Beiträge von Briefmarkentor

    Ab dem 30. Januar 1938 standen der NSDAP [1] gesonderte Postwertzeichen zur Verfügung. Diese waren statt der regulären Ausgaben der Deutschen Reichspost zu verwenden.


    Die Marken wurden im Buchdruck auf Papier mit dem Wasserzeichen Hakenkreuze und Kammzähnung 14 hergestellt.


    Die Bekanntgabe dieser Postwertzeichen erfolgte im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 7 vom 21. Januar 1938 unter der Verfügung 22/1938:


    Für die Dienststellen der NSDAP und ihrer Gliederungen sind besondere Dienstmarken zu 1, 3, 4, 5, 6, 8, 12, 16, 24, 30 und 40 Rpf in der Größe 21,5 mm x 25,5 mm mit dem gleichen Markenbild in Buchdruck hergestellt worden, die statt der gewöhnlichen Postwertzeichen vom 30. Januar 1938 an verwendet werden. Der Entwurf stammt von Prof. Richard Klein, München.
    Die Farbe der 16-Rpf-Marke ist silbergrau, die der 24-Rpf-Marke oliv; die Farben der übrigen Werte gleichen denjenigen der gewöhnlichen Postwertzeichen. Eine Dienstmarke zu 6 Rpf ist hierunter in 5/4 natürlicher Größe abgebildet.
    Die Bestimmungen über die Verwendung der Dienstmarken durch die Dienststellen der Partei usw. sind aus der Anlage (S. 37) ersichtlich. Die Abgabe der Dienstmarken an die Dienststellen beginnt am 26. Januar 1938. An Privatpersonen dürfen diese Dienstmarken nur zu Sammlerzwecken ungestempelt von der Versandstelle für Sammlermarken in Berlin W 30 vom 31. Januar 1938 an abgegeben werden; Gefälligkeitsstempel sind in keinem Fall zugelassen.


    [1]


    Abbildung 1 - Dienstmarken der NSDAP
    Abbildung 2 - Verfügung Nr. 22/1938

    Hallo heckinio,


    eine Reise in die Heimat lohnt doch immer. Zumal nächstes Jahr zu dem Tauschtag ja noch eine große Ausstellung des Landesverbandes dazukommen soll.



    Warst du dieses Jahr auf dem Tauschtag? Könntest du hier kurz deine Eindrücke schildern?



    Viele Grüße


    Marko

    Hallo Heckinio,


    findet dieser Tauschtag jährlich statt und lohnt sich die Anreise, wenn man bedarfsgerechte Belege von Mecklenburg-Vorpommern aus dem Zeitraum 1944 - 1952 sucht?


    Viele Grüße


    Marko

    Im Jahr 1934 änderte die Deutsche Reichspost die Rohrpostkarten und die Rohrpostbriefumschläge. Die Postkarte auf rötlichem Papier in roter Farbe trug nun auch das Abbild des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg.


    Die Bekanntgabe erfolgte im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 86 vom 28. September 1934 unter der Verfügung Nummer 331/1934:


    Die Rohrpostkarte und der Rohrpostbriefumschlag werden geändert. Die Karte wird aus rötlich getöntem Papier hergestellt. Das Wertzeichen zu 55 Rpf im Muster der letzten Hindenburgmarken, der sonstige Aufdruck und die Umrandung werden in leuchtend roter Farbe gedruckt. Der Briefumschlag C 362 ist rot, der Aufdruck gleicht in der Farbe dem der Karte. Vor der Ausgabe der neuen Karten und Umschläge sind die bisher gelieferten Formblätter aufzubrauchen.


    Abbildung 1 - Rohrpostkarte
    Abbildung 2 - Verfügung Nr. 331/1934

    Im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 84 vom 21. September 1934 wurde unter Verfügung Nr. 1434/1934 mitgeteilt, das Bildposkarten zukünftig in brauner Farbe hergestellt wurden.


    Bei den Bildpostkarten werden künftig das Bild, die Beschriftung und der Wertstempel in brauner Farbe hergestellt.


    Abbildung 1 - beispeilhafte Abbildung einer Bildpostkarte
    Abbildung 2 - Verfügung Nr. 1434/1934

    Ein relativ selten beachtetes Thema unter Briefmarkensammler sind die Absenderfreistempler. Ab März 1934 wurde eine Form eingeführt.


    Hierzu ist im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 21 vom 9. März 1934 unter der Verfügung Nr. 62/1934 folgendes zu lesen:


    Der Gebührenstempel in den Absenderfreistemplern erhält künftig die Form nachstehender Abbildung:


    (rot)


    Eine Änderung der im Gebrauch befindlichen Maschinen ist nicht erforderlich. Die Francotyp-G.m.b.H. liefert auch zunächst noch Maschinen mit dem bisher gebräuchlichen Stempel.


    Abbildung 1 - Verfügung Nr. 62/1934

    Ab Januar 1934 standen Ganzsachen mit dem Abbild des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg für den Ortsverkehr mit Antwortkarte zur Verfügung.


    Die Ausgabe dieser Ganzsache wurde im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 9 vom 30. Januar 1934 unter der Verfügung Nummer 22/1934 bekanntgegeben:


    Die DRP hat wieder Postkarten mit Antwortkarte zu 5 + 5 Rpf für den Ortsverkehr herstellen lassen. Die Karten sind nur bei den PAnst vorrätig zu halten, bei denen ein Bedürfnis dafür vorhanden ist. Für den Bezug gilt dasselbe wie für die übrigen Postkarten mit Antwortkarte. Bestellungen können folglich abgesandt werden.


    Abbildung 1 und 2 - Postkarte für den Ortsverkehr mit Antwortkarte
    Abbildung 3 - Verfügung Nr. 22/1934

    Hallo Sven,


    wenn ich die zwei Briefmarken finde, die ich suche, brauche ich sicher weit weniger als 3.000,00 €. Nur, ob ich sie jemals finden werde, das ist die Frage.


    Und zwar eine Marke vom letzten Tag der Verwendung des Stempels TORGELOW / *** mit defektem Datumswerk und eine Marke vom ersten Tag der Verwendung des Stempels TORGELOW / *** mit repariertem Datumswerk aus dem Jahr 1946. Eventuell gibt es ja zwischen beiden Daten noch einen weiteren Stempel.


    Wer kann helfen?


    Viele Grüße aus Bremen


    Marko

    In der Verfügung Nr. 21/1934 des Amtsblattes Nummer 9 vom 30. Januar 1934 wurde bekanntgegeben, das zukünftig alle Freimarken auf Papier mit dem Wasserzeichen Hakenkreuze gedruckt werden sollten.


    Dies betraf auch die Dauermarkenserie mit dem Abbild des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Ab Januar 1934 wurden die einzelnen Wertstufen nach und nach auf das neue Wasserzeichen umgestellt. Geblieben waren der Buchdruck auf gestrichenem Papier und die Kammzähnung 14:14 1/4.


    Verfügung Nummer 21/1934:


    Alle Freimarken werden künftig auf Papier mit dem Wasserzeichen Hakenkreuze gedruckt.


    Abbildung 1 - Dauermarkenserie mit Kopfbild Hindenburgs und Wasserzeichen Hakenkreuze
    Abbildung 2 - Verfügung Nr. 21/1934

    Bezirksstempel


    Im Jahr 1934 erfolgte eine weitere Normierung von Stempeln. Dieses mal betraff es die Bezirksstempel. Diese wurden wie die Aufgabestempel um einen Unterscheidungsbuchstaben ergänzt.


    Für uns sind diese Stempel im Jahr 1948 für einige Tage wichtig.


    Bekanntgegeben wurde diese Normierung im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 8 vom 26. Januar 1934 unter der Verfügung Nummer 18/1934:


    Die Bezirksstempel erhalten künftig wie die Aufgabestempel, Dienstsiegel und Dienststempel Unterscheidungsbuchstaben. Diese sind stets, wie die nachstehenden 3 Abbildungen zeigen, links neben der Bezirksnummer anzuordnen, und zwar über dem Anfangsbuchstaben der Bezeichnung der Aufgabeanstalt. Die vorhandenen Bezirksstempel ohne Unterscheidungsbuchstaben sind weiterzuverwenden.


    Abbildung 1 - Verfügung Nr. 18/1934

    Ab der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 wurde durch die NSDAP eine beispiellose Durchdringung des öffentlichen und des privaten Lebens mit den Ideologien des Nationalsozialismus betrieben. Dies reichte von der Verhaftung und der Ermordung politischer Gegner über das Verbot sämtlicher politscher Parteien außer der NSDAP bis zu dienstlichen Anweisungen in den Amtsblättern der Post im Jahre 1933, dass die Mitarbeiten sich mit dem "deutschen Gruß" (notfalls mit dem linken Arm) zu begrüßen hatten und Schreiben der Post mit der Grußformel "Mit deutschem Gruß und Heil Hilter" zu unterzeichnen waren.


    Sichtbar ist dies auch an der im Jahre 1934 herausgegebenen neuen Serie von Dienstmarken.


    Ab Januar 1934 verausgabte die Deutsche Reichspost zwölf Werte der neuen Dienstmarkenserie mit der Abbild des Hakenkreuzes. Diese Postwertzeichen wurde auf gestrichenem Papier im Buchdruck hergestellt. Das Papier hatte das Wasserzeichen Hakenkreuz. Die Zähnung erfolgte in Kammzähnung 14:14 1/4.


    Bekanntgegeben wurde die Ausgabe im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 5 vom 16. Januar 1934 unter der Verfügung Nummer 8/1934:


    Die Deutsche Reichspost hat neue Dienstmarken zu 3, 4, 5, 6, 8, 10, 12, 15, 20, 30, 40 und 50 Rpf herstellen lassen. Ein Muster wird hierunter in Schwarzdruck in 5/4 natürlicher Größe abgebildet.Die Farben der Marken von 3 bis 40 Rpf entsprechen den Farben der gleichwertigen Freimarken der letzten Ausgabe; die Dienstmarke zu 50 Rpf ist in goldgelber Farbe gedruckt. Den PAnst werden die neuen Dienstmarken erst geliefert, wenn die alten Dienstmarken aufgebraucht sind. Dazu ergeht noch besondere Verfügung. Die Versandstellen für Sammlermarken können die neuen Dienstmarken schon jetzt liefern.

    Abbildung 1 - Dienstmarkenserie
    Abbildung 2 - Verfügung Nr. 8/1934

    Ab Dezember 1933 wurde die Dauermarkenserie mit dem Abbild des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg um eine Ergänzungsmarke zu 1 Rpf erweitert.


    Auch dieses Postwertzeichen wurde auf gestrichenem Papier im Buchdruck mit einer Kammzähnung 14:14 1/4 hergestellt. Jedoch hatte das Papier jetzt das Hakenkreuz als Wasserzeichen.


    Bekanntgegeben wurde die Ausgabe des neuen Postwertzeichens im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 105 vom 14. November 1933 unter der Verfügung Nummer 420/1933:


    Als Ergänzungsmarke wird demnächst eine Freimarken zu 1 Rpf in schwarzer Farbe im Muster der Marken mit dem Kopfbild des Herrn Reichspräsidenten auf Hakenkreuzwasserzeichen-Papier ausgegeben werden. Die Reichdruckerei beginnt mit der Lieferung an die Bezirkslieferstellen Anfang Dezember. Die PAnst können nach dem Empfang der Marken sogleich mit ihrem Verkauf beginnen, also etwa am 10. Dezember.


    Abbildung 1 - Dauermarke zu 1 Rpf mit Kopfbild Hindenburgs
    Abbildung 2 - Verfügung Nr. 420/1933

    Hallo Sarah,


    diese Stempel wurden in den zwanziger Jahren während der Inflation eingeführt. Damals ließen sich die rasanten Portosteigerungen nicht immer gleich mit Briefmarken begleichen.


    Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches gab es eine zeitlang gar keine gültigen Postwertzeichen, bzw. waren diese nicht immer in ausreichenden Maße vorhanden. In dieser Zeit erinnerte man sich wieder der Stempel und verwendete sie wieder.


    Nach der Währungsreform im Jahre 1948 wurden die Stempel ein weiteres mal genutzt.


    Viele Grüße


    Marko

    Im April 1933 teilte das Reichspostministerium


    - die Ausgabe einer Inlandspostkarte im Fernverkehr zu 6 Rpf mit dem Abbild des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg
    - die Ausgabe neuer Freimarken mit dem Abbild des Reichspräsidenten Paul
    von Hindenburg zu 3, 6, 8, 10, 20, 30, 60, 80 und 100 Rpf
    - die Ausgabe der Freimarken mit dem Abbild des Reichspräsidenten Paul
    von Hindenburg zu 4, 12, 15, 40 und 50 Rpf in geänderten Farben


    mit.


    Auch diese Briefmarken wurden auf gestrichenem Papier mit dem Wasserzeichen Waffeln im Buchdruck und einer Kammzähnung 14:14 1/4 hergestellt.


    Bekanntgegeben wurde dies im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 32 vom 11. April 1933 unter der Verfügung Nummer 140/1933:


    Die Pfennigwerte der Freimarken werden künftig nur noch mit dem reliefartigen Kopfbild des Herrn Reichspräsidenten von Hindenburg - z. T. in neuen Farben - herausgegeben. Die Marken zu 45 Rpf fallen weg. Neuhergestellt mit dem gleichen Bildnis wird eine Freimarke zu 100 Rpf. Die Markenbilder entsprechen der Beschreibung in der Amtsbl Vf Nr. 378/1932, S. 363. Die Marken zu 50, 60, 80 und 100 Rpf sind zweifarbig.
    Die Farben der Marken sind: 3 Rpf gelbbraun, 4 Rpf dunkelblaugrau, 5 Rpf hellgrün, 6 Rpf. dunkelgrün, 8 Rpf orange, 10 Rpf braun, 12 Rpf dunkelrot, 15 Rpf dunkelweinrot, 20 Rpf hellblau, 25 Rpf blau, 30 Rpf olivgrün, 40 Rpf rotviolett, 50 Rpf dunkelgrün, Kopfbild schwarz, 60 Rpf dunkelweinrot, Kopfbild schwarz, 80 Rpf dunkelblau, Kopfbild schwarz, 100 Rpf ockergelb, Kopfbild schwarz.
    Größe der Marken und Wasserzeichenpapier (Waffelmuster): wie bisher.
    Mit der Lieferung der neuen Postkarten zu 6 Rpf hat die Reichsdruckerei bereits begonnen. Die Marken mit dem Bild des früheren Reichspräsidenten Ebert, deren Druck bereits eingestellt ist, werden nach Fertigstellung der neuen Marken nicht mehr geliefert.
    Über die Rückziehung der Ebertmarken wird später verfügt werden.


    Abbildung 1 - beispielhafte Ganzsache zu 6 Rpf
    Abbildung 2 - Dauermarkenserie mit Kopfbild Hindenburgs
    Abbildung 3 - Verfügung Nr. 140/1933

    Mit der Verfügung Nummer 12/1933 im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 3 vom 10. Januar 1933 wurde die Herausgabe einer Ganzsache mit dem Abbild des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg für den Auslandsverkehr zu 15 Rpf bekanntgegeben:


    Die Bezirkslieferstellen können jetzt Weltpostkarten zu 15 Rpf mit der eingedruckten neuen Hindenburg-Marke (Amtsbl Vf Nr. 378/1932, S.363) vom Rechnungsbüro der OPD München beziehen. Die Karten sind zunächst nur auf besonderen Wunsch der Käufer abzugeben, weil die alten Karten erst aufgebraucht werden müssen. Das Rechnungsbüro wird daher vorerst, um mit den alten Beständen zu räumen, auch für einen Teil der bestelllten Mengen Karten mit der Kant-Marke oder Goethe-Karten liefern, die jetzt nicht nur auf Verlangen, sondern nach den Vorschriften über den Absatz der Bildpostkarten zu verkaufen sind.


    Abbildung 1 - beispielhafte Ganzsache zu 15 Rpf
    Abbildung 2 - Verfügung Nr. 12/1933

    Ab 1932 wurden von der Deutschen Reichspost neben den Briefmarken auch Ganzsachen mit dem Abbild des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg eingeführt. Den Start machte eine Ganzsache zu 5 Rpf für den Ortsverkehr.


    Die Ausgabe dieses Postwertzeichens wurde ebenfalls im Amtsblatt des Reichspostministeriums Nummer 86 vom 27. September 1932 unter der Verfügung Nummer 378/1932 bekanntgegeben.


    Abbildung 1 und 2 zeigen zwei Beispiele der Inlandspostkarte im Ortsverkehr:

    Hallo Portosparer,


    das Porto von einem Euro ist doch wirklich lächerlich. Warum, will ich dir gerne erklären.


    Der Händler muss erst einmal Geld auslegen:


    - Postwertzeichen 0,58 €
    - Briefumschlag 0,01 €
    - Schreibzeug/Drucker, um den Brief zu beschriften 0,01 - 0,06 €


    Sind wir bei rund 0,60 € bis 0,65 €.


    Der Herr muss den Brief aber auch noch fertig machen und zur Post bringen. Dafür bleiben ihm 0,40 bis 0,35 €. Sagen wir, dafür braucht er insgesamt zehn Minuten. Wahrscheinlich verschickt er ja nicht nur einen Brief. Das macht dann einen Stundensatz (ohne Ersatz der Transportkosten) von stolzen (0,40 € * 60 Minuten / 10 Minuten) 2,40 €.


    Würdest du für einen solchen Stundensatz arbeiten gehen, geschweige denn aufstehen?


    Insoweit finde ich deine Aufregung über das Porto in Höhe von 1,00 € peinlich und unverschämt. Aber das ist meine ganz persönliche Meinung.


    Herzliche Grüße


    Marko