Beiträge von jmh67

    Beachtet hierzu auch die Rubrik "Vorsicht: Stempel in Privathand" auf philaseiten.de und meldet dort ruhig auch die bekanntwerdenden Fälle, auch wenn ihr Stempel "aus dem Verkehr gezogen" habt. Je mehr davon wissen, umso unwahrscheinlicher ist es, dass mit den Altgeräten geschummelt wird.

    Meine neue Albumseite,

    Einfach, aber gut. Vielleicht würde eine 3-3-2- oder 2-3-3-"Aufstellung" mit größerem horizontalem Abstand zwischen den Marken noch gefälliger wirken, und die Rahmen um die Wertbezeichnungen sind nicht unbedingt nötig.


    -jmh

    Schwerpunkt auf Postkarten oder Briefmarken (und Stempeln)? Wenn ich mittäte, würde ich letzteres bevorzugen, da wir ja in einem Philatelieforum sind (es dürfte aber schwieriger werden). Wenn das Thema der Postkarte passt, ist es natürlich umso besser.


    -jmh

    Ich glaube auch nicht, dass das Bild auf der Marke von Kokoschka ist. Passt nicht zu seinem Stil. Im damaligen Deutschland war er auch nicht wohlgelitten. Bibelkreis passt auch nicht so recht zum Motiv, das sieht mehr "vormilitärisch" aus, so mit dem Strammstehen und "Die Augen links".


    Dass unten Ort und Datum eingetragen werden konnten und wurden, deutet auf einen Erinnerungs- und/oder Belegzweck hin. Ich lese da "Mankum", bin aber nicht sicher, denn einen Ort diese Namens finde ich nicht im Atlas. Aber darüber und das Datum fände man vielleicht heraus, wozu die Marke gehört.


    Auf einer Auktion bei philatelicfriends.com mit Ende 16. März 2021 wurde übrigens etwas Ähnliches angeboten: "1929 Group of 6 perf labels (3 different colours marked 10, 30 & 50) inscribed BK/ FF MARKE &mounted on small page with various notations in German plus h/s in violet, no reference to these wasfound online."

    Also muss es den Verein schon eine Weile gegeben haben.


    Vielleicht hilft das irgendwie weiter.

    Besteht nicht die Gefahr, dass die Druckerfarbe von den Tageszeitungen abfärbt?

    Deswegen nimmt man auch nur die Zeitungsränder zum Briefmarkentrocknen.


    Zum Pressen kann man durchaus die Marken auch in ein Buch legen, das muss aber ein paar Jahre alt sein, damit die Druckfarbe nicht abfärbt. Ich nutzte jahrelang ein altes Reichsbahn-Kursbuch oder einen Hardcover-Band einer Fachzeitschrift aus den 1980ern, seit einiger Zeit einfach eine noch ältere Notiz-Kladde im Oktavformat. Habe aber auch schon von Sammlern gelesen, die die Foto-Trockenpresse zweckentfremdet haben.


    Als Trennfolie wurde früher Polyethylen empfohlen. Aber die meisten glatten und wasserfesten Kunststoffe gehen.


    -jmh

    Beim Privatkurier hätte es aber nicht den schönen Stempel gegeben ;-) Der fehlt noch im philastempel-Archiv!


    Ansonsten: tolles Stück!


    -jmh


    PS: Willkommen im Forum!

    Ich hatte mal Trockenhefte, und das ging auch ganz gut damit, aber dann habe ich festgestellt, dass man mit gewöhnlichem weißem Löschpapier aus dem Schreibwarenhandel genausogut und billiger arbeitet.


    Ansonsten rate ich auch dazu, erst die gröbste Feuchtigkeit von den Marken aufsaugen zu lassen, ehe man die Löschblätter mit den Marken dazwischen irgendwie stapelt. Dies auch nicht zu fest (Anklebgefahr besonders bei Latexgummierung), ein Stullenbrettchen reicht. Erst nach nahezu vollständiger Trocknung zwischen weißem Papier pressen.


    -jmh

    abrixas, mir gefällt, dass du auch Einheiten und besondere Entwertungen mit einbeziehst. Wie verfährst du eigentlich mit großen EInheiten (sagen wir, über zehn Stück), bei denen einige Marken beschädigt sind? Hebst du die ganz auf oder trennst du die schadhaften Stücke ab? Auf Brief keine Frage, aber was, wenn sie schon abgelöst eintreffen?


    Die Angaben von Katalogwert (der sich immer mal wieder ändern kann und selten realistisch ist) und Einkaufspreis auf der Albumseite (der fast immer vom Katalogwert abweicht, erst recht bei bestimmten Stempeln) halte ich freilich für überflüssig. Aber, um mal mit Shakespeare zu reden, "wie es euch gefällt" ...


    -jmh

    ... Gleiches bei einer Ladung (ca. 300 Stück) gemischter DDR-Marken. Da stand nichts von undurchsucht, habe aber trotzdem einen unspektakulären Plattenfehler gefunden. Allerdings war sehr auffällig: Es war nicht eine einzige Marke dabei deren Katalogwert über 1€ lag. Immer genau diese Marke fehlte im Satz, auch wenns nicht der höchste Wert war. ...

    Das ist nicht verwunderlich, denn dabei handelt es sich um die sogenannten "Sperrwerte", die in geringerer Auflage gedruckt und vor allem auf Sammlerausweis oder an Dauerbezieher verkauft wurden. Manchmal bekam man noch Restbestände nach Ablauf der Sperrfrist, aber nicht oft. Deswegen findet man diese Marken auch nur selten "lose", sondern sie werden meist in ganzen Satz gehandelt.


    Zurück zu Goldhahn: ich habe da früher (d. h. vor 15 bis 20 Jahren) mal ein paar Tüten Kiloware gekauft. Die waren nicht schlecht, um Sammelgebiete "auf Touren zu bringen", aber Schätze hat man nicht drin gefunden (ich habe aber auch keine erwartet). Die Preise fand ich akzeptabel, aber beim zweiten Kauf (andere Länder) meinte ich schon einen gewissen Niedergang der Qualität bzw. gewisse Diskrepanzen zur Beschreibung feststellen zu können. Vielleicht auch nur ein Zeichen der Zeit und der sich ändernden postalischen Gebräuche.


    Ich hatte mich auch mal für "bunte Mischungen" (1000 verschiedene aus irgend einem Land) interessiert, aber da erfuhr ich auf Anfrage, dass darin gebrauchte und ungebrauchte Marken durcheinander seien, das war dann nix für mich Gestempelt-Sammler. Also gegebenenfalls erst fragen, dann eventuell bestellen.


    -jmh

    Vielleicht findest du auch in einer Bibliothek einen passenden Briefmarkenkatalog, der hilft beim EInordnen und gibt zumindest einen relativen Überblick, was die Marken in einwandfreiem Zustand unter sehr guten Freunden wert sein könnten. Aber Katalogpreise werden im Handel praktisch nie realisiert, die Mindestpreise von 10 oder 20 Cent sowieso nicht - das ist der Arbeitsaufwand für den Händler, der das Album aus dem Regal nehmen und aufmachen muss ;-)


    Du kannst aber immer die alte Sammlung behalten und in die eigene eingliedern oder weiterführen.


    -jmh

    Der Abschlag vom 28.5.46 stammt mit ziemlicher Sicherheit von einer Stempelmaschine. Man erkennt rechts davon die Spuren der Transporteinrichtung, und die waagerechte Verwischung sowie die "eiförmige" Verzerrung sind auch maschinenstempeltypisch.


    -jmh

    Danke für das "Echo" - wenn jemand einen interessanten Stempel findet, aber aus irgendwelchen Gründen ihn nicht selbst in die Datenbank einstellen kann oder mag, helfe ich gern, zumindest bei philastempel.de (bei Stampsx bin ich nicht angemeldet).


    Und damit's on-topic bleibt, hier ein Stück akademische Korrespondenz (seinerzeit aus dem Papierkorb gerettet) zwischen den ehrwürdigen Universitäten von Bologna und Leipzig mit einer, wie ich meine, ansprechenden Mischfrankatur aus Dauerserienmarken. Ich finde auch den Absendereindruck auf dem Couvert sehenswert, und der noch 1991 verwendete Eingangsstempel mit dem DDR-Namen der Universität ist auch bemerkenswert.



    -jmh

    Interessanter Tagesstempel, ich kenne sonst nur die Kreisstempel mit Ortsnamen oder ROC von französischen Postämtern. Merkwürdig auch, dass der um eine Null verlängerte Code commune ("Gemeindeschlüssel") da steht und nicht die Postleitzahl (92190).