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Sticheltiefdruck und seine möglichen Fehler

  • 07Paddler07
  • 11. Dezember 2021 um 16:41
  • 07Paddler07
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    21. September 1956 (69)
    • 11. Dezember 2021 um 16:41
    • #1

    Das Sticheltiefdruckverfahren ist in groben Zügen im laufe der Zeit von unterschiedlichen Technologien geprägt. In der Anfangszeit hat der Stecher nach Vorlage die Gravur der Druckplatte selbst vorgenommen. Später wird nur noch eine Urform erstellt durch Molettierung übertragen. Ab ca. 1960 ist dann die elektromechanische Gravur aufgekommen, und ab ca. 1995 die sogenannte Lasergravur. Mir ist nicht bekannt, dass die DDR in der letzten Phase ihres bestehen sich eine Lasergravuranlage für den Briefmarkendruck angeschafft hat. Ich lasse mich aber eines besser Belehren.

    Zylindervorbereitung

    Gravurdaten - z.B. Urstich

    Gravur des Druckzylinders bzw. Platte

    Andruck

    Feinkorrektur des Stechers an der Platte oder des Zylinders

    Entfetten

    Verchromen

    Polieren

    Auch bei der echten Gravur, also das direkte Stechen sind Fehler möglich.

    Bei der Übertragung von der Urform auf die Druckplatte kann es zu Fehler kommen.

  • 07Paddler07
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    21. September 1956 (69)
    • 11. Dezember 2021 um 17:23
    • #2

    Fange ich gleich mal mit den ersten Fall an.

    Wenn ich die Einzelmarke sehe, dann würde ich auf eine Druckzufälligkeit tippen. Nun ist mir in einer großen Bogen-, Teilbogen- und Einzelmarken Sammlung der kleinen Bauwerke dieses Oberrandteil aufgefallen. An jeder Marke sind an der selben Stelle in unterschiedlicher Stärke die Fehler aufgetreten. Eine rasterförmige Abnutzung des Druckzylinders ist auszuschließen. Der Fehler kann nur durch Übertragung von einer beschädigten Urform herrühren.

    Der Fehler ist bestimmt im Andruck aufgefallen. Nur eine manuelle Korrektur dürfte hier zu Zeitaufwendig sein.

    Hier müsste es richtig Mecker in der Druckerei gegeben haben.

    Bilder

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    Einmal editiert, zuletzt von 07Paddler07 (11. Dezember 2021 um 17:36)

  • 07Paddler07
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    • 11. Dezember 2021 um 17:33
    • #3

    Ein anderes Problem sind die Stichtiefen, die aus unterschiedlichen Gründen, aber aus Sicht des Werkzeugsverschleißes einfach begründbar sind. Ein Beispiel mal angehängt.

    Diese Fehler werden durch den Stecher entweder am Anfang vor der Verchromung beseitig und sind im eigentlichen Druck selbst garnicht groß zu entdecken. Oder sie werden später entdeckt und hier beseitigt, da besteht dann die Möglichkeit diese zu entdecken.

    Bilder

    • Beispiel 1.jpg
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  • 07Paddler07
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    • 11. Dezember 2021 um 18:22
    • #4

    Man sollte sich von der Vorstellung trennen, ich spanne die Druckform ein und Drucke bis zum Ende. Einerseits haben die Druckplatten bzw. Druckzylinder nur eine bestimmte Nutzungsdauer durch den Verschleiß. Weiterhin gibt es im laufenden Produktionsprozeß auch eine fortlaufende Qualitätskontrolle. Gerade Tiefdruckverfahren sind anfällig auf Fremdkörper in der Druckmaschine. Man wird also nicht die Druckplatten bzw. Druckzylinder bis zum Ende des Drucks verdrecken lassen. Planwirtschaft ist nicht gleich zu zetzen mit einem kontinuierlichen Ablauf. Weit gefehlt, wenn der Befehl von oben kam, da wird schon mal ein Auftrag dazwischen geschoben. Druckzylinder raus, der neue rein und später wieder eingebaut und weiter gedruckt.

    Es wird Fallbezogen entschieden, die Druckplatten bzw. Druckzylinder aus der Druckmaschine zu nehmen und eventuelle Korrektur oder Reinigungsarbeiten vorzunehmen. Sowas kann man auch an Hand von Marken nachweisen. Nun bin ich noch nicht Rentner und werde erst in ein paar Tagen dies hier weiter fortführen.

  • labarnas
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    • 11. Dezember 2021 um 18:34
    • #5

    @07Paddler07, finde das sehr nett von Dir, dass Du hier ein Thema zu Sticheltiefdruck aufgemacht hast :)

    Bei der Literatur sollte man unbedingt von Peter Tichatzky "Briefmarkendruck in der DDR" und die zusammengefassten Beiträge in der Philatelie zur DDR 2008 bis 2013 nennen. In der ersten Quelle beschreibt er z. B. den Bogen- und Rollendruck, auch die entsprechende Technik die mit 4 Farbwerken für den Rakeldruck und 3 für den Sticheltiefdruck ab 1960 eine Kombination ermöglichten.

    Wichtig bei dem Druckverfahren ist der Druck gegen das Papier, welches aus den Vertiefungen der Druckform die Farbe "mitnimmt". Es ist bei weißen Stellen auf dem Papier nicht eindeutig zu sagen was es war. In der Regel ist es aber ein Abplatzen der dünnen, erhobenen Farbe auf dem Papier.

    Ich habe deshalb nach der Retusche gefragt, weil es doch immer zum Ausbau der jeweiligen Druckform aus dem Farbwerk kommen muss. Also ein mehrstündiger Vorgang. Eine Nachgravur im montierten Zustand ist für mich schwer vorstellbar. Zumal ein Einbringen einer Vertiefung immer nur dort geht, wo "Material" vorhanden ist.

    labarnas

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  • 07Paddler07
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    • 11. Dezember 2021 um 19:01
    • #6

    Dies ist ja die Schwierigkeit, wann und wo die Retusche vorgenommen wird. Deshalb zuerst die möglichen Fehlerquellen und dann die Behebung durch die Retusche. Beim Sticheltiefdruck werden eben die nicht tiefen Stechungen durch den Stecher erweitert. Warte einfach und ich zeige Dir diesen Vorgang am Markenheftchen 3 Blatt 8. Also mitten im Produktionsprozeß ( gut diese habe ich gekauft und nicht selbst gefunden - sowas war auf dem Markt ). Wenn entschieden worden ist, der Fehler oder die Verunreinigung mus raus, dann wurden die Druckplatten oder Zylinder ausgebaut. In der Zeit der Überarbeitung sind dann andere Druckaufträge durchgeführt worden.

  • 07Paddler07
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    • 11. Dezember 2021 um 19:25
    • #7

    An meiner Fototechnik muss ich noch arbeiten. Bei der Otto Winzer Marke ist im Orginal der feine Schnitt an dieser Stelle zu sehen. Hat also nichts mit der abspringenden Farbe zu tun, was beim Sticheltiefdruck immer eine Gefahr ist.

    Nun muss ich mich erstmal mit der Forums- sowie Bildbearbeitungssoftware auseinander setzen und anderer seits mit den eigenen Belegdokumenten. Ich habe über zwanzig Jahre nichts mehr mit Briefmarken zu tun gehabt. Muss alles aus dem Gedächtnis rekonstruieren.

  • labarnas
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    • 12. Dezember 2021 um 08:18
    • #8
    Zitat von 07Paddler07

    Dies ist ja die Schwierigkeit, wann und wo die Retusche vorgenommen wird. Deshalb zuerst die möglichen Fehlerquellen und dann die Behebung durch die Retusche. Beim Sticheltiefdruck werden eben die nicht tiefen Stechungen durch den Stecher erweitert. Warte einfach und ich zeige Dir diesen Vorgang am Markenheftchen 3 Blatt 8. Also mitten im Produktionsprozeß ( gut diese habe ich gekauft und nicht selbst gefunden - sowas war auf dem Markt ). Wenn entschieden worden ist, der Fehler oder die Verunreinigung mus raus, dann wurden die Druckplatten oder Zylinder ausgebaut. In der Zeit der Überarbeitung sind dann andere Druckaufträge durchgeführt worden.

    Ok, dann warte ich bis der Teil der Retusche vorgestellt wird, um eine Druckform am Ende der Lebenszeit zu "retten". Denn für eine Nachgravur müsste ja neues Material aufgetragen werden oder der Bereich in eine gleiche Höhe abgeschliffen und dann neu hergestellt werden (soweit meine logischen Überlegungen).

    Im Buchdruck würde man das beschädigte Galvano durch ein 10er Klischee (Rollendruck) mit einem Zeitaufwand von 3 Stunden auswechseln.

    labarnas

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  • 07Paddler07
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    • 12. Dezember 2021 um 10:48
    • #9

    Bitte keinen Gedankenfehler machen. Wir sind im Tiefdruckverfahren (Stichel oder Rastertiefdruckverfahren) wo auf mechanischen oder chemischen Weg eine Vertiefung hergestellt wird.

    Entsprechend der Tiefe haben wir unterschiedliche Rasterungen oder Linienstärken. Ist die Stichtiefe zu gering, dann sieht man nur einen dünnen Streifen oder umgekehrt. Stelle ich fest, dass die Stichtiefe zu gering ist, dann schneidet der Stecher auf die gewünschte Tiefe nach und dies ist dann die Retusche. Bei Buchtruck, also im Hochdruckverfahren muss ich um eine Fehlstelle zu korregieren Material auftragen.

    Die Kunst des Stechers besteht eben darin, mit dem vorhandenem Material auszukommen.

  • labarnas
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    • 12. Dezember 2021 um 11:34
    • #10

    wurde gern beim Sticheltiefdruck bleiben, weil es ja durch Gravur erzeugt wird. Vermutlich habe ich den Fehler bei der zu rettenden Platte nicht richtig verstanden.

    Für mich besteht das Merkmal des Sticheltiefdrucks, dass es "Hohlpyramiden" mit unterschiedlicher Tiefe und Breite gibt. Vielleicht mal an meinem einfachen Bild, später, die Erläuterung was da an der Druckform in Endphase retuschiert wurde.

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  • 07Paddler07
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    • 12. Dezember 2021 um 12:02
    • #11

    Bleiben wir bei diesem Beispiel:

    Die Form wurde in Kupfer gestochen. Kupfer ist ein sehr weicher Grundstoff und deshalb wird die Oberfläche verchromt, damit eben eine längere Standzeit erreicht wird.

    Bei allen Tiefdruckverfahren wird ein Rakel eingesetzt, der die überschüssige Farbe abzieht. Also eine mechanische Belastung und wenn Metall auf Metall reibt, wird im laufe der Zeit die Schicht immer dünner. Selbst das weiche Kupfer kann zusammengedrückt werden, so dass die Strichstärke sich verändert. Selbst wenn diese Veränderungen kaum meßbar sind (sie sind meßbar) , sieht man dies beim Endprodukt Briefmarke.

    Sticheltiefdruck ist ein Verfahren, was eigentlich einen sauberen Druck ermöglicht. Sie haben eine Auflagenhöhe, die staatlich vorgegeben wird und die Haltbarkeit der Druckform, die eben nicht unbegrenzt hält.

    Verschmutzungen, die sich in die Vertiefungen absetzen, von diesen Problemen mal ganz zu schweigen.

  • Filli
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    • 12. Dezember 2021 um 15:17
    • #12

    Hier ist wohl alles mögliche sehr übersichtlich und deutlich (auch am Bild) zusammen gefaßt.:

    http://www.srjohnen.de/DruckFehler.html

    bzw.:

    https://www.yumpu.com/de/document/re…me-im-tiefdruck

    Suche alle Ausgaben der "USA-Freimarken mit Plattennummern" (nur 4er-Stücken und größer)  nach Absprache. Dito.  diverse "USA- Fiskalausgaben" - oder auch USA-MH jeglicher Art bis zu MI 140 - zum Kauf. Basis: MI-Katalog (bzw. Scott-Katalog)

  • 07Paddler07
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    • 14. Dezember 2021 um 17:16
    • #13

    Wer den Richter-Katalog hat, meine Ausgabe ist von 2001, wird eigentlich den Ausfall und die Retusche gesehen haben.

    Was damals nicht im Katalog stand, dass auf dem selben Feld eine Druckzufälligkeit zu sehen ist, die natürlich auffällt. Diese wird bestimmt durch einen Fremdkörper, der sich hier festgesetzt hat, verursacht.

    Bei dieser kann eindeutig ausgegangen werden, dass sowas wärend des Druckprozesses entstanden ist. Der Ausfall der Linie ist eben durch eine zu geringe Stichtiefe der Linie hervorgerufen worden.

    Die Druckform ist ausgebaut, retuschiert und gereinigt worden. Danach ist weitergedruckt worden. Alle weiteren Fehler, die der Richterkatalog hier nennt, folgen wahrscheinlich später.

    Bilder

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  • 07Paddler07
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    • 14. Dezember 2021 um 17:46
    • #14

    Das schon minimale Schnittiefenunterschiede zu einem anderen Ergebnis führen, sehen wir hier. Sowas liegt wirklich im kleinteiligen Bereich und dürfte auch nicht retuschiert worden sein. Eine Einordnung als Plattenfehler ist nach meiner Meinung nicht gegeben.

    Schnitttiefenunterschiede treten auf und bei einem vertretbaren Aufwand werden diese retuschiert.

    Wann genau, läßt sich nicht ermittel, dies kann am Anfang, in der Mitte oder am Ende geschehen.

  • 07Paddler07
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    • 14. Dezember 2021 um 17:58
    • #15

    Ich hatte in meinem Vorstellungstext eine Marke eingestellt und die Retusche gezeigt. Hier war die Frage aufgekommen, wann.

    Links die gute Erhaltung --- rechts sind die Verschleißerscheinungen wohl deutlich zu sehen. Sowas wird der Kontrolle nicht entgangen sein, dazu ist das Markenbild einfach zu schlecht und dies gerade beim Sticheltiefdruckverfahren, was wirklich einer der edelsten Verfahren ist.

    Bilder

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  • 07Paddler07
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    • 14. Dezember 2021 um 18:30
    • #16

    Bei dieser Marke hat man sich ins Zeug gelegt, Mi. 2619. Zwei Verfahren - Rastertiefdruck und Sticheltiefdruck zusammen. Mit wirklich guter Linienführung. In meiner letzten Zeit, wo ich mich mit Briefmarken beschäftigt habe und dann aus beruflichen Gründen absolut keine Zeit dafür hatte, der Fall in die Kiste verschwandt.

    Sticheltiefdruck arbeitet mit einer Farbpaste und da sind abspringende Farbe keine Seltenheit. Nur hier von abspringender Farbe zu sprechen, wäre eigentlich falsch, denn ich sehe im unteren Bereich einen dünnen Strich.

    Der Fehler könnte beim Übertragen der Urform passiert sein. Eine Retusche wäre möglich. Bogenmaterial habe ich damals nicht mehr beschafft und hier keine Feld- bzw. Bogennummer ermitteln können, liegt also schon lange unerledigt im Album.

    Bilder

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  • harweg
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    • 14. Dezember 2021 um 19:03
    • #17

    Hallo 07Paddler07,

    da du dich unter anderem mit dem Sticheltiefdruck so gut auskennst, hätte ich mal eine Frage an Dich. Bei dieser 817 (schon mal vor langer Zeit im Forum vorgestellt) gibt es da etwas, was normalerweise nicht vorhanden sein dürfte. Könnte es sein, dass da mal ursprünglich der Stechername " DORFSTECHER" gestanden haben könnte, der dann mal (warum auch immer)? wegretuschiert geworden ist? Bin gespannt, Deine Meinung dazu zu lesen.

    Gruß Hartmut

    Forschungsgemeinschaft DDR Plattenfehler

  • HPK
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    288
    • 14. Dezember 2021 um 20:11
    • #18
    Zitat von 07Paddler07

    Wer den Richter-Katalog hat, meine Ausgabe ist von 2001, wird eigentlich den Ausfall und die Retusche gesehen haben.

    Was damals nicht im Katalog stand, dass auf dem selben Feld eine Druckzufälligkeit zu sehen ist, die natürlich auffällt. Diese wird bestimmt durch einen Fremdkörper, der sich hier festgesetzt hat, verursacht.

    Bei dieser kann eindeutig ausgegangen werden, dass sowas wärend des Druckprozesses entstanden ist. Der Ausfall der Linie ist eben durch eine zu geringe Stichtiefe der Linie hervorgerufen worden.

    Die Druckform ist ausgebaut, retuschiert und gereinigt worden. Danach ist weitergedruckt worden. Alle weiteren Fehler, die der Richterkatalog hier nennt, folgen wahrscheinlich später.


    Hallo 07Paddler07 ,

    weil es in Ihrem Thema "Sticheltiefdruck und seine möglichen Fehler" um ein Tiefdruckverfahren geht, wäre es angebracht dieses nicht mit der Vorstellung des MH3 Blatt 8 in Verbindung zu bringen. Ausgaben des Fünfjahrplan wurden in Hochdruckverfahren (hier speziell Buchdruck) gedruckt.

    Schöne Grüße

    HPK :)

  • 07Paddler07
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    21. September 1956 (69)
    • 14. Dezember 2021 um 20:21
    • #19

    Der Fehler könnte bei der Zylindervorbereitung entstanden sein. Die Zylinder werden ja aufbereitet.

    -Entchromen

    -Ballardhaut abziehen

    -Entfetten

    -Verkupfern

    - Schleifen

    Verkürzt, es könnten Reste von der vorangegangenen Druckform erhalten geblieben sein. Auch im galvanischen Prozeß kann durch den elektrischen Strom und deren Verteilung beim Verkupfern diese Strukturen erhalten geblieben sein. Denn Stechernamen sind meisten links oder rechts im Markenbild zu sehen.

    Dann wurden die neuen Bilder übertragen. Da keine großen Schnitttiefen erreicht worden sind, kann im Laufe des Druckprzesses durch Abrieb der Chromschicht das Bild verschwinden, also in späteren Zeit nicht mehr nachgewiesen werden.

    Eine Retusche im Tiefdruckverfahren ist im Regelfall eine Vertiefung.

    Einmal editiert, zuletzt von 07Paddler07 (14. Dezember 2021 um 20:42)

  • linos203
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    26. Oktober 1966 (59)
    • 14. Dezember 2021 um 20:25
    • #20

    Heißt das jetzt Sticheltiefdruck oder Stichtiefdruck? Oder sind das zweierlei Dinge?

    https://de.wiktionary.org/wiki/Stichtiefdruck

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