Beiträge von jmh67

    Richtig, das sind Dienstmarken. Wenn du dir einen der gängigen in Deutschland herausgegebenen Briefmarkenkataloge verschaffst, der die Marken Belgiens aufführt, wirst du darin lesen, dass sie unter der Überschrift "Dienstmarken / Für die Dienstsendungen der Eisenbahnverwaltung" eingeordnet sind. Überhaupt ist so'n Katalog gar nicht so unnütz ;-) Gibt's notfalls auch älter und gebraucht (z. B. bei den einschlägigen Gebraucht-Plattformen), zum Sortieren reicht das allemal.

    Noch deutlicher: Die Flügelräder auf den ersten drei Marken sind keine Stempel, sondern Aufdrucke. Damit wurden die Briefmarken sozusagen umgewidmet, nämlich von solchen für den allgemeinen Gebrauch in solche für den Dienstgebrauch der Eisenbahnen. Als sie dann verwendet wurden, wurden sie natürlich noch mit Poststempeln entwertet.

    darf ich die Frage stellen was ein Hammersrempel ist, ist das außergewöhnlich und woran erkennt man den?

    Der vorigen Antwort von Henrik wäre noch hinzuzufügen, dass mit einem solchen Gerät nach etwas Übung sehr flott gearbeitet werden kann. Zu Grundschulzeiten hat uns das mal der örtliche "Postmeister" (ich weiß nicht, welchen Rang der Leiter eines Kleinstadtpostamts hatte) gezeigt, so schnell konnten wir gar nicht gucken ;-)


    Die Abschläge erkennt man meist daran, dass sie recht scharf sind, oft etwas ins Papier eingeprägt (kein Wunder bei den hohen Kräften), aber auch auf einer Seite stärker ausgeprägt, weil der Stempel selten genau senkrecht aufkam.


    -jmh

    Bin kein Medicus, aber was Renate da beschreibt, könnte 'ne allergische Reaktion gewesen sein. Schwer zu sagen, woher sie kam, und noch schwerer, wen es noch betreffen kann. Vielleicht war am Umschlag irgendetwas, vielleicht an den schmutzigen Marken (Pilzsporen, Milbendreck, Spuren vom Gewürzen aus dem Krämerladen, Krümel von Erdnussschalen und was es noch für potentielle Allergene gibt). Beim Waschen (vor allem mit Spülmittel) geht aber viel davon weg.


    -jmh

    Stempeln musste der Postler die ungültigen Marken nicht, er sollte es auch nicht, denn sie waren ja keine Frankatur, und ums Dürfen kann man sich streiten.


    Wenn ich mich zu einer Vermutung versteigen darf: Der Stempelabschlag sieht nach einem Hammerstempel aus, die Uhrzeit dürfte kurz vorm abendlichen Postabgang gewesen sein, vielleicht kam der Brief aus der Kastenleerung und lag mit der Anschriftseite zuunterst auf dem Tisch. Jemand hat die zusätzlichen Marken durch Zufall gesehen, in der Eile gedacht "Hoppla, da klebt noch was ohne Stempel", noch dreimal draufgehauen, und dann war's passiert. Ein Irrtum also und damit keine Fälschung, denn letztere setzt Absicht voraus.


    -jmh

    und wird dann dieser 5er

    Streifen gewertet

    Gar nicht, denn es ist eine "Verwendung" außerhalb der Gültigkeitszeit. Keine Fälschung, kein Betrug, denn der Brief war ja mit den Fünfjahrplanmarken frankiert.


    und wieso Inlands-Brief?

    Damals galt zwischen DDR und BRD noch der Inlandstarif, man hoffte wohl noch auf eine rasche Einigung.


    -jmh


    PS: Ungültige Briefmarken als Verschlussetiketten habe ich mehrfach auf Briefen aus den späten vierziger und frühen fünfziger Jahren gesehen, das schien sich damals irgendwie eingebürgert zu haben.

    Wenn die Vorschläge der Deutschen Post tatsächlich umgesetzt werden, die neuen Automaten flächendeckend aufgestellt werden (das sehe ich noch nicht, wer soll die alle warten?) und die aufpreisfreie Frankatur per Mobilfunk kommt (hoffentlich für alle Sendungsarten, die in den Briefkasten passen), wird man sowieso kaum noch Briefmarken auf Vorrat kaufen müssen und hat damit auch keine Sorgen mit der Gültigkeit der Matrixcodes. Eigentlich braucht man dann gar keine Briefmarken mehr. Selbst wenn man kein Mobiltelefon hat, keine Internetmarken kauft und keine Post in der Nähe ist - da geht man zum Automaten, und wenn der nicht funktioniert, fragt man mal eben den Nachbarn, gibt ihm die paar Groschen für die Mobilfunk-Frankatur, und gut isses.


    -jmh (der seine Briefmarkenbestände so langsam aufbrauchen wird)

    Aber wie lange noch, wenn die (bereits angedachte, noch zu prüfende) digitale Markenvariante mit Matrixcode :(kommt. ...

    Briefmarken sind in erster Linie dazu da, Postsendungen zu frankieren, also ganz einfach: Schreibt mal wieder! Dann braucht ihr euch weniger um eventuell zukünftig ungültig werdende Marken zu sorgen ;-)


    Umtausch wäre eigentlich auch nicht nötig, sollte der Matrixcode irgendwann Pflicht werden. Man könnte ja auch die alten Briefmarken auf die Sendungen kleben, sie zur Filiale bringen und dort noch einen Matrixcode dazu drucken/kleben lassen. Technisch sollte das kein Problem sein, geht ja auch mit Einschreib- und Prio-Aufklebern.


    Und ja, die Marken von 2002 sind noch gültig. Man konnte damals die "krummen" Werte zwar umtauschen, brauchte es aber nicht, denn man darf sie (ggf. mit Zusatzfrankatur) immer noch verwenden.


    -jmh

    Ich glaube schon, dass für ungebrauchte ("postfrische") deutsche Marken (egal ob DDR, BRD oder Berlin) ab den 1960ern, wahrscheinlich schon ab Mitte der 1950er, der Markt ziemlich gesättigt ist, desgleichen für Marken mit Versandstellenstempeln. Das ist das, was sehr viele gesammelt haben. Die turbulenten Nachkriegsjahre waren vorbei (da gibt es in vielen Sammlungen Lücken und/oder Qualitätsmängel), man konnte nicht mehr viel verpassen, und so war es einfach, die Sammlung ab dem persönlichen Einstieg komplett zu halten. Dann hat man vielleicht noch die Sammlung von den Eltern oder Großeltern übernommen und die voherigen Jahrgänge komplettiert. Damit sind diese Jahrgänge auch kaum als Tauschmaterial geeignet.


    Verkehrsgestempelte Marken sind ein ganz anderes Thema, da sind bisweilen sogar Dauerserienwerte in guter Qualität schwer zu finden.


    -jmh

    "Einfach entsorgen" würde ich das Album nicht - man kann es zum Beispiel an Leute weitergeben, die Kunst aus Briefmarken machen (Collagen und dergleichen). Einer davon hat hier im Forum mitgeschrieben und sollte noch zu finden sein.


    Das Album ist ja auch noch gut, das kann man immer noch zur Lagerung von Dubletten gebrauchen.


    -jmh

    Ich habe die Briefmarken-Kalender der Deutschen Post AG von 2003 bis 2008 abzugeben, 2004 und 2005 sind 2x vorhanden. Wegen ihrer Größe werde ich sie als Paket versenden müssen. Auf jedem Monats-Kalenderblatt klebt eine Sondermarke oder ein Block, mit passendem Sonderstempel entwertet.


    Ich würde die Kalender am liebsten gegen Briefmarken eintauschen und suche Dauerserien (Freimarken) aus dem UK ab 2012, Dauerserien Europa ohne Deutschland ab ca. 2000, Dauerserien Asien, Afrika, Lateinamerika und Karibik ab ca. 1935, Dauerserien Nordamerika ab ca. 2010. Ich suche auch Stempelabschläge mit vierstelligen deutschen Postleitzahlen (Verkehrsgebiete Ost und West) auf Marken, Briefstücken, Einlieferungsscheinen, Postkarten oder Briefen (jede PLZ nur einmal). Nehme auch Restealben oder ein paar Handvoll Kiloware.


    Verkauf gegen Gebot ist ebenfalls möglich, aber Tausch bevorzugt.


    -jmh

    Du meinst, wie man herausbekommt, was fluoresziert und was nicht? Am besten einzeln, du legst eine Marke daneben, von der du weißt, dass sie nicht fluoresziert, und gehst dann im Halbdunkel mit der Schwarzlichtlampe drüber.

    Ich habe diverse Motivmarken (meist mit Versandstellenstempeln) aus verschiedenen Ländern Osteuropas, Afrikas, Asiens und Lateinamerikas übrig zu Themen, die mich selbst nicht so sehr interessieren. Pferde sind schon 'raus, aber Katzen, Hunde und Dinos hab' ich z. B. noch. Außerdem noch Gemälde, Pflanzen und Folklore. Wer möchte etwas davon? Details auf Anfrage.


    Im Gegenzug würde ich mich über gestempelte neuere Dauerserienmarken aus Südostasien, dem Nahen und Mittleren Osten, Südamerika, Ozeanien oder Afrika freuen (auch einzelne aus der Alltagskorrespondenz), Marken der letzten drei Marianne-Serien aus Frankreich oder mit Bildern der neuen Könige von Belgien, Spanien oder der Niederlande oder auch einfach nur über eine Dankeschön-Postkarte mit klarem Ortsstempel.


    -jmh

    Ich habe in letzter Zeit einige Alben von Kollegen geschenkt bekommen, die ich jetzt "konsolidiere". Da ich nur gestempelte Marken sammle, möchte ich die übriggebliebenen ungebrauchten bzw. postfrischen gegen gebrauchte vertauschen.


    Es handelt sich größtenteils um nicht mehr postgültige Marken aus Deutschland (Deutsches Reich, DDR, BRD) und verschiedenen anderen Ländern. Frankreich, UK, USA und Kanada sind nicht dabei. Sperrwerte und andere Besonderheiten auch nicht, dafür einiges an Kleinkram. Würde gern etwa "gleich gegen gleich" tauschen, also große Länder gegen große, kleine gegen kleine, ganze Sätze gegen ganze Sätze (gern auch kürzere), gegebenenfalls auch eine ungebrauchte ausländische Marke gegen dieselbe, aber gestempelt.


    Würde auch einiges tütchenweise einfach gegen Dankeschön-Postkarten oder -Briefe des Empfängers mit Ortsstempel abgeben.


    Weitere Details auf Anfrage.


    -jmh

    Das Heft ist auch vor 1981 erschienen, denn die Auflagen aus diesem Jahr und den folgenden waren broschiert, nicht geklammert. Auch gab es da andere Größen der Postmietbehälter (A, A2, B, C2, D und F), und vom Gütertaxi war nicht mehr die Rede.


    Zudem wurde die Rohrpost als öffentliche Dienstleistung in Berlin 1976 eingestellt, IIRC war das das letzte Netz.


    Da in der Länderliste der sozialistischen Staaten Laos fehlt (die Volksrepublik wurde erst am 2. Dezember 1975 proklamiert), dürfte 1975 als letztes mögliches Jahr der Drucklegung in Frage kommen.


    -jmh

    Schau mal nach, ob du einen Druckvermerk findest, wenn schon nirgends eine Auflage steht. Zum Beispiel hat mein Exemplar (aus der Nachauflage von 1981) den Druckvermerk Ag 114/101/81, dessen letzte zwei Ziffern der Jahreszahl entsprechen.


    Auf jeden Fall ist es nicht vor 1968 erschienen, denn der Preis für Schmuckblatt-Telegramme ist in M und nicht MDN oder DM angegeben.


    -jmh

    Schwaches Wasserzeichen kommt öfter vor, soweit ich weiß, wegen Abnutzung der Wasserzeichenwalzen. Eventuell hilft es, wenn man die Marken auf einer dunklen Unterlage mit einem Tropfen Benzin befeuchtet und beobachtet, wie der ins Papier einzieht und wieder verdunstet.