Beiträge von jmh67

    ... Aber der Absender des Paketes bestimmt eben die Vorgehensweise und vielleicht auch damit die Beteiligung.

    So sehe ich das auch. Bei zwei- und mehrstelligen Katalog-Euro-Werten könnte ich gar nicht mittun, das ist für mich wie die Oberliga für 'nen Kreisklassenspieler ;-). Kann mir nicht einmal vorstellen, dass jemand dergleichen zum Tausch "herumliegen" hat.

    Was ist denn der "Fischer" für ein Katalog, bzw. in welcher Sprache ist er verfasst? Ich frage nur, weil ich gerade daran dachte, dass auf tschechisch/slowakisch "maďarský" für "ungarisch" steht. Auf polnisch heißt es freilich "węgierski". Aber Ungarn liegt irgendwie näher als Madagaskar ;-) Außerdem wurden in Ungarn auch Briefmarken für andere Länder gedruckt.


    -jmh


    PS: Aus den Auszügen oben sehe ich, dass es polnisch ist. Da war's wohl nix mit meiner Theorie.

    Auf den ersten Blick nichts Weltbewegendes. Meistens die häufigsten Marken aus den Sätzen, einige auch schadhaft. Eben der Anfang einer Anfängersammlung (wobei der Paul sich damals sicher über jedes neu bestückte Feld gefreut hat). Schönes altes Album, aber die Stock- und sonstigen Flecken sind gar nicht gut, und bei den Bleistiftnotizen (vielleicht sind das Katalogwerte in Pfennigen, aber von wann?) hat einer aber ganz schön aufgedrückt. Also alles in allem eigentlich "nix wert", mehr 'was zum Verschenken als zum Verkaufen. Mehr emotionaler als materieller Wert.


    Weitersammeln wäre eine Option. Aber beidseitig benutzte Albumseiten sind verständlicherweise nicht mehr üblich, weil sich die Marken da verhaken können. Man könnte die Marken herausnehmen (hoffentlich geht das), das Album Seite für Seite einscannen, die Scans von Flecken und Notizen bereinigen und neu einseitig ausdrucken, mit den gängigen Grafikprogrammen kann man ja auch neue Seiten entwerfen, und die Marken - ggf. abgewaschen - auf den neuen Seiten wieder einordnen (am besten in einem Aktenordner). Aber ob's den Aufwand wert ist, musst du selbst entscheiden. Wenn ich sehr viel Zeit hätte, würde ich's vielleicht tun.


    -jmh

    Das mit den hochwertigen Marken möchte ich etwas relativieren. Mitunter hat man gerade die höheren Werte aus der Auslandspost, aber die niedrigen Postkarten- und Inlandsbriefwerte fehlen, insbesondere wenn man aus dem Verkehr sammelt. Ländermäßig war die Auswahl schon gut, ich hätte gern noch mehr entnommen, aber da fehlte es mit z. T. an Zeit und z. T. an passendem Tauschmaterial. Jedenfalls noch mal vielen Dank an JayPee!


    -jmh

    Es soll mal üblich gewesen sein, jedenfalls nicht verboten, Briefmarkenbögen zu kaufen und für Werbezwecke überdrucken zu lassen, Dann waren die überdruckten Marken natürlich entwertet und nicht mehr zur Frankatur zugelassen. Weiß nicht, ob's das auch im Deutschen Reich gab. Ungültige Marken aus Inflationszeiten wurden jedenfalls auch so aufgebraucht, aber die Hindenburgmarken galten ja noch bis 1945.

    Mal abgesehen, dass hier wegen der unausgereiften Technik Spekulationsobjekte erzeugt wurden, was mir furchtbar gegen den Strich geht - vielleicht hätte sich die Deutsche Post bei Royal Mail etwas abgucken oder gleich ein paar von deren Post&Go-Maschinen beschaffen können. Die funktionieren seit mehreren Jahren zufriedenstellend, und die Anpassung an hiesige Verhältnisse (insbesondere unsere Münzen) sollte kein unüberwindliches Problem sein. Parallelentwicklungen erweisen sich bekanntlich oft als ineffizient.

    Nichts Aufregendes. Meistens Dauerserienmarken, etliche Motivmarken, oft mit Versandstellenstempeln, die wahrscheinlich aus Zusammenstellungen für Kaufhäuser und Zeitungsläden stammen, und einiges aus dem Verkehr gesammeltes. Das ist keinen Händler die Mühe wert. Wenn die Alben heil sind, sind sie wahrscheinlich mehr wert als die Marken darin, bzw. übersteigt der sentimentale Wert den materiellen bei weitem.


    -jmh

    Bring die Post und das Ministerium nicht auf ausgefallene Ideen ... Miniauflagen, soweit kommt's noch ... Es reicht, wenn anderswo solcher Unfug getrieben wird.


    Bei den Riesenauflagen mancher selbstklebender "Sondermarken" ist natürlich die relative Seltenheit von Dauerserienmarken nicht verwunderlich. Freilich sollen ja die selbstklebenden Varianten auch wirklich Freimarkendienste leisten und dabei die Briefe attraktiver aussehen lassen. Bei solchen großen Auflagen wird's dann aber schon wieder etwas monoton, schätze, wir werden im kommenden Jahr vor allem den Herrn Beethoven auf Briefen sehen.


    Wieviele selbstklebende Briefmarken werden eigentlich hierzulande pro Jahr verwendet oder verkauft? Da könnte man eine Rechnung aufmachen, wieviel Trägerpapier und selbsthaftender Klebstoff über die Zeit verbraucht werden ...


    -jmh

    Ich hab' mir das mal angesehen, aber ohne die Umfrage zu beenden, weil ich nur selten etwas kaufe. Mich interessierte nur, worum es ging und insbesondere wie die Umfrage verwirklicht wurde. M. E. gibt es da erhebliches Verbesserungspotential. Zum einen solltet ihr den Untersuchungsgegenstand gleich zu Anfang erklären und am besten einen Verweis auf eine Seite einbauen, die man gegebenenfalls zum Nachsehen offenhalten kann. Das las sich nämlich reichlich kompliziert. Zum anderen wechselt ihr mit der Reihenfolge der Antworten hin und her, das kann zu Irrtümern führen. Fragen nach Geschlecht und Alter werden heutzutage auch bei anonymisierten Umfragen nicht mehr gern gesehen. An eurer Stelle würde ich das noch mal überarbeiten.

    Genau, die Farbe der Fluoreszenz kann von der Papierlieferung abhängen, das habe ich auch schon gelesen (wenn ich nur wüsste wo). Für den Postbetrieb ist das wohl ohne Belang, und damit ist es eher Zufall, welche Marke wie fluoresziert.

    Zum Postkartenpreis geht's nicht mehr, so viel ist klar.


    Aber solange eine Sendung mindestens 7 cm x 10 cm groß ist, nimmt die Deutsche Post AG sie zur Beförderung an. Quadratform ist möglich, von abgerundeten Ecken ist nicht die Rede, also müsstest du bei standardmäßig 107 mm Länge und Breite jedenfalls mit dem Großbriefpreis (zur Zeit in Deutschland 1,55 EUR) dabei sein. Postkarten mit abgerundeten Ecken werden ja auch befördert. Von runden Sendungen ist in der Preisliste ebenfalls nicht die Rede, das müsste man versuchen. Länge und Breite kommen ja hin. Am besten Absender angeben, dann sollte der Deckel ja zurückkommen.


    -jmh

    drkohler, SammlerBernd, recht habt ihr ja auch.


    Ist alles irgendwie eine Frage der persönlichen Vorliebe. Ich empfehle unserem Freund Umgeknickt aber auch eins: Weitersammeln! Der Geldeswert einer Sammlung mag gering sein, aber das Vergnügen, das man dabei haben kann, ist unbezahlbar. Selbst die hundskommunen Dauerserienmarken können interessant sein. Die Sammler werden zwar langsam weniger, aber es gibt noch genug, mit denen man mal 'nen Schwatz halten kann (auch online wie hier) oder 'was tauschen, da lernt man immer etwas dazu, nicht nur über die Marken. Und wenn man anfängt, sich mit den Stempeln zu beschäftigen, kann es sein, dass einem die ganze Kommunalgeschichte des 20. Jahrhunderts auf die Zehen fällt ;-)


    -jmh

    Zu den CTO ("cancelled to order", hierzulande eher als Versandstellenstempel bekannt): Bei vielen Ländern, die eifrig Sondermarken herausgegeben haben und noch herausgeben, ist das beinahe die gestempelte Normalerhaltung. Wegen der oft hohen Auflagen und dem hohen Anteil derselben, der quasi direkt in den Briefmarkenhandel ging, sind sie natürlich billig.


    -jmh

    Danke für den Tip! Da hab ich doch gleich mal die UV-Funzeln herausgekramt und die Marken beleuchtet. Zumindest bei den Caspar-David-Friedrich-Gemälden ist unter UV (lang- und kurzwellig) sogar weniger Unterschied zu beobachten als unter Tages- oder Lampenlicht. Ditto bei den Leuchttürmen. Vielleicht doch eine Frage von Druckverschiebungen?


    Die dunklere Kindermarke ist auch unter UV dunkler, das liegt vielleicht wirklich nur am Farbauftrag.


    -jmh

    Bin kein Spezialist für das 19. Jahrhundert, will aber trotzdem meinen Senf dazugeben:


    Auch wenn es schon Briefmarken gab, war deren Benutzung zumindest im Auslandsverkehr noch nicht unbedingt Pflicht. Hamburg hatte erst ab 1859 welche, und die Hamburger Post wusste vielleicht noch gar nicht, wie sie mit markenfrankierten Briefen umgehen sollte. Wenn die rote 9 einen Portobetrag in Hamburger Schillingen darstellen sollte, so scheint mir dieser zwar gemessen an den Nennwerten der später erschienenen Marken hoch, aber doch plausibel.


    Der Herr Steinhardt war vielleicht ein Geschäftsmann und als solcher in Hamburg bekannt (das war damals noch lange keine Millionenstadt und daher "überschaubar"). Bei Firmen wusste man ja, wo sie waren, der Name enthielt sozusagen die Adresse. Vielleicht hatte er auch so viel Korrespondenz, dass er (oder sein Kommis) ohnehin täglich zur Post ging, um seine ausgehenden Briefe abzugeben und die eingehenden gleich mitzunehmen. Waren damals Briefausträger überhaupt schon allgemein üblich?


    -jmh

    Am Spülmittel liegt es nicht, das benutze ich beim Briefmarkenabwaschen nicht. Das Leitungswasser hier ist auch von ziemlich konsistenter Qualität. Aber wenn ich mir den radschlagenden Karnevalsnarren ansehe, will mir auch scheinen, dass insbesondere der blaue Farbdruck bei den beiden Marken leicht unterschiedlich (rechts höher) liegt und so die abweichenden Farbeindrücke hervorruft.

    Mir sind beim Einsortieren von aus dem Verkehr gesammelten Sondermarken der letzten Jahre einige mehr oder minder deutliche Farbabweichungen aufgefallen. Hier drei Beispiele von 2011:


    1. Leuchtturm Norderney (selbstklebend)


    Der Hintergrund bei der rechten Marke hat - mit den anderen Stücken in meinem Besitz verglichen - einen deutlichen Stich ins Violette.


    2. Kindermarke


    Das Dunkelblau des Rahmens ist bei der linken Marke eher indigo, schon fast violett.


    3. Deutsche Malerei - Caspar David Friedrich


    Hier variiert die Farbe des Himmels von fast violett bis ins Grünliche. Ich vermute anhand der "unruhigen" Bildkanten, dass es sich dabei um geringe gegenseitige Verschiebungen der Komponenten des Mehrfarbdrucks handelt, die allerdings durchaus markante Auswirkungen haben. Sieht die zweite Marke von rechts vielleicht am ehesten so aus, wie sie soll?



    Was meint ihr, könnten solche Verschiebungen (wenn meine Vermutung zutrifft) auch bei den anderen gezeigten Marken die makroskopischen Farbunterschiede bewirkt haben?


    -jmh