Beiträge von labarnas

    Eigentlich liegt es im Sinne des Wortes. Etwas wertschätzen bedeutet nach Duden "hoch achten; respektieren, anerkennen". Es hat von der Wortbedeutung nichts mit der hier gewünschten Sache zu tun. Beim Wert schätzen oder Wert ermitteln geht es darum, den Wert einer Sache zu schätzen. Also um den Wortgebrauch in der Art wie "taxieren".


    Insofern hat reneb recht, der Tag ist falsch.


    Grüße ;)

    labarnas

    @Solsticio, zuerst gern ein herzliches Willkommen hier im Forum :-)


    leider ist von Deinen Sachen nichts dabei, was zu meinem Sammelgebiet gehört. Aber es zeigt mir wieder wie umfangreich das Thema Philatelie ist.


    Wenn Du mal Teile Deiner Sammlung vorstellen würdest fände ich toll. Wenn Du einen zutreffenden Platz hier suchst schreibe doch an Wolffi eine PN. Er wird Dir sicherlich schnell helfen können.


    Grüße

    labarnas

    BUND

    Danke für Deine Hinweise. Ich habe mit meinem elektrischen Micrometer aus der Werkstatt nachgemessen - ist sicherlich nicht ganz korrekt. Leider stellt sich ein Wert von 0.081 mm ein. Also wohl kein dünnes Papier.


    Gruß frimer14

    Wichtig bei solchen Messungen ist immer das Kalibrieren des Messgerätes. Hast Du etwas, womit die Messung verglichen werden kann? Also z. B. eine Fühlerlehre mit unterschiedlichen Dicken? Es ist dann die Höhe des Bogens unwichtig. Denn es geht darum, dass die erwartet Dicke mit der Messung verglichen werden kann. Zu beachten auch, welche Unterlage muss das Messgerät haben. Danach kann man vergleichen. - hier mal die Wiki


    Wir haben das mal mit einem Kollegen gemacht, der in einer Werkzeugmaschinenfirma gearbeitet hat. Und der, über solche Vergleichsmöglichkeiten verfügt hat. Die Streuung am Messgerät bei gleicher Dicke des Messblattes war verblüffend.


    Grüße

    labarnas

    Literatur ist da. Echt saubere Druckqualität. Und in der "Festschrift" zu 100 Jahre der Bundesdruckerei werden die 1920 Ausgaben im Offsetdruck benannt, aber auch den Grund für diese abweichende Vorgehensweise. Es sind auch zahlreiche Abbildungen dabei. Wie mir scheint ohne Erläuterungen. Aber da muss ich noch einmal schauen, die Blicke waren zu flüchtig.

    erron besten Dank, kann es sehr gut lesen :-)


    Lothar Dir auch vielen Dank :-)


    es scheint sich durchzuziehen. Es wird kaum etwas zu der eigentlichen Technik mitgeteilt. Aber morgen treffe ich mich mit einen Kollegen, der hat ein paar Bücher von der Bundesdruckerei, mal sehen was die da so drin stehen haben.


    viele Grüße

    labarnas


    PS habe mal den Vorsitzenden der ARGE angeschrieben ...

    Hallo labarnas,


    ich habe gerade die beiden Bände durchgeschaut. Es gibt dort keine Hinweise auf die verwendeten Druckmaschinen. (Durchsicht auf die Schnelle)


    Gruß Lothar

    Zuerst vielen Dank für das Reinschauen und helfen :-)


    Trotzdem noch mal nachgefragt: Wird denn etwas über den Herstellungsprozess an sich ausgesagt? Wie z. B. Bogenoffsetdruck, Zuschneiden der Bögen oder auch die Perforation (vermutlich alles nicht Bestandteil der Maschine)?


    Grüße

    labarnas

    Update der Recherche


    habe mal in der ARGE Infla-Bibliothek gesucht mit dem Begriff "Offsetdruck". Und schau an weitere Treffer:


    Es wurden 1920 die A113, die 113 bis 115 im Offsetdruck hergestellt. Es werden auch die 219 bis 223 und die 246 bis 257 (1922) mit dem Begriff "Queroffset" genannt mit Offsetdruck zugeordnet. Demnach ist aus meiner Sicht jetzt klar, dass mindestens ab 1920 eine derartige Druckmaschine in der Reichsdruckerei Berlin vorhanden war.


    Persönliche Meinung, es scheint so, dass querformatige Marken ab 1920 nicht im Buchdruck erstellt wurden. Mit dieser Idee finden sich dann 2021 die 176, die in Kombination von Sticheltiefdruck [StTdr.] und Offsetdruck [Odr.] hergestellt wurden. Auch die 233 und 234 (1922) wurde im Odr. erstellt. 1923 wird 261/62 wieder im StTdr. hergestellt.


    Kennt hier jemand Band 30 oder Band 23, ob die auch Erklärungen zum Druckverfahren an sich bzw. die dabei verwendete Druckmaschine enthalten?

    Schon kommt Bogenfeld F100. Dieses enthält beim Spaltenzähler »10« ein interessantes Merkmal. Denn es gilt für alle Bögen der Auflage I. Leider gibt es den Punkt vereinzelt auch in späteren Auflagen. Und es zeigt sich, dass Kataloge / Handbücher vollständig Bogenfelder beschreiben sollten. So findet sich zwar bei Sluyter mit der Nummer CLXXXXV die verbundenen Karo. Aber es fehlt dort die Angabe zu Bogen und Auflage. Es geht schon eine gehörige Zeit ins Land all diesen "freien" Feldnummern einen Bogentyp und eine Auflage zuzuordnen.


    Und die versetzte Kammzähnung macht natürlich hier einen schönen Eindruck.


    SBZ | 3A ** | [1] ABCDI F100 Spaltenzähler • Punkt links der »1«
    [2] DI F100¹ Karo unter »N« verbunden - ¹Sluyter ohne Angaben zum Bogen


    SBZ | 3A ** | [1] BDI F98 Punkt im Oberrand über dem »A« von STADT
    [2] DI F98 Punkt im Oberrand über dem »N« von BERLIN


    Auch bei diesem Bogenfeld gibt es in der I. Auflage, die auf mehreren Bogentypen vorkommen und eben bei Einzelmarken oder Bogenstücken meist eine Zuordnung nicht leicht machen.


    SBZ | 3A ** | [1] ABDI F97 Netz unter oberer Tatze gebrochen
    [2] DI F97 kleiner Punkt im Oberrand über »RL«


    Bei diesem Bild wird deutlich, warum es einen geriffelte Gummierung gab. Diese wurde ab Mi.-Nr. 2 zudem waagerecht gedreht. Das bedeutet, dass auch die Holzfaserrichtung waagerecht verläuft. Das hat man getan, um ein Aufwölben der Bögen auszuschließen. Dieser Bogen mit "vx" steckte in einem Konvolut, man kann auch Berg dazu sagen, der als Trennseiten einfaches Butterbrotpapier enthielt. Es war sehr schwer diese Bögen wieder in ein "normales" Lagemaß zu bringen. Leider hat sich das Papier die Stauchungen gemerkt. So dass an der dünnsten Stelle ein "Verlust" an geraden Flächen bei der Perforation besteht. Es war sehr schwer den Bogen zu scannen. Denn ich wollte den ja in seiner Ganzheit nicht verlieren.


    Hinzuweisen ist noch, dass auch Detailfehler in der ersten Auflage auf anderen Bögen, hier A und D, vorkommen.


    SBZ | 3A ** | [1] ABCD F96 kleiner Punkt in linker Randleiste unterhalb »S« von STADT - Primärfehler
    [2] ABCD F96 kleiner Punkt im »T« von POST - Sekundärfehler
    [3] ADI F96 Netzecke an linker Tatze ausgefüllt


    Es geht los mit einem Sekundärfehler in allen drei Auflagen, der zugleich ein Michel-Plattenfehler ist.


    SBZ | 3A ** | ABCD F933 A V Farbflecke im Netz vor linker Tatze


    Habe mal, damit es auch einen anderen Bogen zum Vergleich gibt, einen meiner "Lieblings"-Bögen der I. Ausgabe herausgesucht. Es ist ein DI-Bogen. Werde dabei mal von F93 bis F100 die Plattenfehler vorstellen. Dabei wird auch deutlich, wie schwer es ist mit großen Bogenstücken eine Auflage und einen Bogentyp zu bestimmen.


    Ausgesucht habe ich den Bogen deshalb, weil er einen Herstellungsunfall zeigt. Bei der Zähnung wurde der Kammabschlag noch einmal versetzt ausgeführt. Man spricht hier auch von einer "Flatterzähnung".


    Ich werde nächste Woche mal ein Bild mit 1200 dpi scannen.

    Bin gerade in Griechenland angekommen und kann daher nix machen.

    Zuerst, was auch immer in Griechenland ist, ein paar schöne Tage dort und komme gesund und gut zurück :-)


    Dann sind es ja Deine Marken. Also mache es in Ruhe. Finde es aber sehr nett, dass Du da so dabei bist.


    labarnas

    Booaarr, jetzt bin ich doch echt platt und Baff. Hätte nicht gedacht, das man aus dem Stück so viel entdecken kann. Habe es für gesamt 1,80€ aus ebay, weil es mir so gefallen hat.

    Tausend Dank für die Aufklärung. :thumbup::)

    Gerne :-)


    es ist, wenn man an einer Neuauflage eines Handbuches in einer Gruppe arbeitet, immer hilfreich, wenn es solche Fragen gibt. Hier habe ich Glück gehabt und die Dinge identifizieren können. Denn diese Freimarken sind voller Fehler, aber Zufälligkeiten.


    Bei Dir fehlt oder es ist auf dem Bild zu klein bei F96 der Sekundärfehler "Punkt im Abstrich des T von POST". Anbei ein Bild aus einem BI-Bogen.


    Guten Morgen,


    dann wie versprochen die Rückmeldung. Die üblichen Verdächtigen, wie Schantl, Köhne, helfen hier leider nicht. Aber bei R. Junck (PF-Katalog ARGE) findet sich die Lösung. Es sind fünf Fehler auf dem Stück, einen habe ich nicht gesehen. Sonst wären es sechs. Und es ist ein Stück aus einem BI-Bogen.


    Primärfehler

    F86, 96 Punkt in linker weißer Randlinie unter dem S von Stadt


    Fehler BI

    F84 Punkt in Wappenumrandung unter dem 2. T vom STADT

    F85 kleiner Punkt in rechter 8

    F94 Punkt im rechten Oberrand

    habe mal die Markierungen dazu gefügt. Schönes Stück


    @Heliklaus, habe es nur kurz gesehen. Melde mich noch mal dazu (morgen). Aber die 3 A XIII ist Feld 1 des AI-Bogens. Bei Dir handel es sich ja um Bogenfeld 85.


    Grüße

    labarnas


    Anbei F1 AI-Bogen