebeln, Kohlrabi, Möhren, Erbsen und Blumenkohl. Sie schreibt auch "...ich hörte schon mehrmals, daß es i. d. dortigen Zone von allem geben soll."

    Hallo,


    zusammen mit euch möchte ich in diesem Thema die Vielfalt der Philatelie im Nachkriegsdeutschland anhand von Belegen aufzeigen. Hier gibt es viel zu sehen und vielleicht entdeckt der ein oder andere Leser auch sein nächstes Sammelgebiet. Ich selbst werde sehr viel Material aus der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone, genauer, aus dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern zeigen. Ich hoffe auf rege Beteiligung, um eine zu einseitige Darstellung zu vermeiden.


    An den Anfang stelle ich aber noch einen typischen Beleg aus der Zeit vor der Kapitulation Deutschlands.



    Es handelt sich um einen portorichtig frankierten Inlandsbrief im Fernverkehr bis 20 g vom 1. Mai 1945 ab Krakow am See nach Güstrow (beides Reichspostdirektion (RPD) Schwerin (1)). Das Porto in Höhe von 0,12 Reichsmark (2) wurde durch Verwendung einer Mi.-Nr. 827 (Freimarkenserie Adolf Hitler) entrichtet. Auf dem Postamt (1) wurde das Postwertzeichen mit dem Zweikreisstegstempel (3) "(3) KRAKOW AM SEE (MECKL) / b" - aptierte Postleitgebietszahl entwertet. Ob und wann dieser Brief seinen Empfänger erreichte, darüber darf man spekulieren. Sowohl die Stadt Krakow am See als auch die Stadt Güstrow wurden am 2. Mai 1945 (4) durch sowjetische Truppen besetzt.



    (1) - Ortsverzeichnis I - Verzeichnis der Postämter und -amtsstellen sowie der Bahnhöfe und Eisenbahnen, der Schiffsanlegeplätze und Flughäfen in Großdeutschland - Ausgabe 1944

    (2) - Deutscher Reich Postgebührenkatalog 1923 bis 1945 - Die Gebühren und Bestimmungen der Deutschen Reichspost im Post- und Telegraphenbetrieb vom 1. 12. 1923 bis zum 8.5 .1945 - Rainer E. Lütgens

    (3) - Die Bezeichnung der Poststempelformen - Eine Einführung in die stempelkundliche Terminologie nach Hans-Joachim Anderson - Lothar Goedicke und Volkmar Werdermann

    (4) - Die Städte Mecklenburgs im Dritten Reich - Ein Handbuch zur Stadtentwicklung im Nationalsozialismus, ergänzt durch ein biographisches Lexikon der Bürgermeister, Stadträte und Ratsherren - Michael Buddrus und Sigrid Fritzlar

    Feldpostkarte vom 8. September 1939, aufgegeben auf dem Postamt in der Stadt Friedland (1939 insgesamt 8.442 Einwohner) im Kreis Stargard im Land Mecklenburg nach der Seestadt Rostock im Land Mecklenburg. Auf dem Postamt wurde die Postkarte mit dem Zweikreisstegstempel FRIEDLAND (MECKL) / d.


    Empfänger war der Soldat Carl August Wiese, dem diese Postkarte unter der Feldpostnummer 19626 zugestellt wurde.


    Den Inhalt der Postkarte kann ich nur bruchstückhaft entziffern, kann vielleicht ein Forenteilnehmer helfen? Was schrieb man einem Soldaten, nachdem sich dieser den achten Tag im Krieg befand?

    Hallo Zusammen,


    heute kann ich euch eine Ansichtskarte aus der Ortschaft Bernitt aus dem Jahre 1919 zeigen. Bernitt liegt ungefähr mittig zwischen den zwei größten Städten Mecklenburgs, Rostock und Schwerin. 1919 hatte der Ort 530 Einwohner.

    Abgebildet ist die Dorfkirche sowie Szenen der wohl heutigen Langen Straße.



    Zu Beitrag #9 findest sich im Amtsblatt des Reichspostministeriums 1942 folgende Mittteilung Nummer 1077/1942:


    I. Aus Anlaß der Ausgabe der Sondermarken zum Heldengedenktag (AmtsblVf. Nr. 110/1942 S. 143) werden am 15. März 1942 bei folgenden Postämtern Sonderstempel geführt:

    a) Berlin C2, NW7, W9, Berlin-Charlottenburg 2,

    b) München 1, 2,

    c) Wien 1, 9 (Nähe des Heldengedenkplatzes), 56.


    Die Sonderstempel tragen neben den üblichen Orts- und Tagesangaben die bildliche Darstellung eines Schwertes und die Inschrift "Sie starben für Großdeutschland".


    II. Bei den Postämtern werden am 15. März für die Abgabe der Sondermarken und für Gefälligkeitsstempelungen Sonderschalter von 9 bis 19 Uhr durchgehend offen gehalten. Die abzustempelnden Sendungen müssen entweder an diesen Schaltern oder durch die besonders bezeichneten Briefkästen eingeliefert werden.


    III. Mit den Sonderstempeln werden nur die Sondermarken zum Heldengedenktag abgestempelt. Ebenso werden Gefälligkeitsstempelungen mit diesen Stempeln nur für die Sondermarken ausgeführt.

    Schriftliche Abstemplungsanträge (keine Markenbestellungen) sind für Berlin an die Sonderstempelstelle des Postamts Berlin-Charlottenburg 9 (Soorstr. 61/62, Eingang Fredericiastr.), für München an das Postamt München 2 (Hopfenstr. 2), für Wien an das Postamt Wien 1 (Postgasse 10) zu richten. Die Anträge sind auf den Umschlägen mit dem Vermerk "Sonderstempel" zu versehen. Falls die Rücksendung unter Umschlag gewünscht wird, sind entsprechend vorbereitete Umschläge beizufügen. Die Erledigung wird einige Zeit in Anspruch nehmen, vorzeitige Erinnerungen sind deshalb zwecklos.


    IV. Die Versandstelle für Sammlermarken in Berlin SW 68, Zimmerst. 97, liefert auf Wunsch die bei ihr bezogenen Sondermarken unter den üblichen Bedingungen auch abgestempelt. An den Schaltern der Versandstelle werden keine Abstempelungen ausgeführt.