Beiträge von jmh67

    Die linke Marke ist eine Stempelmarke (Steuermarke, fiskalische Marke). Nix mit Helden :-) Bulgarisch "gerb" heißt soviel wie Wappen, im weiteren Sinne auch so etwas wie Siegel. Vielleicht wurde damit eine Zollgebühr abgeglichen?

    Vielleicht ein Stempel aus Guamá, Guantánamo, Guane oder Guanajay? Die Orte liegen alle auf Kuba. Damals war die Insel ja unter dem Einfluss der USA, Guam auch, vielleicht hat man denselben Hersteller bemüht. Oder es ist eine nachträgliche Entwertung. Oder ein Durchrutscher. Bei losen Marken ist kaum nachvollziehbar, was geschehen ist.

    Auch in Zeitungen und anderen Veröffentlichungen (Proceedings) wurde die römische Numerierung des Kongresses so geschrieben, das ist schon korrekt und offiziell in der Additionsschreibweise. Die sieht eben nach mehr aus ;-)

    Wie kann man verhindern, dass bei bestimmten Eingaben automatische Links gesetzt werden? Zum Beispiel möchte ich verhindern, dass bei Nennung einer e-Mail-Adresse durch den Klammeraffen ein Link auf ein Nutzerkonto erzeugt wird oder bei Nennung des Namens Michel einer auf den Katalogverlag. Am liebsten wäre es mir, wenn alles, was ich tippe, verbatim in der Nachricht erscheint und ich Links und Formatierung von Hand ein- und ausschalten kann. Zum Beispiel kann ich den automatischen Link und den automatisch erzeugten Smiley hier nicht durch Editieren der Nachricht verhindern.


    Ja, ich gebe zu, ich bin altmodisch ;-)

    Genau. 3 Mark kostete mal der Brief nach Übersee, und früher galt die Regel, dass unentwertet gebliebene Briefmarken bei Feststellung entwertet werden sollten. Manchmal geschah das eben erst am Ziel, wie bei diesem Brief aus Norwegen:

    Bei den gezeigten Marken handelt es sich um Paare, bei denen eine Marke ohne Aufdruck blieb. Noch dazu sind es niedrige Nennwerte. Könnte es sein, dass diese zu Reklamezwecken (vielleicht für ein Buch?) mit den Mustern der alten Postmeisterstempel und dem dazugehörigen Text bedruckt wurden?

    Ich habe gerade keinen Afrika-Katalog zur Hand, aber bedenke folgendes: Ghana hat ziemlich viele Briefmarken herausgegeben, und bei solchen Ländern sind nicht immer alle Marken eines Satzes in Katalog abgebildet. Wahrscheinlich war die Ausgabe zum 40. Jahrestag der Unabhängigkeit so ein langer Satz. Da müsstest du noch mal die Liste der einzelnen Marken durchforsten, oft steht da neben der Wertstufe wenigstens ungefähr, wer oder was drauf abgebildet ist. Manchmal kommen auch solche Jubiläumsausgaben schon lange vor dem eigentlichen Festtag heraus.

    Jeder nach seinem Geschmack. Für die einen ist es das Ende eines Sammelgebietes, für andere der Beginn eines neuen. Wie anderswo schon von anderen geschrieben, du darfst alles sammeln, musst es aber nicht. Im Schwesterforum Philaseiten gibt es schon viele Artikel und Berichte zu diesen neuen Entwertungen. Ganz offenbar gibt es also auch Leute, die sie spannend finden.

    Was als Wunderkiste oder Wundertüte bezeichnet wird, liegt im Ermessen des Anbieters. Das können ausgeschlachtete Alben voller billiger Dubletten sein oder alte Jugendsammlungen oder auch bunte Mischungen aus aller Welt. Also eher nichts für jemanden, der gezielt sucht, und z. B. komplette Sätze findet man darin auch eher selten.


    Manchmal werden auch spezielle Motivzusammenstellungen angeboten, das ist dann schon besser, aber auch die enthalten meist nur die häufigeren Wertstufen. Nicht so gut, wenn man z. B. generell Olympiade-Marken sucht, aber wenn man sich auf eine bestimmte Sportart konzentriert, kann man vielleicht damit leben. Alles eine Frage der Prioritäten ...


    Zum Beispiel (jetzt kommt eine meiner alkoholfreien Schnapsideen) fände ich es ganz originell, wenn jemand den Ablauf eines Wettkampfs mit Briefmarken illustrierte. Das geht vielleicht ohne komplette Sätze, aber man wird zu den einzelnen Szenen passende Marken "erjagen" müssen ... Dann noch ein bißchen Text dazu, und man kann's am Ende gar den Leuten zeigen.


    -jmh

    Noch ein paar Bemerkungen dazu, was man "sammeln kann" (jedenfalls in Sachen Postwertzeichen):


    Neben den vielen "staatlichen" Briefmarkenausgaben (viele früher staatliche Postunternehmen wurden ja inzwischen privatisiert) gibt es seit einigen Jahren wieder eine Menge lokaler und regionaler Briefbeförderer, auch in Deutschland, die ebenfalls Motivmarken ausgeben. Aber die kann man meistens nachschlagen und weiß dann, ob sie seriös sind oder Phantasieprodukte.


    Hat man Zweifel, ob eine anscheinend "staatliche" Briefmarke legitim ist, so kann man zunächst fragen, ob das ausgebende Gebiet zum Zeitpunkt der Emission/Stempelung ein eigenständiges Land oder wenigstens eine Kolonie bzw. ein sogenanntes Schutzgebiet eines solchen war. Das funktioniert für die meisten Ausgaben ab den 1950er Jahren ganz gut als Faustregel. Damit fallen schon mal solche Klebebildchen heraus, die Briefmarken von z. B. Föderationssubjekten Russlands zu sein vorgeben.


    Ab und zu gibt es freilich auch Fälle, wo Briefmarken von Vorgängerländern noch ein paar Tage, Monate oder Jahre gültig blieben oder zwischen mehreren Ländern gegenseitig anerkannt waren. Auch in Bürgerkriegszeiten gab es bisweilen (z. B. von Exilregierungen) Ausgaben , die kaum in dem Land verwendet werden konnten, für das sie gedruckt worden waren, so in den 1960ern im südarabischen Raum (Mahra, Quaiti).


    Aber wenn du etwas nicht selbst herauskriegst, dann stell hier eine Frage ein, am besten mit Bild, meistens findet es jemand heraus und teilt es auch mit.


    -jmh

    Emirate, nicht Kalifate. Bisweilen auch "Scheichtümer" genannt. Aber im Nachhinein betrachtet waren die nur eine kurze Episode oder ein "Zwischengipfel" einer schon länger andauernden Entwicklung. Agenturausgaben gab es schon im 19. Jahrhundert, und heute schwimmen sehr viele Länder auf den Wogen der Neuheitenflut mit. Bei den Emiraten hatte sie ja ein Ende, als sie sich zu den VAE zusammengetan haben. Inzwischen spezialisieren sich sogar Sammler auf diese Gebiete.


    Ansonsten hab' ich sicher auch noch ein paar Sportmarken übrig.


    Jan-Martin

    Danke für die Info aus dem Fischer-Katalog! Genau das habe ich beobachtet.


    Die Marke mit dem Fisch (#69 )sieht aus, als wäre da etwas Farbe abgeplatzt. Mangels Vergleich kann ich dazu nichts weiter sagen, vermute aber einen Zufall.


    Ja, und die linke Marke in #71 scheint von dem heißen Wasser tatsächlich 'was abgekriegt zu haben. Wirkt irgendwie stumpfer oder trüber in den Farben.

    Jetzt habe ich auch mal eine Frage zum Thema Polen:


    Marken der Dauerserie "700 Jahre Warschau" von 1965 wurden bekanntlich 1972 mit neuen Wertaufdrucken versehen, und mir scheint, dass es da unterschiedliche Schriftdicken der Aufdrucke und Variationen in den Abständen zwischen neuer Wertbezeichnung und Ungültigmachung der alten gibt. Trifft das zu, und wenn ja, kann mir jemand mit einer Systematik dieser Unterschiede aushelfen?


    Jan-Martin

    Von mir auch ein Willkommen!


    Zu deinen Fragen:

    Man hätte die Marke wohl aus dem Block schneiden, aber auch den ganzen Block zur Frankatur verwenden können, wenn sie/er nicht schon gestempelt wäre. Bekanntlich werden viele Briefmarken von den Versandstellen ja schon gestempelt verkauft, man spricht da (m. E. beschönigend) von Gefälligkeitsstempeln. Im englischen Sprachraum ist der vielleicht treffendere Ausdruck CTO ("Cancelled to order") üblich. Oft sind diese Versandstellenstempel sogar mit der Druckmaschine aufgebracht.


    Von verschiedenen Markenausgaben wurden auch sowohl gezähnte als auch geschnittene Varianten verkauft (zum Beispiel in Ungarn), und manche Marken und Blocks wurden auch nur ungezähnt verausgabt. Also ist das Vorhandensein einer Perforation keine notwendige Bedingung für die Gültigkeit einer Marke.


    Insbesondere seit den 1950er Jahren sind sehr viele Motivmarken herausgegeben worden. Für viele Länder waren und sind sie eine willkommene Einnahmequelle. Durch die große Zahl der Ausgaben ist Motivsammeln leicht und schwer zugleich geworden. Leicht, weil man fast zu jedem Thema Ausgaben findet. Schwer, weil man nur mit großem Aufwand alles zu einem Thema zusammenbringen kann. Gerade zum Sport gibt es sehr viele Ausgaben. Aber ich zitiere dazu sinngemäß einen Sammlerfreund aus einem anderen Forum (ich glaube, es war auf den Philaseiten): Man kann alles sammeln, man muss aber nicht alles sammeln. Hauptsache, man hat Spaß dabei. Wenn der Block aus Äquatorialguinea in deine Sammlung passt, behalte ihn drin, wenn nicht, findet sich vielleicht jemand, der/die sich auf das Thema Boxen spezialisiert.


    Also viel Vergnügen mit dem neuen alten Hobby!


    Jan-Martin