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Deutsches Reich MiNr 330 B ?

  • Matze2012
  • 23. Dezember 2012 um 12:30
  • Matze2012
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    • 23. Dezember 2012 um 12:30
    • #1

    Hallo,

    habe hier eine gestempelt 330B 50Milliarden durchstochen und zweifel an der Echtheit des Stempels...

    Habe schon auf


    geschaut, aber nix passendes gefunden...


    Was meint Ihr zum Stempel: Breslau 24.11.23?

    MfG,

    Bilder

    • 330B.jpg
      • 214,6 kB
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      • 491
  • DKKW
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    • 23. Dezember 2012 um 13:05
    • #2

    Hallo Matze2012,

    in dem schon etwas angejahrten Buch "Falsch-Stempel der Inflation 1919-1923" (Infla-Bücherei 13) sind etliche falsche Brückenstempel aus Breslau aufgeführt. Ich selbst habe nur einen in meiner Falschstempel-Sammlung. Genau wie bei Dir hat der (Falsch-)Stempler den Stempel so abgeschlagen, dass man nur Ort und Datum sieht, aber nicht die Unterscheidungsbuchstaben, Sterne etc. Mein Stempel weicht von Deinem etwas ab, trotzdem vermute auch ich, dass es sich um einen der anderen Breslauer Falschstempel handelt.

    Viele Grüße
    DKKW

  • erron
    Moderator
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    2.493
    • 23. Dezember 2012 um 16:40
    • #3
    Zitat

    Original von Matze2012
    Hallo,

    habe hier eine gestempelt 330B 50Milliarden durchstochen und zweifel an der Echtheit des Stempels...

    Was meint Ihr zum Stempel: Breslau 24.11.23?

    MfG,

    @ Matze2012,
    diese Marke ist mit einer nachträglichen Entwertung nach Ende der Inflationszeit abgeschlagen worden.

    Erkennbar an der Stempelfarbe.

    Die früheste Abstempelung der Nr 330 B ist der 24.11.1923 mit Abstempelung aus Berlin SW 13 und N 49.

    Die früheste bekannte Abstempelung aus Breslau ist der 05.12.23.

    mfg

    erron

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  • Matze2012
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    • 26. Dezember 2012 um 11:07
    • #4

    Ok danke! Dachte ich mir schon...

  • Sputnik
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    267
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    1. Februar 1958 (68)
    • 9. Januar 2022 um 11:56
    • #5

    Hallo

    bin mir nicht sicher ob es sich hierbei um 330 B handelt, der Oberrand obwohl beschädigt sieht mir danach aus, kann mich aber

    auch täuschen.

    Danke für Eure Meinung

    MK


    Hallo erron,

    leider kann ich im Moment noch nicht scannen, aber auch wenn ich das Original betrachte komme ich nicht wirklich zu einem Ergebnis.

    Ich meine gesamthaft ist sie 3 fach gestempelt (siehe oben links wie auch rechts), im Stempelring ganz oben mittig erkenne ich "N...SP..."

    das Datum evtl. 28.11.23, aber all dies ist dessen was ich meine zu erkennen, aber bitte alles Spekulation.

    Bist Du der Meinung 330 B, die eigentlich auch die meine ist ?

    Habe die Marke jetzt weggelegt, denn man bekommt Kreise auf den Augen :)

    Danke für die Hilfe

    MK

    Kannst Du ggf. auch noch etwas zu der DR MiNr 33 sagen ?

    Gruß

    Sputnik

  • Sputnik 9. Januar 2022 um 13:10

    Hat den Titel des Themas von „Deutschs Reich MiNr 330 B ?“ zu „Deutsches Reich MiNr 330 B ?“ geändert.
  • erron
    Moderator
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    • 11. Januar 2022 um 13:56
    • #6

    Stempelabschlag vom 28.11.23.

    Da gibt es nur sehr wenige echt gestempelte von diesem Datum.

    Aus Berlin-Charlottenburg, Berlin C2, Berlin SW 29, Berlin W 80, Berlin-Weißensee sind Stempelabschläge vom 28.11.23 bekannt.

    mfg

    erron

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  • erron
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    • 13. Januar 2022 um 13:15
    • #7

    @Sputnik,

    den Stempelabschlag auf deiner Nr 330B mal ein wenig mit Adobe Photoshop bearbeitet.

    Der Stempelabschlag ist von NARSDORF / * b * vom 28.11.23 4 -5 V

    Oberpostdirektion Leipzig.

    Die Auslieferung der 330B an die Oberpostdirektion Leipzig erfolgte erst ab dem 29.11.1923.

    Somit wäre laut dem Stempelabschlag diese Nr 330B schon am 27.11.23 nach Narsdorf geliefert worden und am 28.11.23 Frühmorgens zwischen 4 und 5 Uhr abgestempelt worden.

    Narsdorf hatte im Jahre 1925 288 Einwohner.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Narsdorf

    Fazit: typische nachträgliche Abstempelung mit einem echtem Stempelgerät nach der Inflazeit.

    Somit Falschstempel.


    mfg

    erron

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  • Sputnik
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    • 13. Januar 2022 um 14:03
    • #8

    Hallo erron,

    ich weiß nicht was ich sagen soll, mir läuft ein kalter Schauer über den Rücken dessen was Du

    in Erfahrung gebracht hast. Wäre und werde ich wahrscheinlich nie im Stande sein so etwas

    zu eruieren.

    Eigentlich wollte ich nur wissen was mit der Zähnung ist aber dies Ergebnis haut mich um,

    werde die Marke nicht abgeben egal auch wenn sie falsch ist, habe ja eine Echte (hoffe ich)

    Trotzdem vielleicht noch 2 Fragen

    a. wieviel Zeit hast Du für diese Recherche investiert ?

    b. würde das ein Prüfer auch so machen oder ist es mehr die Erfahrung ?

    Ganz vielen Dank nochmals

    MK

    Gruß

    Sputnik

  • erron
    Moderator
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    2.493
    • 13. Januar 2022 um 15:06
    • #9
    Zitat von Sputnik

    Hallo erron,

    Trotzdem vielleicht noch 2 Fragen

    a. wieviel Zeit hast Du für diese Recherche investiert ?

    b. würde das ein Prüfer auch so machen oder ist es mehr die Erfahrung ?

    Ganz vielen Dank nochmals

    MK

    Alles anzeigen

    @Sputnik,

    zu "a": Ungefähr 15 Minuten.

    zu "b": Das kann ich dir nicht sagen, wie die das machen. INFLA-Berlin Prüfer haben andere Möglichkeiten, z. Bsp. ein umfangreiches Archiv über Stempelabschläge aus der Inflationszeit.

    Als Vergleich, der verstorbene INFLA-Berlin Prüfer Günter Bechtold hatte über 300.000 Stempel dokumentiert.

    Die durchstochene Zähnung bei deiner Marke ist in Ordnung.

    mfg

    erron

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  • Online
    rama
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    • 14. Januar 2022 um 12:12
    • #10

    Hallo erron,

    nach den interessanten Beiträgen habe ich meine Inflationsmarken und Belege hervorgeholt.

    Ich hab auch eine gestempelte 330B.

    ich gehe davon aus das hier im Bogen nachgestempelt wurde; kann das aaber nicht zuordnen.


    viele Grüße

    rama

    viele Grüße

    rama

  • Sputnik
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    • 14. Januar 2022 um 13:02
    • #11

    Hallo

    jetzt bin ich nervös geworden und meine Marke auch hervor geholt und siehe da

    weder Stempel noch Prüfer kann ich richtig erkennen und meine Infla Berlin zu deuten.

    Gruß und Danke

    MK

    Gruß

    Sputnik

  • erron
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    2.493
    • 14. Januar 2022 um 13:55
    • #12
    Zitat von rama

    Hallo erron,

    nach den interessanten Beiträgen habe ich meine Inflationsmarken und Belege hervorgeholt.

    Ich hab auch eine gestempelte 330B.

    ich gehe davon aus das hier im Bogen nachgestempelt wurde; kann das aaber nicht zuordnen.


    viele Grüße

    rama

    Alles anzeigen

    @rama,

    hast richtig vermutet, deine Nr 330B wurde nach Ende der Inflationszeit nachgestempelt.

    Erkennbar an der Stempelfarbe. Somit Falschstempel.


    mfg

    erron

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  • erron
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    • 14. Januar 2022 um 14:03
    • #13
    Zitat von Sputnik

    Hallo

    jetzt bin ich nervös geworden und meine Marke auch hervor geholt und siehe da

    weder Stempel noch Prüfer kann ich richtig erkennen und meine Infla Berlin zu deuten.

    Gruß und Danke

    MK

    Alles anzeigen

    @Sputnik,

    diese Nr 330B ist echt und zeitgerecht mit dem Einkreisstempel von BERLIN W / 10 / * b 1.12.23 abgestempelt worden.

    Auch das rückseitige Prüfsignum vom verstorbenem INFLA Berlin Prüfer Eduard Peschl, sowie das ECHT INFLA BERLIN Rundsignum sind echt.

    mfg

    erron

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  • Sputnik
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    • 14. Januar 2022 um 14:15
    • #14

    erron

    herzlichen Dank für Deine Aussage.

    Ganz andere frage zu diesem Thema, wenn ich eine Marke wie z.B. die erste die ich reingestellt habe die ja falsch ist, darf die ein Prüfer sie als falsch kennzeichnen oder muss er es sogar, denn schließlich ist es ja mein Eigentum oder benötigt er dafür eine Einwilligung.

    Weiterhin die Frage wenn er sie als falsch gekennzeichnet hat, was passiert neue Technik doch echt,

    wie wird das aufgehoben.

    Ich hoffe niemanden mit solch einer vielleicht dummen Frage zu belästigen.

    MK

    Gruß

    Sputnik

  • xxxxxxxxxxx
    Gast
    • 14. Januar 2022 um 14:25
    • #15
    Zitat von Sputnik

    Darf die ein Prüfer sie als falsch kennzeichnen oder muss er es sogar, denn schließlich ist es ja mein Eigentum oder benötigt er dafür eine Einwilligung.

    Du hast die prüfordnung des BPP akzeptiert. Demnach darf er das

  • Sputnik
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    1. Februar 1958 (68)
    • 14. Januar 2022 um 14:37
    • #16

    Danke,

    hättest Du evtl. auch noch eine Antwort auf die 2. Frage ?

    Gruß

    MK

    Gruß

    Sputnik

  • xxxxxxxxxxx
    Gast
    • 14. Januar 2022 um 14:55
    • #17

    Ich sehe da keine zweite Frage, da solche mit einem "?" gekennzeichnet werden.

    Ich kann mir aber vorstellen, dass keine weitere Signatur angebracht, sondern ein Kurzbefund oder Befund ausgestellt wird. Da du von "neuer Technik" sprichst, wird der Zeitraum länger als die Haftung des Prüfers sein. Du kannst also keine Ansprüche stellen. Bei nur wenigen Jahren ist das natürlich etwas anderes.

  • erron
    Moderator
    Beiträge
    2.493
    • 14. Januar 2022 um 19:52
    • #18
    Zitat von Sputnik

    erron

    herzlichen Dank für Deine Aussage.

    Ganz andere frage zu diesem Thema, wenn ich eine Marke wie z.B. die erste die ich reingestellt habe die ja falsch ist, darf die ein Prüfer sie als falsch kennzeichnen oder muss er es sogar, denn schließlich ist es ja mein Eigentum oder benötigt er dafür eine Einwilligung.

    Weiterhin die Frage wenn er sie als falsch gekennzeichnet hat, was passiert neue Technik doch echt,

    wie wird das aufgehoben.

    Ich hoffe niemanden mit solch einer vielleicht dummen Frage zu belästigen.

    MK

    Alles anzeigen

    @ Sputnik,

    wie @MS Sammler schon geschrieben hat; sobald du die BPP-Prüfordnung akzeptierst hast,

    https://www.bpp.de/briefmarken-pr…h-mi-nr-98-337/


    kann der jeweilige Infla-Berlin Prüfer die Marke kennzeichnen, ein Kurzbefund, ein Befund oder ein Attest für die Marke ausstellen.

    Und hat die Marke eine Stempelfälschung, kommt dieses Kennzeichnung auf die Markenrückseite.


    Sollte die Marke zusätzlich noch eine Prüfzeichenfälschung haben, kommen diese Kennzeichnungen auf die Markenrückseite.

    Zu deiner zweiten Frage:

    Sollte der Stempelabschlag auf der Marke in ferner Zukunft doch als echt und zeitgerecht anerkannt werden, (was ich anhand der nun über 80 jährigen Stempelforschung nicht glaube) kannst du keine Ansprüche mehr stellen.

    mfg

    erron

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  • Sputnik
    aktives Mitglied
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    Geburtstag
    1. Februar 1958 (68)
    • 15. Januar 2022 um 12:38
    • #19

    Herzlichen Dank für die Infos,

    solch eine Kennzeichnung, wie die untere Marke von erron, habe ich noch nie gesehen.

    Man lernt halt immer wieder dazu.

    Ich weiß ich nerve habe dennoch 2 Fragen

    wenn ein Prüfstempel wie oben seitens Bechthold angebracht wurde kann man ja Aussagen zum Zustand der Marke treffen (Höhe des Stempels), gibt es dabei Regeln wie der Stempel anzubringen ist?

    Ich meine damit Bechthold nach oben geschrieben (wie das Bild zeigt) oder nach unten und wie wird ein

    Infla Prüfstempel angebracht, egal ob rund oder Quadrat in Bezug auf die Qualität der Marke ??

    Danke

    Gruß

    Sputnik

  • erron
    Moderator
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    2.493
    • 16. Januar 2022 um 08:46
    • #20
    Zitat von Sputnik

    Ich weiß ich nerve habe dennoch 2 Fragen

    wenn ein Prüfstempel wie oben seitens Bechthold angebracht wurde kann man ja Aussagen zum Zustand der Marke treffen (Höhe des Stempels), gibt es dabei Regeln wie der Stempel anzubringen ist?

    Ich meine damit Bechthold nach oben geschrieben (wie das Bild zeigt) oder nach unten und wie wird ein

    Infla Prüfstempel angebracht, egal ob rund oder Quadrat in Bezug auf die Qualität der Marke ??

    Danke

    @Sputnik,

    Frage 1.

    siehe wiki:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Briefmarkenpr%C3%BCfung

    Frage 2.

    Wie das Infla-Kreis bzw. Infla-Quadrat Signum angebracht wird, ergibt sich aus dem Stempelabschlag auf der jeweiligen Marke.

    Im Michel-Katalog; Vorwort zu den Inflationsausgaben, sind diese jeweiligen Infla-Berlin Signums beschrieben.

    mfg

    erron

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