Beiträge von heckinio

    Schweiz 2020, Einheimische Tiere: Gänsesäger, Murmeltier, Luchs & Steinbock



    Der Gänsesäger gehört zur Familie der Entenvögel und ist der größte Säger aus seiner Gattung. Man sieht die Gänsesäger bei uns in Deutschland hauptsächlich als Wintergäste.


    Die Murmeltiere , in der Schweiz auch Munggen genannt, sind eine aus vierzehn Arten bestehende Gattung bis zu 50 Zentimeter langer Echter Erdhörnchen


    Vor 49 Jahren setzt der Obwaldner Oberförster Leo Lienert zwei Luchse aus und bringt die ausgestorbene Grosskatze damit in die Schweiz zurück. Den Luchsen gefällt es in ihrer neuen Umgebung ausgezeichnet. Schon im ersten Jahr hat das Pärchen Nachwuchs, und 1973 setzt Lienert zwei weitere Exemplare aus, um die Überlebenschance der scheuen Katzen zu erhöhen. Doch der «Luchsvater» muss in den folgenden Jahren dafür büßen. So wird er von Jägern sowie von Schaf- und Ziegenhaltern übel beschimpft. Sein Sohn Peter Lienert, der von 1986 bis 2016 als Nachfolger seines Vaters Kantonsoberförster war, erinnert sich, dass eines Morgen ein toter Luchs vor dem Büro seines Vaters liegt. Später findet er einen Brief mit einer Patrone im Briefkasten. Auf dem anonymen Schreiben steht nur: «Die nächste gilt dir.» Lienert legt sich eine dicke Haut zu und lässt sich äusserlich nicht anmerken, dass ihm die Anfeindungen schwer zu schaffen machen. Doch es gibt auch Anerkennung: 1974 erhält er den Kulturpreis der Innerschweiz und im gleichen Jahr den Ehrendoktortitel der ETH Zürich. Heute leben ca. 300 Luchse in der Schweiz


    Früher galt der Steinbock als wandelnde Apotheke. Die Späne des Gehörns gegen Krämpfe oder das Blut gegen Blasensteine dienten lange Zeit als Heilmittel. Um 1650 war der Steinbock deshalb in weiten Teilen der Alpen ausgerottet. Einzig im italienischen Aostatal überlebten einige Tiere. Auf eine nicht ganz legale Art – man nennt es auch Schmuggel – gelang vor rund 100 Jahren im Schweizerischen Nationalpark erfolgreich die erfolgreiche Wiederansiedlung von drei Steinböcken. Es folgte eine wahre Erfolgsgeschichte des Kletterkünstlers mit den eindrücklichen Zahlen.6'000 Steinbock leben heute in Graubünden. Damit beherbergt der Kanton beinahe die Hälfte aller Schweizer Steinböcke. 45'000 Exemplare umfasst der Gesamtbestand in den Alpen, wobei hier stets der Alpensteinbock gemeint ist. Seine nahen Verwandten, der Äthiopische oder Westkaukasische Steinbock findet man auch in anderen Gebirgsregionen.

    Die Giraffe und das Okapi gehören zur Familie der Paarhufer Obwohl auf den ersten Blick nicht allzu ähnlich, teilen beide Arten doch eine ganze Reihe gemeinsamer Merkmale, so die lange dunkelfarbige Zunge, die gekerbten Eckzähne und die mit einer Haut überzogenen Hörner. Die Zunge ist sehr beweglich und zum Greifen befähigt. Die Hörner sind bereits bei der Geburt vorhanden. Sie bestehen aus je einem Knochen, der im Laufe des Lebens mit dem Schädel verwächst. Sie wachsen das ganze Leben, erreichen aber trotzdem keine nennenswerten Größen. Beide Arten ernähren sich überwiegend von Blättern und haben, um diese besser erreichen zu können, einen langen Hals ausgebildet, was bei dem in Wäldern lebenden Okapi weniger der Fall ist als bei der in offenen Parklandschaften mit einzelnen hohen Bäumen oder Baumgruppen lebenden Giraffe. Auch ist das Okapi in seiner Nahrung weniger auf Blätter spezialisiert als die Giraffe.