Beiträge von uli

    Der Kollege / die Kollegin am Schalter sollte wissen, dass die Teile nicht gestempelt werden und einen Wunsch danach verweigern. Die Postsortieranlagen sollten die Freimachungsform erkennen und auch nicht stempeln. Zwischen Theorie und Praxis liegen aber wie so oft Welten. Es klappt halt nicht immer, auch ich habe schon gestempelte Exemplare in den Händen gehabt.
    Gruß
    Uli

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    Ein Roboter, Postbot genannt, liefert jetzt die Post in Bad Hersfeld aus.


    Das stimmt natürlich nicht, wie auch in dem verlinkten Zeitungstext steht und man auf dem Bild darin sofort sehen kann. Der Postbot ist der Ersatz für den Handkarren, in dem die Postboten bislang selber die Post durch die Straßen karren mussten.
    Gruß
    Uli

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    Eigentlich müsste ich bei den hunderten Hindenburg oder Germania etc. nach Plattenfehlern suchen, oder?


    Du MUSST nicht. Du KANNST das machen, wenn es dir Spaß macht.


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    Ich suche jetzt noch eine Möglichkeit Wasserzeichen elektronisch zu bestimmen, da ich jede Marke nach Möglichkeit nur einmal anfassen möchte. Ich habe öfter gelesen das mit Fotoscannern auch sehr gut Wasserzeichen sichtbar gemacht werden können


    Ich habe noch keine "Computer-gestützte" Methode zur WZ-Bestimmung gesehen, die bessere Ergebnisse liefert, als die altbekannten Methoden. Wenn man per Scan ein WZ bestimmen kann, geht das auch mit bloßem Auge. Was mit bloßem Auge geht, funktioniert aber nicht zwangsläufig an einem Scan. Bei wirklich schwierigen Fällen muss man mit Benzin ran und dann bleiben gerne immer noch unbestimmbare Fälle übrig. Hilfreich ist es, wenn man anhand anderer Merkmale, z.B. Stempeldatum, bestimmte WZ von vornherein ausschließen kann.


    Gruß
    Uli

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    Original von jmh67
    Das sind wahrscheinlich Spuren aus der mechanischen Briefsortierung. Da werden die Briefe zwischen schnell drehenden Rollen hindurchgejagt, und wenn mal einer "auf der Stelle tritt", dann gibt das solche Wischer.


    Das habe ich auch als erstes gedacht, aber ...


    1) Typischerweise sind es dann wirklich Verwischungen der Farbe(n). Hier sind die Farben aber komplett abgetragen worden.


    2) Diese Art der Beschädigung habe ich noch nie bei Stücken aus den 70er-Jahren gesehen, nur bei welchen der letzten ca. 20 Jahre. Maschinelle Postsortierung gibt es zwar schon länger, aber damals war das m.W. noch nicht unbedingt üblich und die Maschinen waren damals auch vergleichsweise langsam.


    Gruß
    Uli

    Diese Pinzette benutze ich seit ewiger Zeit. Probleme damit hatte ich noch nie. Übermäßig scharfkantig ist sie m.E. nicht. An der unteren Schaufel muß die vordere Kante flach - "scharf" - sein. Ansonsten wird die Marke beschädigt, wenn man die untere Schaufel unter eine Marke schiebt, die z.B. in einem Album steckt. Gleiches gilt dafür, dass die Marke in der Schaufel leicht gleiten kann. Wäre der Widerstand größer, würde die Marke schnell(er) beschädigt werden.
    Gruß
    Uli

    So richtig vollständig verschwindet eine Farbe beim Ausbleichen nicht, man kann "fast immer" Reste erkennen. Gleichzeitig werden zudem auch die anderen Farben ein wenig in Mittleidenschaft gezogen. Ich denke, dass man unter'm Mikroskop gut erkennen kann, dass die gelben Punkte aus dem Raster komplett fehlen, die anderen Punkte hingegen in voller Pracht vorhanden sind.
    Gruß
    Uli

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    Original von hallerc4


    Ja! Feuchtigkeit ist Gift. Ansonsten, trocken und sauber gelagert, steht dieser Idee nichts im Wege. Vielleicht freut sich ja später mal einer dran.


    Kleine Ergänzung: Solche Sammlungen werden bei einem Verkauf in 20 Jahren nicht mehr Erlös bringen als heute, sondern weniger. Nicht nur der Inhalt ist also verderblich, sondern auch sein Wert.
    Gruß
    Uli

    Wie gesagt: Das ist einzig und alleine DEINE Entscheidung. Wenn du zum Treffen dieser Entscheidung Hilfe brauchst: Ich würde vermutlich die mit dem Wellenansatz nehmen. Um das definitiv sagen zu können, müsste ich beiden Stücke sehen - zeig doch mal!
    Gruß
    Uli


    P.S.:

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    Und was soll ich Dir sagen: bei den Antworten ist es haargenau das Gleiche.


    :D

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    Ich habe da bei manchen Sachen Verständnisschwierigkeiten.


    Das Thema Briefe ist auch schwierig zu verstehen. Mein Tipp, so widersprüchlich das auch für dich jetzt klingen mag: Vergiss die Katalogwerte für Briefe (FDC). Es gibt so viele unterschiedliche Kriterien, die den Wert eines Briefes beeinflussen, dass die Angabe EINES pauschalen Katalogwert so gut wie niemals der Realität nahe kommen kann. Die von Schildescher gezeigten Schmuck-FDC werden meiner Erfahrung nach für max. 0,50 EUR pro Stück gehandelt.
    Gruß
    Uli

    Aufgrund der Beschreibung - Kiloware, Kugelschreiber, Automatenmarken - gehe ich davon aus, dass es sich um moderne Marken handelt. Für alle beschriebenen Marken kenne ich Sammler, außer für Nummer 6. Solche Marken sind eigentlich immer Schrott, es sei denn, die Marke an sich ist etwas wirklich besonderes.
    Gruß
    Uli

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    Ich möchte eigentlich nicht alles zusammen verkaufen, denn wer will sowas schon haben, ausser einem Händler? Ich hätte gehofft, es meldet sich jemand und sagt ich hätte Interesse an Serien Marken, oder ich hab Interesse an den FDC oder an dem "normalen" Marken, aber Jahrgang 50 und 2002.....


    Das funktioniert nicht. Hier gilt: "Ohne Fleiß kein Preis!".


    Entweder machst du dir die Arbeit und arbeitest die Sammlung so auf, dass ein potenzieller Interessent anhand von Bildern und/oder Beschreibung sich die für ihn interessanten Stücke raussuchen kann (oder du für ihn anhand von Fehllisten) ...


    ... oder du sparst dir die Arbeit und verkaufst die Sammlung als Ganzes oder in zwei, drei Teilen, entweder angeboten mit vielen Bildern, damit man sich ein ungefähres Bild machen kann, oder mit wenig Bildern als sog. "Wunderkiste".


    Zitat

    denn wer will sowas schon haben, ausser einem Händler


    Irrtum! Zum einem gibt es durchaus Sammler, die ganze Posten kaufen. Zum anderen zeigst du hier bislang keine Stücke, an denen Händler ein Interesse hätten.


    Gruß
    Uli, der Interesse an Bund-Marken mit Düsseldorf-Stempel hat

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    Also sind das doch Briefmarken, die so nie für einen Brief gedacht waren?


    Die von vornherein gestempelten Marken? Ja!


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    Verlieren sie nicht erheblich an Wert dadurch?


    Für den Ausgeber der Marken nicht, ganz im Gegenteil.


    Stellen wir uns mal vor, die Post eines kleinen Staates würde pro Jahr 1 Mio. Briefe befördern. Die von der Post ausgegebenen Marken wären unbegrenzt gültig und die Post hätte freie Hand, um z.B. 2 Mio. Briefmarken pro Jahr drucken zu lassen. Was wäre aus Sicht der Post wirtschaftlich am reizvollsten?


    a) Nur 1 Mio. Marken pro Jahr drucken lassen, alle ungestempelt verkaufen und 1 Mio. Briefe befördern, die mit diesen Marken frankiert wurden?


    b1) Alle 2 Mio Marken drucken lassen, 1 Mio. ungestempelt verkaufen, 1 Mio. Briefe befördern, 1 Mio. Marken im nächsten Jahr verkaufen und nächstes Jahr keine neuen Marken drucken lassen (oder 1 Mio. unverkaufte Marken vernichten)?


    b2) Alle 2 Mio Marken drucken lassen, alle 2 Mio. ungestempelt verkaufen, 1 Mio. Briefe befördern und Gefahr laufen, dass nächstes Jahr die restlichen 1 Mio. Marken (oder ein Teil davon) zum Frankieren benutzt werden? Dann hat man nächstes Jahr quasi Fall b1).


    c) Alle 2 Mio Marken drucken lassen, 1 Mio. ungestempelt verkaufen, 1 Mio. Marken gestempelt verkaufen, 1 Mio. Briefe befördern und nächstes Jahr wieder von vorn beginnen?


    Der Wert einer in üblicher (großer) Stückzahl vorhandenen Marke, die man zum Frankieren eines Briefs verwenden kann, ist der Nominalwert. D.h., dass eine verkaufte Marke, für die der Ausgebende keine Leistung erbringen muss, für diesen mehr Gewinn bedeutet, als eine Marke, für deren Verkauf er neben dem Aushändigen eines kleinen Stück bedruckten Papiers auch eine Gegenleistung erbringen muss. Erst wenn diese Marke nicht mehr zum Frankieren genutzt werden kann (weil ungültig oder gestempelt) verändert sich der Wert. Also hat der Ausgeber dieser Marke ein großes Interesse daran große Mengen von Marken zu verkaufen, die nicht zum Frankieren genutzt werden können.


    Diese Marken wurden also nicht gestempelt, weil man davon zufälligerweise zu viele produziert hatte und man soviele Marken niemals als Frankatur hätte verkaufen können. Diese Marken wurden ganz bewusst in großer Anzahl gedruckt und gestempelt, weil man von vornherein einzig und allein die Absicht hatte, diese an Sammler zu verkaufen. Der Stempelabschlag verhinderte, dass diese Marken doch noch als Frankatur genutzt werden konnten und man für den Kaufpreis eine Gegenleistung (eine postalische Beförderung) erbringen hätte müssen.


    Gruß
    Uli

    Wenn zur Eröffnung der Elbphilharmonie eine Briefmarke zu 1,45 EUR ausgegeben wird, was wird dann zur Eröffnung des Berliner Flughafens ausgegeben? Ein 100 EUR-Geldschein?
    Gruß
    Uli ;)

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    Für die echte Dokumentation ist es mir wirklich lieber ein Brief ist portogerecht mit 1,10 Mark frankiert und hat eine zusatzliche Marke, als einer mit 1,50 Mark Überporto mit drei gleichen Marken.


    Das ist klar und jedem Sammler wird es wohl wichtig sein, dass eine Frankatur portogerecht ist. Der Mehrheit und auch mir ist es aber bei z.B. einem Einschreiben für 2,60 Euro lieber, dass vier 0,65-Marken verklebt wurden (MeF), statt z.B. 2,20 + 0.40 (MiF).
    Gruß
    Uli

    Zitat

    So war es ja auch für die Postbeamten einfacher zu kleben oder?


    Nö. Für die Leute am Schalter ist es eigentlich einfacher, einmal mehrere Marken am Stück aus einem Bogen oder von einer Rolle abzutrennen, als mehrmals eine oder mehrere Marken aus verschiedenen Bögen / Rollen. Ich glaube aber, dass da so jeder Mitarbeiter seine eigene Vorlieben hatte und vielleicht auch mal gerne die "Strategie" wechselte, z.b. um bestimmte Marken (nicht) aufzubrauchen.


    Zitat

    außer man klebte 4-6 Stück einer Marke drauf. Das hat dann für mich wieder den Nimbus des gemachten Briefes.


    Ich denke, mit dieser Ansicht gehörst du zur Minderheit. Die meisten Sammler sehen das wohl anders.


    Gruß
    Uli

    zu 1): Vielleicht war die Marke auch nie irgendwo aufgeklebt ...


    zu 2): Verabschiede dich von dem Gedanken, dass man einfach eine Marke nimmt, im Farbenführer nachsieht und dann ein zweifelfreies Ergebnis - "ist die Farbe xy" - hat. Farbenbestimmung muss man sich in einem langen Lernprozess aneignen und funktioniert wirklich gut nur über den Aufbau einer Vergleichssammlung. Der Farbenführer ist dabei "nur" ein hilfreiches Werkzeug.


    zu 3): Im Ansatz ist das Vorgehen schon mal der richtige Weg. Wer sagt dir aber, dass deine Vergleichsstücke auf den Bildern die eine richtige Farbe haben und als Referenzen geeignet sind? Ich habe bei uns in der Firma mal 10 wahllos ausgesuchte, verschiedene Druckstücke mit Firmenlogo ausgemessen und verglichen, mit dem Resultat, dass nicht nur auf keinem der 10 Druckstücke die Farbe des Logos vollkommen richtig wiedergegeben wurde, sondern dass das Logo in 10 verschiedenen Farbtönen vorlag.


    Gruß
    Uli

    Etwas vereinfacht ausgedrückt: Die Katalogwerte geben den durchschnittlichen Maximalpreis wieder, den Händler für eine Marke in sehr gutem Zustand verlangen. Fälschungsgefährdete Marken, die geprüft sind, haben einen besseren Zustand als ungeprüfte. Bei einigen ist das auch im Katalog vermerkt ("Wert gilt nur für geprüfte Stücke."). So gesehen ist die Prüfungsgebühr im Katalogwert enthalten, fast immer aber nur zum Teil. Die für dich interessantere Frage wird aber wohl sein, in wie weit sich bei einem privaten Verkauf / Tausch eine für diesen Verkauf / Tausch durchgeführte Prüfung auf den Wert niederschlägt. Als Käufer habe ich darauf keine Antwort, es hängt m.E. davon ab, in wie weit ich mich in der Lage fühle die Echtheit des Stücks zu beurteilen. Für ältere Prüfungen bin ich nicht bereit mehr zu bezahlen, als für ein ungeprüftes Stück. Konkret für die Anfangswerte Bund: Mehr als 25% vom Michel ist für geprüfte Marken in üblicher Qualität selten drin.
    Gruß
    Uli

    Hallo,


    es wird mal wieder Zeit für meinen Briefmarken-Flohmarkt. Neu im Angebot:


    Bund Mi-Nr. 1684 "Rügen" mit Plattenfehler "Blauer Fleck am Himmel zwischen den Türmen" (Feld 18), gestempelt auf Briefstück.


    Interessenten melden sich bitte per PN bei mir. Am liebsten tausche ich gegen gestempelte Marken aus Bund und Berlin, Fehllisten sende ich zu. Alternativ sind auch Tausch gegen postfrische Bund und Berlin möglich und natürlich Kauf - wir werden uns schon irgendwie einig.


    Gruß
    Uli


    P.S.: Es kann sich lohnen auch bei den älteren Beiträgen in diesem Thread nachzuschauen, einiges davon hat noch keinen neuen Liebhaber gefunden.