Beiträge von jmh67

    Jean Philippe , danke für die Auskunft!


    uli, die Fakten sind oft genug genannt worden, aber auf die Begründung kommt es an, und manches ist nur im historischen Kontext zu verstehen.


    linos203, danke für den Hinweis auf die unterschiedlichen Regelungen - die machen dem Europäer, für den die Welt nicht an Oder, Rhein, Kattegat oder Pyrenäen zu Ende ist, das Leben freilich nicht leichter ...

    uli, das kann man freilich so sehen, aber da bleiben noch etliche Fragen offen. Es gab ja mal eine Zeit, da war die Post eine Behörde. Wie sind oder waren da die Regeln für Gutscheine? Was ist der Unterschied zwischen Gutschein und "kleinem Inhaberpapier" (so wurden mal Briefmarken bezeichnet, mir ist der Zusammenhang entfallen)? Warum ist man 1969 von der begrenzten Gültigkeit von Briefmarken abgekommen? Wie wurde vorher der Umtausch von ungültig werdenden Marken gehandhabt?


    Jean Philippe, bei RM und Mark der DDR sehe ich ein, dass damit irgendwann Schluss sein musste, die Staaten gibt's nicht mehr. Aber in Frankreich sind heute noch Marken in alten Francs gültig (nur nicht mehr viel wert), selbst solche aus dem Zweiten Kaiserreich und der Dritten Republik. Ganz zu schweigen von Ländern, die die Unverfrorenheit besaßen, alte Marken wieder in Kurs zu setzen ... Das ist alles ziemlich unlogisch und inkonsequent.


    Ach ja: Gibt's eine Adresse, wo man sich bzgl. der genannten Konsultationen äußern kann?


    -jmh

    Die Idee, nur noch Marken ohne explizite Wertangabe auszugeben, ist an sich gar nicht schlecht, das vereinfacht den Betrieb. Nur muss die Post dann für die noch im Umlauf befindlichen Marken mit Wertangaben eine angemessene Aufbrauchsfrist erlauben und Restbestände unbegrenzt zum "Tageskurs" umtauschen bzw. auszahlen. Also nicht einfach in Gutsherrenmanier ungültig erklären und auch nicht solche Halbheiten wie in Deutschland damals zur Euro-Umstellung und jetzt wieder mit den neuen Automaten, wo's keine "Flickwerte" gibt, was den Aufbrauch behindert. Philatelistische Frankaturen sind IMHO nicht so wichtig, die sind eh etwas Gekünsteltes. Aber mit den Briefmarken sind ja Leistungen vorausbezahlt worden, die müssen auch erbracht werden.

    Auf den ersten Blick sind da keine Seltenheiten dabei, was bei den hohen Auflagen der US-Marken auch nicht verwunderlich ist. Um eventuelle seltenere Varianten festzustellen, reichen Scans nicht, da musst du mit Katalog, Lupe, Wasserzeichensucher und Zähnungsschlüssel selbst 'ran, und wenn du meinst, etwas gefunden zu haben, frage einen Sachverständigen.


    Nimm's als Grundstock für eine eigene Sammlung!

    Mit dieser Queen werde ich verrückt, diese habe ich auch noch nicht sortiert, und noch 2 oder 3 weitere. Ich werde hier suchen müssen wenn ich das schaffen will.

    Wie schon Christoph andeutete, die Machin-Serie kann zur Lebensaufgabe werden. Sie läuft ja schon seit über 50 Jahren, und es gibt nicht nur viele verschiedene Grundwerte, sondern bei den meisten davon auch zahlreiche subtile Varianten. Wenn man sich damit eingehender befasst, ist auf jeden Fall eine kurzwellige UV-Prüflampe von Nutzen sowie eine starke Lupe. Die helfen natürlich auch sonst, bei deutschen Marken ist freilich eine langwellige UV-Lampe (Geldscheinprüfer) wichtig.


    Jan-Martin

    Freut mich, mit Werner einen weiteren in Hannover ansässigen Sammler zu begrüßen! Bin vor gut 8 Jahren zugezogen. Hier gibt's noch ein paar Teilnehmer aus der Umgebung.


    Ja, und was die "Knochen" oder den "Schrott" angeht - wie war das mit der Uhl und der Nachtigall? Deswegen schließe ich mich hiermit auch der Anti-Tonnen-Bewegung an.


    Jan-Martin

    „Tonnen-Marken“

    Siehst du, da sind schon mehrere dabei, die ich dir gerne abnähme, sofern sie heil sind. Also doch nicht alles für die Rundablage. Wat dem ein' sin Uhl ... nicht wahr?

    Du meint, man könnte die Wände damit tapezieren ?

    Das haben schon im 19. Jahrhundert welche gemacht. Und im Postmuseum von Bath wurde ein großes Wandbild von Sir Rowland Hill aus überzähligen Marken zusammengeklebt.


    -jmh


    Ich kann keine kyrillische Zeichen lesen.....

    Dann lade dir vom WIkiwurschtel oder anderswo ein kyrillisches Alphabet mit Umschrift/Transliteration herunter, am besten in verschiedenen Schriftarten. Und wenn du schon mal dabei bist, auch gleich das griechische dazu. Ausdrucken und beim Sortieren parat haben ... alles kein Hexenwerk.

    Solche Handstempel habe ich auch noch nicht gesehen. Soll das eine nachträgliche Entwertung sein oder warum ist da kein Datumsstempel bei?

    Kanadisches Äquivalent zu Grobsendungsstempeln. Theoretisch hätte auch ein Datumsstempel irgendwo mit abgeschlagen sein sollen (zu dem sie vielleicht gerade zu faul waren), aber in nordamerikanischer Tradition gehört der nicht auf die Marken, die aber auf geeignete Weise entwertet werden müssen ... andere Länder, andere Sitten.


    Kurz gesagt, erwarte nicht aus Nordamerika Stempelungen von "altdeutscher" Güte.


    ich habe auch mal wieder etwas zum zeigen, nicht übermäßig schön aber seht selbst.

    Für 'nen Großbrief ist das doch gar nicht so übel. Schade nur, dass die Marke links oben schlecht klebte.


    Damit ich auch was Bildliches beitrage, hier ein Brief aus Australien, den ich vor rund 20 Jahren bekam - der Absender muss Tierfreund sein.



    Jan-Martin

    Ich will nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber schwierig. Nach meiner Beobachtung ist nämlich die Zusammensetzung von Stempelfarbe bei weitem nicht konstant. Bei nominell schwarzer Farbe kommen Braun-, Blau-, Violett- und sogar Grünstiche vor. Dann gibt es verschiedene Hersteller mit ihren eigenen Rezepturen, die ggf. im Laufe der Zeit noch verändert wurden. Selbst Ruß und Öl für Druckerschwärze können ganz verschiedenen Ursprungs sein. Alles das schreit förmlich nach einer Datenbank, aber wer will sie aufsetzen?

    Eine 0000 oder 5 Nummerierung ist in keinster Weise eine Mache, sondern eine gesuchte Rarität,

    ebenso die rückseitige Nr. 2000.

    Ach so, die 5 und die 2000 rückseitig. Das ist was anderes.


    Allerdings sind die "Nullwerte" auch gefälscht bekannt, und da sie ja keinen Frankaturwert haben und ich nur gestempelt sammele, für mich nicht von Interesse. Sollte ich mal einen finden, darfst du ihn haben.


    -jmh

    Da gibt es doch auch Marken mit Fehldrucken aus dieser Zeit zum Beispiel mit 0000 oder nur einer 5 zum Beispiel..


    Wird so etwas auch noch gesammelt?

    Im Prinzip ja, aber bei solchen Besonderheiten gibt es auch viel Mache, und andere sind eigentlich nur Zufall oder durchgerutschte Makulatur. Da muss man sich gut auskennen. Ich bin kein Spezialist dafür und sammle daher nur die "normalen" Automatenmarken. Aber wir haben ein paar Forumsteilnehmer, die besser Bescheid wissen.


    -jmh