Beiträge von drkohler

    Steuermarken wurden in rauhen Mengen gebraucht, deshalb ist dieser I.R. (Steueramt) Stempel häufig anzutreffen auf dieser (und auch anderen) Marken.

    Steuermarken wurden während dem Bürgerkrieg in den 1860er Jahren eingeführt im Norden, weil der Krieg immense Summen kostete und die Nordstaaten schnell in den Ruin trieben. Nach kurzer Zeit wurde im Wesentlichen Alles besteuert, dass bei drei nicht auf den Bäumen war... Nach dem Krieg hat man dann "vergessen", die Steuern auf die meisten Sachen wieder aufzuheben. Ich glaube, die letzten Steuernmarken wurden erst in den 1960ern abgeschafft oder die speziellen Abgaben in allgemeine Steuern umgewandelt.

    Die Maschinenstempel sind halt die "faule" Art, Briefe zu frankieren. Briefmarkensammler lieben diese monotonen DInger (wahrscheinlich) nicht, aber es gibt schon Spezialsammler für diese Zettelchen, siehe den Link von Kartenhai.

    Interessante Marke. Das Wasserzeichen kann im schlechtesten Fall nur ein Strich sein (vom U oder P von USPS).

    Wie man es ansieht, es stimmt immer Etwas nicht mit der Realität überein.

    Ich vermute mal, es ist eine Scott 501,502, 529 oder 530. (Man müsste noch die Rückseite sehen um sicher zu sein). Daraufhin hat jemand sehr amateurhaft versucht, die seltene Rollenmarke daraus zu machen.

    Je nach Wahl hat man dann folgende Probleme:

    a) Es gibt keine Perf 11 Rollenmarke dieser Ausgabe

    b) Die Linie unten ist entweder die horizontale Bogentrennlinie bei Flachdruck oder eine Linie, die entsteht zwischen den beiden Druckplatten wo sie aufeinander treffen auf der Druckwalze.. Da bildet sich immer eine Spalte, die sich mit Farbe füllt und dann mitgedruckt wird. Die seltene Rollenmarke wurde aber im Flachdruck hergestellt (diue Linie sieht allerdings zu gut aus für eine Rotationsmarke).

    c) Rollenmarken können nicht "schräg" sein, die ungeschnittenen Ränder sind immer parallel, was hier nicht der Fall ist. Hier erahne ich noch Ueberbleibsel von Perforationslöchern rechts.

    d) Vorausentwertete Marken sind (fast) immer Massenware. Die seltene Rollenmarke existiert nicht als Vorausentwertung (alle die wenigen Marken wurden in Orangeburg verwendet).

    e) Die vertikalen Perforationen. Ich bin kein Spezialist dafür aber hier habe ich auch bedenken. Diese Bögen wurden mit einer "Stiching Machine" perforiert. Dabei wird ein Bogen unter einer Nadelwalze durchgezogen. Durch das Ziehen sind die Perforationslöcher nicht absolut rund, sondern etwas leicht oval, weil in einer Richtung eben gezogen wurde was das Paper ganz leicht dehnte. Wenn ich die beiden Perforationsreihen ansehe, ist die Zugrichtung links und rechts nicht die gleiche. Es sieht fast so aus, als habe jemand die Marke links perforiert mit "künstlichem Zug", dann die Marke gedreht und nochmal mit "künstlichen Zug" die andere Kolonne perforiert. Dabei entsteht aber ein Fehler, weil nun die Zugrichtung nicht mehr die gleiche ist gegenüber der anderen Kolonne..


    Also unter dem Strich mMn eine Anfängerfälschung der teuren Rollenmarke. Findet man oft, speziell auf ebay.

    Liebes Forum,


    ..Die entsprechenden Marken in Bündeln in lauter kleinen Schubladen.

    Ich will nicht unbedingt der Ueberbringer schlechter Nachrichten sein, aber "Bündel" von Marken deutet leider eher auf ein Entsorgungsproblem hin und nicht auf Wert.

    Ich würde mal vorsichtig sondieren, ob/wo die interessanten Marken sind und die Bündel mal hinten anstellen.

    Da hat das Auktionshaus wohl vorher einige Tage lang versucht, einen Wunschpreis bei Ebay durchzusetzen, was nicht von Erfolg gekrönt war:

    Die rührige Auktionsfirma versucht seit JAHREN, (immer die gleichen) USA-Marken über ebay und ihre Auktionen zu verkloppen. Zu absoluten Mondstartpreisen.

    Das ist Etwas, was mich immer verwundert(e). Warum schauen sich europäische (Aktions-)Firmen nicht die Preise an, wie sie in den Staaten realisiert werden? Ich sehe konstant, das Startpreise in europäischen Auktionen weit über den realisierten Preisen in den Staaten liegen. Man kann die Preise schon etwas höher ansetzen, aber was da zum Teil an Preisen vorgegeben wird ist doch ausserirdisch.

    Scoot 351 wird zur Zeit für ungefähr 400 Dollar gehandelt

    Da ist sicher keine Scott 351 drunter. Soweit nur erahnbar ist es einfach ein Haufen von 5c Rotations- und Flachdruckmarken der billigsten Art (kein blaues Papier erkennbar, aber erkennbar ist hier ein vageer Begriff bei den Scans). Katalogwert zusammen grob 50 Euro, Realwert ziemlich genau 0 Euro.

    Er hat ja auch noch eine andere W/F Müllsammlung für bloss 3500 Euronen...

    Es ist schon erstaunlich, vor enigen Monaten begann mal jemand mit 594/596ern (alle falsch), und seither wächst der Reigen der Washington/Franklin Vollpfosten stetig an. Mittlerweile ist fast jede W/F Marke eine Rarität geworden und die Begründung ist oft: Andere Angebote sind auch so teuer....

    Wasserzeichen waren vorgeschrieben in Briefumschlägen von Anfang an (1853) bis 1917.

    Im Scott USA Spezailkatalog unter "Stamped Envelopes and Wrappers" zu finden. Dein Wasserzeichen ist Wmk 11 von 1893, die Briefumschläge unter U348 bis U351. Werthaltig sind nur ganze Briefumschläge, die mit dem Stempel der Expo versehen sind.

    Kommt halt drauf an, was es genau ist.

    Die Grundmarke gibt es in pink, pigeon blood pink (teuer), rose pink, rose (billig, mit unzähligen verschiedenen rötlichen Abstufungen).


    Dann gibt es die Marke in rose noch mit verschiedenartigsten Grills (schachbrettartigen Stanzungen, die die Papierstruktur zerstören und das Wiederverwerten der Marken verhindern sollten, da sie "im Idealfall" die Marken beim Ablösen vom Briefumschlag völlig zerfledderten).

    Die Marke wurde im Bürgerkrieg herausgegeben, nachdem die Nordstaaten alle Briefmarken für ungültig erklärt hatten (um dem Süden eins auszuwischen). Sie wurde jahrelang nachgedruckt. Da gerade während des Bürgerkrieges die Farbenbeschaffung ein Problem war, gibt es unzählige Farbschattierungen. Jedes Mal, wenn die Marke nachgedruckt wude, musste ein Lehrling (die Cheffes waren Spezialisten und eingezogen in die Armee) die Farbe "pink" wieder treffen. Das gelang eigentlich nie so richtig, deshalb die vielen Farbvarianten.


    Die Marken mit Grill sind teuer. Deshalb gab es schnell mal Schlaumeier, die Grills nachmachten aus billigen Marken. Solche Marken sollte man nur mit US-Zertifikat kaufen.


    Pigeon blood pink ist (nicht erstaunlicher Weise) fast immer die Farbe die der Anbieter auf ebay lobpreist....


    Grills gibt es nur in rose. Aber die richtige Farbe zu bestimmen dieser Marke ist ein Minenfeld. Bei Angeboten ohne US-Zertifikat auf ebay sollte man immer von der billigsten Marke ausgehen. Dazu kommt noch, dass eine Woche im Sommer auf dem Fensterbrett die Farbe ändern kann. Das Alles macht die ebay-Angebote zur Lotterie.

    Ich bin immer wieder erstaunt wie ihr euch mit solchen Vollpfosten beschäftigt und ihnen hier eine Plattform schafft

    Der Tag ist lang und sonst läuft ja Nichts....

    Aber wenn ich mich schon durch den (leider übermässigen) Müll in der USA-Abteilung von ebay.de durcharbeite, dann schaue ich halt auch auf solche Angebote. Und ob ich den "Fehler" bei den Raritäten sofort entdecke oder nicht. Dass zum Beispiel noch eine dritte 1c-Z-Grill Marke existieren könnte ist nicht völlig auszuschliessen, deshalb ist es (zumindest für mich) interessant zu sehen, wie eine solche Marke und Aehnliches angeboten wird (auch wenn es immer in Kopfschütteln endet).


    Grundsätzlich ist die Dynamik auf ebay eigentlich interessant. Vor einigen Monaten hatte mal ein Enkel bei seinem Opa eine seltene Scott 596 "entdeckt" und zum Mondpreis angeboten. Dann ging es nicht lang und Hinz und Kunz entdecken bei ihren Grossvätern die gleiche Marke. Zum jetzigen Zeitpunkt ist offenbar jede Washington/Franklin Marke zu einer Rarität (oder sogar "rare Rarität") mutiert. Mal schauen, wie lange die Goldgräberstimmung anhält. Wenns sonst nix zu sehen gibt auf ebay, die Parade der Spinner und völlig Ahnungslosen/Naiven ist wenigstens etwas Unterhaltung.

    Schwer zu sagen, was das wirklich ist. Die Fotos sind viel zu klein und schlecht um irgend Etwas erkennen zu können. Es sieht allerdings so aus, als ob die Marke grossflächig eingeklebt war und einfach ausgerissen wurde aus dem Album. Da ist ja fast nichts mehr von einer Marke vorhanden ums Genick von Benjamin.

    Die Antworten die man nach Anfragen auf solche Angebote bekommt sind grössten Teils unflätig, meist kommt gar nichts zurück...

    So nebenbei gibts eine möglichkeit die Stempel zu entfernen ?

    Jein. Eine uv-Lampe wird auch bei krass "gut gemachten" Marken verräterische Spuren aufdecken.

    Eine grosse Schweizer Firma hat gerade vor wenigen Wochen eine schweineteure Marke versteigert (glaub' es ist eine chinesische), die immer als ungebraucht angeboten wurde (die Marke wurde nicht zum ersten Mal versteigert). Es geht allerdings mehr als nur ein Gerücht um dass eine UV-Lampe den Stempel wieder sichtbar machen soll...

    Also sehr gut gemacht kann man anscheinend davonkommen. Nicht-Profis ruinieren allerdings immer mindestens die Leuchtschicht (falls vorhanden), und die "aufgefrischten" Marken sehen auch oft ausgebleicht aus an "gewissen" Stellen.

    Wie man bereits an den bekannten Namen der Unternehmen erkennen kann, sind es leider sehr häufig vorkommende Lochungen.

    Für Perfins gilt im Wesentlichen das Gleiche wie für Precancels (vorausentwertete Marken). Es waren vor allem Grossfirmen, bei denen Anonymous mal in die Portokasse greifen konnte ohne gleich aufzufliegen. Bei kleineren Firmen kannte Jeder Jeden, deshalb musste man sich nicht schützen vor Briefmarkenklau. Perfins sind nicht so beliebt bei Amerikanern (ausser es handelt sich um eine der wahrscheinlich wenigen seltenen Arten). Selbstverständlich gibt es trotzdem einen Club dafür: https://www.perfins.org/

    ist ein Scan einer echten, teuren Marke (Scott 596)


    Als erstes musst du die Rückseite deiner Marke(n) anschauen. Wenn da auch nur ein Fleckchen Grün zu sehen ist, ist es eine billige Scott 552.

    Wenn da keine Farbkleckse sind, dann würde ich als nächstes deine Marke(n) einscannen und mit dieser Marke vergleichen mit einem guten Grafikprogramm (ist der grüne Rahmen gleich gross, decken sich die Perforationen horizontal und vertikal, etc). So kommt man auch ohne guten Zähnungsschlüssel recht weit. Die Farben der Marken spielen dabei nicht so eine eintscheidende Rolle, allerdings wenns zu hellgrün ist ist es eine Scott 632.

    Wenn das Alles übereinstimmt, hilft nur ein (amerikanisches) Zertifikat..

    Die horizontale Perforierung ist 10.5, nicht 11. Also einfach 1 Reihe weiter oben ansetzen im rechten Bild und alles ist gut :-)

    Die Farben sind zum Teil recht unterschiedlich, je nach Ausgabe. Diese Marken waren dauernd im Gebrauch und wurden auch dauernd nachgedruckt. Dabei war nicht immer der gleiche Farbtopf im Spiel. Gerade die Grünen variieren stark, von dunkelgrün bis hellgrün sieht man Alles.

    Die Schablone ist evtl. nicht wirklich genau. Alles was man Ausdruckt oder kopiert ist oft ungenau.

    Schade trotzdem danke ,dachte die franklin 1c währe was wert ||

    Kann schon sein, ist aber extremst unwahrscheinlich. Auf ebay tummelt sich eine ganze Horde von Vollpfosten, deren Grossväter alle eine Scott 594 oder 596 hatten in ihren Sammlungen. Was für eine Ueberraschung., wer hätte gedacht das Marken, die Amerikaner kaum je gesehen haben in Natura, in Massen von deutschen Grossvätern gehortet wurden. Sind allerdings immer Scott 632 wie bei deiner Marke mit 99.99999999% Wahrscheinlichkeit. Auch die anderen amerikanischen Marken im Bild sind absolute Massenware ohne Wert.

    Ich schaue ja regelmässig in die USA-Abteilung rein, aber in den letzten Monaten verging mir zunehmend die Lust.

    Es begann mit all den Grossvätern, die ihren Enkeln eine rare 594 oder 596 vermachten. Erst waren es nur 2-3 Spinner, die je nach Lust und Laune 500 bis 500'000 wollten (für ihre absolut wertlosen 632er). Aber nach einigen Wochen tummelten sich dann über ein Dutzend Anbieter dieser Raritäten aus allen Ländern der EU. Unglaulich wieviele Grossväter in Europa diese Marken besassen (von denen es vielleicht etwa 10 ungebrauchte und 20 gebrauchte Exemplare gibt).

    Danach gab es kein Halten mehr. Praktisch jede Washington/Franklin Marke (das sind Marken mit den höchten Auflagen, die je gedruckt wurden) ist plötzlich eine Rarität, und manchmal eben sogar eine rare Rarität) und kostet manchmal hunderte von Euros. Besonders schlaue Spinner vermerken noch "oder Angebot".

    Selbst übelst zugerichtete Marken werden noch zu Fantasiepreisen angeboten (speziell ein Engländer zeichnet sich da aus).

    Die USA-Abteilung ist leider grössten Teils zu einer Ansammlung von Spinnern mutiert. Vor einigen Jahren gab es noch ab und zu richtiges Material, aber jetzt ist es praktisch ein Tummelplatz von Ramsch und Spinnern.

    Dadurch entgeht mir vielleicht ab und zu etwas Interesantes, aber ich werte zunehmend das Durchsuchen neuer Angebote als reinen Zeitverlust.

    Der Verkäufer macht doch immer Gewinn.

    Wie schon festgestellt wurde gibt es kein Bild von dem Behältnis und der Einlage.

    Also befüllt er jetzt ein Behältnis mit einer Summe unter 211 € so das er seine Unkosten (ebay) wieder raus hat und noch einen (kleinen) Gewinn dazu.


    Schöne Grüße,
    Dirk

    Ist auch erst die halbe Pointe. Ich nehme an, der Postversand kostet auch einen Haufen Geld, und das Paket wird mit Ramschmarken zugepflastert sein, die der Verkäufer zum halben Nennwert angesammelt hat aber natürlich voll berechnet.

    Ich kann mich noch ernnern. In meiner Kindheit gab es in den Kaufhäusern noch ein "Markenregal" mit Alben, Pinzetten, etc, und Briefmarken in Tüten.

    So in der Art "50 Tiere", "100 Deutschland", "75 Gebäude", umgerechnet so Alles um 2-5 Euro pro Paket. Das Kennzeichen dieser Markentüten waren die CTO-Stempel, alle Marken hatten saubere Viertelstempel in einer Ecke.... (CTO-Stempel sind Marken mit meist schon mitgedruckten Stempelabdrücken, diese Marken wurden extra in Massen für solche Tütenvertreiber hergestellt).

    Genau wie die von Dir gezeigten Marken. Also der Wert der Marken dürfte leider so um 0-1 Euro schwanken...