Beiträge von jmh67

    Genau. Manche Marken sind gestempelt seltener als ungebraucht, oder wenigstens mehr wert als ungebrauchte mit beschädigtem oder ohne Gummi. Da kann schon mal jemand auf dumme Gedanken kommen ...


    -jmh

    Hier ein Scan, nach verdünnter schwarzer Farbe sieht mir das nicht wirklich aus.

    Nachdem du die Scans gezeigt hast, finde ich auch, die Abschläge sind violett und nicht blau.


    Bei nachträglicher Entwertung (das hatte ich oben überlesen) habe ich schon schwarze, violette, blaue, grüne und rote Abschläge gesehen. Da nimmt man wahrscheinlich das nächstbeste Bürostempelkissen. Natürlich sind schwarz und violett die häufigsten Farben, vielleicht holt blau aber jetzt auf ...


    -jmh

    lila ist relativ.

    Stempelfarbe könnte zB verdünnt worden sein, verschiedene Stempelfarben vermischt usw.

    Ohne Kleber s Brief gesehen zu haben: Das ist auch mein Eindruck. Bisweilen, gerade bei Handstempeln, ist die nominell blaue Stempelfarbe arg violettstichig. Warum man nicht (wie in anderen Ländern, besonders in Südamerika, üblich) gleich violett genommen hat, entzieht sich meinem Verständnis.


    -jmh

    Eine sehr interessante Serie über einen kleinen Ort mit bewegter Geschichte, danke für's Zeigen! :thumbup:


    Auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Um sie der Nachwelt zu erhalten, sollten Scans der Stempelabschläge auch in einem der gängigen Stempelarchive eingestellt werden, wenn es nicht schon geschehen ist.

    5 Pfennig waren damals richtig für eine Postkarte. Meine Theorie für 'nen Dreier: Die Zählmarken waren gerade erst zu Beginn des Jahres 1903 erschienen, und man hatte im Merseburger Regierungspräsidium oder in Herrn Schulrats Schreibtischkasten noch Formulare vorrätig, die nach den alten Vorschriften gekennzeichnet waren und die man (das neue Jahr war noch nicht so alt) sparsamkeitshalber aufbrauchte. Der alte Avers-Stempel störte nicht, man hätte ihn vielleicht durchstreichen können, aber wozu? Die Post wusste sowieso Bescheid.

    Es wäre hilfreich, ja eigentlich für das Verständnis unabdingbar, wenn du das Ausgabeland und den verwendeten Katalog angäbest sowie erklärtest, was SD3 ist, falls das nicht in einem normalen Katalog steht. Dann können wir vielleicht suchen helfen.

    Am sinnvollsten erscheint zunächst mir das Ordnen nach den Bahnpostkursen - also nach den Ortsangaben in den Stempeln. Wie du die weiter sortierst, ist dir überlassen, vielleicht ist eine Art geographische Ordnung praktischer als eine alphabetische, z. B. nach Eisen-, Reichs-, Bundesbahndirektionen. Man findet ja auch Bahnpoststempel für beide Richtungen einer Strecke, also z. B. Berlin - Leipzig und Leipzig - Berlin, die Fahrpläne dafür stehen bzw. standen auch nicht getrennt, sondern gleich hintereinander. Zugnummern haben sich über die Jahre immer mal geändert, ich glaube, das ist Geschmackssache, ob du z. B. den Zug 905 über mehrere Jahre dokumentierst oder alle Züge, die in einer Fahrplanperiode verkehrten, zusammenfasst. Nur mal so ins Unreine geschrieben ...


    Da ich kein aktiver Bahnpostsammler bin, kann ich nicht mit Kapitel und Vers aus einschlägiger Literatur dienen, aber dazu kam ja schon oben ein Vorschlag. Dann gab es zum Beispiel Postkursbücher. Aus den normalen Kursbüchern, von denen einige online sind, kann man auch schon etwas zusammenstoppeln. Natürlich fuhren auch Post- und Gepäckzüge ohne Personenbeförderung, die stehen nicht im Reisekursbuch.


    -jmh

    Die früheren Stoffmarken wurden gestempelt, aber meistens schlecht. Schaut doch einfach mal in die älteren Beiträge in dieser Diskussion.


    -jmh

    Ich kenne zwei Stempeldatenbanken im deutschprachigen Raum: philastempel.de und stampsx.com - beide registrieren auch Bahnpoststempel, vielleicht hilft das beim Bestimmen von einigen Abschlägen. Ein Atlas mit Ortsnamenregister und die Wikipedia sind auch nicht zu verachtende Hilfsmittel ;-)


    Wie du schon selbst feststellst, werden Stempel natürlich mit Vorliebe als ganze Abschläge und am liebsten auf Belegen gesammelt, da wirst du noch oft "auf die Pirsch gehen" müssen. Aber ist das nicht eins der Hauptvergnügen beim Sammeln?


    -jmh

    Aber wie schon mal anderswo erwähnt, eine Direktive bzgl. derartiger besonderer Ausgaben lässt es eigentlich nicht zu dass diese "Marken" gestempelt werden.


    Zu verstehen bei den Steinzeug- und Glas"marken", da vermute ich aber, dass der pflichtbewusste Zusteller den Edding zücken würde ...


    Aber Stoffmarken gab's früher schon (u. a. hatten um 2000 herum die Eidgenossen eine Briefmarke mit Stickerei herausgebracht), und die wurden gestempelt. Deutlich ist natürlich 'was anderes ...


    -jmh

    Schnuffel , Abwaschen und pressen wirkt oft Wunder bei leichten Bügen. Nimm lauwarmes Wasser (ca. 40 Grad), die DDR hat Latexgummi verwendet, der geht in kaltem Wasser nicht so gut ab. Verwende eine große Schüssel, in der die Kleinbogen/Blocks/Zusammendrucke "frei schwimmen" können.


    Die Stempel auf den rechten beiden Stücken sind übrigens mit 300 dpi gescannt gut geeignet für die Datenbank! Bei philastempel kann ich mit der Eingabe helfen.


    Jan-Martin


    PS: phoenix , welche Sorte Klemmstreifen verwendest du? Die Stempel auf deinen Stücken wären auch willkommen.

    Gedenkblätter könnte man das nennen. Der Ersttag der Marken war ja zum Stempeldatum schon vorbei. Das Teil links könnte auch als Maximumkarte durchgehen - die Marken zeigen Teile des Denkmals, und dazu kommt noch der anlassbezogene Stempel. Ich bezweifle aber, dass es für dergleichen Souvenirs einen speziellen Katalog(teil) gibt.


    -jmh